Schweiz
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Gewisse Zusatzversicherungen erfassen heute bereits das Taille-Hüft-Verhältnis der Kunden.  Bild: shutterstock

Interview

«Schwierig wird es, wenn genetische Vor- und Nachteile über die Prämienhöhe bestimmen»

CVP und SP haben je eine Initiative in der Pipeline, mit der sie die steigenden Prämien bekämpfen wollen. Krankenkassen-Experte Felix Schneuwly beurteilt die Pläne kritisch. Ein Gespräch über Eigenverantwortung, Hypochonder und Strafpunkte für Bauchfett.



Herr Schneuwly, die CVP will die Prämien-Explosion per Initiative stoppen: Sobald die Kosten im Gesundheitswesen eine bestimmte Grenze überschreiten, sollen Bund und Kantone handeln müssen. Ist das die Rettung für gebeutelte Prämienzahler?
Felix Schneuwly:
Kaum. Heute wenden alle Industrieländer zehn, elf Prozent ihres Bruttoinlandprodukts für die Gesundheitskosten auf – die Schweiz ist da keine Ausnahme. Natürlich kann man per Volksinitiative beschliessen, dass künftig weniger Geld ausgegeben wird. Dann stellt sich die Frage, wo man ansetzen will: Entweder erhalten die Ärzte und Spitäler weniger Geld für die erbrachten Leistungen. Oder die Versicherten dürfen weniger konsumieren.

Im zweiten Fall würden die Krankenkassen also für gewisse Behandlungen nicht mehr zahlen.
Genau. Es käme zu einem Verteilkampf: Wer darf welche medizinischen Leistungen beziehen? In Grossbritannien wird schon heute berechnet, was ein zusätzliches Lebensjahr wert ist. Ausgehend davon entscheidet der staatliche Gesundheitsdienst, ob eine alte Person noch einen Herzschrittmacher erhält oder ob sich die Operation nicht mehr lohnt. Ich glaube aber kaum, dass ein solches Modell in der Schweiz mehrheitsfähig wäre.

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Felix Schneuwly ist Krankenkassen-Experte beim Vergleichsdienst Comparis. Er engagiert sich zudem beim Bündnis für ein Freiheitliches Gesundheitswesen. bild: zvg

Und die Alternative wäre, den Ärzten die Löhne zu kürzen?
Die Gleichung ist einfach: Will man gleich viel konsumieren, aber zu tieferen Preisen, dann müssen Ärzte, Spitäler und die Pharmaindustrie mit weniger Geld auskommen. Der Bundesrat hat schon heute die Möglichkeit, an den Tarifen zu schrauben. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass dann sofort ein Riesengeschrei durchs Land geht. Zudem braucht es dafür keine Initiative.

«Klar wollen die Leute weniger Prämien zahlen. Aber auf Leistungen verzichten würden dann doch die wenigsten.»

Dann sind die CVP-Pläne aus Ihrer Sicht nur heisse Luft?
Die CVP hat die Initiative zumindest bewusst schwammig formuliert, indem sie sich davor drückt, konkrete Massnahmen zu nennen. Klar wollen die Leute weniger Prämien zahlen. Aber auf Leistungen verzichten würden dann doch die wenigsten.

Auch die SP plant eine Volksinitiative: Die Prämienbelastung soll gedeckelt werden, sodass kein Haushalt über zehn Prozent seines Einkommens für die Krankenkasse ausgeben muss. Was halten Sie davon?
Das ist reine Symptombekämpfung, an den steigenden Kosten ändert sich damit nichts.

Kein Wunder steigen die Prämien, wenn die Leute für die tiefste Franchise von 300 Franken ein reichhaltiges All-inclusive-Buffet erhalten!

Was schlagen denn Sie vor? Sollen wir einfach die Hände in den Schoss legen und akzeptieren, dass die Prämien auch nächstes Jahr wieder um 4 bis 5 Prozent steigen?
Ich plädiere für Eigenverantwortung und Solidarität im Gleichgewicht. Heute kommt die Eigenverantwortung zu kurz: Kein Wunder steigen die Prämien, wenn die Leute für die tiefste Franchise von 300 Franken ein reichhaltiges All-inclusive-Buffet erhalten! Dann rennen sie bei jeder Bagatelle zum Arzt, anstatt einfach einmal ein Aspirin zu schlucken. Sinnvollere Anreize, etwa in Form einer höheren Mindestfranchise, würden dem entgegenwirken.

Sie forderten bereits, dass die Versicherten alle Kosten unter 3000 Franken selber tragen sollen. Das ist doch ein Hohn gegenüber all jenen, die schon heute ihre Krankenkassen-Rechnungen kaum zahlen können.
Ich stehe weiterhin zu diesem Vorschlag – auch wenn es teils harsche Reaktionen gab. Natürlich bräuchte es für chronisch Kranke Ausnahmen. Wir müssen aber verhindern, dass eigentlich gesunde Menschen zu drei, vier Spezialisten rennen, nur weil sie ganz sicher sein wollen, dass die Diagnose stimmt.

