Schweiz
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epa05873326 Turkish citizens wait to vote for the Turkish constitution referendum, in the Turkish consulate in Zurich, Switzerland, 27 March 2017. A constitutional referendum is due to be held in Turkey on 16 April 2017. Voters are to decide on whether to replace the parliamentary system with a presidential system that would give widespread powers to President Erdogan.  EPA/ENNIO LEANZA

Wahlberechtigte vor dem türkischen Konsulat in Zürich. Bild: EPA/KEYSTONE

Erdogan-Anhänger sollen die Schweiz verlassen? Was für ein Bullshit



«Aufruf: 38 Prozent der in der Schweiz lebenden Türken sollen freiwillig nach Hause reisen», twitterte Bernhard Guhl am Ostermontag. Die Botschaft des BDP-Nationalrats ist unmissverständlich: Wer in der Schweiz lebt und für Erdogan gestimmt hat, der hat hier nichts mehr verloren.

Aus Deutschland waren ähnliche Stimmen zu vernehmen: Der ehemalige Türkei-Korrespondent des «Spiegels», Hasnain Kazim, schrieb in einem vielbeachteten Beitrag, dass bei denen, die für Erdogan votierten, die «Integration tatsächlich gescheitert» sei. Aber die Schuld, so Kazim, «liegt nicht bei Deutschland».

Vorweg: Die Abstimmung in der Türkei fand unter widrigsten, ja undemokratischen Bedingungen statt. Seit dem Putsch vor einem Jahr herrscht am Bosporus Ausnahmezustand. Die Gerichte, eigentlich die Pfeiler des Rechtsstaats, wurden von der regierenden AKP auf Linie gebracht. Oppositionelle Medien wurden dicht gemacht, unliebsame Journalisten des Landes verwiesen oder gleich eingekerkert. Und der Präsident, eigentlich von Verfassung wegen zur Unabhängigkeit verpflichtet, machte keinen Hehl daraus, wohin er die Türkei zu lenken gedenkt: In die autoritäre Sackgasse, in die Abhängigkeit eines einzelnen Mannes: Recep Tayip Erdogan.

Und ja: Auch wenn die Demokratie dem Volk theoretisch alle Macht in die Hände legt: Schrankenlos ist sie nicht. Dafür sorgen der Rechtsstaat, die Medien, die als vierte Gewalt fungieren, übergeordnetes Völkerrecht und die Zivilgesellschaft. 

In der Türkei waren diese Voraussetzungen schon im Vorfeld der Referendums nicht gegeben. Das legen die zahlreichen Unstimmigkeiten und Unregelmässigkeiten während des Abstimmungssonntags nahe. Jetzt, nach dem Sieg des reaktionären AKP-Lagers, sind sie es noch weniger.

Aber: Forderungen, wonach Auslandstürken, die das Präsidialsystem Erdogans befürworteten, doch bitte die Heimreise antreten sollen, offenbaren ein seltsames Verständnis von Demokratie und Staatsbürgerschaft. Nicht genehme Stimmen zum Schweigen zu bringen, indem man ihnen den Abschied auf Nimmerwiedersehen nahelegt, gehört wenn schon ins Reich des Neo-Sultans Erdogan.

Dabei darf man nicht vergessen: Vor nicht allzulanger Zeit galt Erdogan als Brückenbauer. Als einer, der die traditionell starken Ultranationalisten in die Schranken wies, einer, der die Kurdenfrage zu lösen gewillt war, und einer, der für eine starke Türkei eintrat – vor dem Hintergrund der unsicheren geopolitischen Gemengelage in der Region. Viele sogenannte «Realisten» sprachen sich deshalb für Erdogan aus – als Bollwerk gegen den iranischen Gottesstaat und die saudischen Wahabiten. Dass jetzt ausgerechnet auch aus diesem Lager laute Stimmen gegen die Erdogan-Wähler ertönen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

Bei den in der Schweiz lebenden Wahlberechtigten – von denen nur rund 38 Prozent Erdogans Ansinnen eines Präsidialsystems unterstützten – handelt es sich in vielen Fällen um schweizerisch-türkische Doppelbürger. Viele von ihnen sind in der Schweiz aufgewachsen, haben das Schweizer Schulsystem durchlaufen, konnten sich eine freie Meinung bilden – kurz: Sie genossen die Früchte einer freien Gesellschaft. Dass sie jetzt trotzdem gegen ebendiese Errungenschaften stimmten, sollte einem zu denken geben – und zur schonungslosen Analyse Anlass sein.

Populistische Plärrereien wie diejenige Guhls sind aber fehl am Platz. Ebensowenig zynische Bemerkungen wie die des «Spiegel»-Journalisten Kazim:

«Noch grinst sie, aber wenn diese Deutschtürkin in Berlin kapiert, dass Erdogan ihren roten Nagellack scheisse findet und sie dafür künftig sogar ernsthafte Probleme kriegen kann, vergeht ihr vielleicht das Lachen.»

Image

bild: screenshot/facebook

Die Soziologin Bilgin Ayata spricht im Interview mit watson von einer Protestwahl: Viele junge MigrantInnen fühlten sich in dem Land, in dem sie leben, nicht akzeptiert, so Ayata. Dass sie als Reaktion einem Rattenfänger wie Erdogan verfallen, ist bedauerlich, aber nicht weiter erstaunlich. Die Identitätsfrage umtreibt die Bürger in der Postdemokratie ebenso sehr wie sozioökonomische Hard-facts. Gerade in der Schweiz stellen wir das bei Volksinitiativen wieder fest.

Gleichzeitig ist es aber auch ein Hoffnungsschimmer: Identitäten sind formbar. Mittels Werben für die besten Ideen und die besten Werte – und die Demokratie ist nun mal die beste aller politischen Ideen. 

Und selbst wenn die 38 Prozent Erdogan-Anhänger in der Schweiz die Schleifung der Demokratie bezweckten: Eine demokratische Gesellschaft wie die Schweiz muss es aushalten, dass in ihr auch Kräfte am Werk sind, die das Fundament des Rechtsstaats untergraben wollen – ob sie das in der Schweiz oder im Ausland tun, spielt keine grosse Rolle. Die Antwort auf diese politische Abwrack-Truppe kann nur in einem verstärkten Engagement für die Demokratie liegen – und in einer strikten, aber verhältnismässigen Anwendung des Gesetzes. 

Wer den Erdogan-Anhängern aber die Tür weisen will, der gibt sich vor allem einer verhängnisvollen Illusion hin: dass das Überleben der Demokratie von der Farbe des Passes abhängt. 

Die AKP im Siegestaumel – so jubeln Erdogans Anhänger auf den Strassen der Türkei

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231Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Waedliman 20.04.2017 19:58
    Highlight Highlight An all diejenigen, die eine Reaktion gegenüber Erdogan fordern und gleichzeitig stolz sind auf die Neutralität der Schweiz: Es wäre ein Widerspruch, somit ist Schweigen, Erdulden und weiterhin die Kinder von Diktatoren auf die Schulen und Universitäten lassen angesagt.
    0 3 Melden
  • AllIP 20.04.2017 11:29
    Highlight Highlight ¯\_ ツ _/¯
    User Image
    0 7 Melden
  • Nausicaä 19.04.2017 21:10
    Highlight Highlight Liebe Watsons, bitte schafft das Herzli / Blitzli- System endlich ab. Ich denke, das System fördert nur die soziale Kohäsion, vor allem bei solchen Themen. Kann ja kaum das Ziel sein.
    9 28 Melden
    • Ueli der Knecht 19.04.2017 23:53
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass dadurch die Gruppenkohäsion gefördert wird, jedenfalls nicht im Sinne eines gemeinsamen Wir-sind-die-watsons-Gefühls.

      Vielmehr wird das gemeinsame Wir gespalten und Zwietracht gesäht, sowie polarisiert und eine Wir-gegen-alle-anderen-Stimmungsmache betrieben. Das fördert mE. die Polarisierung, bzw. die soziale Differenzierung, und das gegenseitige Aufwiegeln.

      Die Polarisierung scheint durchaus im unternehmerischen Interesse von watson. Denn sie verbessert deren NET-Metrix-Statistik und vermeintlich dadurch auch ihren Marktwert (http://www.watson.ch/!371398757).
      11 3 Melden
    • Nausicaä 20.04.2017 07:14
      Highlight Highlight Mit 'Wir-sind-die-Watsons' hat das Beileibe nichts zu tun. Ich spreche von sozialer Kohäsion, nicht Gruppenkohäsion. Was ich meine:
      Man könnte (eher unbewusst) dazu neigen, Kommentare mit viel Herzli als sozial angesehener zu empfinden und sich dadurch versucht fühlen, diese auch eher anzunehmen. Oder man könnte dazu neigen sich in einer Meinung bestätigt zu fühlen, weil die Mehrheit diese eben auch teilt.

      Was auch ganz perfide ist: Auch schlichte Tatsachenberichte können geblitzt werden. Und das im postfaktischen Zeitalter…Passt wie die Faust aufs Auge.
      7 7 Melden
    • Ueli der Knecht 20.04.2017 21:13
      Highlight Highlight Beim Googeln nach "soziale Kohäsion" lande ich bei Wikipedia über Gruppenkohäsion und Soziologie-Texten, die mir zu kompliziert sind (http://bit.ly/2pVfiaM).

      Ich glaube auch, dass die Bewertung von Meinungen (sozial vs asozial) unbewusst manipuliert werden kann. Das scheint relativ einfach (vgl. http://bit.ly/2opLvGJ http://bit.ly/2pVm5Bo).

      Vermutlich bezwecken die Herzli/Blitzli ein Mitmachgefühl und Clicks. Aber die Journis sind mE. mehr in der Verantwortung, weil sie mit ihren Artikeln und dem Clickbaiting viel manipulativer auf die Meinungen der Leser einwirken (http://bit.ly/2pFZYzd).
      3 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sisiphos 19.04.2017 20:41
    Highlight Highlight @Schweizer Demokraten: Ich verstehe Euren Missmut gegenüber meiner Kritik an der Besten aller Demokratien dieser Welt. Ich möchte aber leise daran erinnern, dass auch in der Schweiz Menschen politisch verfolgt werden, wenn sie gewisse Strukturen hinterfrage, kritisch sind - Hans Ziegler z.Bsp.. Auch die besten Strukturen halten nicht bis zum Ende aller Tage. Die schweizerische Demokratie bedarf der Pflege, der Updates, der Anpassung an die Menschen und der Welt - schlicht der ständigen Entwicklung
    11 19 Melden
    • Ueli der Knecht 20.04.2017 00:07
      Highlight Highlight Lebendige Strukturen sterben irgendwann. So ist die Natur.

