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Generika sind doppelt so teuer wie im Ausland – in diesen Ländern ist's günstiger

Zum zehnten Mal haben santésuisse und Interpharma die Schweizer Medikamentenpreise mit dem Ausland verglichen. Auch wenn die Unterschiede gross sind – der Druck durch das Bundesamt für Gesundheit zahlt sich langsam aus.
16.04.2019, 11:4316.04.2019, 13:06

Patentgeschützte Medikamente

Für patentgeschützte Medikamente zahlen wir hier in der Schweiz wie bereits in den Vorjahren nur wenig mehr als unsere Nachbarländer. Die rund 250 umsatzstärksten, patentgeschützten Originalpräparate kosten im Durchschnitt 7% weniger im Ausland – bei einem Wechselkurs von 1.11 Franken pro Euro.

Noch vor einem Jahr waren die dieselben Medikamente noch 9% teurer gewesen (bei 1.09 Franken pro Euro). Gemäss Interpharma und Santésuisse sind die wichtigsten Gründe für die sinkenden Preise bei Originalpräparaten die Wechselkursentwicklung und die regelmässigen Preisüberprüfungsrunden durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Durch Preissenkungen seien 2017/2018 rund 325 Millionen Franken eingespart worden.

Patentabgelaufene Medikamente und Generika

Auch der Preisunterschied für die verglichenen 250 patentabgelaufenen Orginialpräparate sank im Vergleich zum Vorjahr und lag im Februar 2019 noch bei 14 Prozent. Bei den Generika hingegen gab es kaum Verbesserung: Die Preisdifferenz verharrt bei 48 Prozent, nach 52 Prozent beim letzten Vergleich.

Gemäss santésuisse-Direktorin Verena Nold liessen sich hier ohne Qualitätsverlust noch mehrere hundert Millionen Franken sparen. Sie fordert deshalb das Referenzpreissystem.

Methodik
Für die Studie wurden die Preise der jeweils rund 250 umsatzstärksten Medikamente, welche (noch) patentgeschützt sind und bei welchen das Patent bereits abgelaufen ist, untersucht.

Zum Preisvergleich mit dem Ausland wurde einerseits der vom Bundesamt für Gesundheit verwendete Wechselkurs (in diesem Jahr bei 1.11 CHF/EUR), als auch der durchschnittliche SNB-Wechselkurs (1.15 CHF/EUR) berücksichtigt.

Die neun Vergleichsländer sind Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Grossbritannien, Niederlande, Österreich und Schweden.

Durchschnittspreise pro Land

Im Vergleich zur Schweiz (in der Karte als Index = 100) sind die Preise nur in Dänemark im Schnitt höher. Berücksichtigt wurden hier nur patentgeschützte Medikamente. Am günstigsten im Vergleich zu uns sind diese Medikamente in Frankreich, wo man gut drei Viertel unseres Preises zahlt.

Betrachtet man nur Generika, sind die Preise in der Schweiz deutlich höher als in den umliegenden Ländern.

(lea, mit Material der sda)

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In Schweizer Haushalten türmen sich die Medikamente

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14 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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infomann
16.04.2019 12:47registriert Juni 2015
Mein Medikament in Spanien
2,30 Euro
In der Schweiz 28 Franken für vier Wochen
Pharma Lobby lässt grüssen und die sitzen vorallem in der SVP und FDP
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Hans Jürg
16.04.2019 13:00registriert Januar 2015
Selbst kaufkraftbereinigt sind die Medis in der Schweiz viel teurer als im Ausland.
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Adee messi!
16.04.2019 13:31registriert April 2018
Ich verstehe einfach nicht, weshalb niemand was gegen diese Abzocke von uns Schweizern unternimmt. Kann man nicht? Oder will man nicht? Es betrifft ja nicht nur die Medikamente; auch Hotel-Übernachtungen, Elektronik, roaming, Lebensmittel, Autos, Möbel usw. usw. Klar ist die Kaufkraft im Vergleich zu anderen Ländern höher, aber die Verhältnismässigkeit stimmt hinten und vorne nicht. Ich fühle mich in der Schweiz einfach nur ausgesaugt. Von der Wirtschaft und Politik.
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