Schweiz
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Schock-Tat in Basel: Seniorin plante Mord an siebenjährigem Schüler minutiös



Ansicht des Tatorts, wo ein siebenjaehriger Schulbub Opfer eines Toetungsdelikts geworden ist, am Donnerstag, 21. Maerz 2019 in Basel. Mutmassliche Taeterin ist eine 75-jaehrige Frau. Sie wurde festgenommen. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Blumen am Tatort. Bild: KEYSTONE

Im März 2019 hat eine Seniorin in Basel einen siebenjährigen Schüler ermordet. Am 10. August muss sich die 76-jährige, mutmasslich psychisch kranke Täterin für den minutiös geplanten Mord vor dem Basler Strafgericht verantworten.

Die Bluttat sorgte landesweit für Bestürzung und Fassungslosigkeit: Am 21. März 2019, kurz vor 12.40 Uhr, wurde am St.Galler-Ring im Gotthelf-Quartier in Basel ein siebenjähriger Schüler auf dem Heimweg niedergestochen. Der Bub erlag seinen schweren Verletzungen.

Die mutmassliche Täterin ist eine heute 76-jährige Schweizerin. Heimtückisch und in direkter Tötungsabsicht hat sich die Seniorin dem ihr unbekannten Kind von hinten genähert, wie aus der Anklageschrift zum Fall hervorgeht, der am 10. August am Basler Strafgericht zur Verhandlung kommt.

Als der völlig ahnungslose Bub weniger als einen Meter vor ihr gestanden sei, habe sie ihm ohne jegliche Skrupel von hinten ein Küchenmesser in den rechten Halsbereich gestossen. Der Junge drehte sich gemäss Staatsanwaltschaft zu ihr um, worauf sie ihm auch noch von vorne einen wuchtigen Messerstich in die linke Halsseite versetzte.

Ansicht des Tatorts, wo ein siebenjaehriger Schulbub Opfer eines Toetungsdelikts geworden ist, am Donnerstag, 21. Maerz 2019 in Basel. Mutmassliche Taeterin ist eine 75-jaehrige Frau. Sie wurde festgenommen. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Der Bub schrie laut auf und ging zu Boden, wie es in der Anklageschrift weiter heisst. Nachdem sich die Seniorin vergewissert habe, dass sie dem Schüler tödliche Verletzungen zugefügt und er mit dem Tod gerungen habe, sei sie vom Tatort weggegangen.

Jahrzehntelanger Streit mit Behörden

Die Ermordung des Schülers hat die mutmassliche Täterin, die seit dem Tötungsdelikt im Untersuchungsgefängnis Waaghof sitzt, gemäss der Anklageschrift von langer Hand akribisch geplant. Die Beschuldigte leide an einer chronifizierten, schwerwiegend wahnhaften Störung, namentlich einem Querulantenwahn. Dieser habe sich seit 1977 fortschreitend entwickelt und sei in drei psychiatrischen Gutachten diagnostiziert worden, schreibt die Basler Staatsanwaltschaft.

Auslöser der Störung waren zivilrechtliche Streitigkeiten ihres 1999 verstorbenen Lebenspartners, in welche sie involviert gewesen war – und insbesondere der Umstand, dass die gemeinsame Wohnung des Paares in Allschwil BL 1992 zwangsgeräumt worden war. Die beiden wurden vorübergehend obdachlos, ihr Eigentum wurde eingelagert und 1995 liquidiert.

Über 42 Jahre lang habe die Beschuldigte wahnhafte Briefe an verschiedene Behörden geschrieben, heisst es. Dabei hätten die Schreiben über die Jahre an Frequenz und Intensität zugenommen. Mehr als zehn Bananenkisten voller Briefe hätten sich im Verlaufe der Zeit angehäuft. Ab 2002 war in den Briefen der Frau häufig von Mord die Rede.

Drohungen häuften sich ab 2016

Aufgewachsen ist die 76-jährige Angeklagte im Kanton Luzern. Nach ihrer Ausbildung zur Postgehilfin und Sachbearbeiterin hatte sie von 1974 bis 1986 als KV-Angestellte in Basel gearbeitet. Danach war sie arbeitslos und lebte bis zur Tat in einem Basler Hotel.

