Schweiz
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Un soldat des troupes sanitaires de l' Armee Suisse aide une personne agee residente d'un Etablissement Medico-Social, EMS, lors de la pandemie de Coronavirus (Covid-19) ce mardi 12 mai 2020 dans le home Les Charmettes a Neuchatel. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Bild: KEYSTONE

Mehr als die Hälfte der Schweizer Corona-Todesfälle stammt aus Altersheimen



Dass Covid-19 vor allem für ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen gefährlich ist, ist bekannt. Eine Recherche des «Tagesanzeigers» zeigt nun jedoch das wahre Ausmass der Krankheit in Schweizer Alters- und Pflegeheimen. So sind bis jetzt 927 Personen in Altersresidenzen an den Folgen von Covid-19 gestorben. Das sind 53 Prozent aller Corona-Todesfälle.

Im Kanton Zürich sind es noch mehr: Insgesamt 81 der 127 Todesfälle fielen auf Bewohner und Bewohnerinnen in Altersresidenzen. Das sind 64 Prozent. Gabriela Bieri, Ärztliche Direktorin der Stadtzürcher Pflegezentren, gestand gegenüber dem «Tagesanzeiger», dass sich das Virus relativ einfach ausbreiten konnte. «Wir waren etwas hilflos.»

Die Zahlen stützen sich auf die Angaben aus 18 Kantonen, welche insgesamt 94 Prozent der Corona-Todesfälle in der Schweiz verzeichnen. Die effektive Zahl dürfte allerdings noch höher liegen, da nur drei Kantone in den Statistiken angeben, wenn Bewohner von Altersheimen ins Spital verlegt wurden und dort verstarben. Alle anderen Kantone geben nur den Sterbeort an.

Gleich viele Tote in Altersheimen wie in Schweden

Vergleicht man die Sterberate in Schweizer Altersresidenzen mit jener aus Schweden, so stellt man keine grosse Unterschiede fest. Auch in Schweden zeigen Statistiken, dass mehr als die Hälfte der Todesfälle in Alten- und Pflegeheimen gezählt wurden.

Dort sprechen die Medien bereits davon, dass «die Alten geopfert» wurden. Auch Behördenvertreter geben ihr Versagen zu. Die Regierung untersucht, was schiefgelaufen ist.

Nicht so in der Schweiz. Die Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte der Schweiz (VKS) sieht keinen Handlungsbedarf. So sagte Präsident Rudolf Hauri gegenüber dem «Tagesanzeiger», dass es «in der Natur der Sache» liege, dass es in Alters- und Pflegeheimen zu häufigen Todesfällen komme. Weiter sagte er:

«Es ist unangebracht, davon zu sprechen, dass ältere Personen in der Schweiz geopfert wurden. Sobald die Faktenlage klargemacht hatte, dass unter anderem ältere Personen besonders durch das neue Coronavirus gefährdet sind, haben Bund und Kantone ihre Kommunikation und ihre Massnahmen entsprechend ausgelegt.»

Kein nationales Schutzkonzept

Der nationale Verband der Alters- und Pflegeheime «Curaviva» ist etwas selbstkritischer und räumt Fehler ein. Es habe an Schutzmaterial und Wissen über das Virus gefehlt. «Dessen Gefährlichkeit zeigte sich in der zweiwöchigen Inkubationszeit ohne oder nur mit leichten Symptomen», sagte Markus Leser, Leiter des Fachbereichs Menschen im Alter bei «Curaviva» gegenüber der Tamedia-Zeitung. So habe sich das Virus anfangs unbemerkt verbreitet können.

Ein nationales Schutzkonzept, oder selbst minimale Vorgaben vom Bund, lehnt «Curaviva» allerdings ab. Man sei zufrieden mit der bestehenden Regelung. Der Bund schreibt momentan lediglich vor, dass die Heime überhaupt ein Schutzkonzept haben müssen. Wie dieses aussieht, kann von Ort zu Ort unterschiedlich sein. (dfr)

