Schweiz
Feministischer Streik

Schweizer Frauen formulieren Ziele für Frauenstreik vom 14. Juni

Zahlreiche Frauen und Maenner haben sich am Dienstag, 14. Juni 2022, auf dem Bundesplatz in Bern zum Feministischen Streiktag versammelt. Am Frauenstreiktag stehen unter anderem die Forderungen der Ge ...
Eine Aufnahme vom letztjährigen Frauenstreik in Bern.Bild: keystone
Feministischer Streik

Das sind die Ziele für den Schweizer Frauenstreik vom 14. Juni

04.03.2023, 16:4614.06.2023, 07:06

Rund 250 Frauen aus der ganzen Schweiz haben am Samstag in Freiburg den feministischen Streik vom 14. Juni vorbereitet. Die Streikkollektive einigten sich auf die wichtigsten Forderungen und beklagten Rückschritte statt Fortschritte seit dem grossen Streik von 2019.

Am 14. Juni 2019 hätten über eine halbe Million Menschen am feministischen Streiktag bei der grössten sozialen Mobilisierung seit dem Landesstreik von 1918 ihrer Rechte gefordert, teilte die nationale Koordination des feministischen Streiks am Samstag mit. Einiges sei dadurch ins Rollen gekommen, aber anderes sei sogar schlimmer geworden.

Die AHV 21 sei nur eines von vielen negativen Beispielen. Aus diesem Grund erfolge für den 14. Juni dieses Jahres erneut der Aufruf zu einem grossen feministischen Streik. In Freiburg wurden am Samstag die wichtigsten Forderungen abgesegnet.

Die Forderungen

Gefordert werden unter anderem eine allgemeine Verkürzung der bezahlten Arbeitszeit, eine sofortige Stärkung der AHV und die Abschaffung des Drei-Säulen-Systems in der Altersversorgung zugunsten einer einzigen Säule.

Im weiteren verlangen die Organisatorinnen des Frauenstreiks gesamtschweizerische Massnahmen zur Bekämpfung geschlechterspezifischer, sexualisierte und häuslicher Gewalt und rassistischer, queerfeindlicher Diskriminierung.

Jede Erziehungsperson sollte ausserdem eine Elternzeit von mindestens einem Jahr pro Person und Kind erhalten und das private Krankenversicherungssystems sollte abgeschafft werden.

Es brauche für feministische Politik in der Schweiz den Druck der Strasse, halten die feministischen Kollektive in ihrer Mitteilung fest. Gemeinsam mit Frauenorganisationen, Organisationen für queere Menschen und mit den Gewerkschaften wolle man daher am 14. Juni dieses Jahres einmal mehr viele Menschen mobilisieren.

(dsc/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Frauenstreik am 14. Juni 2019
1 / 30
Frauenstreik am 14. Juni 2019

Sitzstreik in der Berner Kramgasse.

quelle: keystone / peter klaunzer
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Hunderttausende Frauen streikten
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
10 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
raues Endoplasmatisches Retikulum
05.03.2023 09:21registriert Juli 2017
Das sind einfach die standarforderungen von RotGrün, von dem her nichts neues unter der Sonne.
In dem Sinne ist feministisch einfach ein anderers Wort für etatistisch.
204
Melden
Zum Kommentar
10
Hunderttausende Geräte in der Schweiz betroffen: Diabetes-Sensoren zeigen falsche Werte an
Der Vorfall betrifft unzählige Schweizer Patienten. Ein Betroffener kritisiert die Informationspolitik des Herstellers und warnt vor lebensbedrohlichen Folgen.
Für Stefan Müller (Name der Redaktion bekannt) war es ein Schock. Der Diabetiker erhielt diesen Montag eine Nachricht, dass sein Messgerät zu tiefe Werte anzeigen könnte. Es handelt sich um das Modell Freestyle Libre 3 und Libre 3 plus des US-Pharmakonzerns Abbott. Es ist eine Art Pflaster, an dem sich per Handy der Blutzuckerspiegel ablesen lässt.
Zur Story