Schweiz
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Eine Schulklasse nimmt auf ihrer Schulreise einen Wagen der SBB auf dem Hauptbahnhof Zuerich in Beschlag, aufgenommen am 20. August 1987. (KEYSTONE/Str)

Klassenlager sollen dank den SBB wieder beliebt werden wie einst: Eine Schulklasse am HB Zürich im Jahr 1987. Bild: KEYSTONE

Lehrer fordern verbilligte Tickets – SBB sollen Klassenlager retten

Schulen und Lehrer wollen billigere Tickets für Reisen und Exkursionen – sonst drohe eine Zweiklassengesellschaft

26.05.18, 07:01 26.05.18, 08:17

yannick nock / schweiz am wochenende



Ein Artikel von

Damit auch künftig jedes Kind an einem Ski- oder Klassenlager teilnehmen kann, hoffen Schulen auf Hilfe der SBB. In einem kürzlich verfassten Positionspapier nimmt der Schweizer Schulleiterverband nicht nur die Kantone und Gemeinden in die Pflicht, sondern auchden öffentlichen Verkehr. Das Ziel: Die Tickets für Klassenfahrten sollen billiger werden, damit Schulen Exkursionen und Lager weiter bezahlen können. Der gewöhnliche Gruppenrabatt reiche nicht.

Hintergrund der Forderung ist ein Urteil vom Dezember. Das Bundesgericht kam zum Schluss, dass obligatorische Angebote von Schulen kostenlos sein müssen. Neu dürften von Eltern maximal 16 Franken pro Tag für Verpflegung verlangt werden. Je nach Schule zahlten Eltern bisher zwischen 150 und 300 Franken für eine Lagerwoche. Manchmal auch mehr.

Nun geht es um die Frage, wer für das Defizit aufkommt, denn das Klassenlager ersatzlos streichen, wollen die Schulen nicht. «Für das soziale Lernen sind solche Lager extrem wichtig», sagt Bernard Gertsch, Präsident des Schweizer Schulleiterverbandes (VSLCH). Die Reisen seien aus der Schule nicht wegzudenken. Die Verunsicherung nach dem Gerichtsentscheid sei spürbar. In einigen Gemeinden würden über Ersatzangebote im Klassenzimmer diskutiert – allerdings nur für Kinder, deren Eltern nicht zahlen können. Das sei ein Fehler, sagt Gertsch. Schüler sollten ein Lager zusammen erleben dürfen.

Sonderangebote gibt es bereits

Ausserdem fürchtet Gertsch, dass sich eine Zweiklassengesellschaft auftue. Reiche Gemeinden könnten für die Lager aufkommen, ärmere nicht. Dann würde der Wohnort der Kinder entscheiden,ob sie in ein Klassenlager gehen oder nicht. «Das darf nicht sein.»

Gertsch verweist auf bereits bestehende Sonderangebote. So ist es beispielsweise für Teilnehmer der Berufsmeisterschaften «Swiss Skills» dank den SBB möglich, für lediglich 20Franken zum Veranstaltungsort nach Bern zu fahren – egal woher die Jugendlichen aus der Schweiz anreisen.

«Jesus ist aufgekreuzt» – Schüler über religiöse Feiertage

Mit ihrem Anliegen sind die Schulleiter nicht alleine. Auch beim Schweizer Lehrerverband sind die Ticketpreise ein Thema. An der vergangenen Präsidialkonferenz des Verbandes im April wurden die SBB kritisiert. Wie das Magazin «Bildung Schweiz» schreibt, ärgerten sich die Lehrkräfte über die hohen Kosten: «Heute sind einige Fahrten mit dem Car günstiger», wird der Lehrerpräsident aus Appenzell-Ausserrhoden zitiert. Die Präsidentin aus Graubünden sah im Bundesgerichtsurteil «ein starkes Argument für günstigere SBB-Preise».

Lehrer planen Vorstoss

Auf Anfrage gibt Lehrerpräsident Beat Zemp bekannt: «Wir arbeiten an einem Vorstoss.» Für Details sei es allerdings zu früh. Es mache wenig Sinn, Nachhaltigkeit zu unterrichten, gleichzeitig aber mit einem Car durch die Schweiz reisen zu müssen, weil Zugtickets zu teuer geworden sind.

Allerdings müssten auch Gemeinde und Kantone einspringen, wie der Verband in einem Positionspapier vorrechnet. In einer Gemeinde mit einem Schulbudget von 24 Millionen Franken würde sich der Betrag durch die Lagerkosten lediglich um 40'000Franken erhöhen. «Da muss eine Lösung möglich sein», sagt Zemp.

