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So haben die verschiedenen Provinzen über das Referendum abgestimmt.  Bild: watson

Ergebnis annullieren? – Mit diesen 5 Wahlfakten weisst Du, warum die Opposition wütend ist

Der knappe Sieg des Ja-Lagers ist hoch umstritten. Die Opposition sieht das Nein-Lager als Gewinner und glaubt an Betrug. Weshalb die Erdogan-Gegner nicht bereit sind, ihre Niederlage einzuräumen.

16.04.17, 21:48 17.04.17, 13:03

Präsident Erdogan triumphiert: er lässt verlauten, dass sein Verfassungsreferendum – wenn auch knapp – angenommen wurde. Bei knapp 99 Prozent ausgezählter Wahlurnen liegt das «Ja» mit 51,32 Prozent und rund 1,2 Millionen Wählerstimmen in vor dem «Nein». Doch die Erdogan-Gegner haben starke Zweifel an diesem Resultat. Das sind die strittigen Punkte. 

Zahlen aus zweifelhafter Quelle

Die derzeit in den Medien publizierten Ergebnisse stammen aus einer einzelnen Quelle: der staatlichen Anadolu Agency, der offiziellen türkischen Nachrichtenagentur. Sie sammelt die Wahlergebnisse durch ihre Korrespondenten im ganzen Land. Die türkischen Parteien hingegen erhalten Einsicht in den offiziellen Datensatz der obersten Wahlbehörde YSK. Sie gleichen diesen Datensatz mit den Meldungen ihrer Wahlbeobachter in sämtlichen Wahllokalen des Landes ab. Der Datensatz der obersten Wahlbehörde hinkt dem Auszählungsstand der Anadolu Agency hinterher. Die Nachrichtenagentur verbreitet noch nicht beglaubigte Resultate.

Noch hat das Nein-Lager nicht aufgegeben. Bild: EDAT SUNA/EPA/KEYSTONE

Diskrepanz zwischen den Zahlen

Eren Erdem, Abgeordneter der grössten Oppositionspartei CHP, berichtet über Periscope zwischen Unterschieden zwischen den Ergebnissen bei Anadolu Agency und derjenigen der Wahlbehörde YSK. Gemäss YSK seien beispielsweise in Istanbul erst 73 Prozent der Wahlurnen ausgezählt gewesen, während gleichzeitig die Anadolu Agency einen Auszählungsstand von 99 Prozent meldete.

Was läuft falsch? CHP-Mann Erdem sieht dahinter eine Strategie: Durch das verfrühte Ausrufen des Siegs des Ja-Lagers sollten die CHP-Wahlbeobachter dazu gebracht werden, die Wahllokale frühzeitig zu verlassen. Damit solle eine lückenlose Überwachung des Auszählungsprozeses verhindert werden. 

Wahlzettel ohne Stempel

Nicht abgestempelte Wahlzettel sorgen für Streit. Bild: Emrah Gurel/AP/KEYSTONE

Eine kurzfristige Entscheidung der obersten Wahlbehörde YSK heute Nachmittag sorgte für Aufruhr: Sie akzeptiert auch nicht korrekt abgestempelte Wahlzettel, solange deren Ungültigkeit nicht zweifelsfrei nachgewiesen ist.

Die Oppositionspartei CHP kritisierte den Entscheid. Er werde für ein ernsthaftes Legitimitätsproblem bei den Abstimmungsergebnissen sorgen. Damit ermögliche die oberste Wahlkommission Wahlbetrug, sagt der CHP-Politiker Bülent Tezcan.

Laut dem Chef der obersten Wahlbehörde wurden nicht abgestempelte Wahlzettel auf Bitten der AKP zugelassen 

Auch Ultranationalisten kritisieren die Wahlbehörde

Nicht nur CHP und HDP, die grossen Parteien des Nein-Lagers kritisieren den Entscheid, sondern auch abtrünnige Vertreter der ultranationalistischen MHP. Während sich MHP-Chef Devlet Bahçeli hinter Erdogan stellte, lehnte eine gewichtige Zahl der MHP-Anhänger das Referendum ab. Der frühere Stellvertreter Bahçelis, Ümit Özdag, kritisierte die Zulassung der nicht gestempelten Wahlzettel ebenfalls scharf.

Die Opposition zählt mit

Das türkische Wahlrecht erlaubt den politischen Parteien, Wahlbeobachter in jedes einzelne Wahllokal zu entsenden. Sie überwachen den Ablauf der Wahl und die Auszählung der Stimmen.

Sie rapportieren das ausgezählte Wahlergebnis der einzelnen Wahllokale an die Parteizentralen. Das soll verhindern, dass zwischen den vor Ort festgestellen Ergebnissen und den bei der obersten Wahlbehörde YSK registrierten Zahlen aufgrund von nachträglichen Manipulationen Diskrepanzen entstehen.

Ein Wahllokal, zwei Ergebnisprotokolle

Die Gerichte werden entscheiden

Die grossen Oppositionsparteien haben angekündigt, das Wahlergebnis mit allen verfügbaren juristischen Mitteln anzufechten. Die CHP geht davon aus, dass mindestens 1.5 Millionen ungültige Wahlzettel mitgezählt wurden. Die CHP geht bei knapp 40 Prozent der Urnen von Unregelmässigkeiten aus, die HDP sogar von zwei Dritteln.

