Schweiz
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Mobbing, Gewalt, Mädchen, Schule

Mobbing an der Schule findet meistens in Gruppen statt. Bild: Shutterstock

Nirgends in Europa werden so viele Schüler gemobbt wie in der Schweiz

Eine neue Auswertung im Rahmen der Pisa-Studie zeigt: Mobbing an Schulen nimmt zu. Die Anzahl körperlicher Übergriffe hat sich sogar verdoppelt.

Anna Miller / ch media



Auf dem Schulweg wird das Kind gehänselt, drangsaliert, bedroht, über Monate hinweg. Der Jugendliche beschimpft, beleidigt, sogar körperlich attackiert. Und keiner schaut hin. Was nach einem Albtraum klingt, ist im Durchschnitt für mindestens ein Schweizer Schulkind pro Klasse Realität. Die Zahlen von Mobbingopfern steigen seit Jahren an. Nun bestätigt die neuste Pisa-Studie aus dem Jahr 2018 einen Anstieg in sämtlichen Mobbingkategorien teilweise auf den doppelten Wert. Kein anderes europäisches Land weist ähnlich hohe Zahlen auf.

Vom Auslachen bis hin zu physischer Gewalt

Das Spektrum reicht von Ausgelacht- Werden bis hin zu physischer Gewalt. Die Befragung wurde in sechs Kategorien unterteilt. Die Schülerinnen und Schüler wurden gefragt, ob und wie häufig sie sich im letzten Jahr ausgeschlossen oder bedroht fühlten, ob sie geschlagen und geschupst wurden, gemeine Gerüchte über sie verbreitet wurden oder ob sich Mitschülerinnen und Mitschüler über sie lustig machten. Eine weitere Aussage mass, ob den Jugendlichen Dinge weggenommen oder zerstört wurden. Im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2015 verzeichneten die Wissenschafter einen Anstieg in sämtlichen Kategorien.

Deutliche Zunahme der Mobbingfälle

Bild

2015 hatten noch elf Prozent der Jugendlichen in der Schweiz angegeben, dass man sich mindestens ein paar Mal pro Monat über sie lustig gemacht habe. 2018 waren es 13 Prozent, wie es im Pisa-Bericht von 2018 heisst. Der Anteil jener, über die ein paar Mal im Monat gemeine Gerüchte verbreitet worden sind, sei von sieben auf rund elf Prozent gestiegen. Die Häufigkeit körperlicher Übergriffe hat sich im Zeitraum von nur drei Jahren auf sieben Prozent verdoppelt, wie die Schülerinnen und Schüler melden.

Bild

Wieso die Zahlen ansteigen, können die Wissenschafter nicht klar beantworten. Es sei möglich, dass die Anzahl der Mobbingfälle tatsächlich zugenommen habe. Möglich sei aber auch, dass die Jugendlichen sensibilisierter für das Thema sind – auch aufgrund der Aufklärungsarbeit der letzten Jahre.

Drangsalieren als Flucht vor Einsamkeit

Thomas Brunner von der Stiftung Pro Juventute ortet das Problem zum Teil in einer gefühlten Einsamkeit der Jugendlichen. Tatsächlich geben junge Menschen in Umfragen vermehrt an, dass sie sich einsam fühlen, obwohl sie faktisch in soziale Gruppen eingebunden sind. Fast die Hälfte der Schweizer Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren fühlt sich laut einer 2019 erschienenen Studie der Universität Zürich manchmal bis dauernd einsam.

Wer sich einsam fühlt, für den kann Mobbing ein Weg in die gefühlte Gemeinschaft sein – wer mitmacht, ist dabei, auf Kosten eines anderen. «Mobbing findet ja nicht isoliert zwischen zwei Menschen statt. Mobbing ist immer Plagen innerhalb einer definierten Gruppe», sagt Brunner.

Wenn sich Menschen gegen einen anderen zusammentun, kann sich das identitätsstiftend auf die Gruppe auswirken. Und führt beim Opfer zu langfristigen Folgeschäden auf emotionaler und psychischer Ebene, von Schlafstörungen bis Suizidgedanken. Studien zeigen: Wer in der Schule gemobbt wurde, hat als junger Erwachsener ein dreifach erhöhtes Selbstmordrisiko.

Doch so alarmierend die Zahlen sind: Der grosse Aufschrei bleibt bisher aus. Brunner ortet hier Handlungsbedarf auf breiter Ebene. Er sagt: Wir müssen als Gesamtgesellschaft anfangen, hinzuschauen. «Es liegt an uns allen, das Schweigen zu brechen. Natürlich gibt es immer einen Anführer, wenn es um Mobbing geht. Aber genauso wichtig für das Aufrechterhalten der Dynamik ist die schweigende Mehrheit, die nichts unternimmt», sagt der Experte.

Das habe gar nicht primär mit der Jugend zu tun – das fange beim Tratsch im Büro an oder damit, dass man sieht, dass es dem Nachbarn schlecht geht, und nichts unternimmt. «Es braucht neben einer weiteren Sensibilisierung für das Thema vor allem auch klare Bekenntnisse in Schulen und der Gesellschaft, dass Mobbing nicht geduldet wird», sagt Brunner.

