Casino Davos muss Busse von 970'000 Franken bezahlen
Das Casino Davos muss eine Sanktion von 970'000 Franken bezahlen. Wegen zwei Software-Pannen konnten gesperrte Spieler auf der Online-Plattform ihr Glück versuchen oder erhielten Werbung. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerde des Casinos abgewiesen.
Der im Geldspielgesetz verankerte Schutz von Spielern vor den Gefahren von Geldspielen ist ein tragendes Leitziel des Gesetzes. Dies schreibt das Bundesverwaltungsgericht in einem am Mittwoch publizierten Urteil. Wer diesen Schutz nicht gewährleistet, muss mit Konsequenzen rechnen. Zu spüren bekommt dies das Casino Davos.
Bei zwei Updates der Software, die mit der Online-Plattform zusammenhängt, kam es im März und Oktober 2023 zu Fehlern. Als Folge davon konnten gesperrte Spieler im März während fünf Tagen wieder zocken und im Oktober rund zwei Wochen lang. Von den total 188 unfreiwillig wieder freigeschalteten Spielern versuchten 118 ihr Glück.
Nicht die erste Sanktion
Das Casino machte zu den Malheurs zeitnah jeweils eine Selbstanzeige bei der eidgenössischen Spielbankenkommission. Diese erteilte eine Sanktion von 3 Prozent des Bruttospielertrags des Jahres 2023 in der Höhe von rund 970'000 Franken. Das Bundesverwaltungsgericht erachtet die Höhe der Busse als gerechtfertigt, da es zu zwei Vorfällen innerhalb kurzer Zeit gekommen ist. Zudem seien die Fehlfunktionen über Tage bestehen geblieben.
Das Gericht berücksichtigt zudem, dass das Casino Davos bereits im Dezember 2020 von der Spielbankenkommission gebüsst worden ist. Gemäss Urteil kam es bei jenem Fall zu einem Verstoss gegen das Verbot von Werbung an gesperrte Personen. (sda)
