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Schweiz
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Die Nacht der langen Messer: Der Abend vor der Bundesratswahl

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Schneider-Schneiter kritisiert Grüne +++ Badran findet SP-Frauen «huere guet»

Die berühmte Nacht der langen Messer darf in keiner Bundesratswahlplanung fehlen: Gemeint ist damit der feuchtfröhliche parlamentarische Umtrunk in der Eingangshalle des Hotels Bellevue Palace in der Bundesstadt. Hier halten wir dich auf dem Laufenden.
06.12.2022, 17:5007.12.2022, 02:59
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2:50
Schneider-Schneiter kritisiert grüne Nicht-Wahlempfehlung
Mitte-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter aus dem Kanton Basel-Land kritisiert die Grünen dafür, keinen der SVP-Kandidaten zur Wahl in den Bundesrat zu empfehlen. Mit dieser Position habe sich die Grüne Partei von der Konkordanz verabschiedet, schrieb sie in der Nacht auf Mittwoch auf Twitter.


23:07
Jacqueline Badran findet beide SP-Frauen «huere guet»
Die SP-Nationalrätin Jacqueline Badran ist erst um 22:45 an der Nacht der langen Messer aufgetaucht. Ob das für sie eine Afterhour-Party sei? Ihre Antwort: «Viertel vor elf ist für mich eigentlich mitten am Nachmittag».
Sie selbst wollte ja nicht ins Rennen um den Bundesratssitz einsteigen. Welche Eigenschaft müsse die morgen gewählte Frau mitbringen, welche sie (Frau Badran) mitgenommen hätte? «Hartnäckigkei»t, so Badran. Zudem müsse sie ziemlich genau wissen, wo sie durch wolle und breite und tiefe Dossier-Kenntnisse haben. Gefragt zu den SVP-Kandidaten sagt sie, dass sowohl Vogt und Rösti noch lernen könnten. Die SP-Frauen seien hingegen «huere guet». Beide würden viele Voraussetzungen mitbringen, ist Badran überzeugt.
Und zur Frage, wen sie denn morgen wähle, antwortet sie mit einem geheimnisumwobenen: «Das sägi nööd!»
23:02
Gousset überlässt Rösti seinen Instagram Account – unter Bedingungen
SP-Politinfluenzer Flavien Gousset hat 17'000 Follower auf Instagram. Was denn Albert Rösti bezahlen müsste, um diesen Account zu kriegen, wollen wir wissen. «Ich würde ihm den Account tatsächlich überlassen», beginnt Gousset, knüpft dies allerdings an einige Bedingungen: So müssten sowohl Rösti als auch Vogt auf die Kandidatur verzichten und sich die gesamte SVP auflösen.
22:57
Marti zufrieden mit SP Kandidatinnen
SP-Nationalrätin Min Li Marti äussert sich positiv zu den aufgestellten SP-Kandidatinnen. «Sie haben beide Erfahrungen im Regierungsrat mit einem grossen Leistungsausweis.» Es seien absolut ideale Kandidatinnen. Wer genau für den SVP-Sitz empfohlen und gewählt werde, werde morgen nochmals diskutiert.
22:31
«Ich glaube, morgen passiert gar nichts»
Neben fast 100 Journalistinnen und Journalisten, Politikerinnen und Politiker hat sich auch eine Bürgerin dazu gesellt an der Nacht der langen Messer. Sie wisse nicht, ob sich die Politikerinnen und Politiker in dieser Nacht betrinken würden, aber der Anlass sei schon eine langjährige Tradition. Und jedes Jahr meine man, an der Bundesratswahl passiere noch was, so Waibel. Ihre Aussicht auf morgen? «Ich glaube, morgen passiert gar nichts».
22:23
Jusopräsident Nicola Siegrist auch anwesend
Die Juso möchte, dass die SP aus dem Bundesrat zurücktritt. Was also macht Jusopräsident Nicola Siegrist an der Nacht der langen Messer? «Wir wollen, dass morgen eine linke Bundesrätin gewählt wird und mit unserer Präsenz sorgen wir dafür.»
22:03
«Ich werde ganz sicher Eva Herzog wählen»
Elisabeth Schneider-Schneiter, Mitte Nationalräten aus dem Baselbiet verheimlicht ihre Wahl nicht: «Ich werde ganz sicher Eva Herzog wählen». Die Region Basel hätte es verdient, endlich wieder einmal eine Bundesrätin zu haben. Wieso fällt die Wahl nicht auf Elisabeth Baume-Schneider? Der Kanton Jura hatte noch nie eine Bundesrätin oder einen Bundesrat. Frau Baume-Schneider sei eine sehr qualifzierte Person. Doch Schneider-Schneiter wünscht sich, dass Eva Herzog aus einer wirklich starken Wirtschaftsregion in den Bundesrat gewählt werde.
21:28
Mike Egger von der SVP behält seinen Favoriten für sich
Mike Egger, SVP Nationalrat aus dem Kanton St. Gallen, wollte nicht verraten, welche zwei Namen er morgen auf den Stimmzettel schreibt. «Das werden mein Wahlzettel und ich morgen intensiv untereinander ausmachen», so seine Antwort. Ob denn das Volk nicht erfahren dürfe, für wen er abstimme? Es seien beide hervorragende Kandidaten, antwortet Egger. Man werde morgen sehen, wer von ihnen beiden (Alberti Rösti und Hans-Ueli Vogt) das Rennen machen werde.
21:04
Team watson ist vor Ort
Vom Team watson sind Peter Blunschi, Sina Alpiger und Petar Marjanović im Hotel Bellevue. Dort also, wo die Nacht der langen Messer stattfindet. Es habe Lounge-Musik, einen schönen Baum und ein Geburtstagskind (wir sagen aber nicht, wer).
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20:03
Gerhard Pfister nicht an der Nacht der langen Messer dabei
Vor wenigen Minuten ging die Nationalratssitzung zu Ende. Für die Bundesratswahl im Parlament heisst das, dass somit die Nacht der langen Messer beginnt. Der Mitte-Partei Präsident Gerhard Pfister wird nicht mit dabei sein. Gegenüber watson erklärt er, dass er in Zürich noch einen Medientermin habe. Er sei relativ froh, dass er nicht einfach im Bellevue herumstehe. Denn: «Dort wo es viel Leute hat, hat es vieles, aber sicher keine langen Messer.»
Seine Fraktion teilte am Abend mit, dass sie alle Kandidierenden von SP und SVP zur Wahl empfiehlt. Grund dafür sei: «Positiv formuliert, wir halten alle vier für wählbar.» Er halte es für wichtig, dass jedes Fraktionsmitglied selber entscheiden könne, wen es wählen wolle. Man habe sich allerdings darauf geeinigt, dass man keine wilden Kandidaturen unterstütze.
18:29
Für Mitte sind alle vier Bundesratskandidierenden wählbar
Sowohl beim SVP- als auch beim SP-Ticket gibt die Mitte-Fraktion keine Wahlempfehlung ab. Alle vier Kandidierenden seien wählbar. Alle Fraktionsmitglieder wählten am Mittwoch nach ihren persönlichen Präferenzen.