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  • Froggr 18.04.2017 08:18
    Highlight Alle Türken in der Schweiz (und in ganz Europa) sollen doch am besten zurück gehen zu ihrem tollen Staatsobarhaupt. Warum nutzt ihr unsere Demokratie aus und stimmt dann bei euch für eine Diktatur? Ich fände es angemessen diese auszuschaffen. Alle anderen Türken sollen doch bitte bleiben. Danke.
    31 22 Melden
    600
  • ThomasHiller 17.04.2017 17:41
    Highlight Sieht fast aus wie die Wahlergebnis-Karte der letzten USA-Präsidentenwahl: Am Rand des Landes - dort, wo die Menschen auf fremde Kulturen treffen - herrscht ein liberales Denken, die Hillbillies hingegen bleiben erzkonservativ und nationalistisch.
    Es bleibt die Erkenntnis, daß der Wert freiheitlicher Aspekte mit der der Fähigkeit, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen nur dort gedeiht, wo die Menschen sich mit Fremden auseinandersetzen müssen. Der Rest - diejenigen, die praktisch keine Fremden kennen - bleiben lieber unter sich und grenzen sich nach außen ab.
    54 16 Melden
    • Ueli der Knecht 17.04.2017 22:29
      Highlight Das ist doch in der Schweiz genau gleich. In ländlichen Gegenden der Schweiz kommen viele Leute kaum aus ihrem Dorf, waren selten bis noch nie im Ausland, geschweige den in einem muslimischen Land, aber trotzdem glauben sie felsenfest daran, mehr über den Islam und den Koran zu wissen als alle gläubigen Muslime und Islamgelehrten zusammen. Die erklären dir dann voller Überzeugung paschtunische Ehrenmorde und was angeblich alles im Koran steht von Welteroberung und solchem Stuss, bloss weil sie zuviel Kopp-Youtube gesehen und "Die Welt"-Schlagzeilen überflogen haben (http://bit.ly/2nWaaGU).
      41 32 Melden
    • Froggr 18.04.2017 08:10
      Highlight Warum haben denn die Türken in Deutschland mehrheitlich JA gestimmt? Die Theorie erscheint mir nicht aufzugehen.
      9 10 Melden
    • ThomasHiller 18.04.2017 09:14
      Highlight @Froggr: Das ist eine gute und berechtigte Frage. Zum Teil liegt es daran, daß viele Nein-Befürworter (wie schon beim Brexit) einfach nicht abgestimmt haben. Zu viele davon interessieren sich auch schlicht zu wenig für Politik während die Erzkonservativen (meist Älteren) Türken in Deutschland mit Erdogan eine Vorstellung von der Türkei verbinden, die so schon lange nicht mehr Realität in der Türkei ist.
      6 10 Melden
    • Froggr 18.04.2017 12:53
      Highlight Naja, offensichtlich ist es in der Türkei noch Realität...
      2 8 Melden
    600
  • Max Havelaar 17.04.2017 12:22
    Highlight Auffallend auch hier: Die Ländlichen Regionen auf der Karte in grün, in den Städten und an Touristischen Hotspots rot. Sehen wir auch oft auf der CH-Karte ;)
    70 33 Melden
    • Frau Dr. Holla die Waldfee 17.04.2017 16:15
      Highlight Es würde sicher helfen, wenn Stadt und Land mehr am gegenseitigen Verständnis arbeiten würden, anstatt dass einer über den andern schimpft und sich überlegen fühlt.

      Aber zu viel verlangt für den aktuellen Entwicklungsgrad der Spezies.
      Allem voran entspricht es dem Menschsein, dass ein jeder das Zentrum seines Universums ist und die anderen daher - auf welche Art auch immer - schlechter, dümmer, unfähiger, ahnungsloser, etc. sind.

