«Erschreckendes Ausmass» an Gewalt: Polizei fasst 8 Verdächtige in Zürich
Die Zürcher Polizei hat acht Jugendliche und junge Erwachsene verhaftet. Ihnen wird nach zwei schweren Angriffen Mitte September versuchte Tötung vorgeworfen.
Die Tatverdächtigen im Alter zwischen 16 und 19 Jahren wurden am Dienstag in einer koordinierten Aktion festgenommen, wie die Kantonspolizei, die Staatsanwaltschaft und die Jugendanwaltschaft am Freitag gemeinsam mitteilten. Sie sollen für zwei Vorfälle im Kreis 4 und beim Bahnhof Stettbach verantwortlich sein.
Am späten Abend des 11. September hatten mehrere Täter zunächst einen 21-jährigen Schweizer und rund eine Stunde später einen 25-jährigen Spanier attackiert. Beide Opfer erlitten bei den Übergriffen mittelschwere Verletzungen.
«Erschreckendes Ausmass an Gewalt»
Die Auswertung von Videoüberwachungen offenbarte gemäss den Behörden ein «erschreckendes Ausmass an Gewalt». Die Angreifer traktierten die wehrlos am Boden liegenden Opfer unter anderem mit Glasflaschen sowie mit Fusstritten gegen den Kopf. Die Strafverfolgungsbehörden gehen nach den bisherigen Ermittlungen davon aus, dass beide Taten von derselben Gruppierung verübt wurden.
Bei den acht Festgenommenen handelt es sich um Staatsangehörige der Schweiz, des Kosovos, Nigerias und Eritreas. Den Beschuldigten wird versuchte Tötung zur Last gelegt. Das zuständige Zwangsmassnahmengericht ordnete für die über 18-jährigen Personen Untersuchungshaft an, während sich die minderjährigen Beschuldigten im Gewahrsam der Jugendanwaltschaft befinden. (dab/sda)