Das sagten Fraktionschef Philipp Matthias Bregy sowie sein Vize Pirmin Bischof am Dienstag vor den Medien im Bundeshaus. Zuvor hatte die Mitte die beiden SP-Ständerätinnen Eva Herzog (BS) und Elisabeth Baume-Schneider (JU) sowie SVP-Nationalrat Albert Rösti (BE) sowie alt Nationalrat Hans-Ueli Vogt (ZH) angehört.

Die Mitte-Fraktion werde sich an die offiziellen Tickets halten, so Bregy und Bischof weiter. (sda)
17:52
Grüne geben keine Wahlempfehlung ab
Die Grünen überlassen es den Mitgliedern ihrer Fraktion, wen sie zum Nachfolger Ueli Maurers wählen. Sowohl Albert Rösti als auch Hans-Ueli Vogt stellten ein Risiko für die Umwelt, das Klima und den Schutz der Grundrechte dar, so die Genfer Ständerätin Lisa Mazzone.

Auf die Frage, ob die Fraktion der Grünen allenfalls keinen der beiden Kandidaten oder eine dritte Person wählen werde, legte sich Mazzone nicht fest: Jeder und jede werde nach dem Gewissen entscheiden, sagte sie am Dienstag nach den Anhörungen Röstis und Vogts im Bundeshaus in Bern.
Aline Trede, GP-BE, spricht zur Grossen Kammer, an der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 30. November 2022 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)
Bild: keystone
Fraktionschefin Aline Trede sagte, es sei weder über eine Wahlempfehlung abgestimmt noch eine Konsultativabstimmung verlangt worden. Die Positionen beider SVP-Kandidaten seien zu weit von jenen der Grünen entfernt. (sda)
17:46
Grünliberale werden grossmehrheitlich Herzog wählen
GLP: Herzog hat klares Verständnis für den Wirtschaftsstandort
Die Grünliberalen begründen ihre Präferenz zugunsten von Eva Herzog bei der SP-Wahl damit, dass diese in der Anhörung «ihr klares Verständnis für den Wirtschaftsstandort Schweiz und ihren klaren Willen für eine Stabilisierung des Verhältnisses zu Europa» vorgezeigt habe.
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Bild: keystone
Das sagte GLP-Fraktion Tiana Angelina Moser am Dienstag vor den Medien im Bundeshaus. Die Fraktion habe nicht abgestimmt und einzeln ausgezählt, aber es habe eine ganz deutliche Mehrheit für Herzog gegeben.

