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ARCHIVBILD ZUM RUECKTRITT VON YANNICK BUTTET ALS VIZE-PRAESIDENT DER CVP SCHWEIZ, AM MONTAG, 4. DEZEMBER 2017 - Nationalrat Yannick Buttet, CVP-VS, verfolgt die Debatte an der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 30. November 2017, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

«Bern ist kein Ziel mehr, sondern eine Option», sagt Buttet in der «Le Matin»-Homestory. Bild: KEYSTONE

«Meine Frau ist daran fast zugrunde gegangen»: CVP-Buttet nach Stalking verurteilt

Die Walliser Staatsanwaltschaft hat CVP-Nationalrat Yannick Buttet wegen Nötigung verurteilt. Kurz vor Bekanntwerden des Urteils äusserte sich der Politiker erstmals zum Stalking-Skandal.



Das Stalken seiner Ex-Geliebten kommt den ehemaligen Nationalrat Yannik Buttet (41) teuer zu stehen. Die Walliser Staatsanwaltschaft verurteilt ihn wegen Nötigung und unrechtmässiger Aneignung zu einer Geldstrafe in der Höhe von 6600 Franken auf zwei Jahre Bewährung.

Laut Strafbefehl hatte Buttet seiner Ex-Geliebten wochenlang täglich bis zu 50 Textnachrichten geschickt. Die Affäre flog auf, als der CVP-Mann eines Nachts bei der Frau so lange Sturm klingelte, bis diese die Polizei rief. 

Nachdem die Westschweizer Zeitung «Le Temps» den Vorfall letzten Herbst publik gemacht hatte, erhob eine ganze Reihe weiterer Frauen – darunter Journalistinnen und vier Nationalrätinnen – Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegen Buttet. Unter massivem öffentlichem Druck legte der Walliser sein Amt schliesslich nieder.

In einer Homestory der Westschweizer Zeitung Le Matin spricht der zweifache Familienvater jetzt erstmals über die Zeit nach dem Skandal. Das sind seine fünf wichtigsten Aussagen: 

«Ich hätte nicht gedacht, dass mir das passieren könnte»

«Ich wollte keine Geliebte. Ich habe es nicht geschafft, mich zwischen meiner Geliebten und meiner Ehefrau zu entscheiden», so Buttet. Er habe seine Familie nicht verletzten wollen, habe sich aber – verstärkt durch zunehmenden Alkoholkonsum – letztlich nicht mehr unter Kontrolle gehabt. Die Verantwortung hierfür liege alleinig bei ihm – «Ich habe mein völlig unangemessenes Verhalten verschlimmert. Ich habe Mist gebaut. Ich wollte nie jemanden verletzen. Es ist mein Fehler, meine Schuld.» 

«Meine Frau ist daran fast zugrunde gegangen»

Es sei eine brutale Zeit gewesen – vor allem für Ehefrau Laetitia: «Sie ist fast daran zugrunde gegangen». Er selbst habe immer mehr getrunken. Seine Frau Laetitia habe ihm schlussendlich vergeben, die schwierige Zeit habe sie nach einer langen Ehekrise wieder zusammengeschweisst.

«Bern ist eine Option»

Auch beruflich soll es für Buttet nun wieder aufwärts gehen. Am 1. Februar ist der CVP-Politiker in sein Amt als Gemeindepräsident von Collombey-Muraz VS zurückgekehrt. Der gefallene CVP-Hoffnungsträger will nun ein Buch über sein Scheitern schreiben. Mehrere Verlage hätten Interesse, sagt er. Und auch die Rückkehr ins Bundeshaus ist für den Gefallenen «Kein Ziel mehr, aber eine Option». 

«Die CVP hat mich fallengelassen»

Es habe die «echten» und die «falschen«» Freunde gegeben. «Und diejenigen, die mich schon vorher nicht mochten und dann diesen ‹guten› Vorwand fanden, um mich fertigzumachen.» Ein Teil der homosexuellen und LGBT-Community sei «bösartig» gewesen (Buttet ist gegen die Ehe für Alle). Nahestehende Polit-Kollegen hätten ihn fallengelassen, genau wie die CVP, die nicht für ihn dagewesen sei. «Nur die Ortspartei stand hinter mir.» 

«Ich bin nicht der Stalker, der beschrieben wurde»

Er sei anderen Leuten schon immer nahegekommen, sei auf Tuchfühlung gegangen. «Doch ich bin nicht der Stalker, der beschrieben wurde», sagt er. Er habe aber eingesehen, dass er ein Alkoholproblem habe und sich im Dezember in eine Psychiatrie in Nyon eingewiesen. «Ich war weder depressiv noch hatte ich ein Burn-Out. Ich musste aufhören zu trinken.» (kün)

Neues Waadtländer Werbegesetz greift sexistische Werbung an

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Video: srf

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28Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Black Cat in a Sink 16.08.2018 14:43
    Highlight Highlight Alkohol- aber v.a. testosterongesteuert zu sein funktioniert ganz schlecht. Mir tun seine Frau und Kinder leid, Buttet ist für mich total unglaubwürdig, ein schon fast zynische mea culpa - bis zu nächsten Mal (s/Anthony Weiner).
  • The Count 16.08.2018 13:03
    Highlight Highlight So viele selbstgerechte Kommentare hier, die Einsicht welche er offenbar hat ist euch nicht genug. Tja, wer ohne Schuld ist etc.
    Ich finde es auch nicht gut was er gemacht hat und wähle selten bis nie CVP, aber was hier wieder abgeht hat schon fast Blick-Niveau.
    • flausch 16.08.2018 14:33
      Highlight Highlight Einsicht?
      Es strotzt nur so von Selbstmitleid, Heuchlerei und Ausreden...
    • Astrogator 16.08.2018 15:02
      Highlight Highlight Wo ist Einsicht zu erkennen?
    • Silent_Revolution 16.08.2018 15:33
      Highlight Highlight Selbstgerecht ist genau das richtige Wort. Aber für ihn und seine Partei.