Die Gefahren der 24-Stunden-Gesellschaft

Vor allem in einer Zeit, in der die sozialen Zugehörigkeiten eines Menschen immer weiter verschmelzen. Und ein Jugendlicher von morgens um sieben bis Mitternacht on- und offline mit den gleichen Menschen lebt. «Früher hatte man den Pfadiverein, die Familie, die Schule – diese unterschiedlichen Kreise konnten einen Puffer bilden», sagt Brunner. Heute sei man 24 Stunden miteinander verbunden und damit auch permanent einer potenziellen Mobbingkultur ausgesetzt.

Pro Juventute prüfe derzeit deshalb Möglichkeiten zum Aufbau einer Allianz gegen Mobbing. Die Idee steht schon, mit Bildungsinstitutionen und nationalen Akteuren. Akteure aus Politik und Wirtschaft wurden noch nicht angefragt. Der Wunsch sei aber da, auch diese mit einzubinden. (aargauerzeitung.ch)

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94Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Semer Hube 05.12.2019 20:43
    Highlight Highlight Es ist tatsächlich so in der Schweiz. ich bin 23 Jahre alt und ich wurde auch in der Schule gemobbt.
  • Rainer.Zufall 04.12.2019 16:55
    Highlight Highlight Mobber sind die Opfer
  • insert_brain_here 04.12.2019 13:59
    Highlight Highlight Weil Mobbing von der durchschnittlichen schweizer Schulleitung schlicht ignoriert wird, bloss nicht so tun als würde man es bemerken, sonst müsste man noch etwas dagegen unternehmen. Eltern werden abgewimmelt, wer sich keinen Anwalt leisten kann um gegen diese Ignoranz vorzugehen ist verloren. Betroffenen Eltern wird auch gerne als Lösung empfohlen, sie sollen doch einfach umziehen.
    • npe 04.12.2019 14:11
      Highlight Highlight Oder man hat zwei Eltern mit eigener Erfahrung im Schulwesen. Mein Sek-Lehrer welcher nichts gegen Mobbing gegen (u.a.) mich unternahm (sondern dieses mit einer öffentlichen "Strichli-Liste", wo ich natürlich Spitzenreiter war, noch unterstützte (!)), musste nach einer Weile die Taschen packen, weil meine Eltern der Schulleitung auf die Pelle gerückt sind. Und ich glaube, gewisse private Beziehungen zu der Schulpflege haben auch etwas nachgeholfen.. :-)

      Du hast aber im Normalfall absolut Recht, es ist sonst sehr schwierig sich in solchen Fällen zu wehren..
    • Älplermagrönli mit Öpfelmues 04.12.2019 15:26
      Highlight Highlight Das ist wahr, auch kritisch ist, dass nach meinem Wissen Mobbing als solches noch immer nicht konkret im StGb verankert ist, sonst hätten wohl auch die Schulen etwas mehr Angst und würden nicht mehr einfach faul sein.
    • Asmodeus 04.12.2019 17:10
      Highlight Highlight Eine Schulleitung versucht solche Dinge prinzipiell unter den Teppich zu kehren.