      Man kann Leichen einbalsamieren, vergraben oder verbrennen, aber man kann sie doch nicht nach dem Ende ihrer Tage "pflegen", "updaten", erneuern oder an die trauernde Nachkommenschaft "anpassen". Das bringt alles nichts und fänft nur an in den Himmel zu stinken.

      Die Nationalstaaten und ihre nationalen Demokratien sind längst tot. Nur haben sie es selbst nicht bemerkt. Können sie auch nicht, denn sie sind ja tot.
      8 11 Melden
    • Sisiphos 20.04.2017 12:29
      Highlight Highlight @Ueli der Knecht: ich kann nachvollziehen, was du meinst. Es ist, meine ich, aber absolut unmöglich, ein komplett neues Universum aus dem nichts zu erschaffen. Deshalb müssen wir das, was wir haben entwickeln. Und das ist die Demokratie - ich glaube, da ist noch Potential drin. Was meinst Du?
      5 0 Melden
    • Ueli der Knecht 20.04.2017 15:29
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, Sisiphos. In meinen Augen sind die Nationalstaaten tot. Man kann aus ihnen nichts Vernünftiges mehr entwickeln. Da sehe ich null Potential. Diese Pseudo-Demokratien sind in einer Sackgasse. Die endet mit dem Tod.

      Ich meine aber schon, dass man neue Gesellschaftsmodelle entwickeln kann und auch wird. Das Potential ist vorhanden. Das liegt auch in der menschlichen Natur.

      Es gab wei watson kürzlich einen interessanten Artikel. Leider nur oberflächlich (http://bit.ly/2ouosKe). Aber da sehe ich Zukunft. Die Kriminellen (resp. Kriminalisierten) werden sie schreiben.
      3 0 Melden
  • mrsmarple1965 19.04.2017 15:33
    Highlight Highlight Ich bin schon der Ansicht, dass Erdoganwähler jetzt in Erdoganien leben sollen, einfach damit sie wirklich erleben was sie dem Teil Türkei der dagegen gestimmt hat, angetan haben. Und immer nur mangelhafte Bildung und Wissen verantwortlich machen, naja, etwas einfach, gerade in der heutigen Zeit.
    58 15 Melden
    • Nausicaä 19.04.2017 21:03
      Highlight Highlight Zu einfach ist auch, mit einer nicht weiter ausgeführten Begründung ein Argument als zu einfach entkräftigen zu wollen. Erklären Sie mir bitte, warum die Bildungsfrage 'in der heutigen Zeit' nicht relevant ist. Bin gespannt.
      By the way: Phänomene haben immer mehrere Gründe.
      2 24 Melden
    • Waedliman 20.04.2017 19:53
      Highlight Highlight Es gibt so etwas wie eine Bildungsverweigerung unter den Türken in Deutschland. Ihr Anteil an der Matura lag 2009 bei 14 %, 30 % hatten damals keinen Schulabschluss. Und es gab zu dem Zeitpunkt ja bereits weitere Generationen und kann die Statistik nicht ausschliesslich auf die 1. Generation der Gastarbeiter beziehen. Zitat aus dem Spiegel von Januar 2009: "Türken sind mit Abstand am schlechtesten integriert".
      2 1 Melden
    • Nausicaä 20.04.2017 22:14
      Highlight Highlight @Waedliman: Bildungsnähe wird in den allermeisten Fällen vorgelebt. Es ist statistisch unwahrscheinlich, dass die Kinder von Arbeitern zu AkademikerInnen werden, auch bei SchweizerInnen. Wer ein bisschen Ahnung von Bildungssoziologie hat, weiss das. Die meisten 1. Generation Türkinnen, die hierherkamen, waren ArbeiterInnen, die Chancen für ihre Kinder, eine Matura zu machen, standen also eher schlecht. Die Gesellschaft reproduziert sich zu einem guten Teil, das ist nunmal ein soziologischer Fakt. Geh mal an eine Uni und frag nach Arbeiterkindern.
      0 2 Melden
  • Gummibär 19.04.2017 14:54
    Highlight Highlight Die meisten der älteren türkischen Einwanderer kamen nicht etwa wegen dem schweizerischen politischen System oder wegen dem schweizerischen Demokratieverständnis.
    Sie wussten von beiden vor der Abreise rein gar nichts.
    Was sie wussten war einzig , dass man hier gutbezahlte Arbeit finden, sparen und sich zuhause ein möglichst grosses Haus bauen konnte. Diese Leute und ihre Familienmitglieder stimmen für Erdogan, weil er Stabilität und eine auch wirtschaftliche Grossmacht verspricht.
    In der neuen Heimat integrierte und aus Anschauungsgründen aus der Türkei Emigrierte stimmen gegen Erdogan.
    14 20 Melden
    • Domino 19.04.2017 22:56
      Highlight Highlight Das kann ich nicht bestätigen. Ich kenne zwei Türken sehr gut. Der eine ist mit 14 nach abgebrochener Schule in die Schweiz gekommen und arbeitet ununterbrochen ohne Ausbildung seit 1972. Er hat nein gestimmt.
      Der andere ist seit 1995 hier und hat vorher in der Türkei die Schule abgeschlossen. Er hat Ja gestimmt.
      4 6 Melden
    • Gummibär 20.04.2017 10:30
      Highlight Highlight Sicher gut möglich. Ich habe mich mit meinen alawitischen Kolleginnen und Mitarbeitern die ursprünglich aus Iskenderun, , Urfa, Gaziantep und Diyarbakir stammen, unterhalten. Die stimmten Nein. Interessanterweise sind zwei Damen, die in Deutschland aufgewachsen sind aber später nach Istanbul zurückwanderten und in unserer dortigen Niederlassung arbeiten fast fanatisch anti-deutsch und pro-Erdogan.
      3 3 Melden
  • Liselote Meier 19.04.2017 14:34
    Highlight Highlight "Mittels Werben für die besten Ideen und die besten Werte – und die Demokratie ist nun mal die beste aller politischen Ideen" Dies ist kein Gegenstandpunkt zu einem Präsidialsystem da es auch eine demokratische Form ist.

    Die attische Demokratie in Griechenland war auch eine Demokratie die Mehrheit war aber nicht beteiligt (Frauen, Sklaven, Metöke).

    Demokratie ist ein ziemlich weitläufiger Begriff.

    Parlamentarische Demokratie, Direkte-Demokratie Demokratischer Zentralismus, Räte-Demokratie (imperatives Mandat), Demokratische Selbstherrschaft (Anarchismus), Westminster-Demokratie (GB) usw.
    11 14 Melden
  • slashinvestor 19.04.2017 12:38
    Highlight Highlight Demokratie ist ein Recht und Verantwortung. Wer jemand wir Erdogan wählt nimmt nicht die Verantwortung wahr. Demokratie heisst es muss immer demokratischen bleiben auch wenn es uns nicht gefällt. Und in diesem Fall sage ich, Erdogan ist nicht demokratisch. Demokratie heisst nicht, alles zu dulden, das ist Schwachsinn.
    16 15 Melden
  • jupididi 19.04.2017 12:06
    Highlight Highlight Naja sorry, aber sogar oppositionelle Türken in der Türkei sagen, dass es ungerecht ist wenn die, welche in DE oder CH wohnen, pro Erdogan stimmen, selber aber in einer Demokratie leben können.
    43 13 Melden
  • Mehmed 19.04.2017 11:24
    Highlight Highlight Heute habe ich die 1.Mai-Zeitung im Briefkasten. Darauf prangt in grossen Lettern: Nie wieder Faschismus!
    Aber hier im Netz verneint die Linke die Wahl von Faschisten als etwas, 'das unsere Demokratie aushalten soll'?
    Bitte erst studieren, dann schreiben. Ok?
    66 21 Melden
  • AlteSchachtel 19.04.2017 10:56
    Highlight Highlight Hätten diese 38% irgendein Ehrgefühl oder Stolz würden sie ja freiwillig zurückkehren um ihren Führer und ihr Land zu unterstützen.

    Und zu "Eine demokratische Gesellschaft wie die Schweiz muss es aushalten, dass in ihr auch Kräfte am Werk sind, die das Fundament des Rechtsstaats untergraben wollen"

