Schweiz
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Ernst Ostertag

Ernst Ostertag (89) kämpft seit über 60 Jahren für die Rechte von Homosexuellen. Bild: watson

Ältester Schwulenaktivist der Schweiz: «Ja, es gibt einen Backlash – schuld ist die SVP»

Im vergangenen halben Jahr gab es vermehrt Meldungen über Angriffe auf Homosexuelle. Ernst Ostertag ist der bekannteste Exponent der Schweizer Schwulenbewegung. Er sagt: «Jetzt müssen wir wieder kämpfen.»



«Blick» vom 16. September 2019: «Dann traten die Angreifer näher, spuckten das Paar an und bewarfen es mit einem Feuerzeug. Als Luca B. aufstand und die Pöbler nach dem Grund für ihr aggressives Verhalten fragte, eskalierte die Situation. Sie antworteten: ‹Weil ihr schwul seid›. Kurz darauf flogen die Fäuste.»

«20 Minuten» vom 16. Juni 2019: «Ausgelassen feierten am Samstag Zehntausende in Zürich an der Gay Pride. Unter den Feiernden waren Micha F. und sein Mann. Auf dem Heimweg wurden die beiden jedoch kurz vor Mitternacht angegriffen. Angegriffen wurden sie, weil sie schwul sind, ist F. überzeugt. ‹Sie kamen von hinten, riefen «Schwuchteln! Seid ihr schwul??!» Und dann haben sie zugeschlagen.›»

NZZ vom 20. Mai 2019: «Beim Lochergut im Zürcher Stadtkreis 4 ist es zu einem tätlichen Übergriff auf einen Strassenstand von LGBT-Aktivisten gekommen. Der Verein Achtung Liebe hatte den Stand anlässlich des Internationalen Tags gegen Homophobie aufgestellt. Vier junge Männer warfen Flyer und Essen zu Boden, kippten den Tisch um und stahlen eine Regenbogen-Flagge.»

In der Schweiz werden Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Interpersonen, kurz LGBTI-Menschen, auch im Jahr 2019 noch bespuckt, beschimpft, beleidigt – und tätlich angegriffen. Bei der Schwulenorganisation Pink Cross gehen durchschnittlich vier Meldungen pro Woche ein. In welchem Verhältnis diese Zahlen stehen, ist schwierig zu sagen. Eine nationale Erfassung der Gewalt an LGBTI-Personen existiert nicht.

Obige Beispiele zeigen darum nur die Spitze des Eisbergs. Denn weit nicht jeder Angriff schafft es in den Fokus der Berichterstattung. Und noch seltener werden die alltäglichen Beleidigungen und Anfeindungen gemeldet und publik gemacht. Wer wissen will, wie gross das Problem mit der Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit in der Schweiz tatsächlich ist, kann sich also nicht auf Statistiken berufen, sondern muss andere Quellen zu Rate ziehen.

«In den letzten Jahren haben zu viele von uns nur noch Feste gefeiert. Jetzt müssen wir wieder kämpfen.»

Ernst Ostertag

Einer, der sein Leben lang für die Rechte von Homosexuellen gekämpft hat, ist der 89-jährige Ernst Ostertag. Er tanzte in den 50er-Jahren durch die Nächte an den legendären Bällen der Schwulenorganisation «Der Kreis», er erlebte an eigenem Leib mit, wie die Polizei ab den 60er-Jahren in grossangelegten Razzien gegen Homosexuelle vorging, und schliesslich waren es er und sein langjähriger Partner Röbi Rapp, die am 1. Juli 2003 als erstes homosexuelles Paar in der Schweiz ihre Partnerschaft eintragen liess.

Bild

Röbi Rapp (l.) und Ernst Ostertag am 1. Juli 2003, Stadthaus Zürich. bild: zvg

Alles in allem gilt Ostertag als einer der wichtigsten und ältesten Exponenten der Schwulenbewegung in der Schweiz. Keiner weiss besser Bescheid, wie sich die Akzeptanz gegenüber Schwulen und Lesben in den letzten Jahrzehnten verändert hat.

Ostertag neigt den Oberkörper leicht vor, um dann seine Arme hinter dem Rücken zu verschränken und sie zwischen der Stuhllehne einzuklemmen. Er sitzt am Stubentisch in seiner Wohnung im Zürcher Seefeld. Seit dem Tod seines Partners Röbi Rapp im August 2018 lebt er hier allein. Er vermisst ihn schmerzlich, die beiden waren 62 Jahre lang ein Paar. Doch einsam ist Ostertag nicht, «die Community» schaut gut zu ihm. Und ausserdem ist da noch «sein Giovanni», mit dem Ostertag und Rapp 15 Jahre eine Dreierbeziehung führten. «Wir sind immer noch ein bisschen am Herausfinden, was diese neue Zweierkonstellation jetzt für uns bedeutet», sagt Ostertag.

Wache Augen hinter einem modischen, dunklen Brillengestell, roter Strickpullover über einem blau-weiss gestreiften Hemd mit gestärktem Kragen. Vor Ostertag auf dem Tisch liegen die Zeitungsartikel über die Angriffe auf Homosexuelle, die sich in den letzten sechs Monaten zugetragen haben. Er nickt stumm und schiebt die Papiere beiseite: «Ich kann Sie trösten. Heute ist man auf das Thema sensibilisiert. Wenn so was passiert, dann landet es ziemlich rasch in der Zeitung.»

Das Paar Rapp und Ostertag

Nationale Bekanntheit erlangten Röbi Rapp und Ernst Ostertag als Protagonisten im Film «Der Kreis», in dem ihre Lebens- und Liebesgeschichte erzählt wird. Bis zum Tod von Röbi Rapp am 26. August 2018 waren die beiden 62 Jahre lang ein Paar. 2003 waren sie das erste homosexuelle Paar in der Schweiz, das ihre Partnerschaft eintragen liess.