      Diesen Graben zu überwinden ist unabhängig von der Wohnregion eine Charaktersache.
      27 23 Melden
    • phreko 17.04.2017 16:23
      Highlight Waldfee, was bringt mir das Verständnis, dass sie hier und dort gerne einen möglichst starken Führer wollen und beide bei 51% Mehrheit meinen, dass ihnen die Welt gehört?
      Sollen sie doch ihren Regionalfürsten Folgen, aber den Rest in Ruhe lassen.
      11 21 Melden
    • R. Peter 17.04.2017 19:22
      Highlight Phreko, Ihre Einschätzung über die Kontakte der Landbevölkerung mit Fremden trifft wohl mindestens so stark auf Ihre Kontakte mit der Landbevölkerung zu.
      10 20 Melden
    600
  • FreeK 17.04.2017 11:24
    Highlight Da kann man dann wohl von getürkten Wahlen sprechen!
    115 18 Melden
    • sephiran 17.04.2017 19:05
      Highlight Badumm tsss^^
      19 9 Melden
    600
  • Gummibär 17.04.2017 10:18
    Highlight Nur +1.3 % trotz Notstand, riesiger Regierungspropaganda, geknebelter Medien, eingesperrten Opponenten, ungültigen Wahlzetteln, eingeschüchterten Wählern und manipulierten Zahlen ist ein ganz schlechtes Ergebnis.
    Der von der EU über den Flüchtlingshandel finanzierte Legitimationsversuch riecht nicht gut - und dieser schlechte Geruch wird der Türkei und Peäsident Erdogan auf Dauer anhaften.
    82 18 Melden
    600
  • Herbert Anneler 17.04.2017 09:35
    Highlight Es wird nicht gut enden mit der Türkei. Mir tun alle jene TürkInnen leid, die das auch so sehen und mit Nein gestimmt haben.
    76 17 Melden
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  • road¦runner 17.04.2017 00:47
    Highlight Punkt 1 ist auch in vermeintlich "zivilisierten" Ländern z.T. gängige Praxis, wenn z.B. Tote ihre Stimme abgeben...
    27 71 Melden
    • Joël 17.04.2017 07:38
      Highlight Zu viel Trump Propaganda gelesen?
      50 28 Melden
    • road¦runner 17.04.2017 23:32
      Highlight Das habe ich nicht im zusammenhang mit ihm geschrieben. Wenn Du mal den Tunnelblick ablegst wirst Du merken, dass es noch andere Länder als die USA gibt ;-)
      7 11 Melden
    • Joël 18.04.2017 01:08
      Highlight In welchen Ländern wählen Tote?
      5 8 Melden
    600
  • Triumvir 17.04.2017 00:45
    Highlight Das Abstimmungsergebnis stand doch bereits vor der Auszählung schon lange fest. Was für ein billiges Posenspiel! Lieber Erdowahn, Europa und der Rest der Welt lässt sich nicht für dumm verkaufen, du hättes dir deshalbdiese Pseudoabstimmung echt sparen können!
    123 26 Melden
    • Frau Dr. Holla die Waldfee 17.04.2017 16:16
      Highlight Die Pseudoabstimmung ist nicht für Europa gedacht, sondern für sein eigenes Volk. Um sich hinterher als regulär gewählten Despoten bestätigen zu können.
      20 9 Melden
    600
  • Töfflifahrer 17.04.2017 00:01
    Highlight Was sollen da noch Gerichte entscheiden? Alle Positionen sind doch bereits durch Erdoganjünger besetzt worden.
    Ach bitte, als würde das Resultat wirklich jemanden überraschen. Hier bekommt der Begriff "getürkt" doch wirklich Sinn.
    171 22 Melden
    600
  • Gavi 16.04.2017 23:47
    Highlight sie wollen diesen despoten, sie sollen ihn haben und alle die hier in der Schweiz leben und für Erdowahn ja gestimmt haben, sollte so konsequent sein und sofort ausreisen, nach Hause zu ihrem geliebten Despoten. Vermutlich sind Jastimmer auch nicht die Intelligentesten.
    Die Türkei wird jedenfalls sehr viele Touris verlieren, die Angst verhaftet zu werden ist zu gross. Und wo möglich zum Tode verurteilt zu werden. Ich sehe schwarz für Erdowhanistan.
    132 28 Melden
    600
  • na ja 16.04.2017 23:33
    Highlight Hier ein Spinner, da ein anderer, weiter weg noch einer und nun schon wieder einer! Und daneben gibts noch Regierungen die es alken recht machen wollen... das kommt gut! Juhuu
    37 26 Melden
    600
  • CHuCHiCHäsCHtli 16.04.2017 23:32
    Highlight Warum dieser Hype um die Türkei? Was Wirtschaftliches kommt aus Made Turkey? Ein Sack Reis der in China umfällt ist bestimmt bewegender. In einem halben Jahr spricht eh niemand mehr von diesem Land und seinem impotenten Narziss. Ausser die Westmedien halten ihn, den bedeutungslosen am Leben. Ich verstehe das Ganze echt nicht.
    33 148 Melden
    • demokrit 16.04.2017 23:58
      Highlight Lebensmittel und Textilien (fast die ganze Baumwollware).
      44 33 Melden
    • supremewash 17.04.2017 00:10
      Highlight Wenn du dich für Politik nicht interessierst oder nichts davon verstehen willst, ist das dein Problem. Die Wichtigkeit einer Wahl oder Abstimmung misst sich doch nicht (nur) an der Exportwirtschaft eines Landes oder der Frisur des Präsidenten.
      101 23 Melden
    • sven_meye 17.04.2017 00:10
      Highlight Er kann theoretisch die Flüchtlingsroute öffnen bzw. sogar fördern und dadurch Millionen Richtung EU schicken.
      33 15 Melden
    • Saraina 17.04.2017 00:37
      Highlight Die Flüchtlingsroute öffnen kann allerdings jeder Staatschef der Türkei, und jeder wird bezahlt werden wollen dafür dass er es nicht tut. Zudem: die Türkei war jahrzehntelang eine Militärdiktatur, und hat selber Flüchtlinge generiert, Kurden und Linke. Damals hat es hier niemanden gross interessiert, dass Kurden im Gefängnis landeten, weil sie kurdisch gesprochen hatten, oder sich kurdische Namen gaben. Was soll also der grosse Aufschrei?
      34 39 Melden
    • Ueli der Knecht 17.04.2017 01:11
      Highlight Wie wir schon erleben, kann Erdogan ganz einfach (stellvertretend für Russland) Europa destabilisieren und rechtsextremen Populisten Auftrieb verschaffen. Viele Leute (wie zB. demokrit) werden sich dadurch weiter radikalisieren. Nicht nur Islamophobie, sondern auch Antisemitismus, Schwulen- und Fremdenfeindlichkeit etc. werden massiv zunehmen.

      Das stärkt insgesamt die russische Position in Europa (in den offenen Konflikten Kosovo, Bosnien, Baltikum, Ukraine/Krim etc.) und schwächt die Demokratien.