      Es könnte ja ein schlechtes Licht auf die eigene Schule werfen. (selbiges übrigens auch wenn es um die Thematik sexueller Übergriffe während Klassenlagern geht)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fandall 04.12.2019 13:02
    Highlight Highlight Die Schweiz ist ja schon länger dafür bekannt eine relativ hohe Selbstmordrate zu haben, z.B. bei den Schusswaffentoten. Ob das seit jeher damit zu tun hat?
    Etwas komisch finde ich nun den Ansatz, das Symptom Mobbing bekämpfen zu wollen, wenn offensichtlich klar ist dass Einsamkeit einer der wichtigsten Treiber ist.
    Ich finde die Massnahmen sollten dort ansetzen, und nicht mit Anti-Bullying.
    • Asmodeus 04.12.2019 17:11
      Highlight Highlight Ich war nicht einsam. Ich hatte einige wenige gute Freunde. Das bringt bloss nichts wenn die restlichen 15 Leute Deiner Klasse sich auserkoren haben Dein Leben zur Hölle zu machen.
  • genauleser 04.12.2019 12:22
    Highlight Highlight Hab ich einen akuten Anfall von Blindheit, oder hat irgend jemand die Vertrauensintervalle in der ersten Abbildung gefunden?
    • genauleser 05.12.2019 00:56
      Highlight Highlight Die Blitzer haben die Vertrauensintervalle gefunden, oder wissen nicht, was das ist...?
  • guby 04.12.2019 11:53
    Highlight Highlight In meiner Schulzeit wurde auch "gemobbt" was das Zeug hält. Nur wurden diese Dinge erstens erst behandelt wenn es eskalierte und zweitens auch nur schulintern. Keine Statistik interessierte das, da es als Lebensschule für Gruppendynamik galt. "Nimms nicht so ernst, später werden dich auch nicht alle mögen" war einer der Standardsätze. Ich bezweifle eine Zunahme des Mobbings, ich denke eher Schüler*innen deuten - aufgrund der Sensibilisierung - gewisse Dynamiken schneller mal als Mobbing als noch einige Jahre zuvor. Das ist nicht wertend gemeint, lediglich eine mögliche Erklärung.
    • Dirot 04.12.2019 15:48
      Highlight Highlight Aso meiner Erfahrung nach: Ich konnte dem Lehrer erklären, dass es Mobbing in Wort und Sprache und auch verdtecktes Mobbing mit Gerüchten verbreiten über mich gab und es hies: " Ja kann ich nichts machen."
      Solche Lehrer welche die Ignoranz puur sind gehören eifach nicht an die Position, die ein heutiger Lehrer einnehmen soll.
      Immerhin hatte ich im 10.ten Schuljahr und in der Lehre meine Ruhe. Nicht dass ich mich super mit den Anderen verstanden habe, aber ich hatte meine Ruhe.
    • Dirot 04.12.2019 15:48
      Highlight Highlight
      Ach ja und Vereine helfen auch nicht immer, teils kommt da auch ne ordentliche Portion nachgeschoben, was es noch schlimmer macht
  • 123und456 04.12.2019 11:44
    Highlight Highlight Es gibt auch positive Beispiele wie die Gesellschaft damit umgehen kann.
    In der dritten hatten ein paar 5.Klässler Freude daran mich nach der Schule rumzuschubsen, meinen Schulsack rumzuwerfen usw.
    Ich hab das einem Kollegen erzählt und sein Bruder, damals ungefähr 17 hats auch irgendwie mitbekommen.
    Er hat dann eines Nachmittags mit 5,6 Kumpels den Anführer meiner Mobber seine eigene Medizin kosten lassen. Von da an war er plötzlich ganz lieb😇
    Und von da an hat er auch keine anderen mehr gemobbt. Was so ein bisschen Selbsterfahrung ausmacht...
  • 123und456 04.12.2019 11:37
    Highlight Highlight 2:
    Ist so behandelt zu werden.
    Ich kenne ein trauriges Beispiel einer späten Erkenntnis. Sie kam erst dann als der Rektor der Schule mitteilte, dass sich eine Schülerin vor den Zug geworfen hatte. Den Blick des Mobbers werde ich nie vergessen.
    Er hat wohl bis heute ein schlechtes Gewissen.
    Das Problem gabs schon immer und wirds wohl immer geben. Ich habe aber das Gefühl, dass durch die immer schnellere, oberflächlichere Welt und die Verdichtung und Vergrösserung von Klassen/Schulen die Gefahr grösser wird, dass Mobbingopfer zu spät geholfen wird.
    Öffnet Augen, Ohren und Herz....
  • pamayer 04.12.2019 11:28
    Highlight Highlight eine frage, die offen ist: werden mobbing vorfälle in anderen ländern weniger gemolden als in der schweiz oder ist die schweiz - was ich nicht hoffe - leider einsame spitze?


