Schweiz
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ARCHIV - ZUR MK VON BR SOMMARUGA ZUR HALTUNG DES BUNDESRATES ZUR BURKA-INITIATIVE, AM MITTWOCH, 20. DEZEMBER 2017, ERHALTEN SIE FOLGENDE THEMENBILDER ---- Two veiled women walk on the street, in Geneva, Switzerland, Monday, August 3, 2010. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

An der Burka scheiden sich die Geister: Laut einer Umfrage sollen nun aber 76 Prozent der Schweizer für ein Verbot sein. Bild: KEYSTONE

76 Prozent der Schweizer befürworten laut Umfrage ein Burka-Verbot



Einem Burka-Verbot würden derzeit 76 Prozent der Stimmenden zustimmen. Dies zeigt eine Umfrage im Auftrag von «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche». Rund die Hälfte hält aber auch die Idee der SP für eine staatliche Anerkennung des Islam für eine gute Sache.

Fast 60 Prozent der Befragten würden ein landesweites Verschleierungsverbot, wie dies die Initiative des Egerkinger Komitees um den Solothurner SVP-Nationalrat Walter Wobmann verlangt, «sicher» annehmen, weitere 16,5 Prozent würden ein Verbot «eher» annehmen.

Nur 13 Prozent sicher gegen Verbot

Nur 13 Prozent der Befragten sprachen sich klar gegen ein Verbot aus, weitere sieben Prozent gaben, sie wollten «eher» ein Nein in die Urne legen. Nur drei Prozent der Befragten erklärten, sie hätten sich noch nicht entschieden.

Nicht ganz so deutlich sahen die Mehrheitsverhältnisse bei der Frage nach einem Kopftuchverbot für Schulen aus: 69 Prozent der Befragten waren dafür oder eher dafür, 29 Prozent dagegen oder eher dagegen. Zwei Prozent antworteten mit: «Weiss nicht.»

Kein Nein zum Islam

Die Umfrage zeigt auch, dass die Schweizer Bevölkerung zwar Burka oder Niqab ablehnen, nicht jedoch den Islam als Religion. Eine relative Mehrheit von 48 Prozent der Befragten stimmten dem Vorschlag der SP zu, muslimische Gemeinden analog zu den Kirchen staatlich anzuerkennen.

Voraussetzung ist, dass diese Gemeinden sich zu einem gemässigten Islam bekennen und sich transparent organisieren. 20 Prozent der Teilnehmenden erklärten, sie seien für den Vorschlag der Sozialdemokratischen Partei, weitere 28 waren «eher dafür».

Insgesamt 42 Prozent der Befragten sind gegen die Idee einer staatlichen Anerkennung: «Eher dagegen» waren 14 Prozent, ganz auf Ablehnung stiess der Vorschlag bei 28 Prozent der Befragten. Zehn Prozent hatten keine Meinung dazu.

Die Online-Umfrage wurde vom Marktforschungsinstitut Marketagent zwischen dem 7. und dem 18. Dezember durchgeführt. Befragt wurden 1264 stimmberechtigte Personen in der Deutschschweiz und in der Romandie im Alter von 18 bis 75 Jahren. Für die Auswertung seien die Antworten jener beigezogen worden, die angegeben hätten, sich an einer Abstimmung zum Thema beteiligen zu wollen. (sda)

«Dinge, die man einer Burka-tragenden Frau nicht sagen sollte»

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Eine Burka für alle Fälle:

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    Alle Leser-Kommentare
  • GrennendesBüssi 08.01.2018 13:10
    Highlight Highlight Ich bin nur dagegen das man das Gesicht komplett verschleiern darf. (So das man nur die Augen sieht) Das gehört verboten.
  • Platon 08.01.2018 13:00
    Highlight Highlight Ich bin gegen ein Burkaverbot, aber bevor Wobmann und seine Clowntruppe wieder einen Sieg mit so einer populistischen Belanglosigkeit einfährt, soll man es von mir aus auf Bundesebene einführen. Eine Kleidervorschrift ist unserer Verfassung nicht würdig, ausserdem wäre es ohnehin egal, ich habe bis jetzt noch nie eine Burkaträgerin gesehen.
  • Keine grösseren Probleme...? 08.01.2018 08:10
    Highlight Highlight Lest doch bitte bei Frau Messhali-Keller, Hr. Pelda, oder in den Geschichtsbüchern nach, was der pol. Islam in der westl. Welt im Nachmittelalter und jetzt wieder einrichten will. Schon etwas von Scharia gehört? Schweizer Frauen sollten sich dann warm anziehen und sog. ungläubigen...., ja lassen wir das.
  • Kubod 07.01.2018 21:09
    Highlight Highlight Burkhaverbot find ich gut.
    Aus den schon in anderen Artikeln diskutierten Gründen. Wie auch in den anderen Artikeln werden die gleichen Kommentare für und gegen ein Verbot geschrieben werden. Wobei mich schon noch erstaunt, dass gerade aus der linken Ecke ein frauenfeindliches Stück Stoff verteidigt wird. Wie sieht's aus mit Korsetts oder Spagettisieben? Würd sich auch gut machen, für Bankangestelle am Schalter.