    Leute und Gruppierungen, die das Fundament des Rechtsstaates untergraben wollen und demokratiefeindlich sind, werden im Interesse der inneren Sicherheit in der Regel mehr oder weniger streng überwacht.
    61 14 Melden
    • Gummibär 19.04.2017 14:11
      Highlight Highlight Also die Maulwurfgrillen in meinem Garten reagieren nicht besonders auf mehr oder weniger strenge Ueberwachung.........
      1 20 Melden
  • chicadeltren 19.04.2017 10:55
    Highlight Highlight Schreibt ihr das auch noch wenn 51% votieren die anderen 49% umzubringen? Demokratie darf nicht alles! Und wenn mir die Demokratie zu viele Grundrechte wegnimmt und in meine Integrität eingreift, dann ist es mehr als legitim sich dagegen zu wehren, notfalls auch mit Gewalt. Das nennt sich Selbstverteidigung.
    45 15 Melden
  • Sisiphos 19.04.2017 10:46
    Highlight Highlight Ja der ist schlimm, der Erdogan, der Trump auch und die armen Referendumswähler haben sich genauso über den Tisch ziehen lassen wie wir das in der Schweiz, Deutschland etc. alle paar Jahre tun lassen von unseren Politikern. Die machen das geschickter als der Ziegen Verehrer. Es ist schon lange etwas faul in unseren Demokratien. Diese sind dringend entwicklungsbedürftig, da sie immer mehr nur die Machtbedürfnisse von verlogenen Politikern erfüllen. Diese gehören abgeschafft und durch direkt beim Volk angestellte jederzeit kündbare Fachleute ersetzt. Das ist dann echtere Demokratie
    13 25 Melden
  • Barracuda 19.04.2017 10:37
    Highlight Highlight Ich habe hier ein paar Kommentare gelesen, die den Allerweltsspruch brachten "Zur Integration gehören immer zwei Seiten...". Das ist bekannt, hat aber rein gar nicht mit dem Thema zu tun. Dass die Integration in der Schweiz funktioniert, wurde schon hunderttausendfach bewiesen. Man muss sich einfach mal eingestehen, dass es auch viele Migranten gibt die nicht migrationswillig oder sogar unintegrierbar sind. Und dazu gehören solche Leute, die in der 2. oder 3. Generation immer noch nicht hier angekommen sind. Wir dürfen und müssen von solchen Leuten auch entsprechende Bemühungen fordern.
    63 11 Melden
  • Aki Zeta 5 19.04.2017 10:26
    Highlight Highlight Und so kehren wir wieder zurück zum Anfang.
    Nämlich zur Frage: "Wie soll eine aufgeklärte, demokratische Gesellschaft mit Menschen umgehen die eben diese Gesellschaft zerstören wollen?"
    Es gibt von unterschiedlichen Seiten Ansätze, aber keine davon ist wirklich überzeugend, haben oftmals selbst undemokratische Züge oder sind fatalistisch.
    Wer findet die Lösung?
    21 10 Melden
    • Sisiphos 19.04.2017 13:01
      Highlight Highlight @Symoris: Das endet erst wenn wir in der Schweiz, exUSA (z.Zt. Trumpistan), Deutschland usw. erkennen, dass wir EBEN NICHT in aufgeklärten demokratischen Gesellschaften leben, sondern in subtil unterwanderten Scheindemokratien mit kranken egomanen Politikern, die von einer Handvoll Milliardäre gesteuert werden. Sie schreit nach Entwicklung, unsere sterbende Demokratie. Die Ideen und Möglichkeiten sind schon da: kündbare Berufspolitiker, Grundgehalt, Direktentscheide durch das Volk, bessere Bildung - politische.... lasst es uns tun
      8 17 Melden
  • Der Rückbauer 19.04.2017 09:20
    Highlight Highlight Tja, da hatte der William keine Sternstunde. Die Schlagzeile: Wie soll ich denn wissen, was ich schreibe, bevor ich höre, was ich denke?
    53 13 Melden
  • The oder ich 19.04.2017 09:19
    Highlight Highlight Wer liest, ist im Vorteil: Im inkriminierten Tweet steht "freiwillig"; BDP-Nationalrat Guhl will also niemanden zwingen, wie dies der Artikel nun suggeriert.
    Es ist legitim, von jemandem Konsequenz einzufordern beziehungsweise darauf hinzuweisen, wenn jemand inkonsequent ist. Das ist im privaten wie im politischen Umfeld normal; im Journalismus ist es sogar quasi die raison d'être, auf den Unterschied zwischen Reden und Handeln der Politiker hinzuweisen
    73 10 Melden
  • Steiner 19.04.2017 09:02
    Highlight Highlight Wenn die Ja-Sager aus der Schweiz in die Türkei ziehen müssen, müssen dann auch alle an Schweizer Abstimmungen teilnehmende Auslandschweizer in die Schweiz zurück?
    11 53 Melden
    • DieFeuerlilie 19.04.2017 11:02
      Highlight Highlight "(...) müssen dann auch alle an Schweizer Abstimmungen teilnehmende Auslandschweizer in die Schweiz zurück?" - Naja.. wenn sie zuvor für die Abschaffung der Demokratie und Einführung einer Diktatur in der Schweiz gestimmt haben, dann JA! Ohne wenn und aber.
      31 10 Melden
  • Steiner 19.04.2017 09:01
    Highlight Highlight Hätten die Türken einmal an den Schweizer oder deutschen Abstimmungen teilnehmen dürfen, hätten sie halt auch etwas mehr Übung darin.
    4 67 Melden
  • DerTaran 19.04.2017 08:49
    Highlight Highlight Bernhard Guhl fordert die türkischen Ja-Wähler auf die Schweiz zu verlassen. Wir reden hier nicht von Ausweisen oder Ausschaffen.
    68 12 Melden
  • ElendesPack 19.04.2017 08:41
    Highlight Highlight Ausnahmsweise bin ich bei dieser Frage überhaupt nicht beim rechten Flügel der Watson-Leser.
    Frage: Sollen wir alle amerikanischen Expats, die wir hier teilweise auch seit Jahren haben, auch nach Hause schicken, weil sie ein System unterstützen, das eigentlich nur zwei Parteien kennt (die grösstenteils von Reichen dominiert werden) und in dem am Ende ein Präsident ebenfalls ein ungeheures Mass an Macht auf sich vereinigt?
    Oder alle Franzosen?
    Alle Deutschen (deren Kanzlerin schon mehrfach gegen EU- und deutsches GG-Recht verstiess)?
    14 51 Melden
    • chicadeltren 19.04.2017 10:53
      Highlight Highlight In den USA gibts immerhin Primaries. In der CH bestimmt ein sehr kleiner Zirkel aus Delegierten der jeweiligen Partei die Kandidaten...
      2 14 Melden
    • ElendesPack 19.04.2017 12:28
      Highlight Highlight chicadeltren: Nach schweizerischen Massstäben kann man das US-System auf Bundesebene kaum als demokratisch bezeichnen. Im Prinzip ist fast jede "repräsentative Demokratie" eigentlich nichts weiter als ein Hohn auf demokratische Prinzipien und Grundideen.
      Und nun? Sollen wir alle, die nicht aus einer echten Demokratie kommen und dort auch noch die Stimme an somit undemokratische "Volksvertreter" abgegben, ausweisen, weil sie offenbar nicht integrationsfähig sind?
      2 11 Melden
    • Besserwisser 19.04.2017 13:20
      Highlight Highlight @ElendesPack Dieser Vergleich funktioniert überhaupt nicht. Deine aufgezählten Staaten sind alles anerkannte Demokratien mit Gewaltentrennung und checks and balances. Die Türkei ist dies nun definitiv nicht mehr.
      11 9 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • He nu.. 19.04.2017 08:09
    Highlight Highlight Integration bedeutet/heisst "Erneuerung" kann man sich von Spanien bis Spitzbergen vorstellen. Bei einer muslimischen Person, wohl nur wer von ganz links kommt und nicht gottgläubig ist, denn der Islam ist eine Religionsdoktrin welche staatlich verpflichtet/bindend ist.
    13 18 Melden
    • äti 19.04.2017 10:27
      Highlight Highlight Was hat das mit 'Links' zu tun? Und mit 'Gottgläubig' oder nicht?
      6 21 Melden
  • stadtzuercher 19.04.2017 07:53
    Highlight Highlight Wer für eine Diktatur stimmt, soll dort leben gehen.
    Dass man jetzt von linker Seite alle Übeltaten schönreden sind, sind wir uns ja gewöhnt.
    63 18 Melden
  • Nausicaä 19.04.2017 06:54
    Highlight Highlight Ich kenne ein paar türkische Familien und ich kenne Ja-Wähler. Zum Teil sind das Menschen mit Schulbildung, die über das rudimentäre nicht hinausgeht. Während hier viele es als zynisch ansehen, dass die Menschen in einer Demokratie leben und den anderen eine Diktatur aufzwingen, haben diese Wähler nur eine äusserst schwammige Vorstellung, was Demokratie und was Diktatur überhaupt ist. Diese Menschen denken in komplett anderen Bahnen.
    Was wirklich zynisch ist, ist von Menschen, die fast keinen Zugang zu Bildung haben zu verlangen, sich wie gebildete, emanzipierte StaatsbürgerInnen zu verhalten.
    39 118 Melden
    • Slowslam 19.04.2017 08:08
      Highlight Highlight Wer hat denn in der schweiz keinen zugang zu bildung und informationen?
      48 14 Melden
    • Hierundjetzt 19.04.2017 08:43
      Highlight Highlight Schön auf den Punkt gebracht. Es ist auch in meinem sozialen Umfeld sehr erstaunlich, dass sich Menschen mit nur der obligatorischen Schulbildung und einer Berufslehre an der Gewerbeschule im Sack, für ein Ja stark machten. Hingegen Türken aus aufgeklärtem Haus mit einem Job im Dienstleistungssektor das Nein verteidigten und sogar dafür in die Türkei reisten, damit dieses 'Nein' auch tatsächlich gezählt wurde.
      23 14 Melden
    • philosophund 19.04.2017 09:34
      Highlight Highlight Danke. Meine Worte Nausicaä. Ist Zynismus pur.
      5 20 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Grundi72 19.04.2017 05:55
    Highlight Highlight Was heisst auf türkisch "Ist da irgendwo ein Polizist?"






    Istanbul?

    67 35 Melden
  • Barracuda 19.04.2017 01:08
    Highlight Highlight Selten so einen Bullshit gelesen, um es im Teenie-Slang des "Journalisten" auszudrücken. Es ist haarsträubend, dass sogar bei dieser "Abstimmung" irgendein fadenscheiniger Grund gesucht wird, warum denn die Migranten auch hier nicht für ihr Handeln verantwortlich gemacht werden können. Immer wird alles entschuldigt und so getan als könnten bzw. müssten die Migranten nicht auch Verantwortung tragen für ihr Tun. Wer hier aufgewachsen ist und nicht integriert ist, der hat etwas falsch gemacht und ist nicht integrierbar. Das Fazit von Herrn Guhl ist die einzig logische Schlussfolgerung.
    349 49 Melden
    • Fabio74 19.04.2017 06:32
      Highlight Highlight Falsch. Es gilt auch hier die Meinungsfreiheit. Wenn wir nicht genehme Meinungen rauswerfen, sind wir schnell bei Erdogan
      64 194 Melden
    • Maracuja 19.04.2017 07:03
      Highlight Highlight @Fabio

      Hat Herr Guhl denn eine Initiative angekündigt, dass Menschen mit nicht genehmer Meinung rauszuwerfen sind? Im Gegensatz zur Opposition in der Türkei müssen sich Erdogan-Anhänger hier keine Sorgen machen. Dass Demokratieabschaffern in einem Land, in dem das Recht auf freie Meinungsäußerung besteht, in öffentlichen Debatten ein "rauer Wind" entgegen weht, gehört m.E. zur hiesigen Streitkultur. Die Grenze verläuft dort, wo zu Hass und Gewalt gegen Andersdenkende aufgerufen wird, diese rote Linie scheint mir mit einer Aufforderung zur freiwilligen Rückkehr nicht überschritten.
      40 13 Melden
    • WeischDoch 19.04.2017 07:37
      Highlight Highlight Ach Fabio...ich denk in den 30ern hat man auch den Dölf noch wegen der Meinungsfreiheit draussen gelassen...Wenn Meiningsfreiheit deine Meinungsfreiheit angreifft (bzw. die Demokratie) darfst gerne Verteidigen.
      12 16 Melden
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  • christian_meister 19.04.2017 00:28
    Highlight Highlight Mir kommt es vor wie ein Freilandhuhn das entscheidet, dass die anderen Hühner in einer Legebatterie leben müssen...
    Zur Rückkehr der Ja-Sager habe ich eine geteilte Meinung. "Normale" Ja-Sager müssen das selber mit ihrem Gewissen vereinbaren können und sollen freiwillig gehen. Spitzel usw. die den "Frieden" im Land stören und politische Flüchtlinge gefährden müssen gehen. Da soll man die Aufenthaltsbewilligung entziehen.
    158 15 Melden
  • Schläfer 18.04.2017 23:51
    Highlight Highlight Dieser Artikel könnte vom Sultan selbst verfasst worden sein. AKP-Propaganda-Scheisse oder was?
    174 32 Melden
    • Hierundjetzt 19.04.2017 08:52
      Highlight Highlight Blödsinn. Es ist ein sehr ausgewogener Kommentar (eben kein Artikel!).
      3 33 Melden
    • Schläfer 19.04.2017 19:20
      Highlight Highlight Nein. Es ist sehr ausgewogener Bullshit. Man kann nicht Wahlkampf hier mit Wahlkampf in der Türkei (Welcher keiner war) vergleichen und dann sagen, die Leute hier hätten es nicht besser gewusst. Fakt ist, wer für einen Diktator stimmt obwohl er/sie es besser wüsste, soll sich danach auch diesem unterordnen und die Konsequenzen tragen.
      4 5 Melden
  • blue7chair 18.04.2017 23:50
    Highlight Highlight Das Stossende ist ja, dass diese Auslandstürken ihren Landsleuten eine Diktatur aufzwingen und sich hier gleichzeitige in den Vorzügen unserer Demokratien sulhen.

