Schweiz
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A Boeing F/A-18 Super Hornet fighter jet is pictured after landing during a test and evaluation day at the Swiss Army airbase, in Payerne, Switzerland, Tuesday, April 30, 2019. (KEYSTONE/Valentin Flauraud)

Ein Kampfjet des Modells Boeing F/A-18 Super Hornet nach einem Testflug auf dem Militärflugplatz Payerne. Bild: KEYSTONE

Viola Amherd will mehr Kampfjets für weniger Geld – Experten sind skeptisch

Bundesrätin Viola Amherd will für 40 Kampfjets nur 6 statt der nötigen 8 Milliarden Franken geben. Experten fragen sich, wie sie das bewerkstelligen will.

Eva Novak / ch media



Um eine klare Aussage hat sich die Verteidigungsministerin gedrückt. Sie werde dem Bundesrat eine Lösung vorschlagen, «die den Empfehlungen so weit wie möglich entgegenkommt», erklärte Bundesrätin Viola Amherd am Donnerstag bei der Präsentation der Zusatzberichte zum Projekt «Air 2030».

Sie liess dabei durchblicken, dass sie sicher nicht mehr als die geplanten 8 Milliarden Franken für neue Kampfjets sowie für Boden-Luft-Raketen samt Radars (Bodluv) zur Verfügung stellen will. Das sei «schon ein stolzer Betrag», sagte sie am Rand der Medienkonferenz.

Damit widerspricht Amherd allerdings den Empfehlungen ihres Experten Claude Nicollier. Der ehemalige Astronaut und Kampfjetpilot plädiert für die Option 2 – also diejenige, die den Kauf von 40 Kampfjets vorsieht. Deren Beschaffung würde 8 Milliarden Franken kosten.

Limite liegt offiziell bei 6 Milliarden Franken

Doch Amherd will offenbar weniger investieren. Das zeigt der aktuelle Entwurf für einen Planungsbeschluss aus ihrem Departement, der «ch media» vorliegt. Darin wird das Beschaffungsprojekt wie von Nicollier gefordert aufgeteilt und das Finanzvolumen für die Kampfflugzeuge auf «maximal 6 Milliarden Franken» festgelegt. Für Bodluv wird keine Zahl genannt, sondern lediglich festgeschrieben, dass die Beschaffung mit dem Kauf neuer Kampfflugzeuge «zeitlich und technisch koordiniert» werden soll.

ZUM 25. JAHRESTAG DES WELTRAUMFLUGES VON CLAUDE NICOLLIER AM MONTAG, 31. JULI 2017, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Swiss astronaut Claude Nicollier sits in the cockpit of a Hunter, pictured in 1989. (KEYSTONE/Karl-Heinz Hug)

Der ehemalige Astronaut und Kampfjetpilot Claude Nicollier auf einem Bild aus dem Jahr 1989. Bild: KEYSTONE

Bei der Schweizerischen Offiziersgesellschaft (SOG) kommt dies gar nicht gut an. 6 Milliarden Franken seien nicht genug, sagt Präsident Stefan Holenstein: «Mit diesem strikten Preisschild wäre eine glaubwürdige Luftverteidigung in Frage gestellt.» Für diese Summe 40 Kampfjets kaufen zu wollen, sei «Wunschdenken» – ausser man schränke sich von vorneherein ein und wähle den billigsten. Damit ende man aber wohl wieder beim Gripen der schwedischen Firma Saab.

Für die übrigen vier Jets – Eurofighter (Airbus), Rafale (Dassault), F/A-18 Super Hornet (Boeing) sowie F-35 (Lockheed Martin) – dürfte der Systempreis bei 200 Millionen Franken pro Flugzeug liegen, wie schon Parmelins Experten ausgerechnet haben.