2003 und 2005 wurde die Angeklagte im Rahmen von fürsorgerischen Freiheitsentzügen jeweils für einige Wochen stationär psychiatrisch behandelt. Auch war mehrmals gegen sie wegen Gewalt und Drohung gegenüber Behörden und Beamten ermittelt worden.

Ab 2016 häuften sich die Drohungen der Angeklagten, zunehmend äusserte sie unspezifische Drohungen hinsichtlich einer jederzeit zu erwartenden Gewalttat, falls ihre Forderungen nicht erfüllt würden und man ihr ihr Eigentum nicht zurückgeben würde.

Das letzte Schreiben der mutmasslichen Täterin ans Bundesgericht datiert vom 15. März 2019 – sechs Tage vor der Tat. Darin hielt sie fest, dass das Bundesgericht wolle, dass die abverlangte Gewalttat eingehalten und bewiesen werde.

Geständnis per SMS vorbereitet

Drei Tage vor der Tat begann die Angeklagte mit der detaillierten Planung, «tigerte» gemäss eigenen Angaben durch das Gotthelf-Quartier und spielte ihre Tötungsideen im Kopf durch. Tags darauf verfasste sie einen Entwurf für eine SMS, die sie nach der Tat versenden wollte. Darin schrieb sie, dass sie getötet habe, um ihr Eigentum zurückzuerhalten.

Mehrfach änderte sie in den folgenden zwei Tagen den Text. In der endgültigen Version war konkret von der Tötung eines Kindes die Rede. Zudem wolle sie sich der Polizei stellen und Verantwortung übernehmen, sofern sie nicht umgebracht werde.

Am 21. März setzte die Angeklagte ihren brutalen Plan um und ermordete den siebenjährigen Schüler, der als letzter das Schulhaus verlassen hatte. Als die Rettungskräfte am Tatort eintrafen, war der Bub bereits klinisch tot.

Nach der Tat verschickte die Frau das vorbereitete SMS an mehrere Personen. Um 13.30 Uhr – eine Stunde nach der Tat – stellte sie sich «ruhig und gefasst» der Staatsanwaltschaft. Ohne jegliche Reue zu zeigen, habe sie mitgeteilt, dass sie ein ihr unbekanntes Kind mit einem Messer getötet habe und dem Ermittler die Tatwaffe ausgehändigt.

Die Staatsanwaltschaft beantragt die Verwahrung der 76-Jährigen, weil sie wegen ihrer psychischen Verfassung schuldunfähig sei. (aeg/sda)