      Denn sie vertritt erzkonservative Werte, die u.A die Rechte von Homosexuellen beschneiden, da sie eben nicht wie Herr Buttet die "richtige Ehe" führen.

      Und selbst nach diesen Aktionen, die zeigen, dass die jahrelang gepredigten Werte nur aus Schein und Heuchelei bestehen, wird er daran festhalten.

      Denn er, als heterosexueller Christ, darf selbstverständlich so viele Fehler machen wie er will.

      Ehebrecher, Alkoholiker, Stalker, alles kein Problem, er hats ja bereut. Bist du aber homosexuell, bist du des Teufels.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Calvin Whatison 16.08.2018 12:37
    Highlight Highlight Der Herr ist schon ein verdammt gutes Beispiel dafür, es sich immer schön so zurecht zu schei...., damit das eigene Ego schön gepflegt ist.
    • Janis Joplin 16.08.2018 13:00
      Highlight Highlight ...genau - deswegen hat er es ja "nicht geschafft" sich zwischen Frau und Geliebter zu entscheiden.
  • Maria B. 16.08.2018 12:17
    Highlight Highlight Für einmal einer der vergleichsweise wenigen inländischen Übeltäter, auf den sich Linkspolitikerinnen furiengleich gestürzt haben. Nicht zu unrecht, würde man meinen....

    Hier die heuchlerische Kehrseite der Medaille :

    Bei der ungleich höheren Zahl gewalttätiger Asylantragsteller und Wirtschaftsmigranten aus frauenverachtenden Kulturkreisen klinken sich dieselben Damen liebend gerne aus, was ich als Schande und total unehrenhaft empfinde :-//!

    https://www.blick.ch/news/politik/das-auslaender-tabu-gewalttaetige-maenner-entzweien-linke-frauen-id8730071.html?

    Ebenso widersinnig wie widerlich!
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 16.08.2018 12:55
      Highlight Highlight Ahaas endlich, eine solchen Kommentar habe ich schon fast vermisst. Danke ihnen, dass auch sie dieses Thema wieder zum Migranten runtergebrochen haben. Wo kämen wir nur ohne Leute wie sie hin.
    • häxxebäse 16.08.2018 13:32
      Highlight Highlight Whataboutism vom feinsten! Kommentiere den artikel sachlich und verbreite keine braunen gedanken.
    • Maria B. 16.08.2018 15:56
      Highlight Highlight Meine Herren, mir geht es in keiner Weise darum, diesen CVPler irgendwie in Schutz zu nehmen, Stalker sind gemeinhin bei allen Frauen unbeliebt, ihre Bestrafung somit absolut gerechtfertigt.

      Was mir aber nicht zum ersten Mal schräg einfährt ist diese Art linker Doppelmoral, die sehr anschaulich aus meinem obigen link hervorgeht :-)!

      Was das mit "braunem Gedankengut" am Hut haben soll, ist wohl nicht nur mir schleierhaft. Es sind die faulen Sprüche aus dieser bigotten Ecke, die bei jeder noch so berechtigten Kritik zum Einsatz kommen und die auch politischen NormalverbraucherInnen stinken...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raphael Stein 16.08.2018 12:10
    Highlight Highlight ... will nun ein Buch über sein Scheitern schreiben.

    Bitte nicht. Schade um das Papier und die Bäume. Geh einfach arbeiten und gut ist.
    • häxxebäse 16.08.2018 13:33
      Highlight Highlight U made my day 💖💎👑
  • Pafeld 16.08.2018 10:51
    Highlight Highlight Nein Danke.
    Wird doch wohl noch Politalternativen geben, welche ohne Krokodilstränen die Werte leben können, die sie selbst eisenhart und kompromisslos propagieren.
  • Astrogator 16.08.2018 10:51
    Highlight Highlight "Ein Teil der homosexuellen und LGBT-Community sei «bösartig» gewesen (Buttet ist er gegen die Ehe für Alle)" - eine Tüte Mitleid für ihn.

    Erst einem Teil der Bevölkerung grundlegende Rechte absprechen wollen und dann heulen wenn er im Gegenwind steht. Der Mann hat noch ganz andere Probleme als eine Suchterkrankung. Die ist wohl nur das sichtbare Symptom seines problematischen Charakters.

    "Ich wollte keine Geliebte. Ich habe es nicht geschafft, mich zwischen meiner Geliebten und meiner Ehefrau zu entscheiden." - glaubwürdig, jeder Mann wurde schon mal gezwungen sich eine zuzulegen...
  • Randy Orton 16.08.2018 10:44
    Highlight Highlight Fazit: an allem sei der Alkohol Schuld und nicht er. Alle anderen sind böse und wäre der böse Alkohol nicht, hätte er auch keine Probleme gehabt. Jaja.
    079 het si gseit.
    • The Count 16.08.2018 12:59
      Highlight Highlight Das schreibt er gar nicht...
    • Martin ZH(2) 16.08.2018 13:51
      Highlight Highlight Buttet nimmt die Verantwortung und Schuld ausdrücklich und vorbehaltslos auf sich und du drehst sowas daraus... echt jetzt?
    • Albert J. Katzenellenbogen 16.08.2018 15:06
      Highlight Highlight Genau diese Leier hören Sie übrigens ständig, bei Einvernahmen zu Delikten jeglicher Art.
    Weitere Antworten anzeigen

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