Dieser beinhaltet nicht nur die Ausgaben für das einzelne Flugzeug, sondern auch für Zubehör wie Zusatztanks, Sensoren, Waffen, Munition, Ersatzteile, Simulatoren sowie die Kosten für die Integration in die bestehenden Führungs- und Logistiksysteme. Bezieht man all das mit ein, kosten 40 Kampfjets gut und gerne 8 Milliarden Franken.

Claude Nicollier empfiehlt Abstimmung nur über Kampfjets

Das Volk soll über den Kauf neuer Kampfflugzeuge abstimmen können, nicht aber über die Flugabwehrraketen. Das empfiehlt der ehemalige Astronaut und Militärpilot Claude Nicollier Verteidigungsministerin Viola Amherd. Video: © sda-Video

Rüstungsfachleute und Vertreter der Jetanbieter zählen jedoch eine ganze Reihe von Möglichkeiten auf, wie man für weniger Geld zu mehr Jets kommen kann.

Angefangen bei der Verhandlungstaktik. Wenn fünf Anbieter um einen Auftrag buhlen, lassen sich Dutzende von Millionen sparen, wenn man den Wettbewerb spielen lässt und den Preis aushandelt, bevor der Typenentscheid gefällt wird. Beim Gripen war es seinerzeit umgekehrt. «Diesen Kapitalfehler darf man nicht wiederholen», sagt Holenstein.

Zweitens kann der Anschaffungspreis durch eine Reduktion der Wunschliste gesenkt werden, namentlich durch den zumindest vorläufigen Verzicht auf den Kauf neuer Waffen. Es ist noch keine drei Jahre her, dass die amerikanische Mittelstrecken-Radar-Lenkwaffe AIM-120 C-7 Amraam in unser Land ausgeliefert und als «Modell der neusten Generation» angepriesen wurde.

Was für 180 Millionen Franken für die F/A-18 beschafft wurde, kann beim Nachfolger Super Hornet oder bei einem Konkurrenzprodukt angehängt statt entsorgt werden. Die europäische MBDA Meteor kann dann später folgen – die von der Luftwaffe gewünschte Hyperschall-Lenkwaffe der Superlative, die zwar viel weiter und schneller fliegt, aber auch viel mehr kostet.

Drittens können die neuen Jets zwar wohl wie gewünscht die Fähigkeit zur Aufklärung sowie zum Erdkampf haben, welche die Schweizer Luftwaffe mit der Ausmusterung der Mirage 2003 sowie der Hunter 1994 verloren hatte. Der Kauf der dazugehörenden Aufklärungsbehälter – die mit Kameras, Sensoren, Radars und sonstiger Elektronik vollgepackt sind – lässt sich aber ebenso aufschieben wie jener der Luft-Boden-Bewaffnung.

Dazu kommt die Frage der Menge: Manch einer wunderte sich bei der letzten Evaluation, warum die Schweiz beim französischen Hersteller Dassault eine Offerte für 7 Aufklärungsbehälter wünschte, wo doch Frankreich, die «Grande Nation», mit 4 auskommt.

Viertens stellt sich die Frage der Ersatzteile. Für den Tiger F-5 verfügt die Schweiz über enorme Vorräte, die ebenso wie die Tiger selbst bei der Ausserdienststellung für einen Spottpreis verscherbelt werden müssen. Allerdings ist ein kleines Ersatzteillager immer auch mit einem Risiko verbunden.

So gestand Ingo Stüer von der deutschen Luftwaffe kürzlich ein, dass die tiefe Einsatzbereitschaft des Eurofighters in Deutschland damit zusammenhänge, dass man vor einigen Jahren zu wenig Ersatzteile bestellt habe und die Lieferungen erst nach jahrelangen Vorlaufzeiten erfolgten.

Mit gemeinsamer Nutzung von Simulatoren in der Anfangsphase oder einer zumindest teilweisen Auslagerung der Pilotenausbildung in das Herstellerland liesse sich fünftens ebenfalls Geld sparen.

