Schweiz
SBB

Interessengemeinschaft ÖV unzufrieden mit Fahrplangestaltung 2035

Pendler steigen in einen Zug ein am Bahnhof in Bellinzona am Mittwoch, 6. Dezember 2023. Die Tessiner Pendler gehen beim neuen Fahrplan leer aus. Die SBB lassen ab dem 10. Dezember 31 Personenzuege du ...
Die Fahrplangestaltung für den Bahnfernverkehr für 2035 weckt nicht überall Begeisterung.Bild: keystone

Interessengemeinschaft ÖV unzufrieden mit Fahrplangestaltung 2035

15.06.2024, 09:48
Mehr «Schweiz»

Die Interessengemeinschaft ÖV Schweiz ist nicht zufrieden mit der Fahrplangestaltung des überarbeiteten Konzepts des Bundesamts für Verkehr für den Bahnfernverkehr für 2035. Auch nach Verbesserungen gebe es in mehreren Regionen Anschlussbrüche und längere Fahrzeiten.

Die Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr (IGÖV) will, dass das Bundesamt für Verkehr (BAV) den aktuellen Stand der Planungsgrundlagen öffentlich zugänglich macht, damit eine Gesamtbeurteilung möglich ist, wie sie in einer Mitteilung vom Samstag schreibt. Man befürchte Verschlechterungen, die heute nicht transparent auf dem Tisch lägen.

Besonders unverständlich ist es für die Interessengemeinschaft, dass weiterhin die sehr erfolgreiche Rail-Jet Verbindung Zürich-Sargans-Innsbruck-Wien mit einer Fahrzeitverlängerung von 30 Minuten via St. Gallen umgeleitet werden soll. Kritisiert werden zudem die verlängerten Fahrzeiten des Fahrplans 2025 u.a. auf den Strecken Bern–Genf und Biel–Genf. Diese würden im Angebotsentwurf 2035/40 beibehalten

Im internationalen Verkehr fordert die IGÖV rasche Verbesserungen, insbesondere nach wichtigen Umsteigeknoten wie Lyon und München.

Forderungen nach einem generellen Moratorium der Ausbauprojekte lehnt die IGÖV ab. Ein Stopp des Bahnausbaus würde dem öffentlichen Verkehr schaden. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Städte, die du ab Zürich mit dem Nachtzug erreichst
1 / 13
Städte, die du ab Zürich mit dem Nachtzug erreichst
Der See Bled in Slowenien mit der berühmten Insel.
quelle: shutterstock
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Ich hasse Leute, die andere Leute nicht aus dem Zug aussteigen lassen»
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
17 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
17
Der neue «AI Act» der EU – «KI ist für sich genommen weder gut noch schlecht»
Die EU reguliert den Einsatz von künstlicher Intelligenz in Hochrisikosystemen. Im Interview ordnet Rechtsprofessorin Nadja Braun Binder den AI Act ein – und sagt, warum Huskys ein Problem für KI darstellen.

Vor Kurzem hat die EU den sogenannten AI Act, ein grosses Regulierungspaket zu künstlicher Intelligenz verabschiedet. Worum geht es?
Nadja Braun Binder: In der EU war das Bedürfnis gewachsen, Rahmenbedingungen für künstliche Intelligenz zu schaffen. Es ging dabei um den Schutz von Grundrechten, Gesundheit und den Rechtsstaat, aber auch um die Förderung von Innovation. Die EU steht in einem weltweiten Wettstreit um die technologische Vorherrschaft und liefert nun den rechtlichen Rahmen, um KI als Schlüsseltechnologie zu nutzen. Das ist der politische bzw. wirtschaftliche Kontext. Juristisch betrachtet ist es eigentlich eine Produkt- und Marktzugangsregulierung. Man will sicherstellen, dass ein Produkt auf dem Markt keinen Schaden anrichten kann.

Zur Story