Die SBB verweisen auf Anfrage an den Verband öffentlicher Verkehr, den nationalen Dachverband der Transportunternehmen. Direktor Ueli Stückelberger ist skeptisch: «Ich sehe das Problem, aber es ist nicht primär Aufgabe des öffentlichen Verkehrs, Schüler besonders billig oder gar gratis zu transportieren.» Essei an den Kantonen die Finanzierung der Schulen zu sichern. Weitere anlassbezogene Aktionen wie bei den Swiss Skills zu günstigen Konditionen seien aber denkbar.

Noch ist allerdings keine Lösung in Sicht, die Zeit drängt. In vielen Schulen wird derzeit über das Budget fürs kommende Jahr diskutiert. Bis zu den Sommerferien sollte es stehen – mit oder ohne Lager.

Sind in jedem Klassenlager dabei: Diese 10 Lehrer-Typen

Video: watson

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • chäsli 27.05.2018 09:59
    Highlight Einfach zur Information: Asylsuchende werden bei der SBB als nicht zahlende Passagiere geduldet. Es mache keinen Sinn sie anzuzeigen, sie würden die Bussen doch nicht bezahlen. Info von mehreren SBB Beamten.
    Demnach können unsere Schüler ohne weiteres auch gratis die SBB benützen. Im übrigen würde sich eine Überprüfung der tausenden gratis oder fast gratis fahrenden GA-Benützer lohnen. Diese Zahlen wären interessant, macht sie transparent.
    0 2 Melden
  • atomschlaf 26.05.2018 15:59
    Highlight Angesichts der Tatsache, dass unser Luxus-ÖV schon jetzt zu über 50 Prozent von der Allgemeinheit subventioniert wird, liegen weitere Tarifreduktionen völlig quer in der Landschaft.
    4 10 Melden
  • Pegasurs 26.05.2018 13:01
    Highlight Immer wieder diese Forderungen, dass der Staat oder Staatsbetriebe zahlen sollen. Schweizer Schulen sind immer noch recht gut finanziert, wenn man die Situation mit dem Ausland vergleicht. Und will ich als LehrerIn ein Klassenlager organisieren, und reicht das Geld nicht ganz, kann ich ja mit der Schulklasse einen Basar durchführen und (selbst gebastelte) Sachen verkaufen. So lernen die Kinder zugleich, dass es sich lohnt, auf ein Ziel hinzuarbeiten. Ich mache das jedenfalls mit meinen Klassen so und wir konnten uns noch jedes Lager leisten, ohne die Eltern finanziell zu belasten...
    21 20 Melden
    • froeschu 26.05.2018 22:57
      Highlight Wie hoch ist denn der Anteil der Gemeinde. Bei uns gibts von der Gemeinde 30.- pro Schüler für das ganze Lager. Da komme ich mit einem Basar auch nicht viel weiter
      2 0 Melden
  • Likos 26.05.2018 11:39
    Highlight Meine Lehrerin war da immer pragmatisch. Lager kostet XXX.- und hat dann neutral darum gebeten, Eltern wo es möglich wär, 50.- mehr zu Zahlen um die Eltern zu entlasten wo es nicht so drin lag. Hat einwandfrei geklappt.
    29 1 Melden
    • Firefly 26.05.2018 20:14
      Highlight Klappt heute wohl weniger, denn die Eltern die es sich leisten könnten, deren Kinder sind in Privatschulen. Aber man muss ja alles immer den Angelsachsen nachmachen, deren öffentlichen Schulen heute in einer solch desolaten Lage sind, dass die Leherer und Lehrerinnen auf privatspenden angewiesen sind, sie quasi betteln gehen müsse, während sich die reichen Privatschulen gönnen und somit eine Zweiklassengesellschaft schaffen.
      2 3 Melden
  • Karl33 26.05.2018 11:10
    Highlight Die SVP und die FDP arbeiten schon lange Schritt um Schritt auf ein amerikanisches System mit schlechten Volksschulen und teuren Privatschulen für ihre Klientel hin. Kein Wunder fehlt langsam das Geld an unseren Schweizer Schulen, wenn öffentliche Gelder zugunsten der globalen Grossfinanz umverteilt werden.
    35 8 Melden
  • banda69 26.05.2018 10:35
    Highlight Und die SVP so zum Volk:

    Mit den massiven Steuersenkungen und Steuerrabatten für Steuerbetrüger, die ihr uns zu verdanken habt, könnt ihr euch das Klassenlager doch locker leisten.