  • 123und456 04.12.2019 11:25
    Highlight Highlight 1:Mobbing ist ein schwieriges Thema, gerade wenn die Selbsterfahrung fehlt oder man es nicht bei engen Freunden gesehen hat. Wenn es so shlimm wird, dass man sich den Daumen mit dem Hammer zertrümmert um nicht in den Sport gehen zu müssen oder sich das Leben nehmen will, das ist Mobbing at its worst.
    Es ist eine Aufgabe der Gesellschaft etwas zu tun, nicht alle haben einen familiären oder sozialen Background oder genügend Kraft um sich aus diesem Teufelskreis zu befreien. Es ist so, es gibt "stärkere" und "schwächere". Und gerade für die stärkeren ists schwer nachzuvollziehen, wie schlimm es
  • Safuhr 04.12.2019 11:12
    Highlight Highlight Die Starken müssen die Schwachen unterstützen. Jeder hat seine Stärken und Schwächen.
    • Dirot 04.12.2019 15:49
      Highlight Highlight Sollten unterstützen, aber wie auch als Erwachsener sieht man, dass es nicht so funktioniert wie es sein sollte.
    • Safuhr 05.12.2019 15:46
      Highlight Highlight @Dirot. Ja, Sie haben recht. In Warheit siet es ganz anderst aus. Jedoch darf sich jeder daran beteiligen. Die Ausrede, wenn es die Anderen nicht machen, dann bringt es auch nichts wen ich es mache ziet nicht. Jeder Einzelne ist für die Dienge die er oder sie tut verantwortlich.
  • 123und456 04.12.2019 11:07
    Highlight Highlight Passt doch zur heutigen Gesellschaft in der das Gemeinwohl oder das Wohlergehen anderer irgendwo gaanz weit hinten in der Prio-Liste zu finden ist. Hauptsache ich habe ein geiles Leben mit geilem Körper, geiler Freundin und einem lukrativen Job. Bewusst etwas überspitzt formuliert😜
    Mobbing zeigt einer der hässlichsten Züge des Menschen. Dass man seinen eigenen Selbstwert über das Erniedrigen von anderen erhöhen will. Und dann kommt noch der Herdentrieb dazu. In der Regel sinds ja nur 2,3 Alpha-Mobber, die das Ganze ausführen, der Rest sind dann Mitläufer die auch dazu gehören wollen.
    • guby 04.12.2019 11:38
      Highlight Highlight Ich verstehe nicht ganz inwiefern das Streben nach einem geilen Leben, geilem Körper, geiler Freundin und lukrativem Job etwas mit dem Wohlergehen Anderer zu tun hat? Ich strebe auch nach diesen Dingen, aber dafür muss ich niemand anderen fertigmachen. Mit dem Mobbing gebe ich dir jedoch recht.
    • 123und456 04.12.2019 11:53
      Highlight Highlight Du hast Recht, diese Ziele schliessen soziales Verhalten nicht per se aus oder fördern direkt Mobbing.
      Ich empfinde es aber zunehmend so, dass wir darauf getrimmt werden unseren eigenen Erfolg über beinahe alles andere zu stellen. Meinem Empfinden nach werden Eigenschaften wie Nächstenliebe, das soziale Engagement oder eben beispielsweise das Unterstützen von schwächeren Mobbing-Opfer als eindeutig zweitrangig eingestuft. Nach dem Motto: Voll cool, dass du ihr/ihm geholfen hast aber sag mal wo ist eigentlich deine erste Million?
      Klar, life is a bitch und so aber ich finds nicht gut..
    • guby 04.12.2019 11:54
      Highlight Highlight Ok dieser Kommentar war wohl komplett daneben... Kann mir wer von den Blitzern erklären was genau falsch daran ist, seine Beste mögliche Version sein zu wollen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amateurschreiber 04.12.2019 10:13
    Highlight Highlight Falsch! Es wird nicht mehr als früher oder anderswo gemobbt. Es werden einfach nur mehr Fälle bekannt! Heutzutage ist man da (zum Glück) aufmerksamer geworden.
    Zu meiner Schulzeit kannte man das Wort Mobbing noch gar nicht. Da hiess es einfach "Hänseln". Nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer und die Eltern wussten in der Regel genau Bescheid, wer "plagte" und wer "geplagt" wurde. Für die meisten Erwachsenen gehörte das aber einfach zur Schule dazu. Die Kinder sollten lernen sich zu wehren. Eingeschritten wurde erst, wenn es ausartete.
    • Wendy Testaburger 04.12.2019 10:40
      Highlight Highlight Du sprichst mir aus der Seele. Als "gehänseltes" Kind steht einem irgendwann "Opfer" auf die Stirn geschrieben und es kann ein steter Kampf bis ins Erwachsenenalter sein dieses Label wieder loszuwerden.
    • 123und456 04.12.2019 11:01
      Highlight Highlight Toll, beschreibt bestens wie die CH funktioniert, so lange ein Kind sich nicht gerade umbringen will oder ins Krankenhaus geprügelt wird lassen wir die Sache mal laufen.
      Hauptsache mir gehts gut🤮
      Klar muss man auch lernen sich zu Wehren, das Leben ist kein Guezli und eine gewisse Resistenz ist nötig.
      Aber meiner Meinung nach wird in der Regel erst eingegriffen wenn die wirklich grosse Scheisse schon passiert ist, wie Suizidversuche, selbstverletzung oder ähnliches.
      Tja unsere gesellschaft ist auf 🙈🙉🙊 getrimmt wenns um das Wohlbefinden anderer geht.
    • insert_brain_here 04.12.2019 14:32
      Highlight Highlight Noch schlimmer: In meiner Schulzeit wurde von Seiten der Lehrer klar kommuniziert, dass schlimmer als andere zu schlagen sei den Schläger zu melden (täderle). Diese Haltung ist bis heute typisch schweizerisch, bloss nicht die eingebildete heile Welte beschädigen, egal ob es um Misstände bei Grossbanken, Politik, Verwaltung - siehe Margrit Zopfi und Esther Wyler - oder dem Militär geht, derjenige der das Maul aufmacht ist am Ende der Depp oder gar verurteilt. Wir haben mit "Nestbeschmutzer" sogar ein Wort dafür geprägt.
  • Pafeld 04.12.2019 09:55
    Highlight Highlight Das Mobbing ausgerechnet in der Schweiz so verbreitet ist, überrascht mich nicht. Die "Wir und die anderen"-Mentalität ist gesellschaftlich tief verwurzelt und sobald noch Ideologien bezüglich Nationalität, Religion, Soziotop oder politischer Orientierung dazukommen, sind passiv-agressive Grabenkämpfe und Ausgrenzung vorprogrammiert. Und gerade Kinder, die für Konfliktsituationen noch nicht einmal auf "echte" Gründe angewiesen sind, dürften demzufolge kaum anderst reagieren, wenn es ihnen nicht besser oder zumindest bewusster vorgelebt wird.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 04.12.2019 15:01
      Highlight Highlight Zum Glück nicht überall.
      Mein Freundeskreis ist ein ziemlicher Regenbogen.
      Ich habe da Musiker, welche schon auf Welttournee waren, Leute die an Woodstock dabei waren, junge Menschen, die gerade erst ihre Ausbildung abgeschlossen haben, Gemeinde Politiker, Polizisten.
      Von leicht alternativ links bis hin zu leicht rechts-nationalistisch.
      Waffenfreaks, Waffengegner, Drogennutzer, Abstinenzler und und und....
      Und wir mögen uns gerade deswegen, weil wir unterschiedlich sind und miteinander diskutieren können.
  • Bartli, grad am moscht holä.. 04.12.2019 09:47
    Highlight Highlight Wir haben uns damals für die schwächeren eingesetzt. Warum das heute nicht mehr der fall ist? Die erwachsenen zelebrieren das gegeneinander. Lassen sich von wirtschaft und poltik voll gegeneinander ausspielen und alle sind nur noch empört und am haten. Toleranz wird gefordert aber nicht gelebt. Ev liegts an den vorbildern, die „unsere“ kinder haben?
    • PlayaGua 04.12.2019 10:24
      Highlight Highlight Ich kam im 86 in die 1. Klasse und damals hat man sich mitnichten für die Schwächeren eingesetzt. Da war Mobbing ebenso verbreitet, nur hat es damals nur selten jemanden interessiert. Die alten Zeiten waren als keineswegs besser.
    • Asmodeus 04.12.2019 10:47
      Highlight Highlight 1988 eingeschult. Es waren 13 Jahre Folter. Wenn man jemanden darauf angesprochen hat "Du wirst es provoziert haben." oder "überlege mal wieso ausgerechnet Du das Opfer bist"