Trösten? Dass ausgerechnet Ostertag die Journalistin trösten will, scheint paradox. Schliesslich kämpfte er sein Leben lang gegen Homophobie. Ist es da nicht beelendend, dass 2019 Menschen noch immer aufgrund ihrer sexuellen Orientierung angegriffen werden? Was hätte ein 25-jähriger Ostertag zu solchen Meldungen gesagt? Er lächelt verschmitzt: «Wissen Sie, ich mache mir keine Sorgen. Ich glaube sogar, dass das für uns heilsam ist. Jetzt wird wieder eine Gegenbewegung aktiviert. In den letzten Jahren haben zu viele von uns nur noch Feste gefeiert. Jetzt müssen wir wieder kämpfen.»

Kämpfen so wie früher. Während in Nazideutschland Schwule gejagt und in Konzentrationslager deportiert wurden, fungierte insbesondere Zürich als international bekannter Treffpunkt für Homosexuelle. Damals galt die Schweiz als vergleichsweise liberal: Seit 1942 war Homosexualität straffrei. Doch in den späten 50er-Jahren drehte der Wind. Zwei Morde im Schwulenmilieu mündeten in einer homophoben Stimmungsmache vonseiten Polizei und Presse. Homosexuelle wurden als perverse Triebtäter abgestempelt, ab sofort waren ihnen Tanzveranstaltungen untersagt, Razzien wurden durchgeführt und ein Schwulenregister aktiv ausgebaut.

Bild

Das junge Paar Röbi Rapp (l.) und Ernst Ostertag 1956. bild: zvg

Ostertag erinnert sich lebhaft an diese Zeit. Weil er Lehrer war, musste er seine Homosexualität verstecken. Trotz der liberalen Schweizer Gesetzeslage war damals ein schwuler Lehrer ein absolutes Tabu. Ostertag führte also ein Doppelleben, zeigte sich nur selten mit seinem Freund Röbi Rapp in der Öffentlichkeit. Waren sie zusammen unterwegs, gingen sie stets hintereinander. Wegen dem Versteckspiel wurde Ostertag auf der Strasse nicht angefeindet, auch Gewalt erfuhr er nie – bis zu dem einen Mal: «Die Polizei holte mich auf den Posten. Nach dem zweiten Mord holten sie alle, die sie kriegen konnten, auf den Posten. Und irgendwie waren sie auch auf meinen Namen gestossen. Als ich aufmuckte, hielten sie mich fest und schlugen mich.»

«Ich habe immer gewarnt, schon damals beim Partnerschaftsgesetz: Die Geschichte bewegt sich in Wellen und bald wird es wieder weniger gute Zeiten für uns geben.»

Ernst Ostertag

Ostertag behielt die Homosexualität weiterhin geheim. Geoutet hat er sich erst nach seiner Pensionierung. 1999 nahm er zum ersten Mal an der Pride teil, später demonstrierte er zusammen mit seinem Röbi auf dem Bundesplatz für das Partnerschaftsgesetz. Das Paar trug ein Transparent, auf dem stand: «Ein Paar seit 43 Jahren, rechtlos …» Und erst durch die Bekanntschaft zu dem Dritten im Bunde, dem halb so alten Giovanni Lanni, im Jahr 2003 lernten Ostertag und Rapp auch in der Öffentlichkeit ihre Zuneigung füreinander zu zeigen. «Giovanni sagte uns: So, jetzt küsst euch doch endlich mal! Und dann haben wir es gemacht», sagt Ostertag und lacht.

Bild

Röbi Rapp (l.) und Ernst Ostertag demonstrieren 1999 in Bern für das Partnerschaftsgesetz. bild: zvg

Heute könne er offen schwul leben, ohne ein Problem damit zu haben. «Alten Menschen lässt man viel durchgehen. Das ist ein Bonus und den nutzen wir aus.» Vieles habe sich verbessert, das sei klar. Inzwischen gebe es schwule Lehrer, lesbische Nationalrätinnen, bisexuelle Postmitarbeiter und Transpersonen, die bei den SBB arbeiten. «Aber ich habe immer gewarnt, schon damals beim Partnerschaftsgesetz: Jetzt ist der Wind gerade gut für uns, jetzt müssen wir weiterbohren. Die Geschichte bewegt sich in Wellen und bald wird es wieder weniger gute Zeiten für uns geben.»

Ostertag streicht das gelbe Tischtuch glatt. Neben ihm an der Wand tickt eine Uhr. Sein Blick schweift kurz ab, streift das aufgeräumte Wohnzimmer mit der Sofagruppe aus dunkelrotem Samt. Dann fasst er sich und wird deutlich: «Ja, wir erleben einen Backlash – und Schuld daran trägt die SVP.» Dreh- und Wendepunkt sei für ihn der 6. Dezember 1992 gewesen. Mit dem Nein zum EWR habe für die SVP eine neue Ära begonnen, die Ära Christoph Blocher. Er habe die Partei zu einer schlagkräftigen, konservativen Gruppe gemacht, die sich gegen Minderheiten und gegen Ausländer positioniere. Und die jedes Gesetz, das ein Fortschritt für die Homosexuellen bedeutet, ausbremse.

Ernst Ostertag

Ernst Ostertag in seiner Wohnung: «Weil es Hassreden gibt, die mit Meinungsfreiheit nichts zu tun haben, muss es einen Diskriminierungsschutz geben.» Bild: watson

«Sobald nicht mehr der Konsens, sondern die Konfrontation im Vordergrund steht, sind es die Minderheiten, die unter Beschuss geraten. Das liegt an der Art des Denkens, an der Sprache und am Verhalten. Die Grenzen des Sag- und Machbaren werden neu ausgelotet. Das ist fatal», sagt Ostertag. Darum sei jetzt wichtig, dass «die Community» wieder politisch sei, dass messerscharf argumentiert werde, dass man sich verpflichte für das Engagement.

«Hassreden führen zu Hasstaten und bis jetzt konnten Hassreden gerichtlich nicht bestraft werden.»