      Putin gelingt mithilfe von Erdogan, die Demokratien in Europa zu lenken: Gelenkte Demokratie.
      54 22 Melden
    • Domino 17.04.2017 05:32
      Highlight @ Ueli
      Warum ist Islamophobie etwas schlechtes? Ich bitte um eine Erklärung.
      25 86 Melden
    • pat86 17.04.2017 07:16
      Highlight @ Domino
      Eine Phobie bezeichnet allgemein eine übersteigerte Angstreaktion gegenüber eindeutig definierten, objektiv betrachtet ungefährlichen Situationen oder Objekten. Aufgrund der starken Angst wird die Konfrontation mit diesen Situationen oder Objekten vermieden, oder nur unter massiver Furcht ertragen.

      70 6 Melden
    • Walter Sahli 17.04.2017 07:30
      Highlight Vielleicht weil nicht jeder Muslim ein böser Terrorist ist, Domino und es von dem her nicht angebracht ist, beim Anblick eines solchen einen hysterischen Anfall zu kriegen?
      49 5 Melden
    • Firefly 17.04.2017 09:23
      Highlight Die Türkei ist Europas Tor zu Asien. Wenn die Türkei im Chaos versinkt so wie Lybien, der Irak oder Syrien, herrsch Chaos rund um Europa und direkt vor der Tür. Die Flüchtlings Ströme werden immens sein
      32 2 Melden
    • demokrit 17.04.2017 10:01
      Highlight "objektiv betrachtet ungefährlichen Situationen oder Objekten."

      Bei der Migration aus dem arabischen Sprachraum liegt das gerade nicht vor. Es gab ganz objektiv eine massive Zunahme von terroristischen Anschlägen und Vergewaltigungen von Frauen bei Tätern aus diesem Kulturkreis. Das ist ein Fakt.

      Die These von Ueli (Lorent Patron) Erdogan würde populistische Parteien stärken ist gleich faktenwidrig, wie auch seine lügnerische Behauptung, die OSZE hätte in der Türkei nie Wahlmanipulationen festgestellt. Erdogan stärkte in den Niederlanden gerade nicht Geert Wilders, sondern liberale.
      10 46 Melden
    • Mr. Malik 17.04.2017 10:10
      Highlight @pat86
      Aber domino hat angst, und diese angst fühlt sich so gerechtfertigt an. Und sie ist so viel greifbarer, und hat weniger zahlen, und färbungen. Wie kann so was simples wie hass falsch sein :) ?
      Nanchmal hoff ich wirklich, dass ein migrant domino die arbeit klaut..
      36 9 Melden
    • Domino 17.04.2017 12:14
      Highlight Bei der Islamophobie geht es ja nicht darum das man gegen einzelne Menschen (Muslime) etwas hat, sondern ein Problem mit dem politischen Islam und diesen ablehnt. Dieser ist per se feindlich gegen unsere westlichen und demokratischen Werte und hat faschistische Züge. Okay, der Begriff Islamfeindlich trifft es wohl besser.
      5 43 Melden
    • Saraina 17.04.2017 13:12
      Highlight Islamfeindlich trifft es auch nicht, weil der Islam ja nicht nur aus der modernistisch-politischen Richtung besteht, sondern auch eine religiös-spirituelle Gemeinschaft ist. Die meisten Muslime sehen sich auch nicht in erster Linie als Muslime, sondern als normale Mitmenschen und sind durchaus zufrieden damit, ihre Religion zu leben, ohne politische Absichten zu haben.
      30 2 Melden
    • pat86 17.04.2017 14:20
      Highlight @Mr. M
      Ich will die Angst von Domino gar nicht in abrede stellen. Mir gehts unter anderem um die Begrifflichkeit (Phobie ist eine unbegründete Angst). Zudem haben wir in der Schweiz viele Moslems und vor denen geht ja auch keine Bedrohung aus. Ich verstehe die problematik wenn eine Religion politisch werden will. Deswegen benötigen wir eine klare Trennung zwischen Kirche und Staat. Aber wegen ein paar Machtgeilen Vollidioten eine ganze Religion zu verteufeln find ich falsch.
      32 1 Melden
    • Ueli der Knecht 17.04.2017 14:43
      Highlight Islamophobie ist schlecht, weil es Hass schürt, den Hetzern und Hasspredigern einen Nährboden verschafft, und zur Ausgrenzung führt. Es ist Brandstiftung und destabilisiert die Gesellschaft.

      Ich sprach dann auch nicht nur von Islamophobie, die wegen der Destabilisierung zunehmen wird, sondern generell auch von Antisemitismus, Schwulen- und Fremdenfeindlichkeit, etc.

      Viele Hetzer (wie etwa demokrit) meinen, sie müssen mit Nazi-Vergleichen gegen Erdogan schimpfen, um damit ihren Hass und ihre Islamophobie zu pflegen.

      Die sollten mal das hier lesen: http://bit.ly/2nUC8Tk
      Wehret den Anfängen!
      26 4 Melden
    • demokrit 17.04.2017 14:58
      Highlight Ueli (Lorent), du polemischer Hetzer, dieser Spruch passt doch viel besser zu dir: "Als die AKP die Journalisten holte, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Journalist. Als sie die Gülenisten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Gülenist. Als sie Demirtas holte, habe ich geschwiegen, ich war ja kein HDPler. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte."

