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Stefan Meierhans, Schweizer Preisueberwacher, vor der Jahresmedienkonferenz, am Donnerstag, 26. Febraur 2015, in Bern. Der Preisueberwacher will dieses Jahr der Politik genauer auf die Finger schauen. Um die Wettbewerbsfaehigkeit des Wirtschaftsstandorts Schweiz in Zeiten des starken Frankens zu erhalten, fordert er von den Behoerden

Stefan Meierhans in Bern.
Bild: KEYSTONE

«Die Kosten explodieren»: Preisüberwacher Stefan Meierhans fordert fixe Preise für Medikamente



Preisüberwacher Stefan Meierhans will die Kostenexplosion im Gesundheitswesen eindämmen. «Seit im Jahr 1996 die Krankenversicherung hierzulande obligatorisch wurde, sind die Kosten zulasten der Grundversicherung fünfmal schneller gestiegen als die Löhne und doppelt so schnell wie die Wirtschaftsleistung», sagt Meierhans im Interview mit «SonntagsBlick». Die heutige Kostenentwicklung sei «eine tickende Zeitbombe».

Meierhans fordert, dass künftig von den Kassen nur noch die billigsten Medikamente übernommen werden. «Das Festbetragssystem funktioniert marktwirtschaftlich: Der günstigste Preis für ein qualitativ gutes Produkt setzt sich durch. In einer ersten Phase könnte man 388 Millionen Franken einsparen.»

Zudem fordert er, dass bei dem für die Medikamentenpreise massgeblichen Auslandpreisvergleich der aktuelle Wechselkurs angewendet werden müsse. «Die Pharma darf noch drei Jahre lang mit einem Wechselkurs von Fr. 1.20 rechnen. Da kann ich nur den Kopf schütteln», kritisiert Meierhans.

Auch bei den Spitälern müsse gespart werden: «Die Spitalkosten sind die wahren Kostentreiber. Wir haben zwar ein neues System, mit dem wir Spitäler zu mehr Kosteneffizienz zwingen können. Allerdings wendet man dieses nicht wirklich an. Zudem haben wir mit 150 Akutspitälern zu viele in der Schweiz.» (dwi)

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