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89Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Demetria 01.08.2020 00:05
    Highlight Highlight Cluster Bs das grösste Gesundheitsproblem im Land welches konstant ignoriert wird. Weil meist trifft es ja eh "nur" deren Kinder. Und warum sollte man sich einmischen wenn es "nur" das Nachbarskind ist. Fernsehen oder in den Jassclub gehen und tun als wäre nichts ist halt gemütlicher. Aber wenn dann mal etwas in der Öffentlichkeit passiert sind hinterher alle "entsetzt" und haben es angeblich "nicht kommen sehen".Typisch Schweiz halt. Cluster Bs sind real und dunkle Triaden sind real ob das dem Durchschnittsgartenzwerg passt oder nicht und darum braucht es endlich eine Debatte!
  • stefan reiser 31.07.2020 12:17
    Highlight Highlight Wenn jemand soviele Briefe schreibt ,
    dann wäre es interessant zu wissen ,
    wie oft und wie einfühlsam darauf
    geantwortet wurde .
    Hat man die Anliegen der Frau geprüft
    oder ihr Auswege aus der Sackgasse aufgezeigt ?
  • Skyrim Tourist 30.07.2020 22:48
    Highlight Highlight Alter, da läuft es einem ja kalt den Rücken runter beim Lesen... Ich kann mir nicht mal vorstellen, wie sich die Eltern fühlen müssen.
  • Wolk 30.07.2020 22:09
    Highlight Highlight Schön haben die Behörden rechtzeitig gehandelt. Nicht
  • Booker 30.07.2020 20:05
    Highlight Highlight Und seit 1986 in einem Hotel gelebt ? Wow da muss ja Kohle rum sein !
    • Hierundjetzt 31.07.2020 13:10
      Highlight Highlight Nö. 42x30 = Sozialrechtliches Maximum an Mietzuschuss
    • Knacker 31.07.2020 13:12
      Highlight Highlight nicht unbedingt, muss ja kein Dolder sein, gibt auch ganz billige Hotels wo sich komische Gestalten einnisten. Im Ort wo ich wohne hat es ein Restaurant das auch Zimmer vermietet, winzig kleine Zimmer ohne eigenes Badezimmer und gleich neben einer vielbefahrenen Hauptstrasse. Ich kenne einen der dort Dauermieter ist, der ist immer wieder arbeitslos und meistens vollgedröhnt mit Drogen und Alk, das Zimmer wird ihm wohl vom Soz bezahlt. Bei der Mörderin im Artikel war es vielleicht was ähnliches.
  • MGPC 30.07.2020 16:15
    Highlight Highlight Behördenversagen auf ganzer Linie. Ich als Vater des Kindes würde alle involvierten wegen unterlassener Hilfeleistung anzeigen. Sie hat ganz klar gedroht eine Gewalttat zu verüben und das sogar mit Mordabsichten. So eine Person gehört vorher weggesperrt. Jetzt ist ein Kind Tot und die Täterin ist Schuldunfähig. Also wird hier niemand zur Rechenschaft gezogen. Ich geh mal 🤮
  • Marino Meneghello 30.07.2020 16:13
    Highlight Highlight Die Verwahrung kommt ihr un ihren allfälligen Angehörigen günstiger zu stehen als ein Alters- oder Pflegeheim.
  • bbelser 30.07.2020 15:19
    Highlight Highlight Die unbegreifliche Tat, das Leid der Familie, die Willkür der Täterin, die hier auch spürbare Ausweglosigkeit mancher psychischer Erkrankungen: all das lässt einen fassungslos und hilflos vor der Grausamkeit dieser Situation stehen.
    Hilflosigkeit macht uns wütend. Aber Wut ist wohl der schlechteste Ratgeber, wenn es darum geht, wie wir mit Menschen umgehen, die so etwa tun.
    Minimales Verstehen, was in solchen Menschen abläuft, gelingt uns schon kaum. Präventives Eingreifen ist deshalb eine Gratwanderung, wenn wir am Ende nicht jeden unbeherrschten oder auffälligen Menschen einsperren wollen.
  • John Henry Eden 30.07.2020 15:07
    Highlight Highlight Wenn man die Kommentare liest und Likes sieht, kann man sich über das Resultat der Selbstbestimmungsinitiative nur wundern. Zwei Drittel der Abstimmenden sagten damals Nein.

    Wer jetzt Präventivstrafen für Drohungen fordert und damals Nein stimmte, den kann man schlichtweg nicht ernst nehmen.

    Solche Strafen kämen vor dem EGMR niemals durch. Jeder, der gegen die Initiative war, wollte das so. Das Blut des Opfers klebt also an vielen Händen.

    • Vintage 31.07.2020 08:57
      Highlight Highlight Und wer genau bestimmt was eine Drohung ist, die man ernst nehmen sollte? Du, dein Nachbar, ein Richter, das Sozialamt, die Polizei, eine neu geschaffene Behörde?
      Täglich werden Menschen in der Schweiz bedroht. Dafür haben wir ausreichende Gesetze.
  • Holunder 30.07.2020 13:53
    Highlight Highlight Da läuft es mir kalt den Rücken runter. 😥
  • Tom Garret 30.07.2020 13:46
    Highlight Highlight Verdammt, ich kann das kaum lesen. Es zieht sich alles in mir zusammen, ich denke an meine beiden kleinen Kinder... Ich empfinde so tiefes Mitleid mit den Angehörigen...
    • Bratansauce 30.07.2020 13:55
      Highlight Highlight Weiss auch nicht, ob dieser Detailierungsgrad wirklich sinnvoll ist..
    • Holofernes 30.07.2020 14:56
      Highlight Highlight ... und ich empfinde ganz viel Mitleid mit denen die bei diesem Kommentar blitzen!!
    • Luky22 30.07.2020 17:00
      Highlight Highlight Ich blitze weil ich das Wort verdammt nicht mag.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Benjamin Gmür 30.07.2020 13:39
    Highlight Highlight Und wieder einmal haben die Behörden komplett versagt, das Tragische daran ist, dass ein 7-jähriger das mit seinem Leben bezahlen musste. Das macht mich nachdenklich und traurig.
    • Völkerrechtler 30.07.2020 14:01
      Highlight Highlight Und weshalb haben die Behörden genau versagt?