Ernst Ostertag

Der nächste grosse Stichtag wird der 9. Februar 2020 sein. Dann wird an der Urne über das neue Anti-Diskriminierungs-Gesetz abgestimmt. Es will die Rassismusstrafnorm so erweitern, dass künftig auch Hass und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung unter Strafe steht. Ostertag schüttelt den Kopf und sagt: «Unsere Gegner sagen, die Meinungsfreiheit müsse geschützt werden vor diesem ‹Zensurgesetz›.» Dabei gehe es doch gar nicht darum, dass die Meinungsfreiheit gefährdet, sondern dass sie missbraucht werde. Es sei keine Zensur. Sondern es gehe um Respekt und Achtung vor dem Mitmenschen. «Weil es Hassreden gibt, die mit Meinungsfreiheit nichts zu tun haben, muss es einen Diskriminierungsschutz geben. Hassreden führen zu Hasstaten und bis jetzt konnten Hassreden gerichtlich nicht bestraft werden.»

Zwei Wochen vor der Abstimmung feiert Ostertag seinen 90. Geburtstag. Anstatt einer grossen Party, die sich nur um ihn dreht, wünscht er sich eine Feier, die ganz im Zeichen des Abstimmungskampfes stehen soll. «Damit wir dann am 9. Februar einen Ja-Anteil von mindestens 60 Prozent erreichen können. Das wäre das schönste Geburtstagsgeschenk.»

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141Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kanischti 14.11.2019 14:00
    Highlight Highlight Das Wort SVP kommt im Gespräch einmal vor. Watson schafft es aber dieses Wort in den Titel zu bringen.
    Schwulenfeindlich und SVP bedient das eigene Feindbild so schön.
    Sich etwas zu informieren, bevor man draufhaut, würde helfen: https://www.gaysvp.ch/
    • Yamamoto 14.11.2019 19:26
      Highlight Highlight Die GaySVP ist kein sehr gut gewähltes Beispiel, denn soviel ich weiss, handelt es sich dabei immer noch um einen Verein, welcher weder offiziell Teil der Partei, noch von dieser anerkannt ist. Demgegenüber ist z.B. sogar die Arbeitsgruppe LGBTI der CVP von ihrer Partei offiziell anerkannt und Bestandteil dieser.
  • Janis Joplin 14.11.2019 10:12
    Highlight Highlight Hier im Osten ist die Ablehnung noch viel extremer...wer schwul / lesbisch / transgender etc. ist sagt das nicht laut.
    • Janine Zobrist 14.11.2019 12:48
      Highlight Highlight Ich sage nicht das es schlecht ist ich selber würde auch aus Respekt nichts sagen, aber ich vertrete nicht diese Ansicht.
  • Chääschueche 14.11.2019 05:26
    Highlight Highlight Soweit mir bekannt ist, waren bei den Angriffen fast ausnahmslos Personen mit Migrationshintergrund beteiligt. Also hat die SVP wohl damit nichts zu tun.

    Aber für die Clicks natürlich super 👍
    • Nick Name 14.11.2019 11:35
      Highlight Highlight Gemäss Bericht hat Ernst Ostertag diese Partei genannt. Und dem gehen die Klicks wohl am Allerwertesten vorbei.

      Ausserdem: Für «soweit mir bekannt» gibt es sicher nennbare Quellen. Oder?
    • Swisswolverine 15.11.2019 10:42
      Highlight Highlight "fast ausnahmslos"? Die Polizei kennt viele der Täter/innen nicht, aber du schon, wie es scheint. Solche (vermuteten!) Pauschalisierungen sind weder förderlich noch bringen sie uns in der Sache weiter.
    • Der_Andere 15.11.2019 12:34
      Highlight Highlight Ostertag bringt die SVP auch nicht in Zusammenhang mit den Gewalttaten sondern mit der gesetzlichen Position von Homosexuellen.

