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Dieser Artikel erschien ursprünglich beim «Tages-Anzeiger». screenshot: st-galler-nachrichten.ch

Blocher-Zeitung klaut Artikel beim «Tages-Anzeiger» – dort wusste man von nichts



Die «St.Galler Nachrichten» haben einen alten Artikel des «Tages-Anzeigers» übernommen und diesen abgedruckt. Der Autor wusste davon nichts. Dies berichtet der Blick am Mittwochabend.

Der ursprüngliche Artikel erschien vor sechs Jahren im «Tages-Anzeiger» unter dem Titel «Was gute Politiker ausmacht». Nun wurde das Stück erneut abgedruckt. Pikant: Die «St.Galler Nachrichten» gehören zu den 25 Regionalzeitungen, die Christoph Blocher und die BaZ-Holding Mitte August aufgekauft haben.

Geschrieben wurde der Artikel ursprünglich vom Journalisten Jean-Martin Büttner. Dieser sagt gegenüber dem Blick, dass er das Vorgehen der «St.Galler Nachrichten» unprofessionell und rufschädigend finde.

Mitarbeiter stand unter Zeitdruck

Der Mitarbeiter der «St.Galler Nachrichten», der den Text übernommen hat, bereut den Fehler. Er habe unter grossem Zeitdruck gestanden und habe eine leere Seite füllen müssen, erklärt er seine Aktion. Er habe gewusst, dass es nicht richtig sei, habe sich aber gedacht, dass der Autor kein Problem damit habe. 

Das sieht Büttner anders, er erwartet eine öffentliche Entschuldigung. Gegenüber dem Blick sagt er: «Erstens wurde ich nicht um Erlaubnis gefragt, und zweitens hätte ich niemals einer solchen Zeitung meinen Artikel überlassen.» (cma)

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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Electric Elefant 14.09.2017 08:57
    Highlight Highlight Mich erstaunt schon, dass das überhaupt aufgeflogen ist...
    Das würde ja bedeuten, es gibt wirklich Leute die SOWAS lesen!!!
    Frech finde ich, dass diese Werbe-"Blättchen" dann auch noch als Zeitung betitelt werden! Naja, immerhin haben sie mit der Übernahme durch die BaZ das Niveau nicht nochmals gesunken - das war schon vorher unterirdisch!
  • Thinktank 14.09.2017 06:53
    Highlight Highlight Irgendwann wird dieser Journalist vielleicht froh sein, für eine "solche" Zeitung schreiben zu dürfen :-)
    • ujay 14.09.2017 09:54
      Highlight Highlight 😂😂😂...nein, es tummeln sich genug Journalisten bei der BAZ, die dieses Niveau bedienen und fuer Blocher ist Buettner eh ein Linker und haette keine Chance. Dem sagt man: Ideologie schlaegt Qualitaet.
    • CASSIO 15.09.2017 10:32
      Highlight Highlight thinktank könnte das auch so meinen, dass es in zukunft nur noch solche blättchen gibt... aber selbst dann, thinktank. meinungspolizei, wollen wir das in einer freien gesellschaft?
  • Plöder 13.09.2017 23:34
    Highlight Highlight Haha...
    Das ist sowieso ein riesen Revolverblatt😂
  • derEchteElch 13.09.2017 23:10
    Highlight Highlight Der Tagi gehört u.a. zur Newsnetz Gruppe, wo widerum die BaZ mit dabei ist. Folglich auch alle Zeitungen, welche zur BaZ-Holding gehören, Mitglied sind. Hier wird wieder aus nichts ein Elefant gemacht, was rechtlich keine Konsequenzen haben wird.

    Präventiv für die Blitzer;
    Das ist das selbe, wie wenn watson einen Artikel von Spiegel Online übernimmt..
    • pun 14.09.2017 09:43
      Highlight Highlight Leider wiedermal: ganz viel Meinung, ganz wenig Ahnung der Elch.
      Watson hat einen Kooperationsvertrag mit SPON, genauso wie das Newsnetz auch einen Kooperationsvertrag hat, der sich auf online Artikel bezieht und kaum bereits auf die Printprodukte der ehemaligen Zehnderzeitungen übergegangen ist.

      Von rechtlichen Konsequenzen steht auch gar nichts, sondern dass der Journalist eine Entschuldigung fordert. Es ist einfach extrem peinlich und frech und spricht für die Qualität einer Zeitung.
    • Juliet Bravo 14.09.2017 13:44
      Highlight Highlight Ja Elch, man kann sichs auch immer irgendwie zusammenschustern...😒
      Du liegst trotzdem falsch: Watson kooperiert mit SPON und darf im Rahmen dieser Kooperation bestimmte SPON-Artikel unter Angabe der Urhebers (SPON) publizieren.
      Die "St. Galler Nachrichten" sind nicht Teil des Newsnetz.
  • Juliet Bravo 13.09.2017 22:03
    Highlight Highlight Die hatten ja schon immer einen hohen publizistischen Anspruch.
  • PenPen 13.09.2017 21:54
    Highlight Highlight "...einer solchen Zeitung..."
    Wahrscheinlich mit bedacht auf Blocher.
    Wie wenn der, innert 30 Tagen, bereits die gesamte Redaktion auswechselte.
    Überheblicher Journalist.

    • der nubische Prinz 13.09.2017 23:29
      Highlight Highlight Die Zeitung war auch vor Blocher nicht wirklich was wert...
    • Juliet Bravo 14.09.2017 00:59
      Highlight Highlight Nein, aber offenbar Druck.
    • fcsg 14.09.2017 02:28
      Highlight Highlight Die Zehnder-Zeitungen hatten auch vor Blocher den journalistischen Anspruch einer Schülerzeitung.
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