Umfrage

Was soll die Politik gegen die steigenden Prämien unternehmen?

  • Abstimmen

857

  • Nichts, eine gute Gesundheitsversorgung hat ihren Preis.5%
  • Haushalte mit tiefem Einkommen müssen entlastet werden.22%
  • Eigenverantwortung ist gefragt – die Versicherten sollen mehr aus der eigenen Tasche bezahlen.37%
  • Die Arzttarife und Medikamentenpreise müssen gesenkt werden.31%
  • Sprengen die Gesundheitskosten einen gewissen Rahmen, muss die Notbremse gezogen werden.5%

Sind wir ein Volk von Hypochondern?
Wir sind sicher wehleidiger geworden. In unserer hochspezialisierten Gesellschaft ist vielen Leuten nur noch die beste medizinische Versorgung gut genug. Bei Unwohlsein wird nicht mehr auf Hausmittelchen zurückgegriffen, sondern es muss sofort ein Spezialist her. Das gilt vor allem für die Städte – darum sind dort die Gesundheitskosten auch viel höher als auf dem Land.

«Schwierig wird es dann, wenn genetische Vor- oder Nachteile über die Prämienhöhe bestimmen.»

In manchen Zusatzversicherungen winken Rabatte, wenn die Versicherten pro Tag eine gewisse Anzahl Schritte machen. Andere Kassen bevorzugen gewisse Figurtypen – Bauchfett gibt Minuspunkte. Müssen wir uns darauf einstellen, dass sich die Prämienhöhe künftig noch stärker nach solchen Kriterien bemisst?
Dass in der Zusatzversicherung Leute belohnt werden, die sich gesundheitsbewusst verhalten, ist aus meiner Sicht richtig. Schwierig wird es dann, wenn genetische Vor- oder Nachteile über die Prämienhöhe bestimmen. Ich kann mir vorstellen, dass der Trend noch stärker in diese Richtung geht, wenn die gesundheitlichen Risiken dank neuer Technologien besser berechnet werden können.

Dann müssten fairerweise auch Manager mehr zahlen, die viel arbeiten und daher Burnout-gefährdet sind. Oder Leute, die viel Sport treiben und so ein erhöhtes Verletzungsrisiko haben.
Ein solches System würde unser heutiges Versicherungsprinzip ziemlich auf den Kopf stellen. Das Solidaritätsprinzip würde damit ausgehebelt. Ich würde nicht ausschliessen, dass solche Risikoanalysen künftig auch in der Grundversicherung zum Thema werden – das ist aber noch Zukunftsmusik.