      Und da ist es nun mal kein Geheimnis, das ein grosser Teil der SVP auf Blockade schaltet.
  • Mia_san_mia 14.11.2019 03:51
    Highlight Highlight Also da ist wohl mal ausnahmsweise nicht die SVP schuld. Aber natürlich guter Titel für die Clicks...
  • Levi Vodica 14.11.2019 02:12
    Highlight Highlight Also ich (Südosteuropäer) beobachte in meinem balkanisch geprägten Umfeld eine grosse Ablehnung gegenüber Homosexuellen. Aussagen wie "wäre mein Sohn schwul, würde ich ihn umbringen/ausstossen" sind absolut normal und an der Tagesordnung. Das klassische Familienbild der Rechtskonservativen mag sicher auch zu einem Rückschritt führen, die Homophobie bei Ausländern ist aber sicher auch nicht zu unterschätzen. Übrigens ist bei uns Balkanern auch eine ausgeprägte Ablehnung gegenüber Sinti und Roma beobachtbar, trotzdem sind wir oft die ersten, die SVP-Wähler als Rassisten bezeichnen.
    • Magnum 14.11.2019 09:04
      Highlight Highlight "Ihr" seid auch oft die ersten, die nach einer Einbürgerung genau diese Partei wählen. Weil traditionelles Familien- und Geschlechterbild, Nationalismus und Autofetisch dort bestens rein passen. Und ja: Die Homophobie, um die es in diesem Artikel geht.
    • Kanischti 14.11.2019 16:46
      Highlight Highlight @Magnum: Ich gratuliere! Mit dieser billigen Unterstellung haben Sie es sogar in die Kommentarspalte geschafft!
  • Trude45 13.11.2019 23:08
    Highlight Highlight Ich hätte niemals gedacht, dass sich unsere Gesellschaft wieder so zurückentwickelt und intolerante und gehässige Gruppierungen an Einfluss gewinnen.
    Was für ein Armutszeugnis!
  • SIEGLINDE 13.11.2019 21:52
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Arneis 13.11.2019 23:33
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Shaun 13.11.2019 21:49
    Highlight Highlight In meiner Homosexualität (60) hatte ich nie leiden müssen! Im Gegenteil, ich hatte in den Firmen wo ich gearbeitet habe immer nur positive Erfahrungen gemacht! Ich durfte mir Sachen erlauben (vorallem bei den Frauen) wo ein Heterosexueller nur abgeblitzt worden ist! Mein CEO (Verheiratet) hat mich mal bei einem Firmenevent sogar zum Tanz aufgefordert und das vor 100 Mitarbeitern. Gut, ich war in der Grafik Branche, da sind eh alle locker drauf.
    Aber nur zum sagen: es interessant mich auch nicht was Heteros hinter der verschlossenen machen und das lasse mich von denen auch nicht nehmen.
  • Chris Olive 13.11.2019 21:44
    Highlight Highlight Lieber Ernst
    Vielen Dank für all die Jahre, die du und dein Röbi für uns gekämpft haben. 😘
    Der Wind mag sich drehen, aber aufgeben gibt's nicht.
  • Juliet Bravo 13.11.2019 20:00
    Highlight Highlight Nun denn. Dann sollte es ja kein Problem sein, die Anti-Rassismusstrafnorm auf den sexuellen Hass auszuweiten. Wenn man sogar die Rechten alle so hört.
    • Cédric Wermutstropfen 13.11.2019 21:19
      Highlight Highlight Ich würde sie auch gerne auf Hassreden gegen mich ausgeweitet sehen. Natürlich nur wenns genehm ist. Siehst Du wo das hinführt. Wir müssen nicht jeden Blödsinn sofort dort hinein klatschen, bloss weil irgendjemand es ein mega wichtiges Zeichen findet.
    • Eiswalzer 13.11.2019 23:05
      Highlight Highlight Wermutstropfen:
      Und mit welchem Grund auf dich ausweiten??? “Das” führt nicht dorthin wo du meinst. Das ist dieselbe absurde Argumentation wie damals bei der eingetragenen Partnerschaft das Argument, dass als Nächstes dann jeder auch seine Haustiere heiraten könne, seine Geschwister etc etc. Diese Logik ist einfach nur eines: absurd
    • Neruda 13.11.2019 23:51
      Highlight Highlight Jetzt kommen due Rechten wieder mit ihrer Opferrolle 😂 Freie Meinungsäusserung heisst genau das und nicht, dass man nicht kritisiert werden darf, wenn die Meinung rassistisch oder diskriminierend ist! Hört mal auf zu jammern! Wenn ihr Stuss rauslässt, müsst ihr damit leben, dass dies angesprochen wird. Wäre ja noch schöner, wenn ihr Rechten ausserhalb jeder Kritik leben dürftet. Ihr hetzt doch immer gegen Safespaces 😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fly Baby 13.11.2019 19:58
    Highlight Highlight Chapeau Monsieur Ostertag.
  • Magnum 13.11.2019 19:25
    Highlight Highlight Schon erstaunlich, wie kurz das Gedächtnis vieler Kommentierender hier ist. Diese Arena-Sendung, in welcher Oskar Freysinger und Therese Schläpfer - beide von der SVP - sich als Vorkämpfer des Normalen und biologisch Korrekten gegen die unnatürliche Homosexualität und all ihre Auswüchse aufspielten, ist noch nicht lange her.

    Die SVP marschiert im Gleichschritt mit der EDU, wenn es darum geht, Diskriminierungen am Leben und Diffamierungen straffrei zu halte, Aber viel zu viele Kommentarschreibende brabbeln etwas von Migration und importierter Homophobie.
    • Nick Name 14.11.2019 11:39
      Highlight Highlight Das Beste ist zudem das ewig zuvorderst stehende Wahl- und Abstimmungsschlagwort dieser Partei:
      Freiheit!

      #chumeniddruus ...
  • Beggride 13.11.2019 18:48
    Highlight Highlight Ich hoffe mal, dieses ganze im Kreis fahren wird schlussendlich zu etwas positivem, schonem führen. Dich bis dahin wird es für ubseren Planeten wahrscheinlich zu spät sein (oder für uns auf diesem Planeten)
  • Thery 13.11.2019 18:30
    Highlight Highlight Backlash und SVP: für alle Themen gut als Sündenbock. Wenn‘s wirklich so einfach wär!!!!
    • redeye70 13.11.2019 23:55
      Highlight Highlight Glaube auch nicht, dass dies alles der SVP zuzuschreiben ist. Diese Intoleranz und der Drang Minderheiten zu drangsalieren steckt tief in der Gesellschaft drin. Eigentlich nicht verwunderlich wenn ich den Frust und die Kleingeistigkeit so vieler Mitbürger sehe.
    • RyXXel 14.11.2019 12:05
      Highlight Highlight @redeye70 Da hast du völlig recht! Und genau diese tiefe Verankerung von Intoleranz etc macht die SVP so beliebt beim Stimmvolk. Wäre dem nicht so, würden auch weniger Leute SVP wählen
  • Denverclan 13.11.2019 18:24
    Highlight Highlight So schön es ist, dass wir Menschen so unterschiedliche Wesen, mit unterschiedlichen Charakteren sind, es ist eben auch unsere Hypothek. Nicht mal hier unter ganz wenigen Schreibenden, denken wir in dieselbe Richtung. Hass, Frust, Liebe, Gier, Lust im Negativen wie im Positiven, Neid usw....wie will der Mensch das unter einen Hut bringen ? Täglich geschehen nur schon im kleinen Zürich Gräueltaten jeglicher Art, einige werden publik, andere geschehen hinter verschlossenen Türen und vielleicht gar ohne jemals gesühnt zu werden. Und trotzdem lohnt es sich für das Gute zu kämpfen...
    • Cédric Wermutstropfen 13.11.2019 21:15
      Highlight Highlight Und was ist das Gute? 🤷🏼‍♂️ „Nicht mal hier unter ganz wenigen Schreibenden, denken wir in dieselbe Richtung.“
    • ChlyklassSFI 14.11.2019 08:25
      Highlight Highlight Gut ist, wenn man für andere Leute einsteht.
  • Snowy 13.11.2019 18:07
    Highlight Highlight Ich bin wahrlich kein Freund der SVP, aber die Täter der eingangs erwähnten 3 Gewaltdelikte stammten mit ziemlich grosser Wahrscheinlichkeit nicht aus dem Dunstkreis der SVP...

