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Inhaftierte Schweizerin in Belarus: Petition nimmt Cassis in die Pflicht



Natallia Hersche

Natallia Hersche

Eine Petition mit 9500 Unterschriften fordert die Freilassung der seit Mitte September in Belarus inhaftierten schweizerisch-belarussischen Doppelbürgerin Natallia Hersche. Aussenminister Cassis soll sich direkt bei Präsident Lukaschenko dafür einsetzen. Unterstützt wird die Forderung mit zwei Mahnwachen in Bern.

Die Inhaftierte sei eine politische Gefangene, deren Festnahme vollkommen willkürlich erfolgt sei, teilte die Organisation Libereco am Freitag mit. Mit den Mahnwachen am Freitag in Bern wolle man ein klares Zeichen für die sofortige Freilassung der 51-Jährigen und allen anderen politischen Gefangenen in Belarus senden.

Im Namen der mehr als 9500 Personen, die die Petition unterzeichnet hätten, fordere man Aussenminister Ignazio Cassis auf, sich direkt beim belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko um die Freilassung zu bemühen.

Die Doppelbürgerin aus St. Gallen war bei einer Frauen-Kundgebung am 19. September in Minsk festgenommen worden und sitzt seither in Haft. Am 20. Oktober konnte sie der Schweizer Botschafter erstmals im Gefängnis besuchen. Der erste Gerichtstermin ist für den 3. Dezember angekündigt. (aeg/sda)

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