Schweiz
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Parteipraesident Toni Brunner, links, und Nationalrat Adrian Amstutz, rechts, von der SVP, aeussern sich zur Zuwanderung, am Dienstag, 26. Mai 2015, in Bern. Die SVP ist nicht zufrieden mit den Vorschlaegen des Bundesrats zur Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative. Die Regierung missachte damit den Volkswillen. Die SVP lehnt es vor allem ab, dass die Zuwanderung aus Europa nur mit Zustimmung der EU begrenzt werden soll. Damit werde der EU ein Vetorecht betreffend der Schweizer Gesetzgebung eingeraeumt, erklaerte die SVP zum Ablauf der Vernehmlassungsfrist. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Die SVP will das Kandidatenfeld für die Bundesratswahl sondieren. Bild: KEYSTONE

SVP sucht Bundesrat – jetzt wird das «Kandidatenfeld» sondiert



Die SVP will den Fehler von 2011 nicht wiederholen, als die Bundesratskandidatur von Bruno Zuppiger zum Debakel verkam. Um einen zweiten Sitz in der Regierung zu erobern, hat sie einen «internen Prozess» in Gang gesetzt.

«Eine interne Findungskommission unter Führung des Aargauer Altregierungsrats Ernst Hasler sondiert das Kandidatenfeld. Unsere Kantonalparteien sind aufgefordert worden, mögliche Kandidaturen zu melden», sagte SVP-Präsident Toni Brunner in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Montag. Dem Vernehmen nach gebe es mehrere Personen, die Bundesrat werden wollten. «Das ist ja schon einmal beruhigend.»

Die Partei habe damit die Lehren gezogen aus dem Fehlgriff vor vier Jahren. Damals zog sich Bundesratskandidat Bruno Zuppiger zurück, nachdem kurz vor der Wahl ans Licht gekommen war, dass er in eine Erbschaftsaffäre verwickelt ist.

Brunner bekräftigte, seine Partei wolle die Konkordanz wieder herstellen. Heute sei die SVP in der Regierung mit einem Vertreter «quasi geduldet». Sie werde «als relevanteste Kraft im Land systematisch ausgegrenzt» und finde in Parlament und Bundesrat kaum Mehrheiten. (dwi/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dewar 22.06.2015 09:23
    Highlight Highlight "...finde in Parlament und Bundesrat kaum Mehrheiten": Tja lieber Toni, 26% sind nun mal nicht die Mehrheit. Und wenn man unfähig ist, Kompromisse zu schliessen und in vielen Fällen eine provokante, extreme Position einnimmt, die (glücklicherweise) nicht mehrheitsfähig ist, hilft das halt auch nicht. Beim BR hat der Toni mit seinem Kurzzeitgedächtnis vielleicht vergessen, dass die SVP zwei ihrer Bundesräte aus der Partei ausschloss; Widmer-Schlumpf nach der Wahl und Schmid nach glaube ich 2 Legislaturen im BR. Wenn jede Partei so vorginge, könnten alle über Untervertretung jammern...
    • aye 22.06.2015 10:24
      Highlight Highlight Genau, das nennt man Mehrheitsfähigkeit. Und die nötige Kompromissbereitschaft fehlt der SVP leider.
  • Roger Gruber 22.06.2015 09:11
    Highlight Highlight Hoffentlich wird auch Lukas Reimann ins Rennen geschickt. Einer der wenigen mit Durchblick in der Politiker-Kaste.
    • poga 22.06.2015 09:15
      Highlight Highlight Ich glaube kaum, dass die SVP einen Querdenker ins Rennen schickt.
    • Donalf 22.06.2015 16:57
      Highlight Highlight Durchblick ist nicht erforderlich, es reicht, wenn er das Naheliegende sehen würde.
    • dGehrig 22.06.2015 23:04
      Highlight Highlight Betonung auf "würde"...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der aus Facebook 22.06.2015 06:26
    Highlight Highlight Tja Toni, wer jahrelang andere ausgrenzt, muss sich nicht wundern, wenn er nicht mehr in den Sandkasten gelassen wird!
    • samy4me 22.06.2015 08:24
      Highlight Highlight Word!

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