So ging Alkoholprävention im Frankreich der 1950er-Jahre

Günstigere Krankenkasse für einen gesunden Lebensstil

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    Alle Leser-Kommentare
  • ujay 18.07.2017 15:43
    Highlight Highlight Die loesung wurde an der Urne verbockt, bravo Freunde. Saubere Arbeit der Gesundheitslobby. Darum amuesiert dieses Thema nur noch. Eine zentrale KK ala SUVA. Haette mehr Marktmacht und koennte der ganzen Industrie, die sich entwickelt hat, auf die Finger klopfen. So wie jetzt die einzelnen KKs vor sich hin wursteln, sieht es eher wie ein Beschaeftigungsprogramm fur KK Angestellte aus. Jetzt noch die KK entsolidarisieren, nach dem Motto; mehr krank = mehr bezahlen, ist eine Schnapsidee. Geht bei Autoversicherungen, aber in diesem Kontext ist das pervers.
  • nass 18.07.2017 15:39
    Highlight Highlight Ganz roller Ansatz Herr Schneuwly. 🙄 Kann leider nichts dafür dass ich seit früher Kindheit Typ1 Diabetikerin bin und eh schon draufzahle. Ich hab mir das nicht ausgesucht und ich bin schlicht und einfach nicht bereit noch mehr für meine Gesundheit zu bezahlen als ich schon muss. Eine Erhöhung der Franchise wäre einfach nur ein Schlag ins Gesicht.
  • Melsqy 18.07.2017 12:52
    Highlight Highlight Was ist denn mit den Arbeitgebern, die ab 3 Tagen ein Arztzeugnis verlangen? Wer nimmt denn hier die "Eigenverantwortung" wahr und kommt für die Kosten auf? Oder gehen wir dann alle wieder krank zur Arbeit - aus Angst vor den drohenden Arztkosten?
  • Melsqy 18.07.2017 12:49
    Highlight Highlight Dieses ständige Gerede von Eigenverantwortung ist für chronisch Kranke doch ein Schlag ins Gesicht. Herr Schneuwly will dies mit einem Nebensatz unter den Tisch kehren - aber es gibt leider viel zu viele Menschen, die regelmässig einen Arztbesuch benötigen. Nicht weil sie es so wollen, sondern weil es lebensnotwendig ist. Diese sollen nun also jedes Jahr 3000 anstatt 300 Franchise zusätzlich zu den Prämien und Selbstbehalt zahlen? Damit werden m.E. nur diejenigen bestraft, denen es ohnehin schon schlecht genug geht. Gesundheit ist nicht immer eine Leistung, sondern oftmals auch einfach Glück.
  • Ein Freigeist 18.07.2017 12:20
    Highlight Highlight Politiker sind unnütz und werden nichts daran ändern. Die Krankenkassen Prämien steigen immer ein klein wenig. Wir erhalten immer bessere Technologien und Medikamente und leben deshalb länger und besser. Dafür bezahlen wir die Krankenkasse und das ist ok so. Krankenkassen sind gewinnorientierte Unternehmen und kassieren gerne Prämien, zahlen tun sie weniger gerne. Das Gejammer ist also unnötig. Seid effiziente faire Krankenkassen oder verlasst das Business
  • Mélisande 18.07.2017 11:00
    Highlight Highlight Zuerst braucht es eine genaue Analyse bezüglich der KostenverursacherInnen. Da gibt es eben auch Tabus, die angesprochen werden müssen. Ich denke da an Leute, die unnötig ins Spital statt zum Hausarzt gehen, weil sie es aus ihrem Kulturkreis so gewoht sind. Oder auch teure Operationen und Medikamente am Lebensende. Wer dies aber anspricht, macht sich sofort Feinde. Ist halt ein heikles Thema.
    • Lami23 18.07.2017 11:39
      Highlight Highlight Absolut, aber trotzdem ein wichtiges.
    • ujay 18.07.2017 15:30
      Highlight Highlight Wenn sie das Thema wirklich interessieren wuerde, waere ihnen klar, dass direktes Aufsuchen des Spitals ohne vorherigen Arztbesuch schon laengst ueblich ist, nicht nur von Leuten aus "anderen Kulturkreisen", sondern mehrheitlich von Schweizern. Googeln hilft. Solche vermeintliche Schuldzuweisungen zielen an einer Idee, das KK Problem zu loesen, voellig vorbei. Die Arroganz, Medikamente fuer Menschen, die diese benoetigen, vielleicht lebenslaenglich, in Frage zu stellen, mag ich gar nicht kommentieren. Vielmehr waere mal die Krankenindustrie in Frage zu stellen: Pharma, Tarife und Verw.Kosten.
    • Lami23 18.07.2017 15:52
      Highlight Highlight Lustig, die Leute die ich kenne und auf dem NF arbeiten, stützen diese These. Das ist auch nicht wertend, teilweise kennen sie auch das HA-System einfach nicht.
      Und ich finde schon, dass man darüber disskutieren darf, welche Behandlungen bei Menschen in einem gewissen Alter durchgeführt werden. Vor allem weil man ihnen damit oft nichts gutes tut. Spreche aus Erfahrung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • EnteEnteEnte 18.07.2017 10:23
    Highlight Highlight Da fällt mir spontan das Buch "corpus delicti" von juli zeh ein. Eine Geschichte, die in der relativ nahen Zukunft spielt und in der die Gesundheit zur Bürgerpflicht geworden ist. Alles wird kontrolliert (dies essen, so viel Sport, keine Zigaretten, kein Alkohol). Wer seine Bürgerpflicht verletzt wird bestraft.
    Aus unerfindlichen Gründen fällt mir dieses Szenario immer wieder ein, wenn ich von diesen Verbilligungen aufgrund Schrittanzahl etc höre oder das oben erwähnte böse Bauchfett.
  • sven_meye 18.07.2017 10:15
    Highlight Highlight In meiner Nachbarschaft gibt es auch so eine Familie, haben die Kinder sich erkältet oder haben die Grippe, geht es direkt zum Arzt. Mir wäre der Aufwand schon zu dumm. Im Alter von 16 Jahren habe ich mir mehrere Bänder im rechten Fuss gerissen. Dabei haben wir festgestellt, dass ich 9 Jahre nicht beim Arzt war und ich habe es überlebt. Und ja, es ist mir mehrmals schlecht gegangen oder ich bin auf die Schnauze geflogen. Aber ein paar Tage Ruhe können Wunder bewirken. Derart kleine Behandlungen sollten selbst bezahlt werden. Für mich sind das Hauptproblem die Helikoptereltern.
    • Mélisande 18.07.2017 11:04
      Highlight Highlight Ich verstehe, was du meinst. Ich gehe auch nur zum Arzt, wenn Zeit und Hausmittel nicht helfen. Wenn man aber kleine Kinder hat, sieht's doch etwas anders aus. Da kann es einem als Mutter schnell mal unheimlich werden, sieht man das Kind leiden und ist unsicher. Selber erlebt.
    • Bene883 18.07.2017 12:53
      Highlight Highlight @Melisande: genau das ist aber falsch für das Kind. Folgen sind Antibiotikaresistenzen und unwirksamkeit im Ernstfall. Die Kinder werden von den Ärzten (im Notfall aus überlastung noch extremer) mit Medis vollgepumpt, was aber Kinder in 99.9% der fälle nicht benötigen würden. Aber es miss ja morgen wieder in die krippe, also hopp algifor und aspirin...
    • Djego 18.07.2017 15:08
      Highlight Highlight @Bene: Also von Aspirin und Algifor gibts keine Antibiotikaresistenzen. Zudem sind Pädiater die am schlechtsten verdienenden Ärzte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Madison Pierce 18.07.2017 10:05
    Highlight Highlight Es braucht dringend mehr Eigenverantwortung, höhere Franchisen, Rabatte für wenig Arztbesuche.