«Man muss nicht immer alles gleich sofort haben»

Alles Möglichkeiten, die Holenstein grundsätzlich befürwortet: «Man muss nicht immer alles gleich sofort haben», sagt der SOG-Präsident. Gegen die Nutzung länderübergreifender Synergien mit befreundeten Ländern sei ebenfalls nichts einzuwenden, und es sei auch nicht angebracht, übermässig viele Ersatzteile zu horten, die nur vor sich hin motten würden.

Nicht anfreunden kann sich der oberste Milizoffizier hingegen mit dem Vorschlag von Amherds Experte Kurt Grüter, die Kompensationsgeschäfte von 100 auf 60 Prozent zu reduzieren. Damit liessen sich zwar je nach Berechnung Dutzende oder Hunderte von Millionen sparen – wie viel genau, weiss auch Grüter nicht. Doch die Industrie wehrt sich dagegen, und die Offiziere mit ihr: «Wir gewichten die Stärkung der einheimischen Rüstungsindustrie viel höher als das Einsparpotenzial», formuliert es Holenstein.

Amherd scheint das ähnlich zu sehen: Im neusten Planungsbeschluss aus ihrem Departement wird jedenfalls weiterhin eine hundertprozentige Kompensation verlangt.

Diese fünf Kampfjets sind in der engeren Auswahl

Viola Amherd äussert sich zur Kampfjet-Beschaffung

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35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • 7immi 05.05.2019 20:23
    Highlight Highlight Nein, die Kampfjetbeschaffung kostet nicht 8 Mia, sondern das Paket Air 2020 inkl Bodengestützte Luftverteidigung (wie ihr an einem Ort sogar selber schreibt). Versucht doch bitte zumindest, sauber zu recherchieren und zu berichten. Bereits bei den 3 „Gegenargumenten“ hattet ihr denselben Fehler veröffentlicht.
  • MacB 05.05.2019 18:40
    Highlight Highlight Da ist wieder ein Durcheinander im Artikel...

    8 Milliarden sind für das Bodluv UND die Jets. Wie kann da der Systempreis für einen Jet (bei 40 Geplanten) bei 200 Mio. liegen????
  • Neruda 05.05.2019 17:42
    Highlight Highlight Für die luftpolizeilichen Dienste tun es auch ein paar bewaffnete Flieger à la Aero L-159. Aber das nagt halt am Ego unserer Luftwaffe, wenn man keine Super Duper Flieger hat. Nun hat aber das Ego einiger Leute nichts in unsere Sicherheitspolitik zu suchen. Mit einem guten Bodluv kann man die feindlichen Flieger eh effizienter runterholen. Aber da der 2. WK eh gezeigt hat, dass wir dazu zu wenig Eier haben, brauchen wir keine teuren Flieger, sondern solche für die Luftpolizei.
    • Demo78 05.05.2019 22:10
      Highlight Highlight 😂😂😂 das ist ein Unterschall Trainer, der auch eine Bodenangriffsversion hat. Da kannst Du schon fast für schweizerische PC21 schreien.
      Unterschall taugt nicht für Luftpolizei, ich bin jedoch einig mit Dir es muss nicht der teuerste Jet sein deshalb Gripen 😉🤷🏻‍♂️
  • Pafeld 05.05.2019 16:24
    Highlight Highlight Ohne Gegengeschäfte und mit Staffelung von zusätzlichem Schnickschnack dürfte dies durchaus möglich sein. Denn alleine durch das Wegfallen der Gegenschäfte sollen schon rund 15% Preisreduktion drin sein. Aber das schmeckt den Flugienthusiasten und dem Wirtschaftsfilz nicht.
  • TheDoctor 05.05.2019 14:40
    Highlight Highlight 40 Kampfjets... Das gesamte Baltikum wird von 4 NATO-Kampfjets beschützt. Und dort gibt es auch realere Gefahren. Was will die Schweiz? Und Bodenkampf... Planen wir eine Invasion auf Deutschland? Oder wozu brauchen wir diese Schlagkraft?
    • N. Y. P. 05.05.2019 16:02
      Highlight Highlight Das Baltikum steht unter dem Schirm der NATO. Wer also im Baltikum einmarschiert, kriegt es mit Uncle Sam zu tun.
    • Pat the Rat (der Echte) 05.05.2019 16:55
      Highlight Highlight Das ist leider nur teilweise richtig.