    Es ist scheinheilig, die Möglichkeit wahrzunehmen eine Gesellschaft so fundamental zu gestalten, an der man dann nicht aktiv teilnehmen will oder wird.
    202 15 Melden
    • Steiner 19.04.2017 09:07
      Highlight Highlight Dann dürfen wir auch nicht über die Lockerung des Wolfschutzes abstimmen, weils grundsätzlich nur die Walliser betrifft?
      2 34 Melden
  • Corrado 18.04.2017 23:48
    Highlight Highlight wer die Demokratie leben will, der kann nicht in der Türkei leben - - RESPEKTIVE UMGEKEHRT. VERREISST BITTE
    DANKE
    124 34 Melden
    • Ueli der Knecht 19.04.2017 15:49
      Highlight Highlight Ethnische Säuberungen - das ist es doch, wonach du schreist - haben in der Türkei bereits eine lange Tradition.

      In diesem Sinne wäre Erdogan mit dir völlig einverstanden, wenn alle Nein-Sager (aka Terroristen im Namen der Demokratie) nach Europa deportiert würden, und umgekehrt alle Ja-Sager (aka anständige Türken, Erdogan-Anhänger und Dschihadisten, bzw. Allah-Terroristen) in die Türkei ausgeschafft würden.

      So erging es den Griechen, Armeniern, Kurden, Juden, Yesiden und vielen anderen Volksgruppen und Andersdenkenden.

      Erdogan würde dich in seinem Palast mit offenen Armen empfangen.
      10 2 Melden
  • Idrisi 18.04.2017 23:43
    Highlight Highlight Wer Menschen aufgrund ihrer Meinung in ihrer Niederlassungsfreiheit einschränken will, schränkt damit Demokratie und Rechtsstaat ein.

    Demokratie und Rechtsstaat sind nichts wert ohne Freiheit. Demokratie und Freiheit sind ohne Rechtstaat nichts wert. Ich kann es drehen und wenden wie ich will, wird eines der drei Elemente übermässig eingeschränkt sind die anderen zwei wertlos.

    Freiheit, Demokratie und Rechtstaat sind grosszügige Konstukte. Sie gelten sowohl für Erdowahnisten in der Schweiz wie für hassgetriebene hetzende Watson Kommentatoren. Dafür lohnt sich zu sterben. Danke Herr Stern!
    27 132 Melden
    • Z&Z 19.04.2017 07:09
      Highlight Highlight @Idrisi gut, aber wo reiht sich in Ihrer Darlegung die Moralische Verantwortung ein? Wenn jemand demokratisch, frei und anerkannt rechtsstaatlich für etwas entscheidet, dass die Demokratie, Freiheit und den Rechtsstaat einschränkt, dann ist das seine Entscheidung. Ich kritisiere das in keinster Weise, es ist nicht an mir zu werten, ob die Türken "falsch" entschieden haben. Es ist ihre Entscheidung, sie müssen mit den Konsequenzen leben. Und das ist der springende Punkt, sie müssen damit leben. Für etwas zu stimmen und nicht damit zu leben ist moralisch nicht korrekt. Wie löst man jetzt das?
      16 8 Melden
    • Froggr 19.04.2017 08:31
      Highlight Highlight Den JA-Stimmenden ist der Rechtsstaat offenbar überhaupt nicht wichtig. Sie sind viel besser aufgehoben bei ihrem Erdogan, als in unserer Demokratie.
      18 8 Melden
    • JoeyOnewood 19.04.2017 08:43
      Highlight Highlight ajan, soviel blitzli für so einen guten Kommentar - ist da wieder ein 20 Minutenleserschwarm über Watson hinweggefegt... Irgendwie ja schon komisch, alle diese Kommentatoren wollen ja partout nicht pauschal gegen Ausländer sein. Aber sobald es bei Watson um Ausländer geht, fegt da ein Orkan von "Ausländer raus" - Kommentaren über uns hinweg.... ich habe so btw auch keine Freude am Ausgang der Abstimmung - aber nach eirer Argumentation dürfte Blocher mit seinen ganzen Ausländerparolen auch keine Ausländer mehr in seiner Firma anstellen, oder?
      2 31 Melden
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  • WeischDoch 18.04.2017 23:35
    Highlight Highlight Tut mir leid Herr Stern. Ich kann Ihnen kaum zustimmen. Sie verstehen es einfach nicht. Werte auf denen Sie azfbauen, Werte die Ihre Persönlichkeit prägen und Werte durch deren wirken Sie zu uns sprechen (schreiben), sind den Erdogan-Wählern fremd.
    Bei allem Respekt für solche Menschen die noch das Gute suchen aber sie versuchen ein faires Spiel gegen einen Gegner zu spielen, der gar nicht fair spielen will. Hören sie auf mit 11 Fussballern gegen 15 zu spielen. Was Sie tun ist hoffen auf die grössere Macht namens Demokratie. Vergessen aber diese mit allem zu verteidigen. Denn die setzen alles
    117 20 Melden
  • Ueli der Knecht 18.04.2017 23:35
    Highlight Highlight William Stern - wie der Zauberlehrling:
    „Die ich rief, die Geister, Werd’ ich nun nicht los.“

    Eben gesehen im 10vor10 (http://bit.ly/2o0GCaT bei 3'06''),
    Max Frisch, „Wie sie mir auf den Leib rücken!“:

    «Kollektiv-Hass ist für viele eine Erlösung, eine Aufwertung irgendeines privaten Hasses, der den Hassenden moralisch belästigt und dann, umgetauft auf Vaterlandsliebe beispielsweise, hemmungslos sein kann.»

    Die Geister, die watson rief,
    Die wird watson nun nicht los.
    80 10 Melden
    • Ueli der Knecht 19.04.2017 13:52
      Highlight Highlight Weil ich inzwischen - nach der Lektüre der zahlreichen Kommentare hier - an den kognitiven Fähigkeiten der meisten Kommentierenden zweifle, möchte ich nachträglich noch folgendes erläutern:

      Im Text von Max Frisch muss aus aktuellem Anlass das Wort "Vaterstandsliebe" in beispielsweise "Demokratieliebe" umgetauft werden.

      Ich hoffe nur, die Mehrheit vermöge nun zu erkennen, was denn da eigentlich getauft, resp. umgetauft wird, bzw. was sich seit Erdogan neuerdings als Demokratieliebe verkleidet.
      14 5 Melden
  • smoe 18.04.2017 23:26
    Highlight Highlight William, bei so umstrittenen Themen wäre korrektes Zitieren besonders angebracht.

    Im verlinkten Artikel kommt der Satz über die Schuld «liegt nicht bei Deutschland» schlicht nicht vor.

    Was Kazim schrieb ist: «[…] liegt nicht nur bei Deutschland».

    Und nein, das wurde nicht erst kürzlich von SPON editiert. War gestern schon so.
    63 12 Melden
    • Alnothur 19.04.2017 09:00
      Highlight Highlight Mooment, jetzt bin ich verwirrt - Claudia Roth hat doch gesagt, Deutschland sei schuld, und du sagst jetzt, das sei doch nicht so?
      8 11 Melden
  • Hubertus Goggi 18.04.2017 23:12
    Highlight Highlight Sehr gesuchte Argumente, der Spiegel ist da schon genauer in der Recherche und den Begründungen. Schwacher Artikel Herr Stern. Es hört sich so an als müssten Sie sich rechtfertigen.
    99 16 Melden
  • thompson 18.04.2017 22:57
    Highlight Highlight sie haben 48 stunden zeit die schweiz zu verlassen..
    33 48 Melden
  • WilliMu 18.04.2017 22:51
    Highlight Highlight Doch, das stimmt. Jeder Türke und jede Türkin, die für Erdogan gestimmt haben, sollen doch jetzt in das von ihnen so gelobte Land gehen. Was wollen sie denn weiter in so einem verrottenden, faschistischen und von Terroristen unterstützenden Europa, wie Erdogan mehrmals gesagt hatte? Da ist ihnen auf die Länge viel wöhler in einem von Erdogan geführten Sultanat. Auch wenn mir, ganz leise unter uns gesagt scheint, dass dieser Sultan seit einigen Jahren als übergeschnappt vorkommt. Ja, ich sage es: der ist verrückt geworden. Es geht ihm nicht gut, er hat einen verzehrenden Verfolgungswahn.
    125 16 Melden
  • Slowslam 18.04.2017 22:43
    Highlight Highlight Leider finde ich Herr Kazim Argumentationen um einiges besser als Ihre und meines erachtens hat sie Ihre Kritik nicht verdient Herr Stern.

    http://m.spiegel.de/politik/deutschland/a-1143582.html


    Und am Rande wer den Erdogan gewähl hat, hat doch klar das prinzip Demokratie nicht verstanden. Kuschelkurs gegen extremismus, das klappt nicht, aber nur weiter so den genau so fährt man die Demokratie an die Wand.
    212 23 Melden
  • DerTaran 18.04.2017 22:42
    Highlight Highlight Passt doch, wir Schweizer haben ja seinerzeit auch Lenin unterschlupf gegeben.
    10 112 Melden
  • Gustav.s 18.04.2017 22:42
    Highlight Highlight Wieso sollen Ausländer die hier leben Freiheit wählen? Wir machen es ja auch nicht, sind ja z.b für mehr Überwachung und aufgabe der Privatsphäre.
    Wir geben immer mehr auf, muss nur jemand Terror oder ähnliches schreien.
    59 95 Melden
    • Stinkender Wookie 19.04.2017 02:06
      Highlight Highlight Danke, seh ich auch so. Büpf last grüssen
      19 35 Melden
    • poga 19.04.2017 09:49
      Highlight Highlight Mit dem Unterschied, dass wir. Icht gleich nach der Einführung in din anderes Land rennen.
      7 10 Melden
  • Digichr 18.04.2017 22:42
    Highlight Highlight Es wäre einfach cool, wenn man auch Artikel mit Up or Down bewerten könnte. Die Statistik würde mich interessieren :-)
    138 19 Melden
    • Gipfeligeist 19.04.2017 00:42
      Highlight Highlight Finde ich persönlich eine nicht so gute Idee. 20-Minuten hat schon seit langem die Bewertung: "Ist dieser Artikel lesenswert?", aber die Antwort lautet eigentlich: "Bist du mit dem Artikel einer Meinung?". Jedem dem alleine die Fakten nicht passen, gibt ein (unberechtigtes) Downvote.