    Wohl jeder kennt aus seinem Umfeld Fälle, die zeigen, was falsch läuft. Fuss verstaucht, gleich ins Spital für ein MRI, statt einfach mal drei Tage warten, ob es von selbst besser wird. Trockener Mund nach dem Kiffen => Notaufnahme, gibt gratis ein Glas Wasser.

    Aber man darf den Solidaritätsgedanken nicht vergessen: chronisch Kranke haben sich ihr Schicksal nicht ausgesucht und dürfen nicht bestraft werden. Deren regelmässige Arztbesuche sind ja auch nicht unnötig.
  • Karl33 18.07.2017 09:56
    Highlight Highlight Selbstbehalt erhöhen ist ein Weg um Eigenverantwortung zu fördern (nicht aber um finanzielle Ungleichheiten abzufedern, das sei angemerkt). Leider will die Politik aktuell gerade das Gegenteil machen: Maximale Franchise senken.
  • Maracuja 18.07.2017 09:37
    Highlight Highlight Schneuwly befürwortet also, dass wir weiterhin jedes Jahr höhere Prämien zahlen müssen, dass gleichzeitig aber die Leistungen gekürzt werden (Mindestfranchise weiter rauf, am liebsten auf 3000.-). Irgendwie ist es bei diesem neoliberalen "Experten" noch nicht angekommen, dass die Zitrone nicht endlos ausgepresst werden kann. Bitte interviewt in Zukunft Experten, die vernünftige Vorschläge machen.
  • skyfox 18.07.2017 09:23
    Highlight Highlight (Zu) viele Menschen bewegen sich einfach zu wenig - Punkt. Einige wagen sich bei den sogenannten Risikosportarten aber auch zu weit und riskieren (teure) Verletzungen. Die dadurch verursachten hohen Krankheitskosten kann die Allgemeinheit definitiv nicht tragen. Da müssen Lösungen nach dem Verursacherprinzip gefunden werden (zumindest anteilig). Wieso gibt es keine Bonuslösung beim Arztbesuch - keine Arzbesuche (da gesund gelebt wird) - keine Kosten => Beitragsrückerstattung wie bei der Autoversicherung (Schadensfreiheitsrabatt) - man muss def. nicht wegen Kleinigkeiten zum Arzt rennen ...
    • Naughtious Maximus 18.07.2017 20:23
      Highlight Highlight Vielleicht wäre es auch mal ratsam sich den Ursachen für solches unverantwortliche Verhalten anzunehmen.

      Wie ist es dazu gekommen, dass es diese Idioten gibt welche so riskant Leben und teilweise sogar andere gefährden mit ihrem Verhalten?

      Das sind Fragen die man klären muss.
    • Dä Mö 19.07.2017 14:04
      Highlight Highlight @naughty max ganz schlimm gell! immer diese hobbies! und alle, welche beim strassenqueeren angefahren werden, sollen auch selbst bezahlen! hätten ja zuhause bleiben können! wo lebst du???
    • Naughtious Maximus 19.07.2017 14:52
      Highlight Highlight Dämlack die Welt ist nicht schwarz-weiss.
  • ChlyklassSFI 18.07.2017 09:05
    Highlight Highlight Gemäss Krankenkassenverband Santésuisse haben Schweizer Versicherte 2014 im Vergleich mit Versicherten aus dem Ausland (Österreich, Deutschland, Niederlande, Grossbritannien, Dänemark, Frankreich, Belgien, Finnland und Schweden) über 489 Millionen Franken zu viel für Medikamente bezahlt: https://www.srf.ch/news/schweiz/hohe-margen-schweizer-zahlen-millionen-zu-viel-fuer-medikamente
  • Posersalami 18.07.2017 09:04
    Highlight Highlight Da gehts in Richtung des eigentlichen Problems:

    https://www.srf.ch/news/wirtschaft/roche-macht-fast-10-milliarden-gewinn

    Die Ärzte könnten auch auf einen Teil ihres Lohns verzichten, der ist doch recht hoch (natürlich nicht alle, aber viele):

