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Bündner Ex-SP-Nationalrat Martin Bundi gestorben

Bündner Ex-SP-Nationalrat Martin Bundi gestorben

03.01.2020, 06:1003.01.2020, 06:10
Setzte sich für die Natur und die rätoromanische Sprache ein: der frühere Bündner SP-Nationalrat Martin Bundi (1932-2020).
Martin BundiBild: KEYSTONE

Der frühere Bündner SP-Nationalratspräsident Martin Bundi ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Wie seine Familie in einer Todesanzeige am Freitag mitteilte, starb der Historiker am Neujahrstag in Chur. Er galt als einstiges Zugpferd der Bündner Sozialdemokraten.

Der in Sagogn geborene Bundi sass von 1975 bis 1995 im Nationalrat und präsidierte die Grosse Kammer im Jahre 1986. Der fünffache Familienvater und Seminarlehrer forschte ausserdem zur Geschichte des Kantons Graubünden und des rätischen Alpenraums. 2013 erhielt er für seine Verdienste den Bündner Kulturpreis.

Auf Bundi ging im Parlament insbesondere ein erfolgreicher Vorstoss zur Erhaltung der rätoromanischen Sprache und einer entsprechenden Revision der Verfassung zurück. So veranlasste er 1985 mit einer Motion eine Revision des sogenannten Sprachenartikels zur Förderung stark bedrohter Landessprachen.

Bundi absolvierte in Chur das Lehrerseminar, an welchem er später auch unterrichtete und dessen Vizedirektor er wurde. Vor seinem Sprung in den Nationalrat nach Bern war Bundi drei Jahre lang Churer Gemeinderat.

Bundi war ab 1991 während zehn Jahren Präsident der Eidgenössischen Nationalparkkommission. Diese sorgt für die Erhaltung des Nationalparks im Engadin und Val Müstair in der östlichsten Ecke des Landes - der älteste Nationalpark der Alpen. Bundi präsidierte zudem die rätoromanische Sprachvereinigung Renania. (aeg/sda)

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