    Nun aber meine eigentliche Frage: Wieso nennt man es nicht Burkhaverbot und beschränkt es ganz klar darauf? Wieso muss daraus ein politisch korrektes "Verhüllungsverbot" werden.
    • poga 07.01.2018 22:01
      Highlight Highlight Weil der Politik oder gewissen Teilen davon auch eine Demaskierung von Pöblern und Chaoten auch zu Gute käme.
    • Troxi 07.01.2018 22:42
      Highlight Highlight Weil es ein solches ist. Das Egerkinger Komitte will sämtliche Verhüllungen und Vermummungen verbieten. Nur eben sämtliche. Die Klageweiber zB versuchen die Initianten zu umgehen mittels Ausnahme. Dass sie dadurch aber den Brauchtum und die eigene Kultur opfern ist den meisten gar nicht bewusst. Denn nichts ist in Stein gemeisselt und plötzlich wirst als Bebbi mit Larve oder als Luzerner mit Grind gebüsst. Burkaverbot sind einfach schöne Namen die man sich merken kann, wie sie es praktisch immer gibt (Milchkuh, NoBillag etc).
  • Rabbi Jussuf 07.01.2018 19:52
    Highlight Highlight Recht so!
    So schnell wie möglich ein "Vermummungsverbot einführen und gleich auch noch ein Kopftuchverbot in den Schulen. Das wäre noch wichtiger als das Burkaverbot.
    Keinen bekenntnisorientierten Religionsunterricht!

    Was soll das mit der staatlichen Anerkennung des Islams? Das ist Kantonssache. Hat das der SP noch niemand gesagt?
    Abgesehen davon, wir brauchen das auch in den Kantonen nicht.

    • Asmodeus 08.01.2018 08:17
      Highlight Highlight "Was soll das mit der staatlichen Anerkennung des Islams? Das ist Kantonssache. Hat das der SP noch niemand gesagt?"

      Vermummungsverbot, Kopftuchverbote etc. ist auch nur Kantonssache.

      Und da Du gegen Kopftücher bist, kann man ja gerne den Juden die Kippa und das Kopftuch ebenfalls verbieten.

  • RETO1 07.01.2018 19:35
    Highlight Highlight Wessen Geist's Burkaträgerinnen sind, kann man zurzeit im Iran beobachten ,sie gehen gegen die Demonstranten auf die Strasse um die erzkonservativen, diktatorischen vergreisten Mullhas zu unterstützen
    • Herr Ole 08.01.2018 13:56
      Highlight Highlight Es gibt nur sehr wenige Iranerinnen, die einen Niqab tragen. Sind meistens Araberinnen an der Grenze zum Irak.

      Die Burka existiert sowieso nur in Afghanistan.
    • Kubod 08.01.2018 19:29
      Highlight Highlight @Herr Ole