    http://www.fmh.ch/files/pdf11/Erhebung_der_Einkommensverhaeltnisse.pdf

    Da mal den Stall ausmisten und etwas vom gesparten Geld den Pflegerinnen und Pflegern zukommen lassen. Dann nicht mehr wegen jedem Scheiss zum Arzt rennen und das Angebot der KH abspecken, es braucht nicht in jeder Provinz alle Leistungen.
  • DerElch 18.07.2017 09:02
    Highlight Highlight Mein Vorschlag: Notfall-Pauschale einführen. Wer mit einem Schnudderi zum Notfall rennt oder sonst irgendwas, das ganz offensichtlich kein Notfall ist, bezahlt einen Pauschale.
    Zweiter Vorschlag: Arztzeugnis nach erstem Krankheitstag abschaffen bzw nur bei Misstrauen einfordern. Nur schon das Anheben dieser "Grenze" auf zwei Tage, geschweige den auf drei, spart ungemein Geld.
    • Lami23 18.07.2017 09:36
      Highlight Highlight und wer bestimmt was ein notfall ist? und fiejenigen, di dann nicht gehen obwohl sie einer wären und uns dann noch mehr kosten? Die Abgrenzung stelle ich mir schwierig vor.
  • AdvocatusDiaboli 18.07.2017 08:49
    Highlight Highlight FDH probieren.
    Benutzer Bild
  • nakasara 18.07.2017 08:45
    Highlight Highlight aaaltee der typ macht mich wütend wie sau! der kann gross reden, hat wahrscheinlich auch ein haus 3 autos und keine kinder, kein wunder kann man dann alles selber zahlen!
    wer kann sich schon 3000.-behandlung leisten? oder kann jemand anderes seine steuern an einem tag zahlen?!?!
    lieber mal das steuerkartell aufräumen und denen die genug haben etwas mehr nehmen und den anderen geben, verdammter schurkenstaat! es würde so viel einfacher gehen, aber nein, damit ein paar reiche ausländer hier leben können, muss der rest der schweiz bluten, geile einstellung ihr patriotischen nationalschweine 😘
    • royal 18.07.2017 09:12
      Highlight Highlight lol
    • Lami23 18.07.2017 10:31
      Highlight Highlight 3000.- finde ich jetzt noch nicht sooo viel. Und ich zahle meine Steuern immer aufs mal. Und Nein ich verdiene nicht 7000 +.
  • Kuunib 18.07.2017 08:43
    Highlight Highlight Warum sind Medikamente in der Schweiz so teuer?
    Kann man die Preise nicht senken?
    Ausserdem finde ich nicht das eine Krankenkasse auf Grund deines Lebensstils deine Prämie berechnen darf. Die Krankenkasse geht es nichts an wie viel Sport ich mache oder diese Krankheit genetisch bedingt sei. Ich habe doch ein Recht auf Privatsspähre, nicht? Eine super Idee für einen in der Zukunft spielenden Film😉
    Ich habe eine Krankheit die mich Blind machen könnte und die Sanitas wollte nicht zahlen für die Operation die mich heilt, aber ein Blinder kostet warscheinlich mehr als der Eingriff.
    • Naughtious Maximus 18.07.2017 20:28
      Highlight Highlight Mit einem optimalen Vitamin D Wert im Blut, welcher mit wenigen Franken pro Monat gedeckt werden kann (oder an die Sonne liegen), brauchen Sie weniger Medikamente.

      Interessanterweise wird das Thema Vitamin D viel zu zaghaft behandelt.
      Eine umfassende und ehrliche Aufklärung der Bevölkerung würde die Gesundheitskosten massiv reduzieren.
      Es gibt x Studien welche bestätigen, dass das Sonnenvitamin prophylaktisch vor Krankheiten wie Krebs, Depressionen, Nervenkrankheiten usw wirkt.

      Aber eben, mit Vitamin D Präparaten lässt sich eben kein Geld verdienen.

      Interessant, oder.
    • Lami23 18.07.2017 22:41
      Highlight Highlight Das Vitamin D hats dir ja echt angetan :-)
    • Naughtious Maximus 18.07.2017 23:11
      Highlight Highlight Das haut voll rein. Ich kann es nur empfehlen. ;-)
  • kEINKOmmEnTAR 18.07.2017 08:33
    Highlight Highlight Über kurz oder lang muss die Frage nach den Kosten pro weiteres Lebensjahr gestellt und diskutiert werden.
  • Meinsch 18.07.2017 08:27
    Highlight Highlight Ansetzen beim Rauchen bringt schon 2-3% der BIP-Kosten herunter.
    (DE-Studie besagt ca. 2.6%)

