Schweiz
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epa06746496 (FILE) - Sergei Skripal (L) talks from a defendants cage to his lawyer during a hearing at the Moscow District Military Court in Moscow, Russia, 09 August 2006 (reissued 18 May 2018). According to media reports on 18 May 2018, Skripal, a former Russian intelligence officer, has been released from hospital after allegedly being poisened with nerve agent in Salisbury on 04 March 2018.  EPA/YURY SENATOROV RUSSIA OUT / BEST QUALITY AVAILABLE

Sergei Skripal im August 2006 in russischer Gefangenschaft. Bild: EPA/KOMMERSANT

Englischer Journalist ist sicher: Skripal spionierte auch für die Schweiz



Die Geschichte um den vergifteten russischen Ex-Spion Sergei Skripal geht weiter. Offenbar lieferte er Informationen an etliche westliche Geheimdienste, darunter auch an den Schweizer Nachrichtendienst des Bundes (NDB). Dies behauptet BBC-Journalist Mark Urban in einem heute erscheinenden Buch mit dem Titel «Die Akte Skripal». 

Er hätte den russischen Ex-GRU-Agenten mehrere Male getroffen. Dieser habe ihm ausführlich über seine Tätigkeiten für westliche Geheimdienste erzählt. So habe er unter anderem für Tschechien, die USA und 2017 auch für die Schweiz gearbeitet. Skripal war bis 2000 Leiter der Personalabteilung des russischen Militärgeheimdiensts GRU. In dieser Funktion habe er ausführliche Informationen über Funktion und Einsatzorte von GRU-Agenten erhalten.

Laut Urban fokussierte sich der NDB auf die Abwehr von russischen Spionen, als Skripal die Schweiz besuche. Dies liefere Hinweise darauf, dass Skripal und der NDB zusammenarbeiteten. Angeblich wurde die Aktion von Guy Parmelin erlaubt. Weiter wurden zur gleichen Zeit Strafverfahren wegen Hacking-Attacken auf die Anti-Doping-Agentur WADA eingeleitet. Verantwortlich für diese seien russische Spione gewesen. Auch hier vermutet Urban, dass Skripal Informationen lieferte, welche zu den Strafverfahren führten.

Laut «Tagesanzeiger» äusserte sich der NDB nicht zu Urbans Behauptungen. So sagte eine Sprecherin, dass man sich nicht zu operativen Tätigkeiten äussere.

Doppelagent wie aus dem Film

Der 67-jährige Skripal wurde noch in der Sowjetunion Agent des GRU, nach dem Zusammenbruch der UDSSR arbeitete er als Botschaftsangestellter in europäischen Ländern. Die Spionagetätigkeit gab er dabei nicht auf. Im Jahr 2000 hat er dann die Seiten gewechselt und lieferte fortan Informationen an den britischen Geheimdienst MI6. Im Jahr 2006 wurde er in Russland verhaftet. In einem Gefangenenaustausch wie zu Zeiten des Kalten Krieges wurde er mit der russischen Doppelagentin Anna Chapman ausgetauscht und lebte seither in Grossbritannien.

Skripal wurde im März 2018 Opfer eines Giftanschlags. Britische Geheimdienste machen Russland für den Anschlag verantwortlich. Der Kreml verneinte vehement und präsentierte die Verdächtigen als harmlose Touristen. (jaw)

Russland ist «höchstwahrscheinlich» verantwortlich

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ökonometriker 02.10.2018 20:34
    Highlight Highlight Die Bilder sind super. Einmal im Trainer und einmal mit 'nem Drink - sämtliche Stereotypen sind bestätigt.
  • felixJongleur 02.10.2018 10:37
    Highlight Highlight Ist ja klar dass die Russen das nicht akzeptieren konnten, so ein hochrangiger Überläufer kann sicherlich massiv Schaden anrichten, wohl je nachdem zu unseren Gunsten - je nachdem.
    • The Origin Gra 02.10.2018 12:50
      Highlight Highlight Es machte keinen Sinn mehr, die wichtigsten und heissesten Infos sind schon weg.

      Es ging nur darum andere Überläufer und Potentielle Überläufer abzuschrecken.

      Kurz, es war eine Stümperhafte Machtdemonstration die Ordentlich in die Hose ging

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