      Schwulenfeindlichkeit und Antisemitismus werden gerade mit der starken Migration von kulturellen Arabern gefördert, die ist nämlich im Sprachraum äusserst verbreitet. Watson hat auch schon darüber berichtet.
      8 30 Melden
    • demokrit 17.04.2017 16:02
      Highlight "Aber wegen ein paar Machtgeilen Vollidioten eine ganze Religion zu verteufeln find ich falsch."

      Apropos ein paar:

      "47 Prozent der befragten deutschen Muslime stimmen demnach der Aussage zu: «Das Befolgen der Vorschriften meiner Religion ist für mich wichtiger als Demokratie»"

      "In der erwähnten WZB-Studie geben 57 Prozent der Muslime an, keine Homosexuelle in ihrem Freundeskreis zu dulden, 45 Prozent meinen, Juden könne man nicht trauen"

      https://www.nzz.ch/feuilleton/zeitgeschehen/radikaler-islam-sympathisanten-des-terrors-ld.83821
      12 28 Melden
    • Saraina 17.04.2017 17:55
      Highlight Das heisst allerdings nicht, dass 47% der Muslime die Demokratie abschaffen wollen, sondern dass sie der Meinung sind, auf dem Totenbett oder angesichts katastrophaler Schicksalsschläge nütze ihnen die Religion mehr als die Demokratie. Der eigene Glaube muss, da der Mensch ein Zweifler ist, ständig erneuert werden, die Demokratie scheint da eher selbstverständlich und nicht vom Einzelnen beeinflussbar.
      Was Homosexuelle im Freundeskreis angeht, würde eine Umfrage in der frommen Innerschweiz ähnliche Resultate ergeben.... Katholiken dürfen ja noch nicht mal scheiden oder verhüten!
      18 7 Melden
    • Domino 17.04.2017 19:14
      Highlight Das Problem ist das der Islam als Religion untrennbar auch politisch ist. Man darf also nicht die politischen Aspekte kritisieren ohne dass man gleich als Menschenfeind geächtet wird. Ich arbeite jeden Tag mit mehreren Muslimen und habe absolut keine Probleme mit diesen als Menschen, da wir uns gut verstehen. Ich bin aber ganz klar Islamfeindlich oder Islamkritisch wenn es um die politischen Aspekte geht.
      11 19 Melden
    • demokrit 17.04.2017 19:25
      Highlight "sondern dass sie der Meinung sind, auf dem Totenbett oder angesichts katastrophaler Schicksalsschläge nütze ihnen die Religion mehr als die Demokratie."

      Das heisst es allerdings auch nicht.
      5 18 Melden
    • demokrit 17.04.2017 19:25
      Highlight " 45 Prozent halten die Regeln des Korans für wichtiger als die deutschen Gesetze."

      "43 Prozent der britischen Muslime sind der Meinung, dass eine Muslimin nicht ohne die Zustimmung ihres männlichen Vormundes heiraten dürfe; 46 Prozent befürworten die Polygamie; 61 Prozent finden, dass Homosexualität illegal sein sollte; und 31 Prozent unterstützen die Meinung, wonach jemand, der sich vom Islam abwendet, die Todesstrafe verdient."

      "17 Prozent meinten, man solle dem Jihadisten ohne weiteres Unterschlupf bieten, und 25 Prozent gaben keine Antwort."

      Blöd, wenn das Weltbild geläutert wird, was?
      11 20 Melden
    • Ueli der Knecht 17.04.2017 22:16
      Highlight demokrit: Ich rate dir dringendst, meinen Kommentar vom 17.04.2017 01:11 nochmals, und zwar nüchtern zu lesen. Denn in der Folge bestätigst du beispielhaft genau das, was ich darin behaupte.

      In deinem Kommentar vom 10:01 versuchst du Feministinnen gegen Muslime aufzuhetzen. Darauf folgend um 14:58 versuchst du Juden und Schwule gegen Muslime zu hetzen. Um 16:02 wiederholst du diesen Aufwiegelungsversuch. Auch deine beiden Kommentare von 19:25 sind nur islamophobe Hasspredigten.