    Ja, die SVP, die tut was fürs Volk.
    33 6 Melden
    • Roterriese 26.05.2018 13:44
      Highlight Und die SP so zum Volk:

      Die massive Zuwanderung in unsere Sozialsystem ist wichtig und nötig, es kommen nur Fachkräfte.

      Ja, die SP, die tut was fürs Volk.

      https://www.kath.ch/medienspiegel/sozialkosten-fuer-fluechtlinge%E2%80%A8sprengen-gemeindebudget/
      14 26 Melden
    • flying kid 26.05.2018 14:12
      Highlight Komisch nur, dass trotzdem jedes Jahr die Steuereinnahmen mehr werden.
      Wie kann das nur gehen...
      13 4 Melden
    • Astrogator 26.05.2018 17:37
      Highlight @flying kid: PFZ, je mehr Leute Steuern zahlen desto mehr Einnahmen gibt es. Ueli Maurer hat ja selbst gesagt, es gäbe mit der Steuerreform keine Ausfälle wenn mehr Unternehmen und Ausländer in die Schweiz kommen.

      Ueli Maurer, SVP, MEI - da war doch was...
      6 3 Melden
    • Firefly 26.05.2018 20:16
      Highlight @flyinf kid, die reichen und internationalen Konzerne zahlen immer weniger, so müssen die Lohnempfanger halt immer mehr zahlen
      3 1 Melden
    • banda69 28.05.2018 19:20
      Highlight @Freundinnen und Freunde der SVO

      Und wer bezahlt immer weniger Steuern? Die Reichen und Abzocker. Die, welche das Volk auspressen.

      Und wer dient den Reichen und Abzockern zu? Die SVP.

      Und warum macht das die SVP? Weil deren Politestablishment zu den Reichen und Abzockern gehört. So simpel ist das mit der SVP.

      Und ja. Die SVP schadet dem Schweizer Volk. Aber das weiss ja jedes Kind.
      1 2 Melden
  • zialo 26.05.2018 10:33
    Highlight Diese Abzocke der SBB ist mir irgendwie unheimlich. Aber es war glaub in der Schweiz immer schon so. Hinter einer grossartigen Institution steht Inkasso das für Reiche problemlos zu bezahlen ist und für Armen Ausbeutung ist. Gut wird das jetzt anders geregelt werden müssen.

    1 41 Melden
  • Beat Galli 26.05.2018 09:55
    Highlight Die Neunte Klasse unserer Schule hat auch eine Klassenfahrt gemacht. Nach Budapest. War keine 60.- hin und her für EasyJet.
    Neue Zeiten andere Wege.
    8 26 Melden
    • Sherlock_Holmes 26.05.2018 14:04
      Highlight So bezahlen einfach andere – Ruinöser Konkurenzkampf, Arbeitsbedingungen, Sicherheit bei den Airlines, siehe Konflikt bei Edelweiss – nicht zuletzt die Umwelt.
      27 2 Melden
  • Idrisi 26.05.2018 09:03
    Highlight Das Problem, dass den Gemeinden und Kantonen die Klassenlager nichts Wert sind kann weder die SBB noch der VöV lösen. Es geht um absolut lächerliche Summen aus Sicht des Staatshaushaltes. Es geht um das setzen von Prioritäten und dann vielleicht noch um Steuerpolitik. Es geht hier nie und nimmer um Ticketpreise!


    68 2 Melden
  • bebby 26.05.2018 08:29
    Highlight Das mit den Cars ist mir auch aufgefallen. Aber ehrlich gesagt ist ein Car nicht nur günstiger, sondern viel bequemer und praktischer, weil man direkt zum Lagerhaus fahren kann, und somit die Umsteigerei entfällt.
    82 20 Melden
    • Idrisi 26.05.2018 11:30
      Highlight Wir mussten ab der 5. Primar die Schulreisen immer selbst organisieren. Beim Umsteigen mussten die Schüler, die die Reise geplant haben schauen das es klappt. Wir hatten das als Klasse so entschieden und dabei viel gelernt.