      Wer konstruktiv seine Meinung einbringen will, hat in der Kommentarspalte platz dafür!
      38 17 Melden
    • Stinkender Wookie 19.04.2017 02:13
      Highlight Highlight Oh nein, bitte nicht. Ich hasse diese Herz/Blitz Variante schon in den Kommentaren. Warum muss man alles entweder gut oder schlecht sehen? Gibts kein Mittelweg?

      Ich wäre froh, wenn die Leute wieder mehr anfangen würden ihr Meinung zu sagen, und nicht einfach schnell mit einem klick von 0.5s anonym sagen, dass deine Aussage scheisse ist.
      14 33 Melden
  • manhunt 18.04.2017 22:37
    Highlight Highlight @w. stern: nein, kein bullshit. eher eine absolut berechtigte ansicht. menschen welche ihren landsleuten in der türkei mit ihrer stimme freiheiten und rechte genommen haben, sollten sich selber auch nicht mehr auf genau jene freiheiten und rechte berufen können. zumal auch die stimmberechtigten in europa nicht alle frei und nach ihrer eigenen meinung stimmen konnten. ihre haltung erinnert mich stark an die 30er jahre. damals wurde auch weggeschaut und schöngeredet, ob aus opportunismus, naivität oder aus feigheit. was danach passiert ist, sollte noch nicht vergessen sein.
    191 24 Melden
    • Gipfeligeist 19.04.2017 00:45
      Highlight Highlight Stimme dir zu. Akzeptanz ist gut und wichtig, aber muss dort aufhören, wo Schaden entsteht. Und jeder Türke der EVET gestimmt hat, schadet sich, seine Mitbürger, die Demokratie.
      41 12 Melden
  • Idrisi 18.04.2017 22:19
    Highlight Highlight Wir sollten mehr in politische Bildung der schweizer Einwohner investieren. Staatskunde ist geanu so wichtig wie MINT und Sprachen!
    Wer Minarette verbietet, sollte den Mund bezüglich Rechtstaatlichkeit und Demokratie nicht zu voll nehmen und geht selbst auf dünnem Eis. Das heisst nicht, dass wir nicht jedem einzelnen Erdogan-Anhänger sagen dürfen auf welche Umlaufbahn wir ihn gerne katapultieren würden wenn uns nicht unsere Intelligenz im Weg stehen würde.




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    • Stinkender Wookie 19.04.2017 02:15
      Highlight Highlight Guter Kommentar. Kann sich vielleicht einer der (momentan) 64 Blitzer bitte zu Wort melden? Würde mich intetessieren was ihr gegen diesen Kommentar habt.
      19 49 Melden
    • JoeyOnewood 19.04.2017 08:53
      Highlight Highlight Es ist ein SVP-20-Minuten-Leser-Sturm über Watson hinweggefegt und die habens nicht gern, wenn man ihnen de Spiegel vorhält. Das ist ja die Ironie der Sache: Die Leute, die noch die bescheurtsten und anti-rechtsstaatlichen Ideen der SVP unterstützen, regen sich hier über die Türken auf. Wenns um Blocher ginge und der würde einen derart inhaltslosen vor nationalstolz triefenden Kampf liefern, wie Erdoghan jetzt, ein paar Leminge würden auch in der Schweiz mitmarschieren. Auch Trump tritt die Rechtstaatlichkeit mit Füssen. Sein grösster Fan: Roger Köppel. So viel zu diesem Verein.
      4 28 Melden
    • Hand-Solo 19.04.2017 09:44
      Highlight Highlight Ich frage mich inwiefern ein Minarett- Verbot Demokratie und Rechtsstaatlichkeit tangiert? Damit wird ja nicht der Islam verboten. Nur das Minarett. Das ist in einem Land, in dem der Hauseigentümer nicht mal seine Hausfarbe frei wählen kann, weil es zum Ortsbild passen muss, nichts anderes als konsequent. Konsequent wäre im übrigen auch, dass wenn man ein totalitäres System gut findet, auch in so ein totalitäres System zieht, vielleicht sieht man dann, dass totalitäre Systeme vielleicht doch nicht so toll sind, das ist auch eine Art Bildung ;-). Deshalb der Blitz.
      20 11 Melden
  • Frau Dingsi 18.04.2017 22:07
    Highlight Highlight Liebe Kommentatorinnen und Kommentatoren: macht kein Chaos und preist alle Staaten, in denen Ihr als Auslandschweizer z.B. auch SVP wählen dürft.
    24 104 Melden
  • Domino 18.04.2017 21:59
    Highlight Highlight Ich erinnere mich an den türkischen Wahlkampf in Westeuropa: Türkische Politiker haben mit Aufständen gedroht, türkische Migranten aufgefordert mindestens 5 Kinder zu zeugen, ganze Volksgruppen verunglimpft (Holländer sind Nazis), Strassenschlachten, Geheimdienstüberwachung in fremden Staaten. Dazu hat Erdogan alleine in Deutschlan 970 Imane im Einsatz. Manchmal denke ich Ersogan möchte sich ganz Europa unter den Nagel reissen. Die trojanischen Pferde sind jedenfalls schon da, wie die Abstimmungsergebnisse zeigen.
    173 22 Melden
    • JoeyOnewood 19.04.2017 08:56
      Highlight Highlight dafür gibts nun ganz viele Herzen, klar. Die Mehrheit hier ist also teilt die Überzeugung, dass systemmatisch überwacht, gedrängt und gedroht wurde - trotzdem sollen alle, die ja gestimmt haben die Schweiz verlassen? WTF!
      2 28 Melden
  • SemperFi 18.04.2017 21:57
    Highlight Highlight Demokratie lässt sich nicht verordnen. Demokratie ist ein zartes Pflänzchen, das Pflege, Geduld und viel Zuwendung braucht. Störend ist nicht das Resultat, auch wenn es uns nicht gefällt, sondern dass es wohl nicht demokratisch zu Stande gekommen ist. Möglicherweise braucht die Türkei jetzt eine 20-jährige Zusatzrunde. Aber die kürzen wir nicht ab, indem wir unsere Werte verraten, im Gegenteil gerade jetzt müssen wir sie mit Überzeugung vertreten.
    87 17 Melden
    • FrancoL 19.04.2017 00:19
      Highlight Highlight Ich hoffe alle Staaten sind so standhaft wie von Dir angeregt, doch ich glaube dass schnell einmal die Wirtschaft wieder das Zepter übernehmen wird und Erdogan dann plötzlich als "demokratisch" reingewaschen da stehen wird.
      13 17 Melden
  • super_silv 18.04.2017 21:44
    Highlight Highlight Klar ist es einfach zu sagen, diejenigen die für Erdogan gestimmt haben sollen jetzt auch Rechnung dafür tragen und das Land verlassen (war auch mein 1. Gedanke)

    Der Punkt ist aber, dass dies viel zu oberflächlich ist.

    1. Tut man dann genau dass was man an der Abstimmung bemängelt hat, man beeinflusst das Resultat

    2. Ich denke für Ja wähler, war es nicht eine Abstimmung gegen die Demokratie sondern ein ja, weil sie Erdogan mögen.

    3. Ich denke das viele junge Türken auch von den Familien-oberhäupter beeinflusst wurden (und die können ja auch in der Türkei sein)
    14 105 Melden
    • FrancoL 19.04.2017 00:22
      Highlight Highlight Das geht mir nun entschieden zu stark ins "Reinwaschprogramm". Ich denke dass wir uns tatsächlich unsere Gedanken machen müssen wie man mit Menschen umgeht die tatsächlich einer Schwächung der Demokratie zustimmen. Es könnte morgen auch andere Demokratien treffen.
      33 16 Melden
    • whiteshark 19.04.2017 00:54
      Highlight Highlight Mir ist nicht ganz klar, was Du damit sagen willst aber:
      1. ?
      2. Wenn sie in mögen, sollen sie in das Land zurück.
      3. Entweder sind die Leute Schweizer oder Türken. Es sollte nur noch die Möglichkeit geben, EINEN Pass zu haben. Dann muss man sich zu einer Nationalität entscheiden.
      21 20 Melden
    • Ueli der Knecht 19.04.2017 02:19
      Highlight Highlight Franco: Schwächung der Demokratie ist, einen demokratischen Volksentscheid nicht zu akzeptieren, wenn er einem nicht passt. So geschehen in Ägypten, Gaza und Irak (http://bit.ly/2oLeWEf).

      Man kann argumentieren, dass das türkische Wahlprozedere seltsam war, und ziemlich manipuliert wurde etc. Aber es war Putsch, Ausnahmezustand, und allgemeine Staatsparanoia.

      OSZE und Europarat krisieren auch regelmässig schweizer Abstimmungen und Wahlen, und der Grosse Rat im Wallis winkt regelmässig Volksentscheide trotz offensichtlichem Wahlbetrug durch.