Bei der SVP, deren beide Kandidaten man vergangene Woche angehört habe, seien beide Männer wählbar. Die Stimmen werden sich laut Moser aufteilen.

Die Reformfähigkeit sei für die Fraktion das wichtigste Kriterium, betonte Moser. Entscheidend sei weiter, dass sich die Kandidatinnen und Kandidaten in eine Kollegialbehörde einfügen könnten. Es gebe viel Handlungsbedarf, sei es in Energiefragen, bei der Landwirtschaft oder dem Verhältnis zu Europa. (sda)
17:29
SVP beschliesst Stimmfreigabe für Sommaruga-Nachfolge
Die SVP gibt für die Nachfolge von Bundesrätin Simonetta Sommaruga keine Wahlempfehlung ab. Sie anerkennt jedoch den Sitzanspruch der SP und wird daher nur offizielle Kandidaturen unterstützen.
Thomas Aeschi, SVP-ZG, spricht waehrend der Debatte ueber eine besondere Besteuerung grosser Unternehmensgruppen (Umsetzung des OECD/G20-Projekts zur Besteuerung der digitalen Wirtschaft), waehrend de ...
Bild: keystone
Dies erklärten Fraktionschef Thomas Aeschi und Partei-Vizepräsidentin Céline Amaudruz am Dienstag im Bundeshaus. Man habe sowohl mit Eva Herzog als auch mit Elisabeth Baume-Schneider grosse Meinungsverschiedenheiten, etwa in der Europapolitik, betonte der Zuger Nationalrat.

Eine Konsultativabstimmung führte die SVP den Angaben zufolge nicht durch. Die SVP-Fraktion hatte Herzog und Baume-Schneider bereits vor einer Woche angehört, entschied aber erst am Dienstag über das weitere Vorgehen. (sda)
17:01
FDP-Fraktionschef: «Beide Kandidatinnen sind wählbar»
«Die beiden SP-Kandidatinnen haben alle Kompetenzen, um Bundesrätin zu werden», sagte FDP-Fraktionschef Damien Cottier am Dienstag an einem Point de Presse im Bundeshaus. Jeder und jede in seiner Fraktion wähle am Mittwoch gemäss seinen und ihren Präferenzen.
Damien Cottier, Nationalrat und Fraktionschef, FDP-NE, spricht zu den SVP Bundesratskandidaten Albert Roesti, SVP-BE, und Hans-Ueli Vogt, SVP-ZH, nach dessen Hearing, am Dienstag, 29. November 2022, i ...
Bild: keystone
Sowohl Elisabeth Baume-Schneider als auch Eva Herzog politisierten nicht auf FDP-Linie, sagte Cottier weiter. Aber das sei auch nicht die Frage: «Wir suchen derzeit keine FDP-Bundesrätin.»

Cottier wiederholte, was er bereits vor einer Woche gesagt hatte: Würde Baume-Schneider gewählt, müsse die SP dafür sorgen, dass die Übervertretung der lateinischen Schweiz nicht allzu lange anhalte. (sda)
16:50
FDP gibt keine Wahlempfehlung für Sommaruga-Nachfolge ab
Wie beim SVP-Ticket gibt die FDP-Fraktion auch bei der Wahl für die Nachfolge von SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga keine Wahlempfehlung ab. Der Entscheid stehe allen in der Fraktion frei, teilte die Fraktion auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Zuvor hatte die FDP die beiden SP-Ständerätinnen Eva Herzog (BS) und Elisabeth Baume-Schneider (JU) angehört.

Exponenten der FDP äusserten vor Wochenfrist noch Bedenken, weil die Wahl von Baume-Schneider zu einer «lateinischen» Mehrheit im Bundesrat führen könnte. Für die Fraktion sei klar, dass die SP-Fraktion ihre Verantwortung wahrnehmen müsse und im Fall einer Wahl von Baume-Schneider die Übergangsphase mit einer lateinischen Mehrheit rasch korrigieren müsse, teilte die FDP damals mit. (sda)
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