      Der Car bringt bezüglich Lernmöglichkeiten der Klasse nicht viel. Deshalb zu teuer.
      5 9 Melden
  • Passierschein A38 26.05.2018 08:24
    Highlight Ein zusätzliches Problem ist: (genauso passiert in den letzten 2 Wochen:

    6 Wochen vor Schulreisetermin:
    Buchungsanfrage für die Schulreise online ausgefüllt, tolles Programm, gute Umsteigezeiten, Stanserhorn, wandern, rodeln, dann Transfer und mit Schiff nach Luzern, von da an heim. Stimmiges Programm halt.
    Antwort mit der Offerte: ca. 1600 Fr. für eine Klasse... Leer geschluckt - übersteigt das Budget - ok, Klassenkasse hat noch überschuss vom letzten Jahr, umgehend zum Bahnhof: buchen, bitte!
    Antwort: Mindestens 2 der offerierten Züge seien überbucht, ich müsse ausweichen! 6 Wochen vorher!
    35 12 Melden
    • Hier könnte Ihre Werbung stehen 26.05.2018 10:32
      Highlight Kann schon sein, wenn die anderen Lehrer aus Hinterpfupfingen 7 bis 8 Wochen vorher gebucht haben.
      8 0 Melden
    • LebeauFortier 26.05.2018 10:41
      Highlight Bhu, ja, bezüglich Preis darf man leer schlucken. Kann ich verstehen.

      Aber wenn der Zug überbucht ist, waren Sie offenbar einfach zu spät. So eine Reise kann man sicher auch mit mehr Vorlaufzeit als 6 Wochen planen. So machen wir das in der Privatwirtschaft zumindest auch.
      12 1 Melden
    • Idrisi 26.05.2018 11:14
      Highlight Schulreisetermine sind wie Weihnachten. Sie kommen jedes Jahr völlig unerwartet.
      11 3 Melden
    • Brummbaer76 26.05.2018 11:58
      Highlight Andere Planen eben früher ;-) Irgendwann ist das Kontingent ausgeschöpft. Züge können nicht beliebig verlängert werden.
      11 0 Melden
  • Helona 26.05.2018 08:12
    Highlight Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, wozu es Klassenlager überhaupt braucht. Ausser vielleicht, dass die Eltern mal eine Woche „kinderfrei“ haben.
    12 178 Melden
    • Mia_san_mia 26.05.2018 12:08
      Highlight Warst Du nie in einem?
      21 1 Melden
    • Luesae 26.05.2018 12:16
      Highlight während der gesamten schulzeit hatten wir 2 klassenlager und eine skiwoche und das waren die highlights der schulzeit für alle schüler
      17 2 Melden
    • Sherlock_Holmes 26.05.2018 14:27
      Highlight „Klassenlager sind extrem wichtig für das soziale Lernen.“ Steht im Text – lesen hilft.
      Aus langjähriger Erfahrung kann ich dies vollumfänglich bestätigen.
      Klassenlager sind rund um die Uhr lebenspraktische, authentische Gemeinschaft ausserhalb der Familie und des regulären Unterrichts, mit allem was dazu gehört, v.a. auch in Lagern, in denen selbst gekocht wird.
      Einschliesslich der Planung und Horizonterweiterung, nebst unvergesslichen Erlebnissen.
      11 2 Melden
  • skofmel79 26.05.2018 07:54
    Highlight Für Ferien der Lehrer sind diese Lager auch wichtig;-)
    9 212 Melden
    • E7#9 26.05.2018 08:02
      Highlight Wenn du wüsstest wie viel zusätzliche Arbeit für Lehrer solche Ausflüge sind.
      173 10 Melden
    • KurtFaber 26.05.2018 08:04
      Highlight Ihrem Kommentar entnehme ich, dass Sie vermutlich noch nie an der Planung und Durchführung eines Lagers beteiligt waren. Andernfalls würden Sie nicht längst überwundee Klischees bemühen.
      Und deshalb frage ich mich: Wozu dient Ihr Kommentar?
      85 4 Melden
    • CaptainLonestarr 26.05.2018 08:08
      Highlight Lehrer haben wärend der Lager die volle Verantwotung 24h am Tag und sehen keinen Rappen mehr. Zudem ist ein Lager zu organisieren sehr viel Arbeit. Wegen solcher Kommentare fragen sich immer mehr Lehrer warum sie den Aufwand überhaupt betreiben sollen.
      81 7 Melden
    • sealeane 26.05.2018 08:29
      Highlight Ich kenne diesr lager auch aus ner anderen Sicht (bin zwar kein Lehrer). Aber ich weiss wie viel Gratisarbeit da immer geleistet wird. Den wenn du denkst die können für so eine Woche 16 oder gar 24h (bereitschafts oder Pikettvergütung) bezahlung über dann irrst du dich gewaltig...
      Bei den Lagern geht es oft auch darum den Kids etwas zu ermöglichen was sie sonst nicht tuen oder können.
      69 4 Melden
    • QueenNiin 26.05.2018 08:46
      Highlight @skofmel was meinst du jetzt damit? Gehts noch? Ein Lager bedeutet extrem viel Überzeit für Lehrpersonen, von der ganzen Planung her, dem rekognostizieren des Hauses und geschweige dann der ganzen Woche im Lager, wo man 24 h am Tag verfügbar sein muss. Für all die Extrazeit und Nerven die das braucht, gibt es keine aber auch gar keine Entschädigung für die Lehrpersonen in irgendeiner Art. Ausser natürlich dem Dank der Kinder und Eltern :-) Wir machen das aus Freude, für die Kinder und für den Zusammenhalt. Wir kämpfen, dass die Lager auch mit sehr eingeschränktem Budget funktionieren!
      72 4 Melden
    • Turist 26.05.2018 08:50
      Highlight Eine ganze Woche 24 Stunden pro Tag Verantwortung tragen für 20 oder mehr Kinder... super schöne Ferien.
      Ich übe diesen Job auch aus. Jeder der so abschätzig über den Lehrerberuf herzieht, zeigt, dass er keine Ahnung hat.
      Sie würden es wahrscheinlich bei den heutigen Kindern und v.a. Eltern kein halbes Jahr aushalten, geschweige denn ein Lager organisieren können.
      73 4 Melden
    • Mia_san_mia 26.05.2018 09:47
      Highlight Haha hört doch auf, die Lehrer so zu verteidigen 😂 skofmel79 hat es genau richtig geschrieben 👍
      3 25 Melden
    • Hier könnte Ihre Werbung stehen 26.05.2018 10:41
      Highlight Ich würde es auch nicht mit den heutigen Kindern und deren Eltern aushalten.
      Also währen die Lager gut verzichtbar, denn die Helikoptereltern werden sowiso nur motzen und beanstanden. Die Kinder verbringen ihre Zeit lieber mit dem Smartphone und folgen ihren bescheuerten insta-stars.
      Ergo, ist unter dem strich niemandem mit einem Lager gedient.
      6 14 Melden
    • schischueh 26.05.2018 10:56
      Highlight Bei all den Leuten, die beim Beruf der Lehrperson nur an die 13 Wochen Unterrichtsfreie Zeit (≠ Ferien) denken frage ich mich ernsthaft wieso in der Schweiz akuter Lehrermangel herrscht. Meldet euch bitte ALLE zum PH-Studium an, wenn es ein so einfacher und "chilliger" Beruf ist. Lehrer braucht es immer ;)
      21 2 Melden
    • Turist 26.05.2018 16:12
      Highlight Mia, habe immer gedacht, du siehst weiter als nur bis zu deinem eigenen Gartenzaun.