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71
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    Alle Leser-Kommentare
  • cdrom 19.05.2020 10:59
    Highlight Highlight Die meisten Leute sterben noch immer im Bett.
    Es ist an der Zeit Betten zu verbieten! 😂
  • Maya Eldorado 19.05.2020 09:11
    Highlight Highlight Da wird viel darüber gesprochen über die Alten betreff Corona.
    Es wäre besser nicht über, sondern mit den Alten darüber zu reden und zuhören, was sie sagen wollen.
    Wenn man älter wird, verändert sich das Verhältnis zum Leben und zum Tod kontinuierlich.
    Da können Fragen aufkommen wie: Was ist wichtiger: Um jede Minute länger leben kämpfen oder im Augenblick das machen, was mir guttut. Denn beim Coronavirus heisst das je nachdem um das liebste zu verzichten, den sozialen Kontakt mit den Nächsten.
  • drüber Nachgedacht 19.05.2020 09:11
    Highlight Highlight Bei uns ist das Alterheim knappe hundert Meter von der Migros entfernt.
    Viele der Altersheim Bewohner waren auch während der stärksten Coronaphase täglich in der Migros, da dies zu ihrem täglichen Ritual gehört.
    Ob man da jemandem einen Vorwurf machen kann ist schwer zu sagen. Auch alte Leute haben ein Recht auf Selbstbestimmung.
  • Dr no 19.05.2020 08:29
    Highlight Highlight Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Der Tod gehört zum Leben dazu. Irgendwann ist die Zeit einfach abgelaufen. Jetzt in der Coronazeit schauen alle auf Todeszahlen. Aber auch sonst sterben jeden Tag Menschen. Nur interessiert sich niemand dafür. Wenn im Sommer eine Hitzewelle kommt, dann steigt die Sterberate im Altersheim massiv. Da regt sich aber niemand drüber auf. Ich weiss auch nicht, was für einen besseren Schutz die Leute hier verlangen. Wir haben mit dem Lockdown bereits die Wirtschaft an die Wand gefahren…. was sollte man sonst noch tun ?
    • genauleser 19.05.2020 13:48
      Highlight Highlight Eher umgekehrt? Kriegt(e) man die grösste Risikogruppe in den Griff, dann könnt man sich die wirtschaftsschädigenden Massnahmen sparen.
      Ansonsten kumulieren dann Grippe, Corona, Hitzewellen - das ist dann ethisch doch eine etwas grenzwertige Strategie. Und der Pflegenotstand würde verschlimmert (Pflegende nehmen ihr persönliches Risiko vielleicht nicht so gerne in Kauf).

    • Dr no 19.05.2020 14:29
      Highlight Highlight Ich versteh das Argument nicht. Die grösste Risikogruppe ist ja nicht gleichbedeutend mit den Bewohnern im Altersheim oder ? Nicht jeder Ü65 / Vorerkrankte lebt ja im Altersheim.
    • genauleser 19.05.2020 23:27
      Highlight Highlight Du hattest dich auf Heimbewohner bezogen. Laut Titel sind sie die grösste Risikogruppe - hab aber jetzt die Zahlen nicht repetiert.
      Ich stell mir vor, ein funktionierendes Schutzkonzept kriegt man bei Heimbewohnern viel einfacher hin, als bei den "Freilaufenden" (für die hätt man dann Ressourcen frei).
  • lilie 19.05.2020 07:55
    Highlight Highlight Aus dem Tessin wurden Zahlen bekannt, wonach von über 130 Todesfällen aus Altersheimen nur 29 im Spital verstarben.

    Offenbar sind viele alte, gebrechliche und kranke Menschen nicht mehr gewillt, sich im Falle eines medizinischen Notfalles noch ins Spital karren zu lassen. Sie ziehen es vor, in ihrer vertrauten Umgebung gepflegt zu werden und allenfalls dort auch zu sterben.