      Gaslighting, Victimblaming UND Mobbing. Oft die Lehrer noch mittendrin.
    • Älplermagrönli mit Öpfelmues 04.12.2019 17:00
      Highlight Highlight 1998 geboren und kenne es auch so wie Asmodeus es beschrieben hat. Bei mir waren es Eltern und Schule, die mir sogar mal gesagt haben, ich solle mich doch einfach etwas normaler verhalten. Dass meine neurologische Grunderkrankung etwas mit meinem Verhalten zu tun hat, wird auch heute noch abgelehnt und ich als schwach, und einfach komisch abgestempelt. Nice.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fairness 04.12.2019 09:44
    Highlight Highlight Erneut wie anderen aufgezeigten Schwächen der Pisa-Studie primärer Grund die Zuwanderung.
    • Pitefli 04.12.2019 10:34
      Highlight Highlight Dein Deutsch hört sich auch ein bisschen zugewandert an.
      Auf was soll ich das Mobbing meiner eidgenössischen Gspänli zurückführen?
    • Pafeld 04.12.2019 21:32
      Highlight Highlight @Pitefli
      Du kannst lesen und schreiben. Bist bestimmt so ein links-intellektueller Antipatriot. Voila.
    • Pitefli 05.12.2019 22:39
      Highlight Highlight Warum muss ich ein Mann sein?
  • circumspectat animo 04.12.2019 09:07
    Highlight Highlight Gesellschaftlicher Druck hat Auswirkungen
  • Älü Täme 04.12.2019 09:04
    Highlight Highlight Tja, das kommt davon, wenn man immer alles auf die Schule abschiebt anstatt selber zu handeln. Und da sind Politik und Eltern gleichermassen in der Pflicht.
    Es kann doch nicht sein, dass Schulen immer mehr und komplexere Aufgaben übernehmen sollen mit möglichst gleich viel Mittel oder besser noch weniger.
    Und Eltern die lieber Karriere machen und die Kinder sich selber überlassen ab dem Teenageralter obschon die dann auftauchenden Probleme viel Nachhaltiger sind.
    Eine riesige Aufgabe, die unsere Gesellschaft nur gemeinsam lösen kann, wenn sie will... ...siehe Klimawandel, nicht mein Problem
  • Cirrum 04.12.2019 08:59
    Highlight Highlight Viel zu verwöhnt die meisten. Das führt zu wenig Respekt. Haben das Gefühl die Welt dreht sich um sie, aber die Wirklichkeit sieht ziemlich anders aus. Darum müssen sie sich irgendwie Aufmerksamkeit verschaffen... Reden können sie nicht mehr, weil sie sich eine fiktive Welt aufbauen.. also machen sie es auf andere Arten...
  • Rikku 04.12.2019 08:51
    Highlight Highlight Bin ich froh gab es zu meiner Schulzeit keine Handys und Social Media. So beschränkte sich das Mobbing auf die Schule, was schlimm genug war.
    Angefangen hat es übrigens mit einer Lehrerin, die keine Gelegenheit ausgelassen hat, der ganzen Welt zu zeigen, wer ihre Lieblingsschülerin ist.
    • Asmodeus 04.12.2019 09:05
      Highlight Highlight Die Handies und Social Media sind leider extrem relevant geworden.