      Genau. Nur ist es deshalb nicht weniger übel, einen Menschen dazu zu zwingen, ein Stück Stoff zu bewohnen. Ob Kopftuch etc. bis und mit Burkha.
      Egal. Der Zwang ist dergleiche und darum geht's.
  • Maria B. 07.01.2018 17:12
    Highlight Highlight Dass die Verhüllungsinitiative mit stark überwiegendem JA an der Urne angenommen wird, weiss man ja nicht erst seit heute - was soll man sich demnach im Vorfeld über etwas den Mund fusselig reden, langatmig hin und herdiskutieren, wenn das Resultat schon so gut wie feststeht ;-)?!
    • mogad 08.01.2018 09:27
      Highlight Highlight ....weil es immer noch viele Leute gibt, für die die Burka und andere Islamistische Frauenverhüllungen nur Kleidungsstücke sind.
      Wenn es nur Kleidungsstücke wären, warum kämpfen dann die Islamisten bis vor Bundesgericht dafür, dass ihre Töchter mit Kopftuch in die Schule dürfen? Da könnten wir doch auch sagen, was macht ihr für einen Aufwand, ist doch eh nur ein Kleidungsstück. An diesem Kampf der Islamisten sieht man, dass es eben nicht nur um Kleidungsstücke geht.
  • Iko5566 07.01.2018 17:02
    Highlight Highlight An dieser Debatte ist folgender Punkt doch irgendwie grotesk. Mann will nicht, dass die bösen muslimischen Männer ihre Frauen unterdrücken und sie zwingen eine Burka anzuziehen. Also werden sie doch besser von staateswegen unterdrückt und dazu zu zwingen die Burka abzulegen..was für eine Argumentation... zudem ist es NICHT so, dass Frauen welche eine Burka tragen dies aufgrund eines Zwanges tun. Für die allermeisten Frauen ist es schlicht ein Ausdruck ihrer ganz eigenen religiösen Ansicht. Dieser ist Ausdruck ist durch Art. 15 übrigens auch durch die BV geschützt.
    • Pisti 07.01.2018 20:00
      Highlight Highlight Nur geht es um ein Verhüllungsverbot und nicht um ein Burkaverbot!
      Auch wenn die Medien diesen Begriff gerne verwenden.
      Gewisse Religiöse Spinner finden es auch in Ordnung Frauen und Kinder zu züchtigen.
      Glaube kaum dass dies auch durch die BV geschützt ist.
    • Roterriese 07.01.2018 20:58
      Highlight Highlight Art. 15 BV kann übrigens eingeschränkt werden (Art. 36 BV übrigens)
  • rodolofo 07.01.2018 16:50
    Highlight Highlight ...
    Aber die Fische existieren (noch...)!
  • rodolofo 07.01.2018 16:49
    Highlight Highlight Ebenso könnte man das alleinige Tragen von Windeln in der Öffentlichkeit verbieten...
    Ein solches Verbot ist schlicht nicht relevant, weil es ins Leere hinaus gegen ein Phantom-Problem ausgesprochen wird!
    Viel sinnvoller wäre es dafür, BESTEHENDEN Gesetzliche Vorschriften endlich DURCHZUSETZEN!
    Beispiel 1: Wenn die Belastung eines Gewässers mit Pestizid-Rückständen Grenzwerte weit übersteigt, sollten entsprechende Massnahmen ergriffen werden!
    Und mit "Massnahmen" meine ich nicht die Anpassung der Grenzwerte an die Belastung!
    Was aber tatsächlich passiert...
    Fische haben keine Lobby.
    ...
  • Don Pie 07.01.2018 16:23
    Highlight Highlight Verhüllungsverbotsinitiative nicht Burkaverbotsinitiative, besten Dank.

    Die Linken: 100 Jahre gegen Kirche kämpfen (zu Recht) und im gleichen Atemzug eine perverse Anbiederung an den Islam betreiben.
    • Maria B. 07.01.2018 17:07
      Highlight Highlight Ohne weiteren Kommentar - exakt so ist es...
    • You will not be able to use your remote control. 07.01.2018 17:39
      Highlight Highlight > perverse Anbiederung an den Islam

      Wenn ich sage, ich will wegen dem Islam keine Kleidervorschriften in die Verfassung schreiben, dann lasse ich mich nicht vom Islam beeinflussen, sondern bestehe gerade darauf ihn nicht speziell zu behandeln.