      Auf deine Unterstellungen und Diffamierungen an meine Adresse werde ich nicht eingehen.
      23 9 Melden
    • Platonismo 18.04.2017 06:18
      Highlight Das Zitieren von Resultaten einer in der NZZ ebenfalls besprochenen Studie ist eine Hasspredigt? Das müssen Sie jetzt aber genauer erklären.
      8 16 Melden
    • Domino 18.04.2017 06:46
      Highlight @ Ueli
      Ich hoffe dir ist schon klar für welche politischen Werte du dich einsetzt. Auch bei den Nazis gabs eine kleine Minderheit die versuchte wachzurütteln und ihre Ideologie als gefährlich einstufte. Wirf mal einen Blick in islamische Länder und wie das dort so abläuft. Und schon nur der Fakt, dass eine Minderheit so krasse Forderungen stellt und ständig im Mittelpunkt steht macht mir angst. In der Schweiz gibts x hundert Religionen die friedlich koexistieren und das nicht brauchen.
      7 18 Melden
    • Domino 18.04.2017 07:12
      Highlight In der Türkei ging es ja auch nicht um die Frage 'Wollt ihr Erdi?', denn diesen hatten sie bereits. Es ging um die Todesstrafe, die Verfolgung von andersdenkenden, mehr Islam im Staat und die Abkehr von den Reformen Attatürks, welche erst die Türkei zu einem Erfolgsmodell und Rechtsstaat machten.
      7 11 Melden
    • Mr. Malik 18.04.2017 07:18
      Highlight @domino
      Als ob du zu dieser minderheit gehört hättest.
      11 5 Melden
    • Domino 18.04.2017 07:33
      Highlight @ Mr. M
      Dieses naive Rechts-Links denken. Es geht um Unrecht oder nicht.
      Ich kann gegen Islamismus sein und gleichzeitig gegen NationalSozialismus. Dies schliesst sich nicht aus, sondern ist sehr wahrscheinlich die Meinung einer Mehrheit in der Schweiz.
      Paralellen beider Ideologien sind offensichtlich.
      7 10 Melden
    • Saraina 18.04.2017 07:55
      Highlight Nein, in der Türkei ging es darum, dass Kriege und sich auflösende Staaten in der unmittelbaren Nachbarschaft, Versprechungen ausländischer Mächte den Kurden einen eigenen Staat zu geben, Terroranschlägen mit Hunderten von Toten und ebenso ausländische Versuche in der Türkei einen Regimewechsel herbeizuführen das Land derart destabilisierten, dass viele Bürger sich durch eine verlängerte Herrschaft Erdogans mehr Sicherheit und Stabilität erhoffen. Die AKP hat in der Vergangenheit den Türken viel Gutes gebracht, und jetzt kämpfen sie um ihre Unabhängigkeit.
      10 5 Melden
    • Mr. Malik 18.04.2017 10:46
      Highlight @domino
      Ich unterstell dir nicht nationalsozialist zu sein nur, dass so ein argumentieren wie du es betreibts wohl weniger den verfolgten genutzt hätte.
      Ich bin auch gegen islamismus, ehrich gesagt ist mir religion grundsätzlich nicht geheuer.
      Aber dieses verbinden von religion mit charakeratributen der praktizierenden ist mir auch nicht geheuer. Du verschreist indirekt den rechtsstaat genau so wie eine muslima, welche gott über recht stellt.
      Es scheint mir fast, als ob du willst dass sich muslime nich integrieren.
      Ein schelm wer böses dabei denkt.
      9 1 Melden
    • Domino 18.04.2017 12:32
      Highlight Den politischen Islam mit Scharia kann man nicht integrieren, denn er bleibt immer ein Gegenspieler der Demokratie und des Rechtsstaats. Sehr wohl können sich sekularisierte Muslime integrieren. Wollen sie sich ganz integrieren müssen sie die politischen Aspekte ihrer Religion ablegen und werden so selbst zu Ungläubigen.

      In wiefern soll ich nach deiner Meinung Probleme mit dem Rechtsstaat haben?
      2 8 Melden
    • demokrit 18.04.2017 13:26
      Highlight Ueli/Lorent: Ich zitiere wissenschaftliche Studien von seriösen Universitäten, die in einem Feuilleton-Artikel der NZZ besprochen werden. Wenn du das als Aufwiegelung betrachtest, zeigt das nur, wessen Geistes Kind du bist und was für ideologisch getriebene Werte deinen (Mikro-)Kosmos bevölkern. Wahr ist darin, ganz wie Nietzsche am Christentum mokiert, was als wahr geglaubt wird.

      Facepalm.
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    • demokrit 18.04.2017 13:29
      Highlight "Versprechungen ausländischer Mächte den Kurden einen eigenen Staat zu geben"

      "..ebenso ausländische Versuche in der Türkei einen Regimewechsel herbeizuführen das Land derart destabilisierten, dass viele Bürger sich durch eine verlängerte Herrschaft Erdogans mehr Sicherheit und Stabilität erhoffen."

      Originelle Verschwörungstheorien, die Saraina da verbreitet.
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    • Mr. Malik 18.04.2017 14:04
      Highlight Mitunter das gefährlichste gedankengut in dieser diskusion findet man bei dir.
      Es legt fast schon eine aktive verweigerung gegenüber der komplexität der welt dar.
      Aber dir zuliebe:
      Gehen wir davon aus 47-90% unserer muslimischen mitmenschen wollen all das was wir nicht wollen.
      Schön
      Und nun?
      Alle töten?
      Steinigen?
      Im krieg lassen?
      10-53% ihrem schicksal überlassen?
      Aber ja nicht integrieren..

      Disclaimer: von den muslimen, die ich kenne, oder mit denen ich (auch auf arabisch) gesprochen habe, befürworten die wenigsten, die todesstrafe. Ich würde sagen ca. Niveau USA
      Und ich war in syrien ;)
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    • Ueli der Knecht 18.04.2017 14:50
      Highlight demokrit, nochmals: Auf deine persönliche Angriffe, Unterstellungen und Diffamierungen werde ich nicht eingehen. Sie tragen nichts zum anständigen, sachlich geführten Diskurs bei. Im Gegenteil: Sie sabotieren diesen.

