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Berner Grüne treten mit Rytz zu Ständeratswahlen an

Berner Grüne treten mit Regula Rytz zu Ständeratswahlen an

19.12.2018, 11:0619.12.2018, 13:19
Nationalrat Regula Rytz, GP-BE, demonstriert waehrend eines Klima-Marsches, am Samstag, 8. Dezember 2018 in Bern. Die Demonstranten rufen die Schweizer Politik zu mehr Engagement im Kampf gegen den Kl ...
Will's wissen: Regula Rytz.Bild: KEYSTONE

Die Grünen des Kantons Bern werden mit Nationalrätin Regula Rytz zu den Ständeratswahlen vom kommenden Jahr antreten. Der Berner alt Regierungsrat Bernhard Pulver verzichtet auf eine Kandidatur.

Pulver sagte am Mittwoch an einer gemeinsamen Medienkonferenz mit Rytz, Ständerat zu sein, wäre für ihn eine verlockende Vorstellung. Im Februar übernehme er aber das Verwaltungsratspräsidium der Berner Insel-Spitalgruppe, des grössten Arbeitgebers im Kanton Bern mit gut 10'000 Angestellten.

Diese neue Aufgabe und ein Wahlkampf vertrügen sich schlecht. Zudem habe er gelesen, dass im kommenden Herbst schweizweit nur eine amtierende Ständerätin zu den Wahlen antrete. Im Interesse der Geschlechtergleichstellung sei es deshalb besser, wenn Rytz antrete.

Rytz muss von ihrer Partei noch offiziell nominiert werden. Dies geschieht Mitte Januar. Die 56-jährige Präsidentin der Grünen Schweiz ist seit Ende 2011 Nationalrätin.

Ausgangslage klärt sich weiter

Mit der Bekanntgabe von Rytz' Kandidatur klärt sich die Ausgangslage für die Ständeratswahlen vom Herbst 2019 im Kanton Bern weiter. Für die SP steht der amtierende Ständerat Hans Stöckli bereit, für die FDP Nationalrätin Christa Markwalder.

Für die GLP stellt sich Nationalrätin Kathrin Bertschy zur Verfügung und für die EVP Nationalrätin Marianne Streiff. Bekannt ist, dass für die SVP jemand antritt, doch noch ist offen, wer das sein wird. Der amtierende Berner Ständerat Werner Luginbühl (BDP) gibt demnächst bekannt, ob er wieder antritt.

Die Grünen und die SP werden im Ständeratswahlkampf gemeinsam auftreten, wie Rytz am Mittwoch sagte. Es wird allgemein angenommen, dass es zu einem zweiten Wahlgang kommen wird. Bei diesem zweiten Wahlgang tritt laut den Berner Grünen Rytz oder Stöckli an – je nachdem, wer in der ersten Runde mehr Stimmen gemacht hat. (aeg/sda)

Regula Rytz demontiert Thomas Matter

Video: srf
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«Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bevölkerung das möchte»
Betreibt der Bundesrat im Kampf gegen die SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» Schwarzmalerei? Und nimmt er die Ängste der Bevölkerung wegen der Zuwanderung ernst genug? Justizminister Beat Jans bezieht Stellung im grossen watson-Interview.
Bei der Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» zeichnet sich ein knappes Rennen ab. Laut neuster GFS-Umfrage würden je 47 Prozent Ja beziehungsweise Nein stimmen. Wie erklären Sie sich das?
Beat Jans:
Dieses Ergebnis nehmen wir ernst, aber es überrascht mich nicht. Bei Migrationsfragen war die Bevölkerung schon früher gespalten. Wie im Fussball gilt: Der Match dauert 90 Minuten. Es ist alles offen. Ich bin in der ganzen Schweiz unterwegs. Wenn ich mit den Menschen konkret über den Initiativtext spreche, wächst die Skepsis. Vielen wird klar, dass die Initiative leere Versprechen macht und erhebliche Probleme mit sich bringt.
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