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kind embryo schwanger

Die Information über das Geschlecht fällt häufig als Nebenbefund an, etwa bei einer Ultraschalluntersuchung. Jetzt dürfen die Eltern aber erst nach der 12. Schwangerschaftswoche darüber informiert werden. Bild: shutterstock

Mädchen oder Bub? Eltern dürfen es erst nach der 12. Woche der Schwangerschaft erfahren



Die Bestimmung des Geschlechts des Embryos oder Fötus bleibt grundsätzlich verboten. Die Information fällt jedoch häufig als Nebenbefund an, etwa bei einer Ultraschalluntersuchung. Um eine Auswahl von Babys nach Geschlecht zu verhindern, will der Bundesrat die Mitteilung des Geschlechts vor Ablauf der 12. Schwangerschaftswoche verbieten.

Der Bundesrat schlägt auch eine Totalrevision des Gesetzes über genetische Untersuchungen beim Menschen (GUMG) vor. Nach geltendem Recht dürfen Ärztinnen und Ärzte genetische Untersuchungen im medizinischen Bereich durchführen sowie DNA-Profile zur Klärung der Abstammung oder zur Identifizierung erstellen.

Das GUGM regelt künftig zwei Bereiche von Untersuchungen mit unterschiedlich strengen Vorschriften. Jene zur Abklärung von Eigenschaften des Erbguts im medizinischen Bereich bleibt Ärztinnen und Ärzten vorbehalten. Die Durchführung der Tests ist nur in bewilligten Laboratorien erlaubt. Der rechtliche Rahmen bleibt weitgehend unverändert.

Regelungen ausserhalb des medizinischen Bereichs

Neu ist hingegen die Regelung von Untersuchungen des Erbguts ausserhalb des medizinischen Bereichs. Der Bundesrat schlägt dabei zwei Kategorien vor. Die erste umfasst die genetische Untersuchung besonders schützenswerter Eigenschaften.

Das können physiologische Eigenschaften sein, etwa mit Bezug auf die Ernährung, oder persönliche Eigenschaften wie der Charakter oder das Verhalten. Diese liegen zwar ausserhalb des medizinischen Bereichs, könne aber beträchtliche Auswirkungen auf die betroffene Person haben.

Das gleiche gilt laut Bundesrat für Abklärungen der ethnischen Herkunft. Er schlägt daher vor, dass solche Untersuchungen nur von Fachpersonen veranlasst und in bewilligten Laboratorien durchgeführt werden dürfen.

Das erwartet dich während der Schwangerschaft

Belanglose Ergebnisse

Für die Abklärung äusserlicher körperlicher Merkmale wie Augen- oder Haarfarbe oder so genannten Partnerschaftsabklärungen gelten hingegen nur grundsätzliche Bestimmungen. Dazu gehören zum Beispiel ein Nichtdiskriminierungsverbot, das Recht auf Information oder Vorschriften zum Schutz von Proben und genetischen Daten.

Der Bundesrat verzichtet auf strenge Regeln, weil die Ergebnisse solcher Untersuchungen seiner Ansicht nach Ansicht «vergleichsweise belanglos» sind. Ebenfalls nur Grundsätze gelten für die Untersuchung von Veränderungen des Erbguts, die nicht an Nachkommen weitergegeben werden. Grund dafür ist, dass keine Drittpersonen betroffen sind.

Ein grundsätzliches Verbot von Gentests ausserhalb des medizinischen Bereichs hat der Bundesrat verworfen. Seiner Ansicht nach kann die betroffene Person mit weniger weit gehenden Eingriffen geschützt werden. (whr/sda)

Video: watson

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Weisnidman 06.07.2017 00:39
    Highlight Highlight Wie krank muss man sein um ein ungeborenes Kind zu töten weil es nicht das gewünschte Geschlecht hat was sich Mama und Papa wünschen???!!
    Kranke Welt..
  • peeti 05.07.2017 16:04
    Highlight Highlight Wieso eigentlich will man das Geschlecht des Kindes vor der Geburt wissen wollen?
    • Tobi-wan 05.07.2017 17:09
      Highlight Highlight Weil man vorher wissen will, ob das Zimmer rosa oder blau gestrichen werden soll.
      Weil es die Namenssuche um 50% einfacher macht.
      Weil man das Kind im Bauch schon mit dem Namen ansprechen kann.
      Weil man es einfach will und schön findet, wenn man es weiss.
      Btw. wenn man Ultraschallbilder bei der Kontrolle mit verfolgt sieht man es je nach dem auch als Laie. Einfach mal genau hinschauen. Zumindest wenn es um einen Jungen geht ;-)
    • SelmaZ 05.07.2017 17:55
      Highlight Highlight Ein rosa gestrichenes Zimmer - was für eine Gehirnwäsche.😨
    • bokl 05.07.2017 18:45
      Highlight Highlight Erleichtert die Namenssuche (wobei 100% Sicherheit gibt es nicht, es muss für beide Möglichkeiten entschieden werden).

      Zudem ist der Mensch halt ein sehr neugieriges Wesen. Warum etwas nicht wissen, was man wissen kann?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thinktank 05.07.2017 14:53
    Highlight Highlight Was genau hat der Staat hier dreinzureden?
    • blablup 05.07.2017 21:17
      Highlight Highlight Bei der Geschichte wo ein bestimmtes Geschlecht absichtlich abgetrieben wird weil es als minderwertig betrachtet wird? Hmmmm ja was wohl...
    • h0nd 05.07.2017 22:28
      Highlight Highlight Achso, wieder der kranken Gesellschaft wegen? Ok dann wie immer Symptom statt Ursachenbekãmpfung.
    • strieler 06.07.2017 02:06
      Highlight Highlight mhm schonmal darüber nachgedacht, wer Abtreibungen durchführt? Es geht ja nicht zwingend um dreinreden, sondern auch um Rechtssicherheit von Seiten der Ärzte..die sind ja zum glück in der CH staatlich lizenziert..

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