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Exemplare verschiedener Sonntagszeitungen liegen auf einem Tisch, aufgenommen in Zuerich, am Mittwoch, 30. Januar 2013. Die beiden Sonntagszeitungen

Hier ein Überblick zu den wichtigsten Geschichten der Sonntagspresse. Bild: KEYSTONE

Ruag-Chef möchte mehr Waffen exportieren – und was die Sonntagszeitungen sonst schreiben



Ruag-Chef kritisiert Exportrestriktionen

Der Bund schnürt das Korsett des bundeseigenen Rüstungsbetriebs Ruag immer enger. Dieser Meinung ist Ruag-Chef Urs Breitmeier, wie er in einem Interview sagte, das in den Zeitungen «Zentralschweiz am Sonntag» und «Ostschweiz am Sonntag» erschien. Ihm sind etwa die Beschränkungen für den Export von Kriegsgütern zu streng. «Weil die Exportrestriktionen in der Schweiz mit der zunehmenden Anzahl der Konflikte ständig ausgedehnt werden, wird unser Aktionsradius immer kleiner», sagte er. Beispielsweise dürfe nichts mehr in die Türkei geliefert werden oder in Ungarn produzierte Ruag-Munition unterliege der Schweizer Exportpraxis. «Wenn wir uns weiterentwickeln wollen, brauchen wir eine gewisse Freiheit.»

Höhere Steuern wegen Gesundheitskosten

«Die Schweizer Bevölkerung bekommt den Anstieg der Gesundheitskosten nicht nur bei den Krankenkassenprämien zu spüren, sondern möglicherweise auch bei den Steuern. Ab kommendem Jahr werden alle Kantone gemäss der 2012 eingeführten neuen Spitalfinanzierung 55 Prozent der Spitalkosten tragen müssen. Schon in den vergangenen Jahren seien die Kosten der Kantone um 1,3 Milliarden Franken oder 20 Prozent gestiegen, wie die «Schweiz am Sonntag» unter Berufung auf die Gesundheitsdirektorenkonferenz berichtet. Die Spitalkosten machen in den Kantonen durchschnittlich einen Zehntel der Staatsausgaben aus. Für den Kanton Aargau bedeuten die Mehrkosten beispielsweise, dass 3 bis 4 Prozent mehr Steuereinnahmen nötig wären, um sie zu decken. Eine Alternative zu Steuererhöhungen ist die Leistungseinschränkung in kleineren Regionalspitälern.

Super-Puma touchierte Stromkabel

Der Absturz eines Militärhelikopters auf dem Gotthard am Mittwoch ist durch eine Kollision mit einem Stromkabel verursacht worden. Davon gehe die Militärjustiz nach derzeitigem Stand der Dinge aus, zitiert der «SonntagsBlick» einen Sprecher der Behörde. Nach Angaben der Zeitung sind damit Vermutungen, erst der Absturz habe zum Schaden an der Leitung geführt, vom Tisch. Untersucht wird laut Militärjustiz noch, ob die Leitung auf den Karten und in der elektronischen Navigationshilfe als Luftfahrthindernis eingezeichnet war. Weil sie weniger als 25 Meter hoch war, ist dies rechtlich nicht notwendig.

Immer mehr Leute eilen ins Spital

Wegen Bagatellfällen gehen immer mehr Leute ins teurere Spital statt zum günstigeren Hausarzt. Nach Zahlen des Krankenkassenverbandes Santésuisse kostet ein durchschnittlicher Besuch im Spital 427 Franken, während es beim Hausarzt 197 Franken kostet. Das berichten «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche». 2014 verursachten die Notfallstellen der Schweizer Spitäler Kosten von insgesamt 80 Millionen Franken. Nicht alle Fälle sind Bagatellfälle, dennoch würden die Kosten sinken, wenn mehr Menschen zuerst den Hausarzt aufsuchen würden.

Welche SP-Frau wird Nationalratspräsidentin?

Drei SP-Frauen sind nach Informationen des «SonntagsBlicks» im Rennen zur Nationalratspräsidentin, wenn das Amt 2019 wieder den Sozialdemokraten zusteht. In aussichtsreicher Position sind demnach Chantal Galladé (ZH), Edith Graf-Litscher (TG) und Marina Carobbio Guscetti (TI). Die SP-Fraktion soll am 19. November entscheiden, wer als neue zweite Vizepräsidentin des Rates vorgeschlagen wird. Der Präsident für 2017 kommt turnusgemäss aus der SVP: Jürg Stahl (ZH). Nach ihm folgt 2018 Dominique de Buman von der CVP.