    Beim Lochergut-Überfall ist die Annahme sogar Gewissheit.
    • Chris Olive 14.11.2019 08:40
      Highlight Highlight Aber Ernst hat durchaus Recht damit, dass die SVP jegliche Gesetze zur Verbesserung der rechtlichen Grundlage für LGBT+ Personen blockiert.

      Mehr noch, sie kämpfen sogar aktiv (zusammen mit der EDU) gegen eine Verbesserung an.

      Zusätzlich kommen mir da Aussagen von Bortoluzzi und Daniel Regli. Klar sind das keine physischen Angriffe, aber die Wirkung verfehlen sie dennoch nicht.
    • Snowy 14.11.2019 09:47
      Highlight Highlight @Chris: Ich mag die SVP diesbezüglich auch nicht. Und die SVP schafft mit ihren Worten ein Umfeld, das Gewalt begünstigen kann.
      Trotzdem sollte man bezüglich effektiver Gewalt vs Schwulen bei der Wahrheit bleiben.
    • Chris Olive 14.11.2019 10:08
      Highlight Highlight @Snowy
      Ich kann im Artikel die Stelle nicht finden, wo die Gewalttaten direkt der SVP zur Last gelegt werden.

      Und du schreibst ja selber, dass die SVP mit ihren Worten ein Umfeld schafft, das Gewalt begünstigen kann. Du sagst somit ja selber, dass die SVP somi indirekt MITverantwortlich ist für die Taten.

      Mehr wurde, aus meiner Sicht, im Artikel auch nicht behauptet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • NumeIch 13.11.2019 17:34
    Highlight Highlight Dann lasst uns alle dem Ernst Ostertag am 9. Februar 2020 ein richtig schönes Geburtstagsgeschenk machen und lehnen das Referendum der edu, der jungen svp und der gruppe jugend und familie gegen das Anti-Diskriminierungsgesetz wuchtig, mindestens 60%, ab.
    Ein Nein ist ein Ja gegen Diskriminierung.
    • Levi Vodica 14.11.2019 02:16
      Highlight Highlight Ein Nein ist ein Ja gegen Diskriminierung. Komische Formulierng, warum nicht einfach: Ein Nein ist ein Nein zu Diskriminierung? ^^
    • Herr J. 14.11.2019 11:59
      Highlight Highlight Ein Nein am 9. Februar ist mitnichten ein Ja zu Diskriminierung. Es kann auch ein Ja dazu sein, zu argumentieren und sich zu wehren - einfach ohne Gesetzesartikel und Strafandrohung im Rücken. Denn Diskriminierung ist überall, wer war davon nicht schon einmal betroffen? Wenn wir die alle unter Strafe stellen wollen, dann wünsche ich viel Glück.
  • Der Rückbauer 13.11.2019 17:32
    Highlight Highlight Hauptsache, Mann ist wieder in der Presse und hat einen Schuldigen ausgemacht.
    • Pakart 14.11.2019 01:02
      Highlight Highlight Nome (Avatar) est omen?
  • Gustav.s 13.11.2019 16:46
    Highlight Highlight In der SVP hat es sicherlich Gegner aber richtig hinschauen sollte man da eher bei der CVP und noch mehr bei ihren neuen Freunden der EVP. Gerade EVP Leuten bin ich einigen begegnet, sie besuchten immer meine Grossmutter und Eltern. War ich da zufällig zuhause musste ich die Schnauze halten weil wir Land von so einem gepachtet hatten.
    Was die so erzählten, nicht nur aber auch bezüglich schwulen würde wohl auch einen glühenden SVPler erschrecken.
    Ich hab ihre Meinungen ungefiltert gehört, es ging mir richtig nah als ich ihren Erfolg im Aargau sah.
    • popcornmaschine 13.11.2019 17:04
      Highlight Highlight Ich kenne viele aus der EVP. Die Meinungen sind in dieser Frage so divers wie die reformierten Christen in der Schweiz nunmal sind. Die einen wollen volle Gleichstellung und Inklusion. Andere sind Hardcore dagegen auf der Linie der EDU.
    • Ueli_DeSchwert 13.11.2019 17:22
      Highlight Highlight Es stimmt, die CVP war lange erzkonservativ. Oft sind sie es jetzt noch (Innerschweizer Kantone).
      Aber wenn man beispielsweise AG, VD oder ZH anschaut, ist die CVP dort wirklich noch so konservativ? Oder ist es nicht eher die eigene Erwartungshaltung?
    • Garp 13.11.2019 17:52
      Highlight Highlight Die EVP ist trotzdem immer noch sehr bedeutungslos.
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  • insert_brain_here 13.11.2019 16:19
    Highlight Highlight Ich denke die erschütternde Erkenntnis dieses "Backlash" ist doch diese, dass die unterschiedlichen Formen des Hasses, sei es Homophobie, Rassismus, Misogynie usw. nie wirklich aus den Köpfen verschwunden sind, sondern einfach eine Weile lang nicht gesellschaftsfähig waren. Der "Verdienst" der SVP war es, Hass und Intoleranz im öffentlichen Diskurs wieder zu etablieren.
    • adam gretener 13.11.2019 16:46
      Highlight Highlight Absolut treffend formuliert. Danke. Plötzlich fühlen sich gewisse Knilche dazu befähigt, andere in der Öffentlichkeit zu beleidigen und zu bespucken. Selbst können die aber kaum ihre Schuhe binden.