    Ihren Willen diesbezüglich halten sie in einer Patientenverfügung fest. Selbstbestimmung ist auch im Sterben essentiell.
  • Raphael Keller 19.05.2020 07:29
    Highlight Highlight Ich bin kein Bisschen erstaunt. Meine Frau arbeitet in einem Altersheim. Man hat ihr das Tragen einer Maske (auch auf dem Höhepunkt der Welle) verboten. Es würde nur die alten Menschen verunsichern und nichts nützen. Sie hatten wohl auch gar nicht genügend Masken an Lager. Hätten sie zwar gemäss BAG-Pandemieplan haben sollen, aber eben... Gegen die saisonale Grippe lässt sich auch kaum jemand des Pflegepersonals impfen. Für mich ist das alles grobfahrlässig. Hier müssten die (kantonalen) Gesundheitsbehörden einschreiten.
    • Butschina 19.05.2020 09:05
      Highlight Highlight Ui, dann arbeitet sie in einem ganz ganz schlechten Altersheim. Ich rate ihr, sofort zu kündigen und eine neue Stelle anzunehmen. Die alten Menschen können sich gut an die Maske gewöhnen. Das ist in den ersten tagen komisch, danach normal. Also genau gleich wie es für jüngere auch ist. Das Heim handelt grob fahrlässig und sollte eigentlich Red und Antwort stehen müssen.
    • Maya Eldorado 19.05.2020 09:16
      Highlight Highlight Was die Maske bei alten Menschen betrifft, ist da noch ganz was anderes.
      Viele alte Menschen hören nicht mehr gut und wenn das Gegenüber Masken trägt, geht das noch viel schlechter.
      Ich weiss das, weil ich selbst nicht mehr so gut höre. Wenn dann noch jemand eine Maske trägt, verstehe ich dann vieles nicht mehr. Dann muss ich dann manchmal hören: Typisch ältere Menschen, die wollen nicht verstehen. Sowas ist ärgerlich.
      Also sprecht, wenn ihr mit Maske zu alten Menschen sprecht, langsam und gut artikuliert und schaut ihnen gerade ins Gesicht.
  • Musikuss 19.05.2020 07:04
    Highlight Highlight Das Hauptrisiko für alte Menschen ist nicht das Virus, sondern die „normale“ Behandlung in den Alten- und Pflegeheimen: aus Personalmangel werden die Alten einfach ruhig gestellt, d.h. sie erhalten Beruhigungs- und Schmerzspritzen, von morgens bis abends. Ich habe es mit eigenen Augen gesehen: die Patienten in einem mir bekannten Pflegeheim waren alle nicht mehr ansprechbar. Wer sich gegen die Spritzen wehrte, wurde zudem beschimpft! Kein Wunder, dass die Patienten keine Widerstandskraft gegen das Virus mehr haben, wie denn auch?
    • sowhat 19.05.2020 10:36
      Highlight Highlight Hmmm.. Musikus, das ist die Art Information, die mir am meisten Angst macht, meine Mutter je in eine solche Einrichtung gehen zu lassen. Es gibt bestimmt dreimal soviele, die es besser machen. Aber woher weiss ich, dass es nicht genau dieses ist. Brrrr...
    • elco 19.05.2020 10:48
      Highlight Highlight Vielleicht haben sie auch einfach Schmerzen und sind froh um die Spritzen?
    • Conci 19.05.2020 12:56
      Highlight Highlight So ein Schwachsinn. Meine Mutter wurde sehr gut betreut. Sie war immer munter. Sie litt an Demenz. Sie durfte sogar das Heim verlassen. Sie hatte ein GPS falls sie nicht mehr zurück fand. Dann hat ein Zivi
      sie geholt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • gallix 19.05.2020 06:42
    Highlight Highlight Nüchtern betrachtet muss man halt schon sagen, dass die Überalterung der Gesellschaft mit all ihren finanziellen Folgen das weit grössere Problem darstellt als wenn ein paar Bettlägrige durch eine neue Krankheit endlich sterben können.
    • Musikuss 20.05.2020 00:26
      Highlight Highlight Das hat Mengele auch gedacht...wetten, dass Du nicht mal weisst, wer Mengele war?
  • GetReal 19.05.2020 06:12
    Highlight Highlight Wenn man diese Anzahl und den Prozentsatz nun in den Vergleich der gesamten Bevölkerung der Schweiz setzt (8.6 Millionen) und weiss, dass die Ansteckungen bereits vor den Lockdown-Massnahmen zurückgingen, stehen die Auswirkungen und Risiken dieses Lockdowns auf die Gesundheit der anderen 8.599 Millionen in einem komischen Licht da.
    • rodolofo 19.05.2020 06:52
      Highlight Highlight Man orientierte sich eben an dem, was im benachbarten Norditalien abging und dann auf den Kanton Tessin überschwappte!
      Jetzt so zu tun, als ob das alles ganz harmlos gewesen sei, ist sehr unfair gegenüber den Verantwortlichen.
      Da geht es dann wieder um die altbekannten politischen Machtspiele.
      - "Die von der SVP hätten alles viel besser gewusst und besser gemacht!"
      - "Landesgrenzen zu und Stammkneipen auf!"
      Prost...
    • Shlomo 19.05.2020 07:32
      Highlight Highlight Erstens hatten wir nie einen Lockdown. Und zweitens ist die Ansteckungsrate erst auf Grund der verschärften Massnahmen unter 1 gesunken.
      Bitte geh was lernen.
    • Oly photographer 19.05.2020 09:23
      Highlight Highlight Es ging nie um die Anzahl Toten und im Artikel steht ja, dass die meisten Alten im Heim starben. Es ging um eine Überlastung des Spitalwesens und dieses wäre auch durch viel jüngere Personen erfolgt. Die Schweiz hat erst mit der Zeit die Kapazitäten hochgefahren. Ehrlich, Situationen wie in Spanien möchte ich in der CH nicht haben, Leute die in den Gängen herumliegen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • soulpower 19.05.2020 05:02
    Highlight Highlight Ich frage mich schon warum bisher diese Statistiken zurückgehalten wurden? In dem Bereich hat es uns also ähnlich böse erwischt wie die Schweden, denen man unter anderem Versagen bei den Schutzkonzepten in Altersheimen vorgeworfen hat. Da ist es irgendwie schon peinlich, dass nun Verantwortliche hinstehen und erklären, dass man im Altersheim sowiso an irgendetwas stirbt. Dass ein nationales Schutzkonzept für Altersheime fehlt ist dabei auch mehr als fragwürdig.
    • Oly photographer 19.05.2020 09:27
      Highlight Highlight Sehe ich genauso, böse gesagt haben die Angestellten die Alten auf dem Gewissen. Den Angehörigen wurde ja schnell der Besuch verboten. Uns hat das BAG gesagt dass Masken nichts bringen und wir nicht wissen wie damit umzugehen (nur weil man keine hatte). Scheinbar kann auch ein grosser Teil nicht mit den Hygienevorschriften umgehen, was tragisch ist, oder es waren auch hier fahrlässigerweise zuwenig Schutzprodukte vorhanden.
    • sowhat 19.05.2020 10:44
      Highlight Highlight Mir gehen Leute auf die Nerven, die sich darüber monieren, dass irgendwelche Informationen zurückgehalten wurden. Und zwar genau in dem Moment wo sie veröffentlicht werden. Informationen aufzubereiten, Statistiken zu ziehen und auszuweten, ist Arbeit. Die muss erst mal gemacht werden und das kann sie erst, wenn genug Informationen vorliegen, damit es überhaupt eine genügend grosse Grundlage gibt.
      Denk bitte etwas mit, bevor du gross rumposaunst, soulpower.
    • elco 19.05.2020 10:52
      Highlight Highlight Das Problem sind und waren die Bewohner ohne Symptome. Auch bei den alten Menschen haben 40% keinerlei Symptome, 20% lediglich minim erhöhte Temperatur. Diese Leute wurden nicht erkannt und haben das Virus weiter verbreitet. Das BAG empfahl ausdrücklich nur Personen mit Symptomen zu testen.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 19.05.2020 02:51
    Highlight Highlight 1'000 Menschen, die im Altersheim gewohnt haben, sind nun an Convid-19 gestorben.

