Schweiz
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Bürgerliche behalten mit vier Sitzen Mehrheit in Berner Regierung

Der neuformierte Regierungsrat des Kantons Bern, von links, Reto Mueller (SP), Astrid Baertschi (Die Mitte), Evi Allemann (SP), Pierre Alain Schnegg (SVP), Philippe Mueller (FDP), Raphael Lanz (SVP) u ...
Der neuformierte Regierungsrat des Kantons Bern, von links, Reto Mueller (SP), Astrid Baertschi (Die Mitte), Evi Allemann (SP), Pierre Alain Schnegg (SVP), Philippe Mueller (FDP), Raphael Lanz (SVP) und Aline Trede (Grüne).Bild: keystone

Bürgerliche behalten knappe Mehrheit in Berner Regierung

Die Berner Kantonsregierung bleibt bürgerlich.
29.03.2026, 19:1029.03.2026, 20:19

Im siebenköpfigen Regierungsrat haben SVP (2 Sitze), FDP (1) und Mitte (1) weiter die Mehrheit. SP (2) und Grüne (1) wahrten ihren Besitzstand. Die SVP hatte sich zum Ziel gesetzt, einen dritten Sitz auf Kosten der Linken zu gewinnen, scheiterte aber.

Die besten Ergebnisse erzielten drei Bisherige: Finanzdirektorin Astrid Bärtschi (Mitte) mit 138'672 Stimmen vor Justizdirektorin Evi Allemann (SP) mit 129'824 Stimmen und Sicherheitsdirektor Philippe Müller (FDP) mit 120'623 Stimmen.

Bereits auf dem vierten Platz folgt mit Raphael Lanz (SVP) ein Neuling; der Thuner Stadtpräsident holte 109'078 Stimmen und lag damit noch vor seinem Parteikollegen, dem amtierenden Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg (SVP) mit 108'022 Stimmen. Dieser verteidigte den garantierten Sitz des Berner Jura.

Nationalrätin Aline Trede (Grüne) schaffte den Sprung in den Regierungsrat mit 101'511 Stimmen. Um den siebten Sitz gab es bis zuletzt ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Reto Müller (SP) und Daniel Bichsel (SVP).

Der Sozialdemokrat, Stadtpräsident von Langenthal, hatte am Schluss knapp die Nase vorn, er holte 99'021 Stimmen, Bichsel bloss 92'121 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 33,8 Prozent.

Wichtiger Jurasitz

Die Mehrheitsverhältnisse in der Berner Regierung werden damit weiterhin durch den Jurasitz entschieden. Das Lager, das ihn hält, hat auch die Mehrheit. Bis 2016 war dies Rotgrün dank einem SP-Regierungsrat aus dem Berner Jura, dann gewann der SVP-Mann Schnegg eine Ersatzwahl.

Hätte die SVP einen Sitz hinzugewonnen, wäre die bürgerliche Mehrheit nicht mehr vom Jurasitz abhängig gewesen. Doch nun bleibt auch in dieser Hinsicht alles beim Alten.

Aussenseiter und Exoten chancenlos

Zur Regierungsratswahl traten insgesamt 16 Frauen und Männer an, darunter wie immer einige Polit-Exoten. Diese blieben chancenlos. Auch die Kandidierenden von EVP und GLP sowie eine ehemalige SVP-Politikerin blitzten bei der Wählerschaft ab.

Drei amtierende Regierungsmitglieder schauten dem Sonntag gelassen entgegen: Der SVP-Mann Christoph Neuhaus, der Sozialdemokrat Christoph Ammann und die Grüne Christine Häsler traten nicht mehr an. (sda)

Das sind die drei Neuen:

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15 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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zazie
29.03.2026 21:05registriert Mai 2023
Ich habe mich zeit meines Lebens politisch engagiert (im Schülerrat noch bevor ich selber abstimmen durfte), aber langsam denke ich, es lohnt sich nicht mehr. Ich habe beobachtet, wie ein Voll-Spack wie Nicolas Rimoldi Stimmen geholt hat, musste aber nolens volens zugeben, dass er für bestimmte Kreise eine Identifikationsfigur ist
Aber jetzt: Jonas Lauwiner macht 17'992 Stimmen!! Fast 18'000 BernerInnen haben diesen Namen eingeworfen. Das sind fast 18% der Stimmen des Letztgewählten (Reto Müller), für einen selbsternannten "König" !?! Wahlbeteiligung >34% . Die Direkte Demokratie ist am Arsch
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