Schweiz
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Simonetta Sommaruga, Conseillere federale, entre dans un train lors de l'inauguration du Leman Express, le plus grand reseau ferroviaire transfrontalier d'Europe le jeudi 12 decembre 2019 en gare de Coppet. La mise en place du reseau franco-valdo-genevois n'a ete rendue possible que grace a la construction du CEVA, un tronçon ferroviaire d'une longueur de 16 kilometres, qui permet de relier les deux rives du canton de Geneve en connectant la gare d'Annemasse en France a celle de Cornavin. Cette ligne est la colonne vertebrale du RER ouest lemanique. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bundesrätin Simonetta Sommaruga besteigt im Dezember 2019 einen Zug in Coppet (Waadt). Bild: KEYSTONE

Bundesrat darf doch nach Brüssel fliegen – in der «Holzklasse»

Als Teil des Klimapakets will die Bundesverwaltung den CO2-Ausstoss bei offiziellen Reisen ab Juli senken. Viele europäischen Städte sollen deshalb nur noch mit dem Zug besucht werden.



Mitte Dezember 2019 hat der Bundesrat den sogenannten «Aktionsplan Flugreisen» verabschiedet, der zum Ziel hat, den CO2-Ausstoss von Flugreisen der Bundesverwaltung bis 2030 um 30 Prozent zu senken. Die Anordnungen treten auf den 1. Juli 2020 in Kraft.

Die neuen Regeln sehen wie folgt aus: Auf Dienstreisen müssen die Mitarbeitenden der Bundesverwaltung in Zukunft bei einer Reisezeit von bis zu sechs Stunden mit dem Zug reisen. Auch bei einer längeren Reisedauer muss mit dem Zug gereist werden, wenn die Zugreise kürzer ist als die Reise mit dem Flugzeug.

Falls doch ein Flug notwendig sein sollte, gilt grundsätzlich, die kostengünstigste Variante in der Economy-Klasse zu buchen. Nur, wenn die reine Flugzeit mindestens neun Stunden oder – falls Zwischenlandungen nötig – elf Stunden beträgt, wird die Business-Klasse bewilligt.

Auf einer Liste sind die jeweiligen Reisezeiten für Flug- und Bahnverkehr ab Bern zu den wichtigsten Destinationen in Europa aufgelistet:

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Der Bundesrat hat das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) beauftragt, die neuen Regeln in der Bundespersonalverordnung (VBPV) zu verankern. quelle: admin.ch

Viele Städte der direkten Nachbarländer sind innerhalb von sechs Stunden mit dem Zug erreichbar. So gilt für die Bundesverwaltung, einen grossen Teil der deutschen Städte zukünftig mit der Bahn zu besuchen: beispielsweise Frankfurt, München, Stuttgart und Köln.

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Zagreb/HR: sechsstündiger Direktflug. quelle: admin.ch

Auch für Paris, Strassburg, Mailand und Luxembourg ist die Anreise per Bahn ab Juli obligatorisch. Wichtige Standorte wie Brüssel, Berlin und London dürfen aber weiterhin mit dem Flugzeug erreicht werden.

Und auch nach Helsinki, der Hauptstadt Finnlands, muss die Bundesverwaltung keine beschwerliche 47-Stunden-Zugfahrt antreten, sondern darf für sieben Stunden ins Flugzeug steigen – natürlich in die «Holzklasse».

(adi)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Frechsteiner 11.06.2020 22:43
    Highlight Highlight Ich frage mich, warum es so schwierig ist, einen direkten Zug nach Brüssel zumindest ab Basel (über Luxembourg oder Paris Flughafen) auf die Schiene zu stellen. Die Gleise liegen ja, das würde man auch locker in 5 Stunden fahren können. Kann man ja auch subventionieren oder Steuerfrei machen (So wie das Flugi)
    • B-Arche 12.06.2020 15:56
      Highlight Highlight Die SNCF hat den Ostkorridor Basel-Colmar-Strasbourg-Metz-Luxembourg abgebaut angebotstechnisch. Es gibt keinen durchgebundenden Zug Basel - Luxemburg oder Brüssel mehr und auch nicht Strasbourg - Luxemburg.
      CFL und SNCB bieten die Linie verkürzt nur noch zwischen Luxembourg und Brüssel an - über Arlon und Namur.