    https://www.nzz.ch/panorama/who-studie-was-raucher-die-weltwirtschaft-kosten-ld.139019
    • Big ol'joe 18.07.2017 09:15
      Highlight Highlight Wie gesagt verstösst gegen Solidaritätsprinzip. Hat ja schon heute hohe Steuern drauf... Was ist mit Cola, Fanta und co.? Steuern auf Zucker? Verbieten? ... Alkohol? Steuern erhöhen? Verbieten? ... Arbeitsüberlastung? ... Kosten sind überall, es kann nicht sein, dass eine Gruppe stärker dafür aufkommen muss
    • Naughtious Maximus 18.07.2017 20:30
      Highlight Highlight Interessant ist ja, dass vor nicht mal 80 Jahren noch von Ärzten das Rauchen beworben wurde. Lucky Strike und Philip Morris.

      Heute wird Geld an den Folgekrankheiten verdient.

      Von derselben Berufsgruppe, notabene.
    • Lami23 18.07.2017 22:41
      Highlight Highlight Achtung ich wittere da eine Verschwörung...heute empfehlen die Ärzte ja "mediteran"essen. In zwanzig Jahren werden wir merken dass es tödlich ist....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Yippie 18.07.2017 08:16
    Highlight Highlight "Dass in der Zusatzversicherung Leute belohnt werden, die sich gesundheitsbewusst verhalten, ist aus meiner Sicht richtig"

    Wiederum ein Schritt in die Richtung zum gläsernen Bürger. Was kommt als nächstes? Wird irgendwann mein Urin untersucht und wenn ich ein Bier getrunken habe, geht meine Prämie hoch?
  • _kokolorix 18.07.2017 08:12
    Highlight Highlight Auch Felix Schneuwly weigert sich anzuerkennen das wir ein grundfalsches System haben. Zudem operiert er mit falschen Zahlen. So hohe Gesundheitskosten haben nur Länder welche ein marktwirtschaftliches Gesundheitssystem haben.
    Was es braucht sind Ärzte welche ohne finanzielle Verluste einen Patienten wieder nach Hause schicken können, Spitäler welche sich für die Gesundheit ihrer Patienten interessieren und nicht nur für möglichst hohe Gewinne sowie eine Krankenversicherung welche nicht nach dem Verursacherprinzip finanziert wird. Heute geht alles davon aus, dass der Kunde gar nicht Krank ist.
    • Pafeld 18.07.2017 09:14
      Highlight Highlight Herr Schneuwly ist eben eine mit Schinken gefütterte Made im Speck, welche eben exakt davon lebt, dass unter den Kassen ein erzwungener Pseudowettbewerb herrscht. Es gibt zig seriöse, wissenschaftliche Arbeiten, dass der Markt bei Zwangs- und Rargütern genauso ineffizient funktioniert, wie die Planwirtschaft. Aber das interessiert solche Leute eben nicht, weil sie selbst zu den ganz grossen Kassierern gehören. Das System würde ohne systemgezüchtete Experten wie Herrn Schneuwly schon deutlich billiger werden, wenn man sieht, wieviel Geld in den Administrationen der Kassen versickert.
    • Naughtious Maximus 18.07.2017 20:33
      Highlight Highlight Das paradoxe am System ist, dass die Ärzte welche in diesem von Pharmafirmen gesponserten Wettbewerb nicht mehr mitmachen wollen, einen schweren Stand haben.

      Wenn heute ein Arzt mit einer Praxis in einer Schweizer Ortschaft seine Patienten nicht mehr gemäss den Vorgaben seiner Geldgeber behandeln will, ist er 'weg vom Fenster'.
  • N. Y. P. D. 18.07.2017 08:04
    Highlight Highlight Ich plädiere für Eigenverantwortung und Solidarität im Gleichgewicht. Heute kommt die Eigenverantwortung zu kurz.
    (Felix Schneuwly ist Krankenkassen-Experte beim Vergleichsdienst Comparis)

    Ich auch ! Bin ganz Ihrer Meinung.
    Aber ihr macht es einem schon verdammt schwer, wenn Ihr ausgerechnet die Prämien für die 2500.- Selbstbehalte stark erhöht*.
    Also so ist es mir einfach zu blöd, euer Selbstverantworungs - Geschwafel anzuhören.
    *Idee vom Bundesrat
  • N. Y. P. D. 18.07.2017 07:54
    Highlight Highlight Auch die SP plant eine Volksinitiative: Die Prämienbelastung soll gedeckelt werden, sodass kein Haushalt über zehn Prozent seines Einkommens..

    Und wer soll das bezahlen, was über 10% ist ? Ich bestimmt nicht. Bringt endlich die Kosten runter, statt diesen Kostenmoloch nur originell zu verteilen. Ich werde immer Nein stimmen, wenn es darum geht, die explodierenden KK-Kosten zu verteilen.

