DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schweiz zwingt VW nicht zum Handeln – Europaweit will VW 8,5 Millionen Autos zurückrufen

15.10.2015, 16:5015.10.2015, 17:14

Im Skandal um manipulierte Abgaswerte zwingen Deutschland und Österreich den Autobauer Volkswagen zum Rückruf der betroffenen Autos. In der Schweiz wird noch abgewartet. Die VW-Importeurin Amag hofft, dass ihre Zusicherung auf einen freiwilligen Rückruf ausreicht.

Die Amag sei auf einen Rückruf vorbereitet und diesbezüglich in enger Abstimmung mit dem Bundesamt für Strassen (Astra).

«Wir haben dem Astra zugesichert, dass wir die Rückrufaktion übernehmen und diese daher nicht von Amtes wegen angeordnet werden muss», teilte die Amag am Donnerstag mit. Sobald die Amag die notwendigen Halteradressen vom Astra vorliegen habe, werde die Importeurin die betroffenen Kunden entsprechend informieren.

Handelt auch ohne staatlichen Zwang: Die AMAG<br data-editable="remove">
Handelt auch ohne staatlichen Zwang: Die AMAG
Bild: KEYSTONE

Das Astra ihrerseits wartet ab und beobachtet die Situation, wie ein Sprecher am Donnerstag auf Anfrage sagte. Das Astra werde später entscheiden, welche Massnahmen ergriffen werden sollen. In der Schweiz verkehren 128'802 Autos mit der manipulierten Abgassoftware aus dem Volkswagenkonzern. Weltweit sind 11 Millionen Fahrzeuge vom Skandal betroffen.

In Deutschland entschied das Kraftfahrtbundesamt (KBA), ein freiwilliger Rückruf reiche nicht aus. Österreich folgte dem Beispiel. Das deutsche KBA zwingt VW zum verpflichtenden Rückruf von 2.4 Millionen Fahrzeugen. «Die angeordnete Rückrufaktion beginnt Anfang 2016», sagte der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt am Donnerstag in Berlin.

Europaweit 8,5 Millionen Autos

Um die Folgen der Abgasmanipulationen zu beheben, strebt Volkswagen ein europäisch abgestimmtes Verfahren an. «Mit dem Bescheid des Kraftfahrt-Bundesamtes ist eine Möglichkeit eröffnet, für die Europäische Union ein gemeinsames und abgestimmtes Vorgehen in allen Mitgliedsstaaten zu erreichen», teilte der neue VW-Chef Matthias Müller am Donnerstag in einem Brief an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Ein solches Vorgehen sei auch «im Interesse der Kunden». Betroffen wären europaweit 8,5 Millionen Fahrzeuge.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
25'134 neue Coronafälle ++ Im Spital: 290 ++ 13 neue Tote
Die neuesten Meldungen zum Coronavirus – lokal und global.
Zur Story