      Wie willst du denn nun mit den Wallisern umgehen?
      14 24 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • laska 18.04.2017 21:43
    Highlight Highlight Die Zustimmung zum Präsidialsystem wird mit den widrigen undemokratischen Umständen begründet. Aber in unseren Nachbarländern stimmten die dort lebenden Türken diesem System mit einer überwältigenden Mehrheit zu, obwohl sie ja nicht von Zensur etc. betroffen waren.
    60 16 Melden
    • Zerpheros 18.04.2017 22:11
      Highlight Highlight Vertreter/-innen aus dem Pro-Lager anwesend? Wir müssen reden ...1. War das Ja im Fall der Deutschtürken wirklich Trotz gegenüber Deutschland? 2. Warum stimmen Deutschtürken aus einer relativen demokratischen Sicherheit und Informationsfreiheit für eine autoritäre Staatsform im Heimatland?
      39 14 Melden
  • Peeta 18.04.2017 21:36
    Highlight Highlight Das ist beileibe kein Bullshit, lieber Herr Stern! Wer ein diktatorisches Staatssystem islamischer Prägung einer freiheitlichen, rechtsstaatlichen Demokratie vorzieht, soll auch in diesem selbstgewählten System leben dürfen bzw. müssen!
    230 29 Melden
    • Frank8610 18.04.2017 22:45
      Highlight Highlight Der Herr Stern lebt halt noch im Paralleliniversum der politischen Korrektheit. Jede Aussage die auch im entferntrsten rational klingen könnte muss angeprangert werden.
      26 15 Melden
  • whatthepuck 18.04.2017 21:23
    Highlight Highlight Holy sh**. Da hab ich grad ein déja-vu vom Interview mit Kutti MC. Nicht direkt auf den Islam bezogen, aber dennoch; dieser linke Apologismus, dieses Weggeschaue geht langsam echt nur noch auf die Nerven. Jetzt fordert man unter dem Deckmantel der Toleranz sogar schon Einfädler und Stützer von Diktaturen im eigenen Land willkommen heissen zu müssen? Ich kann nicht mehr.
    194 25 Melden
    • Frank8610 18.04.2017 22:50
      Highlight Highlight Wenn 51% für irgendeine dumme svp-initiative gestimmt hätten, hätte sie der herr stern unfreundlicherweise gebeten die schweiz zu verlassen. Diese doppel moral bei den linken ist echt nir noch zum kotzen.
      8 36 Melden
  • koks 18.04.2017 21:11
    Highlight Highlight "Und selbst wenn die 38 Prozent Erdogan-Anhänger in der Schweiz die Schleifung der Demokratie bezweckten: Eine demokratische Gesellschaft wie die Schweiz muss es aushalten..."
    Jaja. Mit demselben Argument könnte man sagen, eine demokratische Gesellschaft wie die Türkei muss es aushalten, wenn ein Diktator an die Macht kommt.
    140 24 Melden
  • D. L. aus B. 18.04.2017 21:07
    Highlight Highlight Die Rückwanderung der 38 Prozent ins Heimatland wäre nichts anderes als die einzige aufrichtige und logische Konsequenz des eigenen Abstimmungsverhaltens. Dies hingegen als "bullshit" zu bezeichnen, erschliesst sich mir nicht ganz. Manchmal, Herr Stern, ist mainstream ganz ok.
    206 27 Melden
  • Triumvir 18.04.2017 21:04
    Highlight Highlight Wenn es um die Bewahrung demokratischer politischer Systeme, Rechte und Freiheiten geht, dann lasse ich nicht mit mir reden und ich mutiere dann sogar zum Fundi! Denn nichts auf der Welt ist wertvoller, als die Bewahrung solcher Systeme und Freiheiten. Guhl hat deshalb recht und Stern unrecht. Punkt.
    114 19 Melden
    • Idrisi 18.04.2017 22:48
      Highlight Highlight Bitten oder Fragen dürfte Guhl sicher. Wenn er jedoch via Twitter zum Gehen aufruft dann bittet er nicht, dann schreit und hetzt er. Deshalb liegt Guhl kreuzfalsch!
      4 30 Melden
  • pazüsen 18.04.2017 20:50
    Highlight Highlight Interessante Argumentation:

    "Wer jene Menschen ausschliesst, die nicht die noch so vernünftige Mehrheitsmeinung teilen, der handelt eher im Geist Erdogans als in jenem der pluralistischen Gesellschaft, die er angeblich vertritt. Oder würden wir es für akzeptabel halten, wenn Deutschland oder Frankreich jene Auslandschweizer vor die Tür stellen würden, die für die EU-feindliche SVP stimmen?"

    http://www.tageswoche.ch/+2pg8q
    11 77 Melden
    • Tepesch 18.04.2017 21:45
      Highlight Highlight @pazüsen
      Es ist aber schon ein Unterschied, ob man für eine totalitäre Diktatur stimmt oder gegen ein Wirtschaftsbündnis ist.
      71 15 Melden
    • pazüsen 18.04.2017 22:03
      Highlight Highlight @Tepesch
      Naja, ein Problem der EU ist ja gerade, dass sie eben kein reines Wirtschaftsbündnis ist. Die Wirtschaft war zumindest teilweise nur Mittel zum (politischen) Zweck.

      Aber es stimmt natürlich schon, der Vergleich hinkt ein wenig weil die Konsequenzen ganz anders sind.

      Das Zitat widerspiegelt im Übrigen auch nicht ganz meine Meinung. Aber ich denke, ein wenig ruhig Blut würde nicht schaden. Echte und vermeindliche Demokratiegegner überzeugt man nicht mit der rhetorischen Keule sondern durch gutes Beispiel. Und dazu gehört meiner Meinung nach Besonnenheit und das Abwägen von Argumenten.
      12 21 Melden
    • redeye70 18.04.2017 22:14
      Highlight Highlight Ganz schlechte Argumentation! Da werden demokratische Länder mit funktionierendem Rechtsstaat verglichen. In der Schweiz werden EU-Befürworter zudem auch nicht verfolgt und eingekerkert. Das Demokratiedefizit liegt wohl eher bei der EU usw. Dennoch müssten im Beispiel erwähnte Auslandschweizer meiner Meinung nach so viel Rückgrat haben und besagte Länder verlassen.
      19 16 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gibaue 18.04.2017 20:40
    Highlight Highlight Bitte die schonungslose Analyse noch nachliefern. Populistische Forderungen zu entlarven reicht bei diesem Thema nicht.
    38 17 Melden
  • DonPedro 18.04.2017 20:32
    Highlight Highlight Genau, lieber Herr Guhl, und alle Trump Wählerinnen und Wähler ab in die USA, alle LE Pen Wählenden nach Frankreich, Frauke Petris Angänger nach Deutschland und Putinfans nach Russland....
    Das MEI Problem wäre auf einen Chlapf gelöst, Herr Guhl!!
    Wie tönte es gegenüber den Linken vor 50 Jahren:
    "Russland einfach"
    Herr Guhl, aus der Geschichte sollte man lernen, auch in der BDP, solange es diese Gruppierung noch gibt!
    17 105 Melden
  • pazüsen 18.04.2017 20:24
    Highlight Highlight Mal ganz abgesehen davon, dass ein Teil der in der Schweiz lebenden Türken eine Autokratie besser findet als die (bisherige) Demokratie stelle ich mir eine grundsätzliche Frage:

    Wie viele Menschen (unabhängig von Alter, Bildung, Haut-, Pass- und Haarfarbe) wissen überhaupt, wie ausgesprochen wichtig demokratische Elemente für die menschliche Entwicklung (auch nicht zuletzt die Wirtschaft) waren?

    Damit meine ich, dass Rechtsstaatlichkeit, unabhängige Gerichte, Trennung von Gesetzgebung und Umsetzung etc. und nicht zuletzt unabhängige, kritische Medien kein selbstverständlicher Luxus sind.
    132 14 Melden
  • URSS 18.04.2017 20:23
    Highlight Highlight Wir leben in einer Demokratie. Inshalla.
    Wenn es Leute gibt die in ihrem Heimatland eine Islamische Diktatur a la Iran wollen, bitte...
    Weil diese mit Ja gestimmt haben,sollen diese die Schweiz verlassen?
    Nur weil uns das Ergebnis nicht passt?
    Genau das ist diktatorisch.
    Und Vorallem geht uns Schweizer das nichts an.
    Wie würden wir reagieren wenn uns eine Türkische Zeitung sagt wie wir zu stimmen haben? Eben...
    26 205 Melden
    • DieFeuerlilie 19.04.2017 10:04
      Highlight Highlight Mit Verlaub, URSS.. Ja, wir leben in der Schweiz in einer Demokratie, und das ist gut so. Weil wir das so wollen. 'Gott' hat damit -zumindest aus meiner Sicht- rein gar nichts zu tun. Wer also nicht in einer Demokratie leben möchte, wer eine Diktatur für sein Heimatland wünscht, kann das natürlich gern tun. Aber dann ist er oder sie hier definitiv am falschen Ort, denn wir wollen unsere Demokratie behalten. Ich kann mich hier nur 'Tepesch' anschliessen: "Eine Demokratie sollte weder eine Diktatur, noch das Streben danach, tolerieren."
      6 8 Melden
  • Tepesch 18.04.2017 20:18
    Highlight Highlight "Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren."
    Eine Demokratie sollte weder eine Diktatur, noch das streben danach, tolerieren.
    181 20 Melden
    • Ueli der Knecht 19.04.2017 14:37
      Highlight Highlight Es ist reichlich infantil zu glauben, man könne mit Intoleranz Toleranz erzwingen.
      9 7 Melden
  • Maracuja 18.04.2017 20:17
    Highlight Highlight <Ebensowenig zynische Bemerkungen wie die des «Spiegel»-Journalisten Kazim>

    Der abgewertete Journalist Hasnain Kazim hat selbst Migrationshintergrund und damit eine andere (m.E. realistischere) Sicht auf junge MigrantInnen als diejenigen, die ihnen nichts zutrauen und immer alles damit entschuldigen, dass die Mehrheitsgesellschaft nicht genug unternimmt, damit sich Ausländer akzeptiert fühlen. Meine Kinder haben hierzulande nicht ausschliesslich Positives erlebt, aber sie haben die Schweiz immer als Land wahrgenommen, dass ihnen durchaus eine Chance gibt.
    104 17 Melden
  • Wilhelm Dingo 18.04.2017 20:15
    Highlight Highlight Natürlich ist diese Forderung Schwachsinn, dennoch sollte man sich Gedanken machen darüber machen. Immerhin haben sehr viele Türken welche von den Vorzügen einer freien Demokratie profitieren für ein autoritäres System gestimmt. Das sind keine guten Aussichten, sollten diese Menschen oder ihre Kinder irgendwann mal das Schweizer Stimmrecht bekommen.
    122 19 Melden
  • azoui 18.04.2017 20:09
    Highlight Highlight Herr Stern, vor einem Jahr hat kein Putsch stattgefunden! Höchsten ein diletantischer Putschversuch. So diletantisch, das man sogar an einem Putschversuch zweifeln darf.
    124 16 Melden
  • kuhrix 18.04.2017 20:08
    Highlight Highlight Falsch! Wer hier in unserer wunderbaren Demokratie leben möchte muss auch unsere Werte akzeptieren. Wer so eine aufkommende Diktatur feiernd unterstützt ist sicherlich nicht integriert und nützt unser System aus. Es ist eine Sache bei einer Abstimmung für oder gegen etwas zu sein, es ist jedoch etwas völliges anderes genau dieses tolle System abschaffen zu wollen. Bald gibt es in der Türkei nur noch eine Meinung und der Rest dürfte auch zu unserem Problem werden.
    149 18 Melden
    • Friction 18.04.2017 22:45
      Highlight Highlight Ich neige zuzustimmen. Doch: was sind "unsere" Werte?
      3 19 Melden
  • el lobo 18.04.2017 20:07
    Highlight Highlight denken wir mal kurz weiter. a.karle von amnesty und der cedric haben ja schon mal medial vorgelegt, wie solidarisch wir mit türken zu sein haben, die zukünftig wegen erdwahn flüchten müssen.