      Dem ist ja aber, wenn ich deinen Kommentar lese, doch nicht so.

      So kann man sich täuschen.
      5 2 Melden
  • Philboe 26.05.2018 07:43
    Highlight Ich verstehe dieses Gezänke nicht ganz. Wir haben dazumals Kuchen verkauft, Autos gewaschen und Papier gesammelt. Macht man das heute nicht mehr?
    56 99 Melden
    • Helona 26.05.2018 08:09
      Highlight Kuchen geht noch. Autos dürfen aus Umweltschutz-Gründen nur noch auf bestimmten Plätzen gewaschen werden und die Papiersammlung wird grösstenteils durch private Organisationen oder Vereine abgedeckt.
      41 5 Melden
    • KurtFaber 26.05.2018 08:12
      Highlight Doch, das macht man auch heute noch, um die Lagerkasse zusätzlich zu füllen. Doch das Problem ist in erster Linie, dass der Elternbeitrag durch das Bundesgericht für eine fünftägige Lagerwoche auf 80 Franken beschränkt wurde. Das ist ein ziemlich grosser Einschnitt. Wo ich arbeite, bedeutet das eine ca. 25% kleineres Lagerbudget.
      28 3 Melden
    • Karli1313 26.05.2018 08:21
      Highlight Die Papiersammlung wurde bei uns im Dorf aufgehoben, nachdem ein Schüler angefahren wurde und es dann als zu gefährlich galt. Das was vor etwa 10 Jahren.
      27 3 Melden
    • froeschu 26.05.2018 08:35
      Highlight Doch. Nur reicht das Geld nicht. Vor allem dann nicht, wenn alle anderen Ausflüge auch von der Klassenkasse bezahlt werden müssen. Wenn man alles selber erabeitet, stimmt dann auch der Aufwand nicht mehr. Vor allem nicht in Sparkantonen. Mehr Arbeit für weniger Lohn...
      22 4 Melden
    • nele 26.05.2018 08:48
      Highlight Doch. Aber damit kriegst du nicht die gesamten kostem gedeckt. Da neu von den eltern keine beiträge eingezogen werden dürfen (lager, schulreisen, theaterbesuche, zirkel, taschenrechner...) - ausgenommen für die verpflegung - werden solchen ausserschulischen aktivitäten steine in den weg gelegt
      20 2 Melden
    • Turist 26.05.2018 09:40
      Highlight Als ich mit meiner Klasse mit solchen Aktionen Geld sammeln wollte für eine 2-tägige Schulreise, wurde ich von Eltern kritisiert.
      Das seien Bettelaktionen, bei denen ihre Kinder auf keinen Fall mitmachen würden usw.
      So vergeht einem als Lehrer der Spass an der Arbeit. Schliesslich müssen wir solche Sachen nicht machen. Wenn wir aber nur Dienst nach Vorschrift betreiben und solche Erlebnisse weglassen ist es auch wieder nicht ok.
      13 1 Melden
    • Schildlaus 26.05.2018 10:06
      Highlight Papiersammlung wurde in unsere Gemeinde ebenfalls gestrichen. Grund war das die Bewohner das Papier 2 Monate sammelte um es dann rauszustellen wenn die Schulenn sammeln und nicht die externe Firma. Das wurde begründet mit der Menge und das es ungesund wäre für Schüler solch eine menge zu sammeln an einem Vormittag.
      3 0 Melden
  • N. Y. P. 26.05.2018 07:19
    Highlight Nennen wir doch das Kind beim Namen.