      Vor 25 Jahren wurde ich nach dem Schwimmunterricht nackt aus der Dusche gezerrt und dann auf den Schulgang ausgesperrt.

      Es war erniedrigend und hatte nie Konsequenzen. Und heute muss ich ernsthaft zugeben, dass ich noch "Glück" hatte, dass wenigstens nicht jeder davon mit dem Handy ein Video machen und via Whatsapp/Youtube/Facebook/Twitter etc. verteilen konnte.

      Die Selbstmordrate unter Jugendlichen wird leider in den nächsten Jahren markant steigern aus solchen Gründne.
  • markus greenaway 04.12.2019 08:32
    Highlight Highlight Bestätige ich und erwähnenswert bleibt dass mobbing auch arg mittel der lehrkräfte zu sein scheint, überfordert, inkompetent, das schulwesen wird stetig untergraben weiter Und weiter, zwei klassen bildungswesen, ganz verherend !!! Abgesehen davon pisa zeigt es ja !!!
  • Pumba 04.12.2019 08:29
    Highlight Highlight Hmmm vielleicht werden die Kinder hier nicht mehr richtig oder gar nicht erzogen? Meine Eltern haben mir noch Respekt und Anstand beigebracht. Und genau das sehe ich heutzutage immer weniger. Vielleicht geht es uns ein bisschen zu gut hier.
    • plaga versus 04.12.2019 08:51
      Highlight Highlight Das ist ein wenig zu einfach. Zwischen heute und damals liegen enorme Entwicklungen vielen Bereichen vor, da ist es mit Erziehung alleine nicht getan. Ich finde, dass viele Entwicklungen nicht antizpiert und so vernachlässigt wurden.
    • Satan Claws 04.12.2019 08:52
      Highlight Highlight OK Boomer. So war es doch schon immer.
    • Asmodeus 04.12.2019 09:06
      Highlight Highlight ok Boomer.

      Die Kinder vor 30 Jahren waren genauso schlecht erzogen und haben jede Gelegenheit genutzt um anderen das Leben zur Hölle zu machen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fischra 04.12.2019 08:22
    Highlight Highlight Dafür können sie nicht lesen und schreiben. Vielleicht sollte unser Schulsystem so verändert werden das Schüler wieder ihre Kraft in das Lernen und nicht ins Mobbing stecken. Tagesschulen wären dafür sicher ein guter Ansatz.
    • Sarkasmusdetektor 04.12.2019 08:52
      Highlight Highlight Ja, sicher toll für die Mobbingopfer, wenn sie nicht mal mehr beim Zmittag von den Mobbern wegkommen. Und das "wieder" ist ja wohl eher Nostalgie - die Kinder, die "ihre Kraft ins Lernen" investiert haben, waren schon immer die Ausgestossenen in unserer Kultur.
    • fenstersimsli 04.12.2019 09:27
      Highlight Highlight Das Schulsystem ist der Spiegel der Gesellschaft. Aber natürlich ist es einfacher zu fordern, dass sich die Anderen ändern müssen.
    • Fischra 04.12.2019 15:46
      Highlight Highlight Bei Tagesschulen wird es eine Aufsicht geben und Mobbing ist schwieriger.
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  • ch.vogel 04.12.2019 08:20
    Highlight Highlight Der Titel suggeriert, dass die Situation in der Schweiz eine Ausnahme darstellt im Vergleich zum Rest von Europa.
    Gemäss der ersten Grafik im Artikel ist die Schweiz aber bei weitem kein Ausreisser und sowohl die Situation allgemein wie auch die Zunahme zu 2015 ist in vielen Ländern (DE, AT) ähnlich ausgefallen.
    Da bringt es nicht viel, über die "kinderfeindliche Schweiz" herzuziehen.
    Stattdessen sollte man analysieren, wieso der Anstieg in Belgien und Finnland so klein ausgefallen ist. Vielleicht wurden da sinnvolle Massnahmen umgesetzt, die man sich als Beispiel nehmen könnte.
  • Asmodeus 04.12.2019 08:13
    Highlight Highlight Ach Papperlapapp.

    Ich wurde damals in der Schule auch gemobbed. Regelmässig verprügelt, drangsaliert, verfolgt, beleidigt, blossgestellt, eingesperrt, ausgeschlossen etc.

    Und hat es mir etwa geschadet? Nein!

    Die Kinder heutzutage sind doch einfach zu wehleidig.


    Ok. Ich leide jetzt seit 30 Jahren an mittelgradiger Depression, Impostersyndrom, Minderwertigkeitskomplexen, komplexer Posttraumatischer Belastungsstörung, Problemen der Konfliktbewältigung, Reizdarm und gehe regelmässig zur Therapie und nehme Psychopharmaka.