    Hätten diese Menschen nicht besser geschützt werden müssen?
    • Snowy 19.05.2020 09:23
      Highlight Highlight Menschen, die in Altersheim eintreten sterben auch häufig dort.

      Hat wenig mit Covid 19 zu tun.
  • Locutus70 19.05.2020 00:22
    Highlight Highlight Noch schlimmer als ich vermutet hatte. Es ist einfach unfassbar, das gerade in Einrichtungen wo alte, kranke Menschen besonderen Schutz brauchen so geschlampert wird.
    • hs52 19.05.2020 08:36
      Highlight Highlight Ich frage mich immer warum der Tod in einem Alters- Pflegeheim so dramatisiert wird. Viel wichtiger ist doch die Lebensqualität und nicht ein möglichst langes Leben. Das Altersheim ist nun einmal die letzte Station.
    • Oly photographer 19.05.2020 09:30
      Highlight Highlight Ich verstehe die Downvotes nicht, weil genau so ist es. Woher sollen sich die Bewohner denn angesteckt haben ausser von der Pflege? Findet ihr es toll ins Spital gehen zu müssen und damit zu rechnen dass ihr wegen mangelnder Hygiene sterben musst? Wer in so einer Einrichtung arbeitet muss die Hygienevorschriften kennen und befolgen. Punkt.
    • Pisti 19.05.2020 11:05
      Highlight Highlight Oly Photographer schon mal daran gedacht dass die Leute auch Besuch erhalten in den Altersheimen oder sich mehr oder wenig frei bewegen können draussen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kieran Murphy 18.05.2020 23:53
    Highlight Highlight Der Artikel bringt wenig, denn es fehlt ein Vergleich. Wie hoch war der Anteil an in Altersheimen Verstorbenen an der Gesamtzahl der Verstorbenen vor Corona?
  • Silent_Revolution 18.05.2020 23:35
    Highlight Highlight "Der Bund schreibt lediglich ein Schutzkonzept vor... Wie dieses aussieht, kann von Ort zu Ort unterschiedlich sein."