      > Verhüllungsverbotsinitiative

      Da du damit, wegen dem Islam, die Offene Gesellschaft attakierst, müsstest du dich fragen, warum der Islam dein Denken bestimmt.
    • Citation Needed 07.01.2018 18:43
      Highlight Highlight Well done, Remote control. Jetzt soll man von Verhüllung reden, uh, dabei ist es jedem Kind klar dass es hier um Islamische Trachten geht, also sollen die Befreier der unterdrückten Frau (haha, Joke des Jahres) nicht so zimperlich tun und das Kind beim Namen nennen. Kindergarten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Redly 07.01.2018 15:21
    Highlight Highlight Kleiderregeln in einem liberalen Staat (🤦‍♂️)
    und gleichzeitig Religionen (Privatsache) zu Staatsreligion erklären wollen?
    Manchmal kann man verzweifeln.
    Hoffen wir, bis zu allfälligen Abstimmungen gibts noch etwas nachdenken...
    • poga 07.01.2018 18:18
      Highlight Highlight Das Problem dabei ist halt, dass diese Burka einem liberalen Staat wie wir Ihn hier leben komplett unwürdig ist. Ich aus meiner Sicht würde sagen, wenn wir ein Symbol wie die Burka akzeptieren, dann können wir uns die Gleichstellungsdebatte an den Arsch pinnen. Es ist auch so schon schwer genug, einen Konsens zu finden, was den Gleichstellung überhaupt sein soll. Aber mit Frauen unterdrückenden Symbolen? Naja... Ich würde es auch lieber ohne Verbot und mit einer gesellschaftlichen Ächtung machen. Aber das kann eine Politik nicht. Das kann nur eine Gesellschaft.
    • atomschlaf 07.01.2018 23:04
      Highlight Highlight Tja, so ist das halt.
      Islam kommt, Frauenrechte gehen.

      http://vera-lengsfeld.de/2017/12/31/2017-der-krieg-gegen-die-frauen-hat-laengst-begonnen/

      Ironischerweise mit tatkräftiger Mithilfe der linken und netten Islamversteher.
    • mogad 08.01.2018 08:44
      Highlight Highlight @poga. Auf den Punkt gebracht, danke. Heute gibt es 20 Burkaträgerinnen, morgen tausende, denn die Zuwanderung aus islamischen Weltregionen nimmt weiter zu, so wie sich der radikale Islam gerade auch in Afrika (z.B. Nigeria) immer weiter ausbreitet. Wir werden Parallelgesellschaften und no go areas haben. Die gibt es bereits in Schweden, Belgien und Deutschland. Wahrscheinlich auch in andern Ländern. Und die Probleme werden schöngeredet, weil man sich nicht in die Nesseln setzen, seine Komfortzone nicht verlassen will. Meine Botschaft: Ich will das nicht.
  • nimmersatt 07.01.2018 15:12
    Highlight Highlight es ist einer Demokratie unwürdig mit was wir uns die letzten Jahre politisch rumschlagen müssen - Anstatt uns ständig mit diesen Nebelpetarden einräuchern zu lassen, sollten wir uns den zentralen Aspekten einer Gesellschaft hinwenden: der Frage gerechter Verteilung und sozialer Stabilität
    • Roterriese 07.01.2018 15:20
      Highlight Highlight Nur weil es ihnen nicht passt, heisst das nicht, dass es einer Demokratie unwürdig ist.
    • El diablo 07.01.2018 15:39
      Highlight Highlight @nimmersatt Zum Glück wird es gerechte Verteilung nie geben. Davon profitieren nämlich nur die Verlierer des aktuellen Systems. Den Gewinnern muss ja etwas weggenommen werden, damit die Verlierer etwas bekommen ;)
    • barbablabla 07.01.2018 15:43
      Highlight Highlight Doch es ist einer Demokratie unwürdig sich mit so lapidarenThemen herumzuschlagen, wo es doch nicht mehr als 1 Duzend Burkaträgerinnen in unserem Land gibt. Es ist eine Svp Zwängelei nichts mehr und nichts weniger. Somit kann man von anderen, wichtigeren Themen ablenken. Als würde eine Gefahr von diesen Frauen ausgehen🤦‍♀️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Roterriese 07.01.2018 15:04
    Highlight Highlight War klar. Das Parlament hat ein solches Verbot ja kürzlich versenkt, also muss es das Volk richten. Operation Libero wird sich daran die Zähne ausbeissen :)
    • Thurgauo 07.01.2018 15:35
      Highlight Highlight Dasselbe gilt für die NoBillag-Initiative. Das Volk muss es mal wieder richten und die Initiative versenken.
    • nimmersatt 07.01.2018 16:05
      Highlight Highlight ein Volch von Tyrannen - ein Hoch auf die Demokratie!
    • poga 07.01.2018 18:20
      Highlight Highlight @nimmersatt eher ein Volk das vereinzelt mit Tyrannen wie dir gespickt ist.....

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

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