      So hat der Faschismus angefangen.
    • Cédric Wermutstropfen 13.11.2019 17:14
      Highlight Highlight Ich wage zu behaupten, dass homophobe Attacken eher seltener von Schweizern ausgehen.
    • Eiswalzer 13.11.2019 23:02
      Highlight Highlight Wermutstropfen:
      Ah ja? Bei physischer Gewalt stimmt das eventuell sogar. Bei der sehr viel öfter vorkommenden psychischen Gewalt und systematischem Mobbing wäre ich mir nicht so sicher.
      Da kommen die meisten mir bekannten homophoben Attacken von Schweizern. Leider kenne ich zig Fälle, wo Homosexuelle zb von gläubigen Geschwistern oder Bekannten bis an die Grenzen des Erträglichen belästigt und richtiggehend verfolgt wurden. Und diese Art der “Gewalt” kann noch wesentlich mehr anrichten als ein einmaliger Faustschlag (wobei das keinesfalls Faustschläge relativieren soll).
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  • leu84 13.11.2019 16:08
    Highlight Highlight Warum kann man Menschen nicht so leben lassen wie sie wollen. Wenn ich nichts mit einer bestimmten Gruppe etwas zu tun haben will, dann muss man nicht die Nähe suchen. Ob jemand seinem christlichen Glauben nahe steht geht mir nichts an. Wenn ein Mann Männer mag, dann ist es so. Genauso wenn "Kommunisten" irgendwo ihre Parteiversammlung abhalten. Man muss es nicht befürworten. Damit zu leben soll man aushalten können.
    • Ueli_DeSchwert 13.11.2019 17:24
      Highlight Highlight Kein echter Christ kann mir sagen, dass seine Religion Homosexualität "verbietet". Das stimmt einfach nicht, hält sich in den verstockten Hirnen gewisser "Christen" leider noch immer...
    • Mimimi_und_wow 13.11.2019 19:55
      Highlight Highlight Ueli: ich bin Christin, habe kein Problem mit Homosexualität. In unserer Gemeinde war das ein grosses Thema: es gibt halt sehr konservative Menschen, die die Bibel Wort für Wort auslegen. Und es gibt Menschen die die Bibel als Richtschnur nehmen und sich daran orientieren und an die heutige Zeit adaptieren.
      Wir sind in unserer Gemeinde zum Schluss gekommen: wir einigen uns, dass wir uns, in diesem Punkt, nicht einigen können. Jeder hat die Freiheit dies mit Gott und Jesus selber aus zu machen und muss keinem Rechenschaft ablegen, egal ob er für oder gegen Homosexualität ist. Punkt.
    • RicoH 13.11.2019 22:21
      Highlight Highlight "Jeder hat die Freiheit dies mit Gott und Jesus selber aus zu machen und muss keinem Rechenschaft ablegen, egal ob er für oder gegen Homosexualität ist. Punkt."

      Aber jede/r hat kein Recht darauf, dass er/sie für die Ablehnung der Homosexualität nicht kritisiert wird.
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  • Didabelju68 13.11.2019 15:59
    Highlight Highlight Es ist sehr bedenklich, dass es immer noch Menschen gibt die Homosexuelle anspucken, lächerlich machen usw. . Noch nie habe ich Homosexuelle erlebt die das bei Heterosexuellen getan hätten. Vielleicht sollten wir das mal tun. Aber ich stehe für gewaltfreien Wiederstand. Doch vielleicht sollten wir Homosexuellen mal ein „Stonewall Aufstand“ hier in der Schweiz machen. Allen Schwulen- und Lesbenhassern sage ich nur dies: Ihr fühlt euch selbst schlecht weil ihr hasst. Es ist euer Problem. Ihr schadet euch selbst. Seid verbittert und unglücklich und lasst euren Frust an einer Minorität aus.
    • Genital Motors 13.11.2019 17:01
      Highlight Highlight ok danke mach ich =)
  • uhl 13.11.2019 15:55
    Highlight Highlight Leben und Lesben lassen :)
  • Locutus70 13.11.2019 15:24
    Highlight Highlight Schlimm und ich befürchte es wird in den nächsten Jahren noch zunehmen.
    Zum einen kommen Männer aus Kulturkreisen, in denen Homosexuelle teilweise als Freiwild angesehen werden. Die ändern ihr Verhalten auch nicht, nur weil sie ein paar Jahre in der Schweiz leben.
    Zum anderen werden dadurch auch hiesige Schwulenhasser ermutigt.
    • Dominik Treier 13.11.2019 16:38
      Highlight Highlight Ersteres ist wahrlich nicht das Hauptproblem, ein Grosteiö der Einwanderer stammt nicht aus solchen Ländern und selbst wenn, ist so eine Haltung nicht abgeboren und auf sicher vorhanden.
      Das Hauptproblem ist, dass man Schwulenhasser sich gegenseitig Aufschaukeln lässt, statt sie sich mal mit der Absurdität ihrer Angst auseinandersetzen zu lassen. Homosexualität ist vielerorts ein viel zu grosses Tabu, wenn die Menschen mit einander reden würden, oder eine Aufklärung in Schule, Sprachunterricht etc. stattfände, würde sicher mehr Verständnis entstehen.
    • Locutus70 13.11.2019 16:56
      Highlight Highlight @Dominik Treier - angeboren nicht aber anerzogen. Das ist seit jeher tief verwurzelt in manchen Kulturen und Ländern. Aufklärung in den Schulen und Sprachunterricht bringen da herzlich wenig, denn daheim im Alltag geht es nicht danach. Und manche wollen sich auch nicht einfach belehren oder in eine Richtung und Denkweise erziehen lassen.
      Der Prozeß der Integration bei diesem Thema wird Jahrzehnte dauern immer mit der latenten Gefahr, das die Waage wieder auf die andere Seite kippt.
      Du darfst eines nicht vergessen: Auch hier hat es Jahrhunderte gedauert, bis Homosexualität halbwegs normal war.
    • Pitefli 13.11.2019 20:02
      Highlight Highlight Halbwegs normal? Ich bin in einem stockkatholischen Kaff aufgewachsen. Das ist Homosexualität im 2019 nicht mal in der Nähe von halbwegs normal.
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  • Tenno 13.11.2019 15:22
    Highlight Highlight Die SVP ist sicherlich für vieles verantwortlich, sehe sie hier aber keineswegs im Lead. Die Rap Kultur, welche per se homophob ist, ist hier wohl eher Verursacher dieser Welle. Viele denkem, sie seien männlicher, wenn sie auch Gangstas sind.
    Die Ausschnitte oben klingen für mich unisono nach Halbstarken. Die Kirchen kommen dann noch hinzu und ihre Gläubiger, welche das Bild bon Adam und Eva schützen wollen.
    • Ueli_DeSchwert 13.11.2019 17:26
      Highlight Highlight Gläubige = Gläubiger :)
    • Ueli_DeSchwert 13.11.2019 17:26
      Highlight Highlight =/=* wollte ich schreiben.