    Genau da wo sich die Risikogruppe tummelt und die Mehrheit aller Covid-19 Toten zu finden sind, war laut Bund kein einheitliches Konzept nötig, aber damit die Gastronomiebranche wieder öffnen durfte, hat der Bund dem Gastroverband detaillierte Vorgaben präsentiert, nach welchen er ein Schutzkonzept erarbeiten und dann erst vorlegen musste, bevor die Öffnung bewilligt wurde.

    Ergibt null Sinn, die wursteln einfach rum und haben Freunde an der Macht, die ihr ihnen gebt.
    • bokl 19.05.2020 06:50
      Highlight Highlight Hätte man die Altersheime schliessen sollen, bis ein einheitliches Schutzkonzept vorliegt? Ihr Vergleich macht keinen Sinn.
    • CalibriLight 19.05.2020 06:53
      Highlight Highlight Ich finde es auch äusserst fragwürdig, dass in Heimen kein Schutzkonzept vorliegt.
      Etwas lachen musste ich bei Ihrem Kommentar allerdings, dass sich die Risikogruppe in Heimen "tummelt".
      Lasst uns ins Heim abhängen gehen...;-))
    • soulpower 19.05.2020 07:39
      Highlight Highlight Silent, du hast Recht. Wo man ein nationales Schutzkonzept will hat man sehr schnell eines, solange es irgendwie der Wirtschaft dienlich erscheint. Der BR macht mehrheitlich schon alles richtig, aber in diesem Fall nimmt man zu wenig Rücksicht auf alte und gebrechliche Menschen, welche aus den Heimen nicht mehr entfliehen können...Knappheit an Personal könnte dabei auch ein nicht unwesentliches Problem sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bivio 18.05.2020 23:30
    Highlight Highlight Wie sieht es im Vergleich zu bsp. 2019 oder 2018 aus? Liegt die Sterberate höher? Eine Kollegin, welche in einem Alters- und Pflegeheim arbeitet, hat mir erklärt, dass bei ihnen die Todesfälle tiefer sind, als in "normalen" Jahren. Dies weil vermehrt darauf geschaut wird, dass keine Infektionen (innerhalb des Heims und von Aussen her) entstehen. In normalen Jahren kommt halt der Sohn oder die Enkelin mit Grippe o.Ä. ins Alterheim das Grosi besuchen.
    • CalibriLight 19.05.2020 07:11
      Highlight Highlight Das ist ja ein sehr positiver Nebeneffekt.
  • Aerohead 18.05.2020 23:11
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • CalibriLight 18.05.2020 23:40
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Musikuss 19.05.2020 06:36
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Addix Stamm 18.05.2020 23:09
    Highlight Highlight Ja gut. Wenn sogar die CH Spitäler ein Hygieneproblem haben, wie sieht es dann in anderen Ländern oder eben
    in Altersheimen aus? Es zeigt, dass eben nicht der Oberarzt oder ein Trump "System relevant" ist, sondern das kleinste oder erste Glied in der Kette. Aber etwas hat Spitalreinigungspersonal und Arzt gemeinsam. Niemand möchte den ganzen Tag Alkoholdampf einatmen. Da braucht es ein besseres Hygienekonzept. Z.b mit Enzymen. Oder eben durch mehr Handarbeit, was wiederum kostet. Infos und Forderungen u. a Schwesternuhr / Spitalhygiene
    • Addix Stamm 19.05.2020 00:02
      Highlight Highlight In Spitälern sterben mehr Menschen an Infektionen als im Strassenverkehr. Aber wen interessiert es. Es ist aber auch nicht Sache der Polizei. Ob Politiker und Polizisten jemals im Spital landen?
    • Locutus70 19.05.2020 00:26
      Highlight Highlight @Addix Stamm - Ich habe mal ein Altenheim auf Teneriffa von außen gesehen. Unten im Keller wie man es kennt von einem Kellerverschlag paar Tische und Stühle, da saßen die alten Leute still und stumm. Die konnten dann durch die Latten das Erdreich betrachten. Ich möchte gar nicht wissen, wie es da drinnen zugeht.
    • Coffeetime ☕ 19.05.2020 00:41
      Highlight Highlight Da war doch das Altersheim in Italien, wo das Personal die Betagten verhungern liess... 🤬
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