Schweiz ermittelt wegen Kriegsverbrechen in Syrien

Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen eine Person in der Schweiz wegen möglicher Kriegsverbrechen im Syrien-Konflikt. Das Verfahren laufe seit dem vergangenen August, teilte die Behörde der «NZZ am Sonntag» mit. Weitere Details zum Fall und zur verdächtigten Person machte sie nicht. Das Verfahren stehe noch am Anfang. Laut der Zeitung richten sich die Ermittlungen gegen einen Asylsuchenden. Ausgelöst hat das Strafverfahren das Staatssekretariat für Migration, das den Fall den Strafverfolgern meldete. Dazu ist die Behörde gesetzlich verpflichtet. Allein im vergangenen Jahr kam es zu 400 Hinweisen auf strafbares Verhalten.

Kritik an hochbezahlten Chefs

Hochbezahlte Chefs bundesnaher Betriebe sind in die Kritik geraten, nachdem der Bundesrat ankündigte, die Entlöhnungspolitik zu überprüfen. Ruag-Chef Urs Breitmeier (1.01 Mio. Fr. pro Jahr) verteidigt in den Zeitungen «Zentralschweiz am Sonntag» und «Ostschweiz am Sonntag» seinen Lohn. Verglichen mit Chefs ähnlicher Industrieunternehmen im Ausland sei er eher am unteren Ende der Lohnskala. Würde ihm der Lohn gekürzt, müsste das Lohngefüge im Unternehmen angepasst werden, wodurch Manager von internationalen Konzernen nicht mehr zur Ruag kommen würden, gibt er zu bedenken. Jürg Schmid (425'000 Fr.), Chef von Schweiz Tourismus, sagte in der «SonntagsZeitung», der Vorstand halte seinen Lohn für angemessen.

Der CEO der Ruag Gruppe, Urs Breitmeier, anlaesslich der Bilanzmedienkonferenz der Ruag vom Donnerstag, 19. Maerz 2015, in Emmenbruecke. Der Ruestungs- und Technologiekonzern Ruag hat 2014 erneut mehr Geld verdient. Der Reingewinn kletterte um 8 auf 102 Mio. Franken. Das Unternehmen reduzierte seine Abhaengigkeit vom wichtigsten Einzelkunden, der Schweizer Armee, weiter. Der Umsatz stieg um 1,6 Prozent auf 1,78 Mrd. Franken. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Verdient über eine Million Franken pro Jahr: Ruag-Chef Urs Breitmeier.  Bild: KEYSTONE

OECD-Forderungen an die Schweiz

Das OECD-Gremium Financial Action Task Force (FATF) wird von der Schweiz Verbesserungen bei der Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung verlangen. Das steht laut «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» in einem noch nicht veröffentlichten Bericht der Gruppe. Kritisiert wird demnach die mangelnde Kontrolle des Finanzmarkts und insbesondere von Offshore-Aktivitäten. Dass Anwälte, die beratend im Offshore-Geschäft tätig sind, nicht beaufsichtigt werden, verstosse gegen internationale Standards. Gelobt im Berichtsentwurf wird dagegen die Arbeit der Strafverfolgung und festgehalten wird auch, dass die Schweiz bei der Mehrzahl der Kriterien genügend abschneidet.

Vorwürfe an Postauto-Tochter

Ein französisches Gericht wirft der dortigen Postauto-Tochter der Schweizer Post vor, Staatshilfen zu erhalten, und hat sie deshalb zu Schadenersatz in Millionenhöhe verurteilt. Die Post-Tochter soll 12 Millionen Euro an Konkurrenten bezahlen, wie die «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» berichten. Nach Lesart des Gerichts können Car Postal France und Car Postal Interurbain nur dank Zuwendungen der staatseigenen Post rentabel wirtschaften. Die Post wehrt sich gegen den Vorwurf der unerlaubten Staatshilfe und geht derzeit davon aus, dass sie nach Analyse des schriftlichen Urteils den Fall weiterzieht. (cma/sda)

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