      Manchmal ist der Finger zu schnell... 😇
    • Tenno 13.11.2019 22:10
      Highlight Highlight Das ist mir auch klar ob Typo oder Autocorrect, weiss ich aber auch nicht 😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dragona 13.11.2019 15:21
    Highlight Highlight Die Ursache plakativ mit "SVP ist schuld" zuzuweisen, verstärkt das Problem bloss, weil darin kein einziger Lösungsansatz, sondern bloss eine Spaltung in Gute und Böse, angestrebt wird. Wenn ich als Vertreterin einer Minderheit akzeptiert werden möchte, bedarf es einer gewissen Toleranz engstirnigem Denken gegenüber. Dieses engstirnige Denken, ist bei der Minderheit aber oft nicht weniger vorhanden, als bei der Mehrheit. Es braucht Toleranz, Toleranz anderen Meinungen gegenüber. Schuldzuweisungen bringen rein gar nichts.
    • Pakart 14.11.2019 01:27
      Highlight Highlight Toleranz gegenüber Intoleranz?
      Oder wie ist das zu verstehen ?
  • Magnum44 13.11.2019 15:17
    Highlight Highlight Schon krass wie rückständig dieses Land früher war (und heute teilweise noch immer ist), kann man sich als 25 Jähriger kaum vorstellen. Hate crime sollte als Qualifikation ebenfalls ins StGB eingefügt werden.
    • Bündn0r 13.11.2019 16:13
      Highlight Highlight Nein. Wir brauchen keine Bevorzugung gewisser Gruppen im StGB
      Die Taten sind bereits strafbar. Statt dem modernen englischen Unwort heisst es dann halt Körperverletzung, Verleumdung etc
    • Team Insomnia 13.11.2019 16:18
      Highlight Highlight Es ist erlaubt jemanden nicht zu mögen ohne das begründen zu müssen. Oder liebst und magst du ausnahmslos jeden und jede in deinem Umfeld/am Arbeitsplatz/im Ausgang/im Freizeit-Verein/etc/etc??
    • Locutus70 13.11.2019 17:38
      Highlight Highlight Die Schweiz ist ein Paradies für Homosexuelle. Eines der wenigen Länder in denen Homosexualität zur Normalität gehört. Und wenn du es nach der Bevölkerungszahl betrachtest, wird Homosexualität von der großen Mehrheit der Weltbevölkerung nicht als gleichberechtigt eingestuft. Selbst in manchen Ländern mit liberaler Ausrichtung ist das so.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PlayaGua 13.11.2019 15:16
    Highlight Highlight Der SVP die Schuld zu geben, halte ich für sehr verfehlt. Da müsste man mal schauen, aus welchen Kulturkreisen die Täter kommen.
    • Makatitom 13.11.2019 17:50
      Highlight Highlight Kulturkreis Herrliberg oder Kulturkreis Bistum Chur, und dann noch Kulturkreis der diversen Freikirchlibans wie bspw Claudio Schmid
    • tea time in keith 13.11.2019 19:25
      Highlight Highlight die täter kommen aus allen kulturkreisen, einfach zu sagen das wären nur leute aus fremden kulturen ist zu einfach, es sind auch genug einheimische dabei
  • Cédric Wermutstropfen 13.11.2019 15:11
    Highlight Highlight „... auch im Jahr 2019 noch bespuckt, beschimpft, beleidigt – und tätlich angegriffen.“