    Weil die Firmen immer weniger Steuern bezahlen müssen (SVP/FDP), hat es halt kein Geld mehr für Klassenlager. Und LU musste deswegen den Pausenapfel streichen und Schülern Zwangsferien geben.

    Schiebt jetzt ja nicht den SBB den Schwarzen Peter zu !
    280 52 Melden
    • Roman h 26.05.2018 08:19
      Highlight Schon witzig
      Beim geldspielgesetz geht es auch um steuern.
      Aber sind es dort nicht die linken die wollen das manche weiterhin keine steuern bezahlen müssen?
      20 33 Melden
    • MarZ 26.05.2018 08:52
      Highlight Bitte belege doch mal mit offiziellen Zahlen, um wie viel die Steuerzahlungen der Firmen effektiv gesunken sind. Effektiv steigen sie nämlich kontinuierlich.
      23 14 Melden
    • N. Y. P. 26.05.2018 09:54
      Highlight Die Steuereinnahmen steigen.
      ☝️Prozentual aber sinken die Steuern bei den Firmen.

      Zum Beispiel zahlen auch die Reichen prozentual weniger Steuern als der Mittelstand. Finde ich nicht in Ordnung.
      8 5 Melden
    • G. Schmidt 26.05.2018 09:56
      Highlight Zusammenhang? Bundesgericht hat dies beschlossen oder wie kommen Sie darauf?
      1 1 Melden
    • Bijouxly 26.05.2018 10:29
      Highlight So ein müll...^^
      5 0 Melden
    • Redly 26.05.2018 10:42
      Highlight Bitte Quelle bei solchen populistischen Aussagen.
      Denn das ist nachweislich falsch. Die Steuereinnahmen von Privaten und Unternehmen sind gestiegen. Der Anteil der Unternehmen überproportional.
      https://www.economiesuisse.ch/sites/default/files/publications/faktenblatt3_unternehmensbesteuerung_20140903.pdf
      5 2 Melden
    • TheMan 26.05.2018 11:44
      Highlight N.Y.P das Kind beim Namen nennen ok. Weilwir Offene Grenzen haben, dank der SP, können Firmen immer Billigere Arbeitskräfte hollen. Die SVP möchte aber, das Firmen CH-Bürger als Arbeiter nehmen. Grund, mehr Arbeitende, mehr Steuerzahler, mehr Einnahmen. Dies bewerkstelligt die SVP indem sie der Wirtschaft, mehr Geld zu verfügung Stellt. Mehr Geld sollt der Firmen den Anreiz geben CH Bürger Arbeit zu geben. Leider ist dem nicht so. Da Offene Grenzen, Billige Arbeiter usw, heisst das der Chef mehr verdient. Dies dank der SP, die auch gerne in die EU will.
      3 14 Melden
    • N. Y. P. 26.05.2018 13:38
      Highlight @G. Schmidt

      Wen meinst Du ?

      Du darfst ruhig Du sagen ;-)

      @Redly

      Das nennst Du eine Quelle ?