    wenn jetzt also gäste (die ohne probleme in der türkei leben könnten) in der schweiz mit ihrem handeln (ja zu erdos diktatur, was sie in der schweiz nicht betrifft) aktiv dazu beitragen weitere fluchtbewegungen in die schweiz anzukurbeln müssen wir doch handeln? es ist doch nichts als fair wenn wir den platz der gäste verfolgten überlassen, besonders wenn die gäste die fluchtgründe verursachen?
    104 19 Melden
  • Maracuja 18.04.2017 20:02
    Highlight Highlight <Viele junge MigrantInnen fühlten ...>

    Viele junge schlecht gebildete Westeuropäer fühlen sich von der Globalisierung abgehängt, dass sie als Reaktion rechtspopulistischen Rattenfängern ... - gilt bei denen aber nicht als Entschuldigung für ihre dummen Entscheidungen. Wieso legt man an junge Migrantinnen, von denen fast alle hier zur Schule gingen, nicht endlich denselben Massstab wie an junge Einheimische? Hält man junge TürkInnen für weniger fähig vernünftige Entscheidungen zu treffen? Nehmt Migranten endlich ernst und behandelt sie nicht wie Kleinkinder, die nur trotzig reagieren können.
    92 23 Melden
    • redeye70 18.04.2017 22:19
      Highlight Highlight Ganz starke Argumentation, Maracuja. Meine das im vollen Ernst.
      23 14 Melden
    • AdiB 19.04.2017 13:04
      Highlight Highlight "Nehmt Migranten endlich ernst und behandelt sie nicht wie Kleinkinder, die nur trotzig reagieren können."
      Genau das ist ja das problem wieso viele erdogan wählen. Man begegnet ihnen nicht auf augenhöhe sondern von oben herab. Da brauchts nur einen/e die ihnen verspricht ernst genommen zu werden und sie nehmen alles an von der person egal wie dämlich es ist.
      0 10 Melden
    • E7#9 19.04.2017 23:01
      Highlight Highlight AdiB: Entscheide dich! Im ersten Teil deines Komentars propagierst du, dass man Migranten ernst nehmen soll. Im zweiten Teil machst du selber das Gegenteil davon indem du sie total unmündig aussehen lässt (Zitat: ...egal wie dämlich es ist.).
      1 4 Melden
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  • Phipsli 18.04.2017 20:02
    Highlight Highlight Ich bin schweizerisch-französischer Doppelbürger und könnte mich in die anstehenden französischen Wahlen einmischen, tue ich aber nicht weil ich finde es sollen die Franzosen abstimmen welche direkt betroffen sind. Daher finde ich es auch befremdlich wenn im Ausland lebende Erdogan Anhänger ihren türkischen Landsleuten einen Lebensstil aufzwingen, welche sie selber nicht befolgen.
    143 16 Melden
    • Frank8610 18.04.2017 22:59
      Highlight Highlight Geht mir genauso. Ich finde es ziemlich asozial bei Wahlen abzustimmen wo ich: a) mich nicht richtig informieren kann da ich den alltag im land nicht lebe und b) danach nicht mit den konsequenzen leben muss
      23 12 Melden
  • Rabbi Jussuf 18.04.2017 20:01
    Highlight Highlight Klar darf man das sagen! Das hält unsere Demokratie locker aus!
    Im Übrigen stand da "freiwillig".
    Ich finde auch, die Ja-Sager sollen sich doch bitte überlegen in der nächsten Zeit die Koffer zu packen.

    Protestwähler? Wie blöd kann man eigentlich sein?
    Damit meine ich die Wähler, aber auch die Journalisten, die das als Begründung akzeptieren!
    114 17 Melden
  • LeChef 18.04.2017 19:59
    Highlight Highlight TL:DR von William Stern: Die bösen und faschistoiden europäischen Staaten treiben die türkischen Migranten in Erdogans Arme, weil sie ihnen die Integration verwehren. Was für ein Schwachsinn, ehrlich. Und noch etwas: In der Demokratie gilt die Meinungsfreiheit, ja. Aber diese kann sich per Definition nicht auf antidemokratische Ansichten erstrecken, sonst würde sie sich selbst ad absurdum führen. Demokratiefeindlichkeit kann rein logisch gar keine schützenswerte Meinung sein.
    163 28 Melden
    • SemperFi 18.04.2017 21:31
      Highlight Highlight @LeChef: In einer Demokratie kann man logischerweise auch über die Abschaffung der Demokratie abstimmen.
      21 11 Melden
    • FrancoL 19.04.2017 00:31
      Highlight Highlight Eigentlich habt Ihr 3 ja alle irgendwie recht. Was mir bedenklich scheint ist dass diese Türken im Ausland die Erdogan stützen hier in sicheren Situationen arbeiten, denken und wählen können, mit ihrer Stimme aber die gerade diese Sicherheit und Freiheit in ihrem Mutterland begraben. Darum sollten sie in irgend einer Form auch mit die Verantwortung tragen.
      14 14 Melden
    • AdiB 19.04.2017 13:00
      Highlight Highlight Lechef, stern hat recht. Es ist leider so. Es gab und gibt immer noch ei haufen menschen in europa die sich für was besseres halten und das spüren die migranten. Heute sind diese stimmen zwar leiser, wegen rassismisgesetzen u.s.w. aber genau das treibt diese leute in die arme von erdogan. Und natürlich auch erdogans auftretten das er sagt was er wiel und sich europa gegenüber nicht bückt.
      Die argumente der erdoganwähler sind die gleichen wie die der svp-, afd-anhänger. Das sollte eigendlich allen ei weckruf sein. Den diese parteien wollen ja auch das völkerreckt und menschenrecht aushebeln.
      12 5 Melden
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  • Tropfnase 18.04.2017 19:56
    Highlight Highlight Sehe ich aber auch so. Wer eine Diktatur wählt soll selbst nicht in einer Demokratie leben dürfen.
    157 20 Melden
  • α Virginis 18.04.2017 19:55
    Highlight Highlight 8Aloha Meister Stern. Wie kann ich Ihnen nur Recht geben! Demokratie heisst, mit allen möglichen Auffassungen, Einstellungen und was auch immer, einen gemeinsamen Nenner zu finden, und zwar das friedliche Zusammenleben und die relative Freiheit, welche unter Demokratischem Regime jeder hat. Wird dies akzeptiert, ist ja soweit alles in Ordnung. Wird es nicht, gibt es genügend Gesetze und Einschränkungen, die so etwas zumindest behindern, wenn nicht unterbinden können. Das gilt auch für Erdogan-Anhänger in der Schweiz, auch wenn ich mich niemals mit diesen identifizieren könnte, gelinde gesagt.
    8 95 Melden
  • DrMabuse 18.04.2017 19:54
    Highlight Highlight Cem Özdemir Deutscher Politiker (grüne) sagt das selbe und ich denke das darf man auch so sagen!
    137 16 Melden
  • Normi 18.04.2017 19:50
    Highlight Highlight Wenn all die Ja-StimmerInnen die EU verlassen würden hätte es auch mehr platz für Flüchtlinge
    76 20 Melden
  • Teslanaut 18.04.2017 19:46
    Highlight Highlight "Viele junge MigrantInnen fühlten sich in dem Land, in dem sie leben, nicht akzeptiert, so Ayata. Dass sie als Reaktion einem Rattenfänger wie Erdogan verfallen, ist bedauerlich, aber nicht weiter erstaunlich."
    Wenn dem so ist, bin ich absolut der Meinung, sofort Koffer packen und ab in die geliebte, vom wunderbaren Sultan Erdowahn geführten Türkei! Wer schon gesehen/miterlebt hat, mit welchem Fanatismus und nationalem Grössenwahn türkisch/schweizerische Doppelbürger Erdogan als heroischen Führer verteidigen, dem wird Angst und Bange, wenn dieser plötzlich zu Gewalt gegen den Westen aufruft!
    131 18 Melden
  • danbla 18.04.2017 19:45
    Highlight Highlight Wieso bullshit? Alle die ja gestimmt haben müssen sich sehr wohl unangenehme Fragen gefallen lassen. Meiner Meinung passen hier leben und die Vorzüge der Demokratie geniessen, aber gleichzeitig zur Gründung einer Diktatur beitragen, einfach nicht zusammen.
    Nicht sehr schön den eigenen Leuten gegenüber.

    Just my two cents
    160 15 Melden
    • Tatjana Alexandra Ochsner 18.04.2017 19:52
      Highlight Highlight Hast recht... wieso sollten sie die Demokratie in der Schweiz geniessen und die anderen in einer Diktatur leben lassen...
      80 14 Melden
    • Qui-Gon 18.04.2017 21:36
      Highlight Highlight die "anderen" und die "eigenen Leute" sind halt auch Erdo-Fans. Das passt schon.
      1 21 Melden
    • Qui-Gon 18.04.2017 23:46
      Highlight Highlight Hab mich wohl unklar ausgedrückt. Wer dafür war, dachte eben, er tue seinen Landsleuten einen Gefallen. Die denken ja nicht, "uns betrifft das ja nicht", sondern stimmten aus Überzeugung so. Die Gehirnwäsche hat funktioniert und die beziehen ihre Infos kaum aus den westlichen Medien.
      9 11 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • MaxHeiri 18.04.2017 19:45
    Highlight Highlight Ich finde es aber doch erstaunlich, dass es eine solche Bandbreite von 18% Zustimmung in den USA bis zu 81% in Belgien gibt. Sind die USA erfolgreicher in der Integration? Haben sich nach Belgien eher mehr Türken in den 80er und 90er auf der Suche nach Arbeit mit einer stark traditionellen Prägung aufgemacht?
    40 13 Melden
    • StefanZaugg 18.04.2017 19:56
      Highlight Highlight Meine gewagte These: der amerikanische Cut-Throat-Kapitalismus zwingt Immigranten jeglicher Couleur zur schnelleren Integration ins vorherrschende System, da sie sonst auf der Strasse stehen, während im eher sozialistisch geprägten Europa der Druck zur Integration dank grosszügigeren Auffangnetzen geringer ausfällt.

      Alternativ kann man auch vermuten, dass die USA als Einwandererland die Anforderungen zur Immigration höher setzen als Europa.
      62 16 Melden
    • el lobo 18.04.2017 20:00
      Highlight Highlight unsere türken sind häufig kurden, die kamen als politisch verfolge in die schweiz, dann familiennachzug. das was in belgien und dt die konservativen türken, sind bei uns die jugoslawen. in den 90er gastarbeiter, dann familiennachzug
      37 17 Melden
    • pazüsen 18.04.2017 20:02
      Highlight Highlight Eine gute Frage, die sicher noch zu Reden geben wird.

      Ich vermute, dass in die USA eher gut Ausgebildete aus den liberalen Städten ausgewandert sind. Nach Europa dagegen kamen weniger gebildete vom konservativen Land als Gastarbeiter. Diese "Milieus" und liberalen/konservativen Ansichten haben sich wohl auch bei nachfolgenden Generationen gehalten.