    Auch im Jahre 2119 wird es das noch geben. Hört doch bitte auf mit solchen anekdotischen Aufhängern, welche mehr als einer Kolportage nicht zur Ehre gereichen würden.
    • Sandro Lightwood 13.11.2019 15:15
      Highlight Highlight Inwiefern fühlst du dich hier betroffen?
    • Furunkel 13.11.2019 15:48
      Highlight Highlight sollte es dies tatsächlich in einhundert Jahren auch noch geben, haben wir als Gesellschaft versagt. Damit dem nicht so ist, muss man es den Leuten ständig vor Augen halten und dagegen ankämpfen! Diskriminierung egal aus welchem Grund sollte nicht normalisiert sondern aufgezeigt und verurteilt werden.
    • Ich hol jetzt das Schwein 13.11.2019 16:03
      Highlight Highlight Genau! Nur ja nicht die Leute auf solches sensibilisieren und solche Berichte nur immer schön unter dem Deckel halten. Ist nämlich doof, wenn man sich noch Gedanken über sein eigenes Verhalten machen muss...
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  • Xnce 13.11.2019 15:10
    Highlight Highlight Interessant finde ich diese Karte
    Benutzer Bild
    • [Nickname] 13.11.2019 15:20
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • fandustic 13.11.2019 15:28
      Highlight Highlight Ja, und von den Leuten Nr. 1-4 hat es zu genüge in der Schweiz...hat sicher auch (nicht nur) damit zu tun bei den oben erwähnten Vorfällen.
    • Lowend 13.11.2019 15:48
      Highlight Highlight Sie meinen also, dass sich erzkonservative SVPler, die Schwule hassen, in diesen Ländern besonders wohl fühlen würden? Vielleicht haben Sie ja recht, denn in diesen Ländern herrsch auch noch das gute, alte Familienbild, wo die Frau zu Hause ist und der Mann für den Unterhalt der Familie sorgt. 🤦‍♂️🤦‍♂️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chrisbe 13.11.2019 15:02
    Highlight Highlight Was interessiert mich die sexuelle Ausrichtung anderer Menschen?
    Leben und leben lassen, auch wenn es nicht den eigenen Vorstellungen entspricht!
    Die Intoleranz gegenüber 'anderen' nimmt beängstigende Ausmasse an... war da nicht schonmal so etwas?
    • piatnik 14.11.2019 20:47
      Highlight Highlight nicht "war" sondern IST! täglich in den medien zu lesen!
  • fools garden 13.11.2019 15:01
    Highlight Highlight Leben und leben lassen wird wieder vermehrt zum Problem.
    Extremismus nimmt zu, Toleranz schwindet und die (sozial) Schwächeren sind ein beliebtes Beuteziel.
  • Ferd Blu 13.11.2019 14:51
    Highlight Highlight Ich habe kein Verständnis dafür das man Menschen diskriminiert weil sie von der „Norm“ abweichen. Was juckt es Menschen, wenn Männer und Frauen Sex und Beziehungen mit dem eigenen Geschlecht praktizieren will, weil sie Homosexuell sind. Was stört das denn Leuten. Gott sei dank ist die Akzeptanz hier sehr gross, aber leider gibt es dumme Leute die Schwulen und Lesben hassen und meinen es seien Todsünder.
    • PlusUltra 13.11.2019 15:32
      Highlight Highlight Stimme Dir zu.
      Aber "Gott sei dank".. Naja, nicht wirklich, oder?
    • Silent_Revolution 13.11.2019 15:35
      Highlight Highlight "Gott sei Dank" ist hier fehl am Platz.

      Mir ist noch niemand begegnet, der seine Abneigung gegen Homosexualität nicht mit Gott begründet hätte.
    • Ferd Blu 13.11.2019 17:50
      Highlight Highlight Gott sei dank war nicht religiös gemeint sondern nur pur als Redewendung. Nicht das ich denke das „Gott“ denn Homos Akzeptanz in die Gesellschaft gebracht hat. Denn es ist das Gegenteil, Gottesfürchtige sind die, die Homosexuelle diskriminieren. Dennoch müsst ihr nicht so Panik schieben wegen Gott sei dank.
    Weitere Antworten anzeigen
  • herrkern (1) 13.11.2019 14:45
    Highlight Highlight Wenn man mal anschaut, wer genau die Homosexuellen zusammenschlägt, kommt man vielleicht auf eine andere Ursache der Probleme. Auch die Frauen bekommen es zu spüren, und andere Minderheiten.
    • El Vals del Obrero 13.11.2019 15:40
      Highlight Highlight Ja, wenn man damit gegen Ausländer und Andersgläubige hetzen kann, haben die Rechten plötzlich nichts mehr gegen Homosexuelle und sind völlig für Frauenrechte ...
    • Locutus70 13.11.2019 15:51
      Highlight Highlight @El Vals del Obrero - es ist nun einmal Fakt das in vielen der Herkunftsländer Homosexualität nicht nur verdammt sondern auch teilweise bestraft wird.
      Leute die aus diesen Ländern kommen legen ihre Kultur (zu der dann eben Feindlichkeit gegen Homosexuelle gehört) nicht einfach ab.
      Wenn sie jetzt da ein Ablenkungsmanöver gegen rechts starten mag das ihr Müthlein kühlen, es ändert aber nix daran.
    • Tanit 13.11.2019 15:57
      Highlight Highlight Da schaue ich lieber nicht hin, sonst müsste ich mich beim wiedergeben der Tatsachen arg verdrehen, auf Fakten bezogene Schreibweise ist ja schon Hassrede, DDR RELOAD ?
    Weitere Antworten anzeigen
  • beaetel 13.11.2019 14:31
    Highlight Highlight Teile und herrsche, war schon den Römern beliebt. Und Hetzen gegen Minderheiten dividiert die Gesellschaft auseinander. Aber wie heisst es so schön. Wer Wind sät, wird Sturm ernten ...
  • P. Silie 13.11.2019 14:27
    Highlight Highlight Worüber sich selbst Experten streiten: Was ist eine Hassrede und wer bestimmt wann welche Voraussetzungen dafür erfüllt werden?
    • Sandro Lightwood 13.11.2019 15:17
      Highlight Highlight Das Gericht. 🤷‍♂️
    • LCT 13.11.2019 15:41
      Highlight Highlight @P. Silie:

      "Hassrede" selbst ist nach meinen Informationen kein aktiver Straftatsbestand, welcher justiziabel ist.
      Jedoch werden Gerichtsentscheide in diesem Bereich meist auf Basis vom StGB Art. 261 begründet.
      Rassendiskriminierung z.b. wird dort abgedeckt.

      Was folglich "Hassrede" ist, wird dir auch kein Experte sagen können, denke ich.
      Ob eine Aussage "Hassrede" ist oder nicht, ist mehr oder weniger von der individuellen Wertung einer Aussage abhängig.
    • P. Silie 13.11.2019 16:05
      Highlight Highlight ..warum ich hier geblitzt werde ist mir ein Rätsel???

      Ich bin FÜR die Homo-Ehe, FÜR Adoptionen bei Gleichgeschlechtlichen Partnerschaften etc.

      Mir geht es rein um den Begriff Hassreden, Hasskommentare etc.

      Beide Antworten auf meinen Kommentar sind absolut richtig..
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