    Aber ANSONSTEN hat es mir nicht geschadet!
    • MarGo 04.12.2019 13:39
      Highlight Highlight Ich hoffe du konntest deinen Mobbern mittlerweile vergeben... ich wünsch es dir von Herzen!
      Hast du mal wieder Leute aus Schulzeiten getroffen und mit ihnen geredet? Hat es dir geholfen?
    • Asmodeus 04.12.2019 13:56
      Highlight Highlight Ich denke viele wissen gar nicht was sie mir angetan haben und wie stark es mir nachhaltig geschadet hat. Mit ihnen darüber zu sprechen würde entweder nur auslösen, dass sie sich schlecht fühlen oder dass sie versuchen es herunterzuspielen.

      Ersteres bringt mir nichts und Zweiteres verletzt mich nur mehr.
      Es gab nie wieder Klassentreffen und ich habe nur noch alle paar Jahre mal Kontakt zu 1-2 Personen.

      Hätte ich damals Zugang zu Waffen gehabt, weiss ich nicht was geschehen wäre.
      Aber heute sind mir die Personen selbst egal. Ich verachte die Kinder von damals, nicht die Erwachsenen jetzt.
    • Pitefli 04.12.2019 15:00
      Highlight Highlight Asmodeus, ich hoffe du kannst das irgendwann mal hinter dir lassen. Ich weiss wie es dir geht. Bei mir hat es erst aufgehört als ich mit der obligatorischen Schule fertig war. Es hat mich aber für mein Leben geprägt. Ich kann auch heute noch sehr schwer mit jemanden Freundschaft schliessen. Erst als ich meinen Mann kennengelernt hab, konnte ich meinen ehemaligen Schülern vergeben und das alles hinter mir lassen.
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  • homo sapiens melior 04.12.2019 08:12
    Highlight Highlight Warum ist es in der Schweiz am höchsten? Wenn man sich ansehen würde, was andere Länder anders machen, könnte das zielführend für mögliche Lösungen sein.
    • freundeskreismelona 04.12.2019 12:30
      Highlight Highlight Der Ausländeranteil ist hoch in der Schweiz. Alles was anders ist wird bekämpft. So war meine Vergangenheit...
    • Deckardcain 04.12.2019 23:42
      Highlight Highlight @Freundeskreismelona werden die Ausländer gemobbt oder die Schweizer?
    • freundeskreismelona 05.12.2019 05:46
      Highlight Highlight Eher die Ausländer und nicht alle. Ich will auch niemanden Rassismus oder so unterstellen. Es ist fakt je verschiedener die Menschen sind desto eher werden sie zum Feinbild.
      Die Gesellschaft ist noch lange nicht so offen wie sie sein sollte. In meiner Kindheit hatten die Lehrer mit uns in der Primarschule eine grosse Arbeit geleistet und alle meine Mitschüler hatten eine grosse Toleranz aufgebaut. Dies ging alles flöten sobald wir in die Sekundarschule gingen. Da kamen Schüler von Schulen, wo die Toleranz nicht so auf dem Zettel stand. Es brauch nur einen Keim um alle anzustecken!!
  • felixJongleur 04.12.2019 08:07
    Highlight Highlight "Fast die Hälfte der Schweizer Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren fühlt sich (..) manchmal bis dauernd einsam." Das macht mich nachdenklich. Ich hoffe meine Kinder werden mit genügend Selbstvertrauen aber auch Erdung unterwegs sein, um nicht auch an den Punkt zu kommen das sie andere Kinder plagen müssen. Man merkt schon bei den Gspänli relativ rasch, welche da etwas kompensieren müssen, aber man weiss ja nie wie sich die eigenen Goofen verhalten. Wichtig für mich: 1. Den Kinder ein Gegenüber sein und Reibungspunkte bieten 2. einen guten Verein o.ä. finden.
  • AdiB 04.12.2019 07:57
    Highlight Highlight Es wäre so einfach. Denn mobbern müsste man nur aufzeigen, dass sie so nirgends hin kommen und einmal fett in einen hammer laufen werden. So habe ich es dem mobber meiner nichte und ihrer freundin aufgezeigt.
    Ich habe ihm als erstes klar gemacht, dass ein doppelt so alter junge sich schämen muss zwei kleine mädchen zu mobben. Dann hab ich auch erklärt dass sein verhalten später nicht einfach hingenohmen wird von der gesellschaft. Auch habe ich erklärt das er in zukunft, wenn er volljährig wird, sein verhalten für ihn schlimme folgen haben kann, sei es physisch oder rechtlich.
    • Asmodeus 04.12.2019 10:44
      Highlight Highlight @AdiB
      "Bullies don't win" ist dasselbe Credo wie "Mobber kommen nirgendwo hin".