      Es wurden ja diverse Massnahmen initiiert, wie z.B. eine fürsorgerische Unterbringung, aber die kann man auch nicht ewig aufrechterhalten.

      Es ist immer einfach, im Nachhinein Schuldige zu bezeichnen.

      Hätte man die alte Frau bereits VOR ihrer Tat einfach weggesperrt, hätten wohl die selben nun Empörten sich über die unmenschliche Internierung einer älteren Dame mit psychischen Problemen beschwert!
    • der_senf_istda 30.07.2020 14:02
      Highlight Highlight Wenn etwas passiert, dann heisst es "Behördenversagen" und wenn man eingreift, ohne das etwas passiert ist, dann redet man von "Behördenwillkür".
      Es gibt sehr viele Leute die aktuell Drohungen ausstossen, aber man weiss nicht ob diese Leute "nur" drohen oder ob sie wirklich gewältätig werden. Es ist einfach nicht möglich, alle Querolanten und Droher einzusperren.
    • Glaedr 30.07.2020 14:15
      Highlight Highlight Es ist leicht immer den anderen die schuld zu geben aber sind wir doch mal ehrlich.
      Stellt euch vor ein Politiker vordert das man Menschen nur auf Grund eines Verdachtes ohne das die Leute etwas getan haben einsperren kann.
      Wie wäre echt hier die Stimmung?
      Z.b der Fall Carlos
      Wie viele brachten Argumente wie jeder hat eine Chance verdient, wie viele sagen dort er soll für immer weggesperrt werden und wurden dafür kritisiert, wie viele redeten dort von Behördenwillkür?
      Entweder wir machen so weiter und riskieren das halt mal was passiert oder wir gehen vor wie in der DDR
    Weitere Antworten anzeigen
  • Andre Buchheim 30.07.2020 13:21
    Highlight Highlight Man liest es, doch fällt es schwer, das nachzuvollziehen. Einerseits hätte man die Briefe viel eher ernst nehmen müssen, erst recht bei diesem Hintergrund. Andererseits sieht man, wie gefährlich notorisches und dann chronisch krankhaftes Querulantentum sein kann. Letztlich ist dies aber auch nur eine Form übersteigerten Egos, was, solange dies in unserer Gesellschaft herangezüchtet und als Norm gesetzt wird, uns gesellschaftlich wie dem Einzelnen immer wieder negativ auf die Füße fällt.
  • Damo Lokmic 30.07.2020 13:10
    Highlight Highlight Schuldunfähig aber zehn Bananenkisten voller Briefe, die seit vier Jahren das Wort "Mord" enthalten - Kann man da nicht vorbeugend handeln und sie zum Wohl der Gesellschaft wegsperren/unter Beobachtung stellen?
    • Hierundjetzt 30.07.2020 18:44
      Highlight Highlight Auf vorrat einsperren? Njaaaa und wo beginnt dies dann? Wenn Damo einen hässigen Brief an den Kundendienst der Migros schreibt.

      Nein, das geht nur im Film.
    • Thadic 31.07.2020 03:42
      Highlight Highlight @Hierundjetzt: einen noch so hässigen Brief an die Migros wird wohl nicht das Wort „Mord“ enthalten.
      Und wenn ich jede Woche einen Brief schreibe, dann geht es länger als ein Menschenleben bis 10 Kisten gefüllt sind. Ich finde da ist auf jedem Fall etwas schief gelaufen, man kann doch ein solches Verhalten nicht einfach ignorieren.
    • Hierundjetzt 31.07.2020 08:45
      Highlight Highlight Thadic: so bitter es für Opfer ist, aber ein Rechtssystem funktioniert so.
      Tat -> Bestrafung. Russland, China, Kuba, Venezuela und Nord-Korea machen das anderst.