      Platonismo: Im NZZ-Gastkommentar macht der Autor einer methodisch fragwürdigen (unwissenschaftlichen) sogenannten Studie mit zahlreichen willkürlich aus dem Kontext gerissenen (unwahren) Behauptungen Werbung in eigener Sache. Das kostet die NZZ nichts. Der Autor profitiert durch die Aufmerksamkeit und den Mehrumsatz seiner fragwürdigen Publikationen (http://www.taz.de/!5340970/).
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    • Saraina 18.04.2017 15:10
      Highlight @Demokrit: "Lieberman zufolge will sich Israel dafür einsetzen, dass der US-Senat die Massentötungen von Armeniern im Osmanischen Reich zwischen 1915 und 1917 als Völkermord anerkennt. Außerdem wolle Israel die Kurden in ihrem Kampf gegen Ankara unterstützen und eine diplomatische Offensive gegen die Türkei starten. Lieberman plane ein Treffen mit Führern der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) in Europa, bei denen diese Israel um Militärhilfe gegen die Türken bitten könnten."
      Quelle: Zeit.de
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    • Domino 18.04.2017 17:11
      Highlight Was ich mache ist freie Meinungsäusserung, einer unserer Grundpfeiler der Demokratie.
      Was ist dann das 'Gedankengut' welches du mir unterstellst?

      Von töten, steinigen etc habe und werde ich nie sprechen, da wird mir wieder etwas unterstellt, was schlicht nicht stimmt. Verleumdung nennt man das, welche strafbar ist.

      Ich bin klar auf der Seite des Rechtsstaats. Da müssen die Lösungen gesucht werden: Ausweisung, verweigerung von Sozialhilfegelder und was jetzt möglich ist, wenn jemand seine Integration verweigert. Integration ist eine Bringschuld und wird zusätzlich Staatlich gefördert.
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    • demokrit 18.04.2017 18:15
      Highlight Ueli: "Auf deine persönliche Angriffe, Unterstellungen und Diffamierungen werde ich nicht eingehen."

      Sehr gut, dann muss ich auf deine radikalen Anwürfe auch nicht weiter eingehen. Der Autor (immerhin renommierter Soziologie-Professor) zitiert mehrere wissenschaftliche Studien. Das sind nicht seine Studien (wie dir bei einer tatsächlichen Lektüre auch nicht entgangen wäre). Insofern ist deine neuerliche Ad-Honimem-Attacke über die linkspopulistische Ecke der Taz herzlich ungeeignet für einen seriösen Diskurs. Das relativierende widersprüchliche Gelabber über Gewaltpotentiale kennt man ja.
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    • demokrit 18.04.2017 18:22
      Highlight Saraina: Das Zitat stützt deine obige Aussage überhaupt nicht. Da ist weder von einem Regimewechsel noch von einem eigenen Staat die Rede.

      "Lieberman zufolge will sich Israel dafür einsetzen, dass der US-Senat die Massentötungen von Armeniern im Osmanischen Reich zwischen 1915 und 1917 als Völkermord anerkennt."

      Es war ja auch ein Völkermord..
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    • Saraina 18.04.2017 18:23
      Highlight Übrigens: per Definition wird ein Muslim ein Ungläubiger, wenn er nicht mehr an Allah glaubt, oder öffentlich dem Islam abschwört. Wenn er das Gebet vernachlässigt oder im Ramadan nicht fastet, ist er zwar fehlhaft, aber noch kein Ungläubiger. Dies gemäss der Definition der 4 traditionellen Rechtsschulen, die sowas wie "politischen Islam" gar nicht kennen, weil es Jahrhunderte nach ihnen entstand.
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    • Domino 18.04.2017 19:27
      Highlight Als gläubiger Schweizer musst du mindestens einmal im Jahr Raclette und eine Servelat essen. Singen des Schweizerpalms ist erwünscht. Wenn du es nicht machtst, bist du auch kein schlechter Schweizer 😉
      Spass bei Seite: ich finde die Einteilung in gläubige und ungläubige schon sehr anmassend und überheblich. Es fördert das in so einer Ideologie die strengere Auslegung die Oberhand hat.
      Es spielt keine Rolle wann der politische Islam entstand, sondern das er heute eine Bedrohung für unsere westliche Kultur ist.
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    • demokrit 18.04.2017 20:07
      Highlight Ein Kommentator fasst die an die Pseudokritik in der TAZ am Prof. übrigens sehr treffend zusammen:

      "[W]eil Sunniten in der Befragung "schlechter" abschneiden als Aleviten, also häufiger "fundamentalistisch" orientiert sind, wird einfach mal die Definition in Frage gestellt, um das unerwünschte Ergebnis zu vermeiden. Allerdings stellt sich die Frage, was an der Definition falsch sein soll, die ziemlich gängig ist."

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    • demokrit 18.04.2017 20:08
      Highlight "Hier sieht man sehr deutlich, dass eine Studie nicht an ihrer fachlichen Qualität gemessen wird, sondern am (unerwünschten) Ergebnis. Korrekt wäre es, man würde eine "bessere" Definition vorschlagen, die das Ergebnis präziser wiedergeben würde, ohne die angebliche Verzerrung zugunsten von Aleviten. Ob die dann allerdings noch zu "Fundamentalismus" passen würde, ist eben die Frage."
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    • Saraina 18.04.2017 21:38
      Highlight Domino, Muslime teilen Menschen normalerweise nicht in Gläubige oder Ungläubige ein. Sie unterscheiden nicht mehr als Juden, Christen oder Hindus.
      Ich habe mich auf diese deine Unterstellung bezogen: weiter oben schreibst du "Wollen sie sich ganz integrieren müssen sie die politischen Aspekte ihrer Religion ablegen und werden so selbst zu Ungläubigen."
      Gruppen haben es an sich, sich abzugrenzen. Das machen auch Nationalisten. Ich wehre mich einfach gegen deine Falschaussage, dass Muslime, die an islamischen politischen Absichten nicht interessiert sind, die Mehrheit also, Ungläubige seien.
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    • Saraina 18.04.2017 21:52
      Highlight Demokrit: ja, es war ein Völkermord. Lieberman hat klar gesagt, dass es an der Zeit sei, dass die Kurden einen eigenen Staat bekommen. Etliche deutsche Politiker äussern sich ähnlich. Lieberman hat auch gesagt dass Israel verdeckte Aktionen unternehmen kann und wird, wo und wann es will. Es gibt eben auch anderswo krasse Politiker, nur bekommen die nicht so viel Presse. Aber mit etwas googeln kommst du schon auf diese Aussagen. Es sind meist kleine Notizen z. B in der NZZ.
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    • demokrit 19.04.2017 15:13
      Highlight Saraina: In deinem Link hat er das jedenfalls nicht gesagt. Alle mächtigen Staaten dieser Welt unterhalten Geheimdienste, die sich irgendwelche verdeckte Aktionen vorbehalten. Der Vorwurf der Destabilisierung müsste schon besser begründet und deren Macht auch nicht überschätzt werden.