      Die SNCF will TGV Tickets über Paris verkaufen. Ist natürlich deutlich länger von der Distanz da hilft die Hochgeschwindigkeit dann nicht wirklich.
    • Frechsteiner 12.06.2020 16:25
      Highlight Highlight Strasbourg-Brüssel (Via Flughafen CDG) oder Mulhouse-Luxembourg ist auch bereits vorhanden, mit etwas Wille wäre die Einführung des neuen Zuges kein Ding
  • Yeah, right. 11.06.2020 21:53
    Highlight Highlight 7 Stunden nach Helsinki? Mit einem Direktflug geht's unter 3. Just saying.
  • B-Arche 11.06.2020 21:17
    Highlight Highlight Nicht vergessen, das ist alles ab Bern. Wenn man dann erst nach Genf oder Zürich zum Flughafen muss ist es klar warum Flüge insgesamt oft so lange dauern.

    Und selbst die 8 Stunden nach London (TGV nach Paris und von dort Eurostar) Erschreckende gar nicht so übel.
    Man kann im Zug lesen/arbeiten/sich vorbereiten. Das ist durch das zahlreiche Wechseln der Verkehrsmittel und unterschiedliche Wartezeiten an Flughäfen doch deutlich mühsamer.

  • therationalist 11.06.2020 19:53
    Highlight Highlight Lustiger Titel. Der Bundesrat nimmt dann aber wahrscheinlich den PC-24 ;)
  • Robba 11.06.2020 19:29
    Highlight Highlight Mir wird die Schweiz gerade wieder enorm sympathisch.
    Ist es möglich Deutschland zu unterrichten in echter Demokratie?
    Im Moment herrscht dort die Idiokrathie.
    Die Politiker erhöhen wieder einmal ihre Gehälter selber, keiner haut ihnen auf die Finger, Beamte sind abgesichert und bekommen problemlos Kredite, während normale Arbeiter Angst um ihren Job haben, eben keine Kredite bekommen, daher Miete zahlen, welche immer weiter steigt.
    Man hört auf einen Bild - Idioten - Chef, Schauspieler, Influencer und anderes Gesocks.
    Es entwickelt sich zu einem Sch....Land.
  • Kukei 11.06.2020 19:04
    Highlight Highlight „...Helsinki, der Hauptstadt Finnlands, muss die Bundesverwaltung keine beschwerliche 47-Stunden-Zugfahrt antreten, sondern darf für sieben Stunden...“

    Mit einem wright Flyer?
  • neutrino 11.06.2020 18:53
    Highlight Highlight Die Regelung mit dem Zug finde ich gut. Aber ehrlich: wenn jetzt wirklich mal ein 7h-Flug für einen Bundesrat wirklich notwendig ist, dann fände ich Business Class angemessener.

    Mir ist lieber, dass die Regierungsmitglieder dieses Landes in diesen 7h efgizient arbeiten können, als dass sie in der Economy Klasse einen Film schauen. Insbesondere wenn man die Vertraulichkeit beachten muss, ist ruhiges Arbeiten dort schwierig.

    Es muss nicht jeder Mittelklasse-Bankmanager und jeder FIFA-Funktionär Business Class fliegen - aber bei Bundesräten macht es Sinn.


    • nadasagenwirjetzteinfachmal 11.06.2020 21:07
      Highlight Highlight Bei den 7 Stunden nach Helsinki ist man nur 2 Stunden 45 Minuten im Flugzeug.
    • exeswiss 11.06.2020 21:14
      Highlight Highlight bedenke das bei den zeiten hier anreise zum flughafen, checkin etc inbegriffen ist. nicht reine flugzeit. reine flugzeit zürich helskinki beträgt 2 std 45 min.
  • Pffff 11.06.2020 18:51
    Highlight Highlight Recht so....ich würde mich auch nie trauen mit fremden (Steuer-) Geldern Güpli-Klasse zu fliegen!
    Viele Entscheidungen könnten auch von Schweizer Boden gefällt werden, auf ein Händeschütteln für die Zeitungsberichte muss im Coronazeitalter sowieso verzichtet werden.
  • 6030ebikon 11.06.2020 18:50
    Highlight Highlight ''Holzklasse'' ist immer noch besser als zu Fuss gehen und wird immer noch luxuriös genug sein...
  • Jeremy Liquidpsy 11.06.2020 18:04
    Highlight Highlight Finde ich gut so. Vielleicht setzt man so auch öfter mal auf ein Digitales Treffen um noch mehr CO2 einzusparen.
  • RandomNicknameGenerator 11.06.2020 17:44
    Highlight Highlight Damit können viele Flugkilometer gespart werden - und meist ist man schneller und günstiger unterwegs 👏👏

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