      Aber das wäre ja keine Alternative...
  • So en Ueli 30.07.2020 13:06
    Highlight Highlight Klar man plant eine Tötung, aber der Staat denkt sich, "hümm ne, du bist psychisch Labil, daher schuldunfähig." Dafuq? Ist das ein schlechter Scherz? Die Dame soll in einer dunklen Kammer alleine sitzen, bis dass der Tod sie aus dem Leben holen möge. Wer solch skrupellose Tat begeht, der hat sein Leben verwirkt, egal, ob die Person noch alle Tassen im Schrank hat oder nicht. Und nein, ich bin nicht für die Todesstrafe, das schmerzt zu wenig. Die Frau soll jeden Tag bis zum Ende ihres armseligen Lebens sich an die Tat erinnern müssen und wissen, dass sie mit den Konsequenzen zu leben hat.
    • bokl 30.07.2020 15:07
      Highlight Highlight Sie sind also für lebenslange Folter, weil der Tod zu wenig schmerzhaft erscheint? Spricht nicht für ihre psychische Gesundheit. Lassen Sie sich bitte helfen.
    • Holunder 30.07.2020 15:11
      Highlight Highlight Lies mal nach, was Schuldunfähigkeit im juristischen Sinne bedeutet.

      Die verbringt den Lebensabend nun halt in der Klapsmühle statt im Knast. Falls "der Staat" eine Querulantin wie sie versucht zu terapieren ist dass für die vermutlich eh die grössere Stafe, als wenn sie in einer normalen Zelle in Ruhe auf den Tod warten darf.
    • Leichterbär 30.07.2020 17:20
      Highlight Highlight Egal was wir tun...die Toten kommen nicht mehr zurück😔
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hummingbird 30.07.2020 13:05
    Highlight Highlight Ich bin dafür, dass Verwahrungen einfacher möglich sind. Wer mit Gewalttaten droht, darf nicht auf freiem Fuss sein.
    Wenn ich daran denke, wie es dem Jungen erging, und wie es seinen Eltern, evtl Geschwistern und weiteren Angehörigen immer noch geht, dann überkommt mich eine grosse Welle am Fassungslosigkeit, Wut und Trauer.
    • bokl 30.07.2020 13:33
      Highlight Highlight Na dann viel Spass beim Bauen von zusätzlichen Haftplätzen. Am einfachsten erklären wir einen mittelgrossen Kanton zur Anstalt und bauen eine Mauer...
    • der_senf_istda 30.07.2020 14:07
      Highlight Highlight Ab wann sperrt man einen Droher ein, wo ist die Grenze ? Es gibt Kultukreise, wo Drohungen bei Steitigkeiten sehr schnell ausgesprochen werden, wie geht man damit um ?
    • Völkerrechtler 30.07.2020 14:10
      Highlight Highlight Ich glaube, Sie haben keine Vorstellung davon, wie oft Gewalt angedroht wird...

      Und ab wann ist es dann eine Drohung, die bereits eine lebenslange Verwahrung rechtfertigt?

      Reicht ein "Ich mache euch fertig!" und geballte Fäuste?

      Und was wenn die Drohung bestritten wird und Aussage gegen Aussage steht?

      Die meisten Drohungen sind schwierig einzuordnen und zu beweisen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Peter Vogel 30.07.2020 12:48
    Highlight Highlight Das arme Kind.
    Grundlos abgestochen von einer Bekloppten.
    • Andre Buchheim 30.07.2020 15:22
      Highlight Highlight Krank, nicht bekloppt...
  • stevemosi 30.07.2020 12:10
    Highlight Highlight Häh wie kann der Auslöser der psychischen Störung '99 sein, wenn es seit '77 diagnostiziert wurde?
    • Knäckebrot 30.07.2020 16:22
      Highlight Highlight Ausgelöst durch Streitigkeiten wegen Zivilrechtlichen Verfahren mit den im 99 gestorbenen Mann.
      D.h. dass er im 99 gestorben war aber nicht, dass es dann ausgelöst wurde, sondern die Streitigkeiten schon zuvor waren. Auf der Strasse landete sie auch zuvor.