      4 NATO-Kampfjets sind ständig in der Luft.
      Dazu braucht es bei Schichtbetrieb, sagen wir mal 3x8 Stunden wie in der Industrie, schon 12 Jets. Da diese Jets aber auch gewartet werden müssen, braucht es schon 24. Dazu kommen noch Einsatzbereite Jets, falls mal etwas passieren würde (Gott behüte uns), also noch einmal ungefähr, seien wir bescheiden, 10 Stück. Und schon landen wir bei 34 Jets...
  • wolge 05.05.2019 13:26
    Highlight Highlight Wie üblich beim Bund wird es letzten Endes weitaus mehr kosten, als der Bevölkerung aktuell verkauft wird
  • _stefan 05.05.2019 12:21
    Highlight Highlight 100% Kompensation ist doch unrealistisch. Schon beim Gripen-Voranschlag gab es da Unregelmässigkeiten. Es öffnet ausserdem Tür und Tor für Korruption.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das alle Herstellerländer einfach akzeptieren werden. Ausschlaggebend für den Kauf sollte die Qualität des Jets sein, und nicht die Bereitschaft für Kompensationen.
  • DemonCore 05.05.2019 10:21
    Highlight Highlight Ach, ich habe gedacht alleine weil sie eine Frau ist und nicht in der SVP, mache Amherd alles besser? Die kocht offenbar auch nur mit Wasser. Den Erfolg solch grosser und langfristiger Rüstungsprojekte kann man erst nach 10-20 Jahren beurteilen. Bis jetzt bin ich nicht beeindruckt von Amherds Aktivismus.
  • DerewigeSchweizer 05.05.2019 10:11
    Highlight Highlight Die
    Schweiz
    braucht
    keine
    Kampfjets.

    ... Weil wir neutral sind und im Herzen Europas leben, und zwar heute und nicht im vorigen Jahrhundert.

    "Erdkampf" ... wenn ich das nur schon lese.
    Schickt diese erwachsenen Kinder nach Hause!

    Bei der schweizer Armee geht es NUR um Jobs und Geld verdienen. Kriegsgefahr herrscht KEINE.

    • Watcher 05.05.2019 13:58
      Highlight Highlight Absolut richtig. Und wenn doch, dann nur um Angst zu schüren damit weitere Einkäufe gerechtfertigt sind.
    • Olmabrotwurst 05.05.2019 14:26
      Highlight Highlight Geht es nur um Jobs und Geld verdienen? Hast du gedient? Denke nicht. Ich bin auch nicht immer zufrieden was wir machen.
      Glaub mir die Armee ist nicht schlecht.
    • Roterriese 05.05.2019 15:35
      Highlight Highlight Leute wie "SchweizAbschaffen" gabs auch 1914 und 1939. Die Stille kann auch trügen. Übrigens wenn du die Schweiz abschaffen willst, warum wanderst du nicht aus?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Blitzer, achtung! 05.05.2019 09:51
    Highlight Highlight Jetzt wo sich Ueli mit Ping sich vor der Ehrengarde der Kommunisten verbeugt, könnte man doch in den KGB zu Putin telefonieren und um Russische Jets fragen und testen. Die sind viel billiger. Der Rubel ist ja so tief wie nie.
  • Danger?! Awesome? 05.05.2019 09:40
    Highlight Highlight Also ich will keine Kampfjets aber mich fragt man ja nicht😕
    • Pat the Rat (der Echte) 05.05.2019 16:47
      Highlight Highlight Okay... Und wieso glaubst Du, Du würdest nicht gefragt?