      Dass in der Schweiz die Zustimmung viel geringer war hat sicher auch damit zu tun, dass bei uns prozentual sehr viele Kurden leben, die als ethnische Minderheit Erdogan und seinen Nationalismus nicht (mehr) so toll finden.
      31 14 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tartaruga 18.04.2017 19:45
    Highlight Highlight Es geht wohl eher darum, dass mündige Personen, welche in der Schweiz aufgewachsen und wie auch im Text beschrieben das schweizer Schulsystem durchlaufen haben für jemanden so jemanden stimmen, Besorgnis erregen.
    Anders als in der Türkei gab es hier genügend Medien, mit welche man sich alternativ über das Referendum informieren konnte. Und obwohl offensichtlich das türkische Volk seine Rechte verliert, haben viele dafür gestimmt, weil es ums Vaterland ging. Für das Vaterland entschieden. Das gibt zu denken und weckt bei uns, welche die für Demokratie und ein Leben miteinander stehen, Angst.
    80 16 Melden
  • hoorli 18.04.2017 19:43
    Highlight Highlight Ich möchte Erdogan und seine Unterstützer nicht schönreden. Wer jedoch in der Schweiz lebt, sollte wählen und abstimmen dürfen was er (im Rahmen der geltenden Gesetze) möchte.
    12 97 Melden
    • DerRabe 18.04.2017 20:11
      Highlight Highlight Irgendwie macht für mich Demokratie nur dann Sinn, wenn man auch tatsächlich für das eigene Umfeld abstimmt.
      Wenn Türken in der Türkei für Erdogan abstimmen, verstehe ich das zwar nicht und es macht mich traurig, aber ich akzeptiere es.
      Wenn Türken aus der Schweiz für andere Leute etwas abstimmen, dann finde ich das ziemlich daneben (eigentlich für beide Lager). Und wenn diese Schweiz-Türken dann noch für etwas stimmen, das unserer Kultur zutiefst zuwider läuft, dann zieht dies halt nicht nur meinen Unmut auf sich...
      43 12 Melden
    • phreko 18.04.2017 20:21
      Highlight Highlight Wie verstehst du "im Rahmen geltender Gesetze"?
      5 15 Melden
    • hoorli 18.04.2017 23:03
      Highlight Highlight @alle Eigentlich klingen all Ihre Argumente für mich überzeugend. In letzter Konsequenz könnte ich es trotzdem nicht mit meinem Gewissen und meinem Verständnis von Demokratie vereinbaren, diesen Personen die Aufenthaltsbewilligung aufgrund Ihres Wahlergebnisses zu entziehen. Das wäre nicht die demokratische und tolerante Schweiz die ich kenne.
      5 15 Melden
  • Denk nach 18.04.2017 19:42
    Highlight Highlight Zitat: "Eine demokratische Gesellschaft wie die Schweiz muss es aushalten, dass in ihr auch Kräfte am Werk sind, die das Fundament des Rechtsstaats untergraben wollen – ob sie das in der Schweiz oder im Ausland tun, spielt keine grosse Rolle."

    Müssen wir das aushalten? Ich sehe hier keinen Grund dies zu tun. Stichwort Integration. Grundwerte sind zu akzeptieren, Demokratie ist eine unserer grössten Errungenschaften... Keine Ahnung wie man gegenüber solchen Strömen Toleranz zeigen kann! Sorry gel
    139 15 Melden
  • philosophund 18.04.2017 19:39
    Highlight Highlight "Wer in der Schweiz lebt, konnte sich wesentlich neutraler über die
    Abstimmungsvorlage und deren Auswirkungen informieren. Wenn man dann dennoch ein solches Präsidialsystem unterstützt (..) dann soll man so konsequent sein und auch unter diesem System im eigenen Land leben" so Guhl zur AZ und verschafft sich als graue Aargauer Maus zu 15 Minuten Warhols'sche Ruhm.
    Was er dabei vergisst: Wo soll sich denn bitte die Türk. Diaspora hierzulande neutral informieren? Sämtliche türk. Zeitungen sind alles andere als Neutral und der Fabrikarbeiter von nebenan liest mal eben keine NZZ usw.
    29 58 Melden
    • philosophund 18.04.2017 19:55
      Highlight Highlight ...übrigens: Papierzeitungen lesen nur noch die wenigsten Türken. Die Mehrheit sitzt vor der Glotze und konsumiert den ganzen Abend die teils sehr albernen Shows der türkischen Kanäle. Die Abendnachrichten halten sich im Magazinstil, vermischen sich während einer Stunde mit Fussball, Glanz&Gloria, Mord + Totschlag. Das kann Guhl unmöglich mit CH-Verhältnissen vergleichen.
      20 38 Melden
    • StefanZaugg 18.04.2017 20:00
      Highlight Highlight Wenn dein hypothetischer türkischer Fabrikarbeiter aus sprachlichen Gründen wirklich nicht in der Lage ist eine deutsche (/französische/italienische) Zeitung oder TV-Show zu verfolgen, dann ist die Integration definitiv gescheitert.
      66 16 Melden
  • fcsg 18.04.2017 19:37
    Highlight Highlight Ja, eine Demokratie muss solche Strömungen aushalten, aber nein solche Menschen haben nichts hier verloren. Wer für die Abschaffung der Demokratie stimmt, soll dort leben wo es keine Demokratie gibt. 58% konnten sich in unsere Werte integrieren 32% konnten es nicht, unserer Gesellschaft die Schuld daran zu geben, ist abwegig.
    101 17 Melden
    • Rabbi Jussuf 18.04.2017 20:12
      Highlight Highlight Da bin ich mir nicht so sicher mit den 32%. Das sind bestimmt wesentlich weniger der hier lebenden Türken, denn es sind vermutlich eher die zur Urne gegangen, die für Erdowahn sind, den anderen dürfte es eher egal gewesen sein und haben nicht gewählt.
      13 16 Melden
  • DerRabe 18.04.2017 19:36
    Highlight Highlight Als Linker muss ich hier dem Ansinnen der SVP seit langem wieder mal Recht geben (klar überhaupt nicht umsetzbar und daher nur Stammtisch Gepolter, trotzdem aus meiner Sicht richtig):
    Denn nein, man möchte nicht einfach Leute mit unliebsamer Meinung loswerden, man möchte ihnen genau das geben, wofür sie gestimmt haben. Zynisch gesagt möchte man sie zu ihrem eigenen Glück zwingen. Dass man das mit Abschieben gleichsetzt, zeigt nur für welch Schlimme Sache diese Leute gestimmt haben.
    103 15 Melden
    • StefanZaugg 18.04.2017 20:03
      Highlight Highlight Eventuell würde die Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft bereits genügen. Besonders in den konservativ-patriarchal geprägten Kulturen kann der Akt des sich Entscheidens für eine Staatszugehörigkeit bereits eine sehr prägende Wirkung haben.
      36 13 Melden
  • Altweibersommer 18.04.2017 19:35
    Highlight Highlight Ich kann diese Stimmen durchaus verstehen. Die Aussage von Herr Guhl kann ja dank des nicht unwichtigen Wortes "freiwillig" durchaus demokratisch aufgefasst werden.

    Heute wird so viel Meinung gemacht, dass viele sich der Konsequenzen ihres Abstimmungsverhaltens nicht mehr bewusst sind (vgl. Brexit). Eine freiwillige emigration in die Türkei wäre hingegen sehr konsequent.
    65 12 Melden
  • SilWayne 18.04.2017 19:34
    Highlight Highlight Frage an den Autor:
    Weshalb ist die zynische Bemerkung Kazims fehl am Platz? Sie zeigt doch gerade die äusserst widersprüchliche Haltung gewisser Doppelbürger auf.
    102 13 Melden
  • poga 18.04.2017 19:33
    Highlight Highlight "Die Antwort auf diese politische Abwrack-Truppe kann nur in einem verstärkten Engagement für die Demokratie liegen" Genau das ist doch der Punkt. Mit der Forderung, sie sollen sich ihrem gewählten System unterordnen, ist doch eine Art von verstärktem Engagement für die Demokratie. Die Forderung nebst unseren Gesetzten auch unseren Lebensstil anzunehmen ist doch genau die Forderung nach einer Integration in unsere Demokratie. Es nimmt aber im Gegensatz zum Autoren des Artikels nicht die einheimische, sondern die zugewanderte Bevölkerung in die Pflicht.
    44 13 Melden
    • AdiB 19.04.2017 12:19
      Highlight Highlight Lebensstil? Welchen von den 1000 lebenstilen meinst du? Für gute integration muss man die landessprache können und den rechtstaat akzeptieren. Niemand muss irgendwelchen lebensstil von jemanden annehmen. Und den lebensstil bestimmt auch das einkommen der jeweiligen personen.
      0 11 Melden
    • poga 19.04.2017 15:16
      Highlight Highlight Nein @AdiB Landessprache und Gesetze reichen nicht. Um möglichst jede Lebensform hier zu akzeptieren, braucht es mehr. Wenn unsere Projekte der Gleichstellung möglichst aller Individuen klappen soll muss jeder an diesem Strang ziehen. Ein System, in dem die Einwohner für Rechte aller gerade stehen, gleichzeitig der Zugewanderte machen kann, was er möchte, ist einseitig, und wird je länger je weniger verstanden. Gleiches gilt auch für Einwohner, die unbedingt ihr eigenes Ding durchziehen wollen. Die Gesellschaft ist allen gegenüber verpflichtet ja, aber das ist auch umgekehrt so.
      1 6 Melden
    • AdiB 19.04.2017 17:21
      Highlight Highlight @poga mit deinem letzen kommentar bin ich einig. Nur störte mich das "unser lebenstil". Es gibt kein unser lebenstil. Der lebenstil jedes einzelnen ist induviduel.
      Aber für integration reicht landessprache und gesetze zu respektieren. Man kann von imigranten nicht erwarten gewiesse dinge zu akzeptieren oder sich das anzueignen, wenn die einheimische bevölkerung deswegen schpn gespalten ist.
      Die gleichstellung jedes induvidums haben wir ja nicht mal hinbekommen, siehe nur kommentare zu genderthemen oder feminismus. Dein letzter kommentar ist gut gemeint, aber im moment eher eine utopie.
      0 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • CASSIO 18.04.2017 19:30
    Highlight Highlight ich teile Guhl's meinung. wer ein autoritäres, totalitäres system will und dafür stimmt, der soll auch die eier haben, in diesem system zu leben.
    109 15 Melden
  • Tilman Fliegel 18.04.2017 19:27
    Highlight Highlight Also so absolut finde ich das schon falsch, aber für jeden vor Erdogan und seinem Regime geflüchteten einen Anhänger zurück schicken wäre nur fair.
    75 13 Melden

Männer sind kein Müll

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