      Aber kein Stress, hat nichts mit nicht genau lesen zu tun. Es kann schon so erscheinen, dass es so gemeint wäre, dass es erst dann ausgelöst wurde. Mir wäre das mit den Zahlen nicht mal aufgefallen.
  • Lucernefan 30.07.2020 12:08
    Highlight Highlight da wird mir schlecht, wenn ich sowas lese.... ohjemine, das ist heftig!!
  • ingmarbergman 30.07.2020 12:02
    Highlight Highlight Lebenslange Verwahrung für Querulanten. Wer Drohungen äussert muss ernst genommen werden und es muss sicher gestellt sein, dass keine Gefahr von ihnen ausgeht.
    • Oigen 30.07.2020 14:59
      Highlight Highlight also 80% der Bevölkerung (geschätzt) wegsperren?
    • So en Ueli 30.07.2020 19:23
      Highlight Highlight Ich denke die Quote wird kleiner sein.
    • Thadic 31.07.2020 03:49
      Highlight Highlight @Oigen: also ich habe in meinem Leben nicht einmal eine Schuhschachtel Briefe an Behörden geschrieben und nicht 9 Bananenkisten. Nein da ist was schief gelaufen.
  • John Henry Eden 30.07.2020 11:47
    Highlight Highlight Die Verwahrung kann (und wird) einiges länger dauern als die mögliche Freiheitsstrafe.

    Bestrafung im Sinne von Sühne muss man bei dieser Frau sowieso nicht fordern. Das klappt nur bei Leuten mit einem einigermassen normalen Leben. Also wenn die Gefängnisstrafe härter ist als der Alltag des Täters.

    Man muss die Öffentlichkeit vor ihr schützen. Dafür gibt es die Verwahrung.
    • So en Ueli 30.07.2020 19:23
      Highlight Highlight Oder Isolationshaft, würde uns auch vor solchen Menschen schützen.
  • Pafeld 30.07.2020 11:30
    Highlight Highlight Was geschieht mit den Beamten, die offensichtlich Bananenkisten voller Morddrohungen haben und trotzdem keinen Anlass zum handeln sahen? Sorry, aber die gesellschaftlich-strafrechtliche Aufarbeitung in diesem Fall ist keineswegs damit getan, eine offensichtlich geistig verwirrte, alte Frau noch für ein paar Jahre zu verwahren.
  • pluginbaby 30.07.2020 11:23
    Highlight Highlight Man soll bitteschön dafür sorgen, dass sich diese Frau jedem Tag ausnahmslos mit dieser Tat und deren Folgen auseinandersetzen muss. Nicht um sie zu therapieren, den Zug hat man wohl längst verpasst...
    • Pafeld 30.07.2020 16:24
      Highlight Highlight Wenn es keinen therapeutischen Effekt haben soll, was dann?
  • Lümmel 30.07.2020 11:18
    Highlight Highlight "Über 42 Jahre lang habe die Beschuldigte wahnhafte Briefe an verschiedene Behörden geschrieben, heisst es. Dabei hätten die Schreiben über die Jahre an Frequenz und Intensität zugenommen. Mehr als zehn Bananenkisten voller Briefe hätten sich im Verlaufe der Zeit angehäuft. Ab 2002 war in den Briefen der Frau häufig von Mord die Rede."