      Ein Faktenblatt der Economie Suisse ? Ein paar Wörter, die jemand zu einem Satz zusammengeschustert hat.
      Da steht nur was von den direkten Steuern. Wie wäre noch ein Faktenblatt zu den ordentlichen Steuern ?

      @TheMan

      Definier bitte
      ..Dies bewerkstelligt die SVP indem sie der Wirtschaft, mehr Geld zu verfügung stellt..

      Meinst Du die Steuersenkungen?

      8 2 Melden
    • Astrogator 26.05.2018 14:06
      Highlight @Redly: Sie fallen auf das übliche Dummsprech von Economiesuisse und SVP herein.
      Die Steuereinnahmen steigen wegen der PFZ, obwohl die Unternehmen weniger Steuern zahlen, steigen die Einnahmen weil mehr Unternehmen Steuern bezahlen.

      Gleichzeitig steigen aber mit der OFZ auch die Infrastrukturkosten, aber schneller als die Einnahmen.

      Also entweder weiter volle PFZ oder höhere Unternehmenssteuern.

      Im Kanton Solothurn z.B. bezahlt die Wirtschaft noch 18% der Steuereinnahmen, weitere Senkungen geplant.
      7 4 Melden
    • Astrogator 26.05.2018 14:11
      Highlight @TheMan: Lustig was sie schreiben, glauben sie das auch?

      Die flankierenden Massnahmen sollen sicherstellen, dass ausländische Arbeitnehmer nicht günstiger arbeiten als Schweizer. Die SVP ist strikt gegen diese Massnahmen und bekämpft sie bei jeder Gelegenheit.

      Martullo Blocher sagte nach Annahme der MEI, dass Sie Eine Ausnahmegenehmigung benötige weil sie weiterhin Fachkräfte im Ausland rekrutieren will.

      Wissen Sie es nicht besser oder schreiben Sie einfach gerne Mist?
      11 3 Melden
    • TheMan 26.05.2018 15:19
      Highlight Astrogator meinst du die Flankierenden Massnahmen, die so EU Mässig umgesetz wurde, das diese nichts nützt? Die Flankierende Massnahmen, welche die EU weg haben will? Übrigens hat die SP gross gesagt, das es Solche Massnahmen nicht braucht, wen wir die Bilateralen annehmen. Die SP, welches wegen der EU die MEI nicht umgesetzt hat. Weil nach SP die EU das nicht will und mit den Worten: Die MEI kann so wie es das Volk will nicht Umgesetzt werden, da der SP die EU wichtiger ist als das Volk? Wissen sie es nicht besser oder schreiben Sie einfach gerne Mist aus dem Parteibuch der SP?
      3 7 Melden
    • G. Schmidt 26.05.2018 15:32
      Highlight @NYP
      Ich sehe die Verbindung zwischen dem Kanton Luzern und Bundesgerichtsentscheid nicht.
      2 1 Melden
    • atomschlaf 26.05.2018 15:58
      Highlight Schön, bloss stimmt kein Wort von dem was Du schreibst.
      Die Fiskaleinnahmen von Bund, Kanton und Gemeinden haben von 2012 bis 2016 von 169 Mio. auf fast 183 Mio zugenommen. Dies ist eine Zunahme von 8.2 Prozent, was deutlich über dem Bevölkerungswachstum liegt. Wenn also für die Schulen zu wenig Geld vorhanden ist, liegt dies bestimmt nicht an "immer weniger Steuern".
      https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/oeffentliche-verwaltung-finanzen/steuern-einnahmen.html
      3 0 Melden
    • Astrogator 26.05.2018 16:30
      Highlight @TheMan: Die EU hat ein Problem mit flankierenden Massnahmen? Wäre mir neu.
      Die MEI nicht umgesetzt hat nicht die SP sondern das Parlament oder hat die SP die absolute Mehrheit, und wieso hat die SVP nicht das Referendum ergriffen?

      Sie sind ein leuchtendes Beispiel für die sprichwörtliche Bildungsferne der SVP-Wähler...

      Die Bilateralen sind übrigens gemäss Blocher die bessere Wahl als der EWR-Beitritt, weshalb man ja den EWR ablehnen sollte, was auch geschah.