      Soweit ich mich erinnere , konnte jeder Schweizer ab 18 Jahre (seit 1990, davor ab 20 Jahre) bereits verschiedene Male über Kampfjet-Beschaffungen abstimmen.

      Daraus schliesse ich entweder:
      a) Du gehst nicht abstimmen
      b) Du bist noch nicht 18 Jahre alt
      c) Du bist kein/e Schweizer/in

      Zu a): Selber Schuld!
      Zu b): Abwarten, deine Zeit wird kommen.
      Zu c): Falls Du die Kriterien erfüllst, lass dich einbürgern!
    • Beat-Galli 05.05.2019 16:58
      Highlight Highlight Kein Stimmrecht?
      Dann werde älter oder hol dir schweizer Pass!
  • Beat-Galli 05.05.2019 07:51
    Highlight Highlight Diese dämlichen Experten wollen immer noch Ami Schrott.

    Holt Putin ins Boot und plötzlich gehtsfür 4 Mia 60 Flugzeuge und 20 Jahre Servicepaket.

    Für Luftraumüberwachung von Personenflugzeuge reicht die Technik aus den 90er Jahren längstens.
    • Roterriese 05.05.2019 15:35
      Highlight Highlight Achtung an alle! Ein wahrer Experte hat hier gesprochen!
  • N. Y. P. 05.05.2019 07:31
    Highlight Highlight Viola Amherd gibt die Anzahl Kampfflieger vor (40) und auch die Summe (6 Milliarden) , die sie dafür ausgeben will.

    Somit darf ein Kampfflieger 150 Millionen kosten. Vielleicht favorisiert Frau Bundesrätin ja den F - 35 von Lockhead Martin. Die Belgier haben letztes Jahr einen Kontrakt über 34 Kampfflieger für rund 4 Milliarden Franken abgeschlossen.

    Es ist ein Kampfflieger, der in über 40 Jahren bis heute weiterentwickelt wurde. Er besteht also nicht nur auf dem Reißbrett. Der F-35 ist auch auf lange Sicht billiger als die ebenfalls eruierte europäische Konkurrenz.
    • Ueli der Knecht 05.05.2019 13:53
      Highlight Highlight Die F-35 würden versagen, sobald die USA oder wie in Serbien die NATO die Aggressoren sind, die schweizer Luftraum verletzen (so wie zB. die CIA-Folterflüge durch schweizer Luftraum, vgl. https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20065272).

      Tatsächlich wurde der schweizer Luftraum in den letzten Jahrzehnten vorallem durch die NATO bedroht (vgl. https://www.swissinfo.ch/ger/ueberflugsrechte-und-neutralitaet/3223850). Die F-35 ist daher eine schlechte Wahl.

      Eine (bewaffnete) neutrale Luftraumverteidigung würde auch russische Su-35 und S-200 integrieren.
      Play Icon
    • DemonCore 05.05.2019 13:57
      Highlight Highlight Fast alles falsch. Der F-35 wurde nicht über 40 Jahre entwickelt. Bei der Flugzeugbeschaffung geht es nicht nur um die Plattform, sondern um die Optionen. Erdkampf, Aufklärung, Tanks, EKF-Fähigkeiten, Datalink. Der Eurofighter ist ein exzellentes Kampfflugzeug. Wenn die Deutschen Probleme damit haben, sagt das vor allem etwas über die dt. Luftwaffe aus. In UK, Italien und Spanien ist das Flugzeug ohne Probleme unterwegs. Amerikanische Testpiloten die sowohl den EF als den F-22 geflogen sind, gaben dem EF Bestnoten, v.a. bezüglich Manövrierbarkeit.
    • Chrigi-B 05.05.2019 14:16
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