    Und warum tut niemand was?
    • bbelser 30.07.2020 14:50
      Highlight Highlight Was genau hätte "man" tun sollen?
      Sobald du dir das überlegst, wirds schwierig.
    • Lümmel 30.07.2020 15:35
      Highlight Highlight Wer "Bananenkisten" voller Drohbriefe schreibt gehört in psychiatrische Behandlung.
    • Pafeld 30.07.2020 16:28
      Highlight Highlight @bbelser
      Nein. Wenn man weiss, wofür das E in KESB steht, erübrigt sich die Frage.
      Im übrigen ist bereits drohen (noch nicht einmal mit Mord...) eine Straftat. Das in Gang setzen des Beamtenapparates ist so somit keine Frage des Könnens, sondern des Wollens. Man hat diese Frau von Seiten der Behörden nicht ernst genommen. Und das ist ein Versäumnis, das genauso strafrechtlich aufgearbeitet gehört.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Emil Eugster 30.07.2020 11:17
    Highlight Highlight In der Zeit (Monate lang) davor war in der Blocherschen und Sommschen Basler Zeitung die Stimmung in Sachen Opferrolle sehr stark aufgeheizt worden.
    Das Narrativ "Schweizer würden von den linken Behörden zu Gunsten von Ausländern unterdrückt und müssten sich notfalls bald mit Gewalt wehren". Dies stoppte abrupt nachdem eine Schweizerin ein ausländische Kind ermordete. Zufall oder Schuldeingeständnis?
    Übrigends: Was heutzutage so alles in Qualitätsmedien veröffentlicht wird … gerade eben aus den Kommentarspalten des Tagi zum Artikel "Nun spricht die Ex-First-Lady":
    Benutzer Bild
  • My Senf 30.07.2020 11:07
    Highlight Highlight „ Darin hielt sie fest, dass das Bundesgericht wolle, dass die abverlangte Gewalttat eingehalten und bewiesen werde.“
    Und der SachbearbeiterIn so:“die verukti chue hät wider mal gschribe“ und Gelächter im Büro

    Ich hoffe die haben ein Foto vom Jungen im Büro dass sie jeden Tag sehen müssen!
    • Ueli_DeSchwert 30.07.2020 15:09
      Highlight Highlight Ist im Nachhinein einfach zu sagen. Was soll man deiner Meinung nach sonst machen? Hast du eine Ahnung, wie oft Drohungen ausgesprochen werden? Ab wann wird jemand weggesperrt? Schon auf Verdacht? Oder ab dem 351. Brief?
    • My Senf 30.07.2020 16:17
      Highlight Highlight Offenbar war es mindestens der 352. den Bananenschachteln nach
      In unserer Appisierten Welt geht einfach die soziale Kompetenz verloren. Mit zoom wird’s leider nur noch schlimmer
      Es geht nicht drum einen Job zu machen, sondern darum das zu machen was nötig ist!
      Reden nicht wegsperren!

      Ich kenne mich leider mit Behörden aus. Hier steht aber ...
    • Thadic 31.07.2020 03:56
      Highlight Highlight Ich kann mir auch gut vorstellen dass es so gelaufen ist. Ich stelle die provokante These auf dass wenn jeder Mensch jemand hätte der ihn versteht solche Sachen nicht passieren würden.
  • Elephant Soup slow cooker recipes 30.07.2020 11:06
    Highlight Highlight minutiöse Planung, aber schuldunfähig.. f***
    • Til 30.07.2020 11:15
      Highlight Highlight Planungsfähigkeit ist ganz offenbar kein Zeichen von psychischer Gesundheit. Erleben wir das nicht alle alltäglich im Berufsleben?
    • Scarrus 30.07.2020 11:18
      Highlight Highlight Die kommt eh nicht mehr raus.
    • Elephant Soup slow cooker recipes 30.07.2020 11:28
      Highlight Highlight im Berufsleben wird kein kleines Kind ermordet wegen planungsfähigen psychisch beeinträchtigten Personen, aber du magst wohl recht haben, leider.. ich habe Mühe, es zu begreifen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heini Hemmi 30.07.2020 11:03
    Highlight Highlight Zum Glück wissen wir nicht, welche Irren überall frei herumlaufen. Sonst würden wir nicht mehr aus dem Haus.
  • sikki_nix 30.07.2020 11:02
    Highlight Highlight Ich kann davon kaum den ersten Abschnitt zu ende lesen ohne dass mich die blanke Wut packt. Sinnlose Brutalität die ihresgleichen sucht. Ich wünsche den Eltern dass sie irgendwie frieden damit machen können. Ich glaube ich könnts nicht.

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