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    • Redly 26.05.2018 16:35
      Highlight @Nyp: kannst du mir sagen, was du unter ‚ordentlichen‘ Steuern verstehst. Die Steuerquote stieg jahrelang und ist seit einigen Jahren für Private stabil (siehe Bundesamt für Statistik). Der Anteil der Unternehmensteuern stieg stärker! Die indirekten Steuern (MwSt) sind bis 2018 nur immer gestiegen (eine Unterscheidung zw. Personen und Unternehmen macht hier keinen Sinn). Dein Kommentar hält den Fakten nicht stand.
      PS: Quellen bemängeln aber auf Nachfrsge selber gar keine angeben...
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    • N. Y. P. 26.05.2018 17:29
      Highlight @Redly

      Die Steuerquote für Private ist eben nicht seit Jahren stabil. Sie tragen prozentual eine immer grössere Last. Die Unternehmen prozentual immer weniger. Und mit der neuen Finanzordnung werden sie nochmals um rund 2 Milliarden entlastet.

      Bild : Tagi vom 30. Nov. 2016
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    • TheMan 26.05.2018 17:56
      Highlight Astrogator, vielleicht nicht nur das SP-Parteibuch lesen. Und mal die Realität anschauen. Die EU stört sich ab den Flankierenden Massnahmen. Sie duldet diese, aber ist nicht Froh darüber. Hat die Regierung der EU zu oft schon gesagt. Die MEI wurde dank SP nicht Umgesetzt. Sie Mobilisierte alles EU Befürworter im Parlamend. Von Links bis in die Mitte. Sogar Jositsch sagt, die MEI ist nicht Umgesetz. Bildungsfern sind Leute wie du, die den Kommunismus gut findet und Naiv der SP nachläuft. Dabei nicht merkt, wie sie die Schweiz zerstört.
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    • Astrogator 26.05.2018 19:00
      Highlight @TheMan: Nochmals die Frage, wieso hat die SVP das Referendum nicht ergriffen?

      Und wieso hat die SVP behauptet die MEI lasse sich umsetzen ohne die Bilateralen zu gefährden?

      Und nochmals, was hat die SP mit Kommunismus zu tun?

      Sie denken ja schlau zu sein, dann können Sie sicher die drei Fragen rational beantworten?
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    • Redly 26.05.2018 19:04
      Highlight @NYP: so kann man sich die Welt zurechtlegen. Sozialabgaben werden wesentlich durch Unternehmen und nicht nur durch Private geleistet (meines Wissens sogar mehr, hab aber keine Quelle - kann falsch sein). Und ja, die steigen zulasten der Unternehmen. Verbrauchsteuern (MwSt.) lassen sich nicht eindeutig auf Private, Unternehmen und öff. Hand aufteilen. Dies einfach den Privaten zuzurechnen, ist ein schönes Beispiel von Propaganda. ZB. wenn öff. Hand mehr einkauft von Unternehmen, steigen die MWST-Einnahmen... Das Selbe, wenn Unternehmen wachsen.
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    • TheMan 26.05.2018 23:23
      Highlight Astrogator, weil ein Referendum nichts bringt, wen 2/3 der Parteien eh alles machen für die EU und gegen das Volk. Die MEI wäre ohne Gefährdung der Bilateralen umSetzbar gewesen. Du kennst die Geschichte der SP nicht stimmts? Kommunisten Wählen aber keine Ahnung was die Partei für Grundgedanken hat 👏👏👏
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    • Astrogator 27.05.2018 15:13
      Highlight @TheMan: Würdest du bitte beantworten was die SP - nicht die ehemalige kommunistische Partei - mit Kommunismus zu tun hat? Bis jetzt bist du ausgewichen.
      MEI und die Bilateralen, wie wäre das Problem mit der Guillotine-klausel zu lösen?
      Wissen Sie was ein Referendum ist und wie es funktioniert?

      Entweder sie sind ein Troll oder die haben schlicht keine Ahnung von der Schweiz und wie Politik in diesem Land funktioniert.

      Bis jetzt fallen sie vor allem durch Unkenntnis und pubertären Verhalten auf, erhellen Sie uns doch mit ihrem Wissen anstatt sich ständig als Stammtisch-Löli aufzuführen.
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    • Redly 27.05.2018 19:39
      Highlight @Astrogator: siehe Parteiprogramm Punkt Überwindung des Kapitalismus.
      PS kleiner Tipp aus einer anderen Blase: nicht jeder der eine andere Meinung hat, ist ein Troll oder hat keine Ahnung. Respekt anderen Meinungen gegenüber finde ich eine nötige Basis für einen echten Diskurs.
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    • N. Y. P. 27.05.2018 23:23
      Highlight ..nicht jeder der eine andere Meinung hat, ist ein 👉Troll oder hat keine Ahnung. Respekt anderen Meinungen gegenüber finde ich eine nötige Basis für einen echten Diskurs.

      Auch ich arbeite daran 😉
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