      Hast Du Dir mal angesehen was für Menschen in Wirtschaft und Politik am erfolgreichsten sind? Rate mal was die Giezendanners, Blochers, Trumps, Meyers etc. alle gemeinsam haben.
    • AdiB 04.12.2019 14:28
      Highlight Highlight @asmodeus, oft waren solche typen, wie die von dir genannten, selbst mobbingopfer. Ihr verhalten ist eine art rache.
      Einer wird gemobbt, der gemobbte mobbt einen anderen schwächern, dieser mobbt dann wieder einen u.s.w. der unterste erlangt mal an etwas macht und setzt sich zu oberst hin und mobbt seine mobber.
    • Asmodeus 04.12.2019 22:51
      Highlight Highlight Eher verwöhnte Goofen reicher Eltern.
      Wenn man im Glauben aufwächst etwas besseres zu sein sind einem andere Menschen egal.
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  • Kiro Striked 04.12.2019 07:53
    Highlight Highlight Ich wurde viel gemobbt.

    1) Weil ich schweizer bin und kein cooler Albaner.
    2) Weil ich von Baselland her einen anderen Dialekt hatte als die coolen Kinder in Basel-Stadt.
    3) Weil ich Fussball nicht mochte, und nicht verstand warum Hakan Yakin ein Volksheld sein soll.
    4) Weil ich generell etwas Langsamer war im Kopf und nicht alles sofort verstanden habe.
    5) Weil ich der neue in Der Klasse war (Primar)
    6) Weil ich Depp mich mit einem der Mädchen gut verstanden habe.
    7) weil einer Spitz bekam, dass ich Schwul bin, wurde fast totgeprügelt, weil keiner Schwuchteln mag.

    DANKE für nichts.
  • rodolofo 04.12.2019 07:50
    Highlight Highlight Die Kehrseite der Hochleistungsgesellschaft:
    Der Druck wird mittels Mobbing weiter gegeben, was Tätern (vorübergehend) Triebabfuhr und dadurch Erleichterung verschafft...
    Bei meinen ausgiebig mobbenden Mitschülern (meist aus "reichem" Hause) fiel mir damals noch etwas anderes auf:
    Gegenüber dem ärgsten und unsympathischsten Pauker (ein Deutschlehrer, der mit uns gefühlt drei Jahre Kommaregeln durchnahm) verhielten sie sich ganz brav, wogegen sie beim sensiblen Geschichtslehrer, der interessante Lektionen mit Bezug zur aktuellen Gegenwart bot, besonders "blöd" taten.
    Selber schuld UND blöd...
  • benn 04.12.2019 07:45
    Highlight Highlight Tja wen wunderts bei dem weichgespühlten umgang ohne autorität, grenzen und konsequenzen in der heutigen schule. Viele sozialterapeuten mit: lasst uns mal drüber reden und uns spüren, anstatt klare und konsequente regeln. Der gleich mist wird uns mit der leseschwäche pisa erzählt, nicht die schule sondern die sozialen medien sind schuld, wir in der schweiz sind ja auch die einzigen mit sozialen medien, nein sorry aber das schulsystem ist völlig weg von der realität!
  • murrayB 04.12.2019 07:38
    Highlight Highlight Nirgendwo auf der Welt gibt es ein so breites Migrationsspektrum und ein so hoher Migrationsanteil wie in der Schweiz - es wird nicht mehr lange dauern und es gibt auch hier eine Zweiklassengesellschaft...
    • Morgan Wlan 04.12.2019 11:19
      Highlight Highlight Wieso wurden dann bei mir in der Schule (noch gar nicht so lange her) nur Schweizer von Schweizern gemobbt? Immer alles auf die Migration schieben ist sehr faul. Gemobbt wird das schwächste Glied, und zwar von den Personen mit den grössten Komplexen.
    • zimtlisme 04.12.2019 12:23
      Highlight Highlight Ich war eines von zwei ausländischen Kindern in meinem Kindergarten, wie auch später in der Schule. Meine Mobber waren kleine Eidgenossen aus gutbürgerlichem Hause, mit etwas schlechteren Noten als ich. Ich wurde regelmässig auf dem Nachhauseweg abgepasst und verprügelt, oder auf dem Schul-WC, oder auch in der Meitli-Garderobe nach dem Schwimmunterricht (nackt), oder mit den Werkzeugen im Handarbeitsunterricht verletzt. Die Migration ist nicht der Grund. Es der niedrige Trieb im Menschen, sich den Schwächsten in der Gruppe auszusuchen, da sich dieser am schlechtesten wehren kann.
  • Von und zu bis 04.12.2019 07:33
    Highlight Highlight Sag ich doch: unser Land ist vieles, aber definitiv nicht kinderfreundlich.
    • Le Tintin 04.12.2019 08:23
      Highlight Highlight Ihre Hypothese wird mit diesem Beitrag bestätigt? Glückwunsch zur selbsterfüllenden Prophezeiung.
    • nightdrifter 04.12.2019 08:38
      Highlight Highlight Ich denke Krise hat recht. Man darf doch noch sein Meinung äußern, oder ?
    • Nurmalso 04.12.2019 11:00
      Highlight Highlight Es ist ja auch kein Land zum Leben sondern zum arbeiten.
      Hab das leider zu spät realisuert jetz muss ich bis 52 warten bevor ich mich absetzen kann ;(
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