    Es braucht kluge Köpfe, die das Gesundheitswesen von Grund auf komplett neu aufstellen. Es ist in heutiger Form klinisch tot..
  • Toerpe Zwerg 18.07.2017 07:50
    Highlight Highlight Und wie bei der Altersvorsorge will unser Gesundheitsminister genau das Gegenteil von dem machen, was sinnvoll wäre und wird mir seinen Vorschlägen einen Kostenschub auslösen ...
    • Kuunib 18.07.2017 08:34
      Highlight Highlight Die Schweiz hat keine Minister nur Bundesräte welche auch ein Bundesdepartement leiten.
  • Lotus 18.07.2017 07:50
    Highlight Highlight Aber das man von Arbeit wegen gleich nach 1-3 Krankheitstagen zum Arzt rennen muss um ein Arztzeugniss zu erhalten wird hier offenbar irgnoriert. Wie wäre es mit der Grundlegenden senkung der Medikamemtenpreise? Ich persönlich arbeite an einem Ort, an dem ich sehe wie ein Kunde von uns (Pharmaunternehmen) abertausende Franken für Unnötiges aus dem Fenster wirft, was bei den Ärzten zumeist ungeöffnet
    • Lotus 18.07.2017 08:06
      Highlight Highlight ...in den Abfall geworfen. (Sorry hat noch gefehlt) ;)
    • Lotus 18.07.2017 08:27
      Highlight Highlight Tag der Rechtschreibung ist für mich heut auch nicht. -.- Ich hoffe man versteht mich dennoch.
    • Kuunib 18.07.2017 08:35
      Highlight Highlight Wenn eine Packung meiner Augentropfen bereits 50 Franken kostet läuft definitiv etwas falsch.
  • Caturix 18.07.2017 07:39
    Highlight Highlight Und wie wäre es mit einer Einheitskrankennkasse ? Da kann man Geld sparen. Kein wechsel mehr und alle Risikogruppen in einem Topf.
    • Amboss 18.07.2017 08:04
      Highlight Highlight Einheitskasse, Einheitskasse, immer diese Einheitskasse. *kopfgegendiewand*

      Auch eine Einheitskasse macht, wie jede Krankenkasse: Prämien einziehen, Leistungserbringer bezahlen, mit einem Verwaltungsaufwand von ca. 5%.

      Wie will man also mit einer Einheitskasse Geld sparen, wenn die Erbrachten Leistungen jedes Jahr um 4-5% steigen?
    • who cares? 18.07.2017 09:17
      Highlight Highlight Ich sehe extrem viel Werbung von den Krankenkassen. Dieses Geld könnte man einsparen
    • Pafeld 18.07.2017 09:20
      Highlight Highlight Bei einer Einheitskasse müssen eben nicht über 300 Verwaltungsgremien oder irgendwelche Berateranhängsel zur Wahrung des Pseudowettbewerbes mitdurchgefüttert werden. Es macht kein Sinn über 300 Minikassen am Leben zu erhalten. Diese Minikassen können aufgrund ihrer Struktur gar nicht effizient arbeiten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • tipsi 18.07.2017 07:38
    Highlight Highlight Wenn die Prämien je nach körperlicher Aktivität, etc steigen oder sinken, ergibt sich daraus nur eine Umverteilung der Prämienkosten. Es führt aber insegsamt nicht zu einer Senkung der Ausgaben im Gesundheitsbereich.
    Ich denke kaum, dass die Leute mit steigenden Kosten zu einem gesünderen Lebenstil erzogen werden können. Abgesehen davon, sind längst nicht alle Krankheiten vom Lebenstil abhängig. Dieses Modell basiert nicht nur auf Eigenverantwortung, es suggeriert auch Mitschuld, was ich für unangebracht halte.
  • Theor 18.07.2017 07:34
    Highlight Highlight Auf welche Leistungen will ich denn angeblich nicht verzichten Herr Scheuwly? Ich habe schon über 15'000 Franken in meine Krankenkassenprämien verlocht und noch niemals etwas gesehen, weil ich im Jahr nicht mehr als einmal zum Arzt gehe. Ich werde geschröpft und geschröpft und geschröpft ohne Ende. Und das als Student der sowieso kaum Geld hat. 20 % meines Nebenerwerbs geht für die KK-Prämie drauf. 50 % sind es, wenn man noch das SBB Abo mit dazu rechnet. Die Schweiz ist ein Loch ohne Boden.
    • Theor 18.07.2017 08:08
      Highlight Highlight Wenn man in der Arbeitswelt erstmal angekommen ist und 6000 und mehr monatlich verdient, dann relativieren sich die Kosten natürlich stark. Aber die Belastung, die wir unseren Jüngsten aufdrücken, sind definitivnicht mehr Verhältnismässig und brauchen dringend eine Erleichterung. Wir nehmen sie mit Praktikastellen für 1800 Franken brutto aus und verlangen für das Bahnabo alleine 330 Franken, damit sie überhaupt zur Arbeit kommen und nochmal 250 Franken für eine KK die sie niemals benötigen.

