Schweiz
Wirtschaft

So entwickeln sich die Preise für Einfamilienhäuser in der Schweiz

Einfamilienhaus mit Garten
Preise für Einfamilienhäuser steigen in der Ostschweiz am stärksten.

Hier werden Einfamilienhäuser billiger – und in dieser Region wird's deutlich teurer

Wer ein Einfamilienhaus möchte, kann 2026 im landesweiten Durchschnitt nicht auf tiefere Preise hoffen. Die Kosten steigen allgemein weiter. Allerdings gibt es regionale Unterschiede.
28.01.2026, 04:2028.01.2026, 06:39

Trotz tiefer Zinsen sind die Preise für Eigentumswohnungen in der Schweiz 2025 zum Stillstand gekommen, während Einfamilienhäuser im landesweiten Durchschnitt erneut teurer werden. Die von newhome in Zusammenarbeit mit dem Swiss Real Estate Institute erstellte Home Market Price Analysis 2025 (HoMPA) zeigt dabei über sechs untersuchte Regionen hinweg ein stark heterogenes Bild mit gegenläufigen Trends.

Das Preiswachstum bei Einfamilienhäusern liegt landesweit konstant bei 1,6 Prozent. In den sechs Grossregionen gibt es aber durchaus Unterschiede. In Zürich und dem Tessin bleiben die Preise konstant. In der Zentralschweiz geht der Medianpreis gar um fast 100'000 Franken zurück und liegt damit rund 5 Prozent tiefer als noch vor einem Jahr.

Teurer werden Eigenheime in den anderen drei untersuchten Grossregionen. Am meisten legt die Ostschweiz zu: Plus 7,5 Prozent. Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern hat sich somit von den teuren in die eher günstigen Regionen verschoben.

Zentralschweiz wird billiger, aber bleibt die teuerste Region

Die teuersten Einfamilienhäuser mit einem mittleren Transaktionspreis von rund 1,69 Millionen Franken liegen weiterhin in der Zentralschweiz. Nach dem starken Preisanstieg im Vorjahr von 8,5 Prozent (Medianpreis 2024: CHF 1,78 Mio.) kam es 2025 zu einer Gegenbewegung: Die Preise gingen im Jahresvergleich um 5,1 Prozent zurück. Trotz dieser Korrektur bleibt die Zentralschweiz die teuerste der sechs untersuchten Regionen, verzeichnet aber gleichzeitig als einzige der sechs untersuchten Regionen einen Preisrückgang fürs Jahr 2025.

In den günstigeren Regionen Ostschweiz, Nordwestschweiz und im Espace Mittelland legten die Preise spürbar zu. Trotzdem liegen diese Regionen preislich nicht nur deutlich unter der Zentralschweiz und Zürich, sondern auch deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt von 1,4 Millionen Franken.

Zudem sind sie, auch dank der vermehrten Nutzung von Homeoffice, in noch verkraftbaren Pendeldistanzen von den teuren und wirtschaftlich stärkeren Regionen Zentralschweiz und Zürich gelegen. Es erstaunt somit nicht, dass sich die Nachfrage nach Einfamilienhäusern von den teuren in diese günstigeren Regionen verschiebt.

Blicken wir noch auf die Medienpreise für Einfamilienhäuser in ausgewählten Kantonen. Genf – in der Auswertung der Grossregionen oben nicht berücksichtigt – ist hier das mit Abstand teuerste Pflaster. Ein Einfamilienhaus kostet hier im Median mehr als doppelt so viel wie im Kanton Solothurn.

Von «unbezahlbar» bis «gut erschwinglich»

Markant sind weiterhin die Unterschiede in den verschiedenen Bezirken. Diese reichen von «unbezahlbar» bis «gut erschwinglich». Bei den Einfamilienhäusern konzentrieren sich die teuersten Bezirke, in Übereinstimmung mit dem regionalen Preisniveau, klar auf die Zentralschweiz und die Region Zürich. Einfamilienhäuser dürften in dieser Region zunehmend nur noch für Spitzenverdiener oder für Familien mit einer sehr finanzstarken «Mami und Papi»-Bank erschwinglich sein.

Am unteren Ende der Skala stehen weiterhin Bezirke aus dem Tessin sowie der Ostschweiz. Der Medianpreis für Einfamilienhäuser im Bezirk Toggenburg liegt bei erschwinglichen 670'000 Franken. Mit einer ÖV-Fahrzeit von gut einer Stunde zum Beispiel von Wattwil in die Stadt Zürich liegt dieser Bezirk noch in einer erträglichen Pendeldistanz, speziell wenn ein bis zwei Tage Homeoffice möglich sind.

(fox)

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Die beliebtesten Kommentare
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Huhuuu
28.01.2026 08:24registriert April 2024
Der Artikel ist etwas gar oberflächlich. Man kann nicht Region "Zentralschweiz" oder "Ostschweiz" vergleichen. Es ist zB. zwar beides Zentralschweiz, aber eine Wohnung in Zug kann etwa 10 Mal so teuer sein wie ein Haus im Schächental (Uri).
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ELMatador
28.01.2026 07:53registriert Februar 2020
Mich würde interessieren, ob es Zahlen dazu gibt, wie viele Wohnungen in Städten – dort, wo der höchste Wohnungsbedarf herrscht – als Business-Apartments vermietet werden, wie viele als Zweitwohnungen genutzt werden und wie viele Bürogebäude grösstenteils leer stehen.

Ich habe das Gefühl, dass man die Situation vielerorts durch Verdichtung und Umnutzung deutlich entschärfen könnte. Dafür braucht es jedoch auch klare Vorgaben, wie viel der neu gebauten oder umgenutzten Wohnfläche zwingend als günstiger, bezahlbarer Wohnraum angeboten werden muss.
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