      Gegen ein autonomes Kurdistan in Syrien spricht eigentlich auch nichts. Es ist die einzige Region dort, in der friedliches Zusammenleben möglich ist. Und den Bürgerkrieg gegen die Kurden in der Türkei hat der Diktator Erdogan zwecks Wahlkampf vom Zaun gerissen.
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  • scotchandsoda 16.04.2017 22:39
    Highlight Erdi hat doch eh schon kräftig Richter ausgetauscht, also ob ein juristisches Vorgehen überhaupt Erfolg haben würde, darf angezweifelt werden...

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  • sven_meye 16.04.2017 22:35
    Highlight 51,3% ... ein schönes Resultat, damit es auch ja keiner anzweifelt. Das "Ja" war doch schon beschlossene Sache.
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  • Daniel Martinelli 16.04.2017 22:14
    Highlight Eine Diktatur zeichnet sich vor allem durch totalitäre Machtstrukturen aus. Diese Strukturen untergraben nicht nur Recht und Demokratie, sondern vor allem Gegenwind der Opposition. Wer glaubt, die Wahlen seien demokratisch gewesen, irrt gewaltig. In den kurdisch dominierten Regionen wurde den Bürgern das anonyme Abstimmen verweigert. Wie soll so eine demokratische Wahl möglich sein, wenn Gegner in den Wahllokalen genötigt werden? Und so ein Land wollte mal in die EU? Das Land wird einen neuen Bürgerkrieg erleben.
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    • Bronko 16.04.2017 22:24
      Highlight Das fürchte ich auch...
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    • α Virginis 16.04.2017 22:51
      Highlight Aye, Daniel, da hast Du vollkommen Recht. Habe selbst bei verschiedenen Reisen Erfahrungen mit solchen "Wahlen" gemacht, zumindest als unbeteligter "Beobachter". Meiner Meinung nach ist diese Wahl weder demokratisch, noch transparent oder ehrlich gewesen. Wenn das Ergebnis trotz aller Manipulation dermassen knapp ist, ist bei den Verhältnissen davon auszugehen, dass die PKA unter Erdogan die Wahlen massiv verloren hat. Aber die offiziellen Ergebnisse sind ja glaubwürdig, ebenso wie Erdogan und seine PKA. Ein Schelm, wer DA Böses denkt!
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  • Angelo Hediger 16.04.2017 22:06
    Highlight Der Türke hat nichts aus seiner Geschichte gelernt.
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    • Enzasa 16.04.2017 23:22
      Highlight Sie dürften ja auch nichts über die Geschichte erfahren
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    • Saraina 17.04.2017 00:40
      Highlight Angelo Hediger: welcher Türke? Der mit den 51,3% oder der mit den 48,7%?
      Und, nur so zum sagen: die Türkinnen dürfen auch abstimmen. Das durften sie schon, bevor die Frauen hier das Stimm- und Wahlrecht hatten.
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  • Matthias Studer 16.04.2017 22:01
    Highlight Egal was man abgestimmt hat, das Wahlergebnis war vor der Abstimmung klar. Opposition ist dazu da, um eine Demokratie bescheinigen.
    In kurzer Zeit wird die Opposition als Gülen-Anhänger so oder so aus dem Verkehr gezogen. Denn ab heute braucht es die Opposition nicht mehr. Sie hat ihren Dienst getan. Erdogan spricht sicher noch seinen Dank aus.
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    • pamayer 16.04.2017 23:56
      Highlight Sehr zynisch, sehr wahr.
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  • greeZH 16.04.2017 21:58
    Highlight Wenger out
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    • buenavista62 16.04.2017 22:11
      Highlight Made my day!😂😂😂
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  • pamayer 16.04.2017 21:52
    Highlight Die Oppositionsparteien werden höchstwahrscheinlich mit ihnen Zweifeln recht haben.

    Ob sie auch Recht bekommen werden... ...
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    • Enzasa 16.04.2017 23:22
      Highlight .......... sicher nicht
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Bei Massenpanik in Turin verletzte Frau gestorben

Eine 38-jährige Italienerin, die bei einer Massenpanik in Turin verletzt worden war, ist am Donnerstagabend gestorben. Dies berichteten Ärzte des Turiner Spitals, in dem die Verletzte lag.

Die Panik war während des Public Viewings des Champions-League-Finales zwischen Juventus Turin und Real Madrid am 3. Juni ausgebrochen.

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