      Wir leben auf Kosten unseres Nachwuchses. Und sind sogar noch zu feige es beim Namen zu nennen.
    • Lami23 18.07.2017 08:34
      Highlight Highlight Das nennt sich Solidaritätsprinzip. Seien sie froh, dass sie nicht zum Arzt müssen.
    • Pascal Mona 18.07.2017 09:17
      Highlight Highlight Solidaritätsprinzip?!? Ich ging in den letzten 10 Jahren genau ein einziges mal zum Arzt (zum Glück) und habe ganz sicher mehr KK-Prämie bezahlt als was das gekostet hat (gut habe ich ja eh selbst bezahlt), trotzdem bin ich froh, sollte irgendwann mal etwas sein, dass ich eben nicht alles aus eigener Tasche bezahlen muss. Hast du schon mal etwas von Prämienverbilligung gehört? Und was das SBB-Abo dann mit der Krankenkasse zu tun hat... naja.
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  • Charlie Brown 18.07.2017 07:24
    Highlight Highlight Zur letzten Frage im Interview: Was haben Sportverletzungen (UVG, NBU) mit der Grundversicherung des KVG zu tun? 🤔
  • x4253 18.07.2017 07:23
    Highlight Highlight "Ich würde nicht ausschliessen, dass solche Risikoanalysen künftig auch in der Grundversicherung zum Thema"
    Wenn die Prämie für die Grundversicherung anhand des Risikos individuell bestimmt wird, dann schaffen wir die Kassenpflicht am besten gleich ab, und kehren zum vorherigen Status zurück (was ein riesen Rückschritt wäre).

    Aber dann nicht heulen, wenn man selbst plötzlich unverschuldet zu einem untragbaren Risiko wird, und die Prämie für eine Versicherung nicht mehr aufbringt.
  • Yelp 18.07.2017 07:23
    Highlight Highlight Ein gutes Interview mit gut überlegten Fragen. Ich finde nur, dass die Kosten während der Ausbilung angepasst sein sollten. In der Lehre beträgt die Krankenkassenprämie die Hälfte meines Lohnes und ich habe die höchste Franchise gewählt. Da fände ich eine Anpassung z. B. in der Erstausbildung sehr entlastend. In anderen Kantonen (komme aus BE), sind die Kosten niedriger.
    • Theor 18.07.2017 07:57
      Highlight Highlight Wenn Mami und Papi die Kinderzulagen steuerlich beantragen, hast du kein Anrecht auf Prämienverbilligung. Ob du von deinen Eltern finanziell unterstützt wirdt oder nicht, ist denen egal.
    • Lami23 18.07.2017 08:37
      Highlight Highlight Dann musst du das mit deinen Eltern disskutieren, nicht mit der Krankenkasse. Ich habe stets Prämienverbilligung bekommen und kenne Prämien zahlen erst, seit ich ausgelernt bin. Und allen meinen Freunden ging es damals genauso.
    • Pafeld 18.07.2017 09:25
      Highlight Highlight An Kantone kann man eine solch wichtige Aufgabe wie Prämienverbilligung nicht mehr abtreten, seit sie wegen des Steuerwettbewerbes nicht mehr die finanziellen Mittel dazu haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 18.07.2017 07:21
    Highlight Highlight Ich möchte auch keinen Herzfehler haben und einmal Jährlich einen Tag im Spital verbringen usw.
    Habe mir das nicht Ausgesucht.

    Ich würde einfach die Zweitmeinung nur noch dann von der Kasse bezahlen lassen wenn es Gute Gründe dafür gibt
  • Lami23 18.07.2017 07:20
    Highlight Highlight Schwieriges Thema. Aber ich denke auch, dass die Steuerung über die Franchise bei Prämienzahlern ohne chronische Erkrankung nicht das dümmste wäre.
    Die Leute sollen sich ab und an überlegen ob das Kopfschmerzproblem jetzt tatsächlich Sonntagnacht auf dem NF gelöst werden muss.
  • sowhat 18.07.2017 06:52
    Highlight Highlight Wenn die Umfrage hier im Artikel, zum Massstab werden müsste, dann wäre der Solitaritätsgedanke schon begraben (6:48h) 42% sagen mehr bezahlen und nur 11% wollen die tiefen Einkommen unterstützen. Soll mir nochmal einer erzählen Watsonleser seien links ;)
    • Toerpe Zwerg 18.07.2017 07:48
      Highlight Highlight Links ist man immer nur solange die Anderen zahlen.
    • Merida 18.07.2017 08:03
      Highlight Highlight Ich würde eher behaupten, Watsonleser seien "sachpolitisch vernünftig".
      Und das Eine schliesst das Andere nicht aus. Mehr Eigenverantwortung und die gleichzeitige Unterstützung tiefer Einkommen.

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