«Beschissene Situation» – Fabian erzählt uns von seiner Darmerkrankung Morbus Crohn
Alles, was unterhalb des Magenbereichs passiert, ist für viele ein Tabuthema. Noch mehr, was unterhalb des Magenbereichs rauskommt. Besonders schwierig ist es darum für Menschen, die genau in diesem Tabu-Bereich mit einer chronischen Krankheit zu kämpfen haben. Einer davon ist Fabian. Trotzdem hat er sich den unerbittlichen Fragen des Fragenbots gestellt, um über seine Darmerkrankung Morbus Crohn aufzuklären.
Morbus Crohn betrifft bei uns laut Crohn-Colitis Schweiz rund 25’000 Menschen. Dabei greift das Immunsystem fälschlicherweise den eigenen Verdauungstrakt an, was zu chronischen Entzündungen führen kann. Bei wiederkehrenden Entzündungen oder zu später Behandlung kann es zu schweren Schäden im Darm kommen. In solchen Fällen muss manchmal ein erkrankter Darmabschnitt operativ entfernt werden. Wenn der ganze Darm schwer betroffen ist und entfernt werden muss, kann es so weit kommen, dass Patienten auf einen künstlichen Darmausgang (Stoma) und künstliche Ernährung angewiesen sind. Bei Morbus Crohn kann es zu Entzündungen im gesamten Darmbereich kommen, im Gegensatz zur zweiten Variante der Krankheit Colitis ulcerosa, wo «nur» der Dickdarm angegriffen wird.
Morbus Crohn verläuft meist schubweise und Betroffene leiden etwa unter Bauchschmerzen, Durchfall, Gewichtsverlust mit Mangelerscheinungen und starker Erschöpfung. Zwar ist Morbus Crohn bislang nicht heilbar, doch moderne Therapien ermöglichen heute oft eine gute Kontrolle der Erkrankung. Der Weg bis zur Diagnose ist jedoch für Betroffene oft lang und unangenehm.
