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St. Gallen: Nach Personenkontrollen wurden in der Nacht auf Montag 60 Personen verhaftet. Sie sind inzwischen wieder auf freiem Fuss.
St. Gallen: Nach Personenkontrollen wurden in der Nacht auf Montag 60 Personen verhaftet. Sie sind inzwischen wieder auf freiem Fuss.Bild: keystone

Starke Polizeipräsenz in St. Gallen verhindert weitere Krawalle

04.04.2021, 22:2005.04.2021, 13:19

Die Polizei in St. Gallen hat am Sonntagabend dank starker Präsenz weitere Ausschreitungen, Verletzungen von Personen und Sachschäden verhindern können. Die im Voraus angekündigten ausgedehnten Personenkontrollen zeigten Wirkung.

In den Sozialen Medien hatten gewalttätige Jugendliche für den Abend des Ostersonntags zu einer dritten Welle von Gewalt aufgerufen. Entsprechend bereitete sich die St. Galler Polizei vor und verhinderte mit umfangreichen Personenkontrolle Ausschreitungen.

Insgesamt wiesen die Ordnungshüter zwischen 18.00 Uhr und 01.00 Uhr in der Nacht 500 Personen weg, wie die Stadtpolizei St. Gallen am frühen Montagmorgen mitteilte. Nach Personenkontrollen wurden 60 Personen verhaftet und auf mögliche Straftatbestände abgeklärt. Sie alle sind inzwischen wieder auf freiem Fuss. Das sagte Stadtpolizei-Sprecher Roman Kohler am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Vermummungsmaterial sichergestellt

Bild: keystone

Eine Personengruppe hielt die Polizei an, weil sie 2,5 Liter Brennsprit und kleine, leere Flaschen mit sich führte, die zum Bau von Molotow-Cocktails hätten verwendet werden können. Ferner stellte die Polizei diverse Pyros, Vermummungsmaterial und ein Messer sicher.

Die Polizei habe weder Gummischrot noch Reizgas einsetzen müssen. Es habe weder Ausschreitungen gegeben noch seien Personen verletzt worden oder Sachschaden entstanden. Der Polizei sei es gelungen, die Dynamik um Gewaltaufrufe für die Stadt St. Gallen vorerst zu stoppen.

Keine Verstösse gegen Covid-19

Bei den jüngsten Ausschreitungen habe es sich nicht um Verstösse gegen die Covid-19-Verordnung gehandelt, sondern um eine gezielt vorbereitete Gewalt gegen die Einsatzkräfte der Polizei und dem Ziel, Sachschaden zu verursachen, betonte die Polizei.

Bild: keystone

Der Stadtrat und die Stadtpolizei St. Gallen seien sich bewusst, dass die vielen Wegweisungen auch Fragen aufwerfen würden. Wegen der Aufrufe zur Gewalt und den massiven Ausschreitungen in den vergangenen Tagen seien die Wegweisungen in der ausserordentlichen Situation als verhältnismässig erachtet worden.

Weggewiesene Personen, die sich ungerecht behandelt fühlten, hätten die Möglichkeit, sich schriftlich bei der Polizei zu beschweren.

Die Abwägung, Personen aus der Stadt wegzuweisen oder erneut verletzte Personen oder Sachschäden in Kauf zu nehmen, sei sorgfältig erfolgt. Die Personenkontrollen und die Wegweisungen seien darüber hinaus im Voraus klar kommuniziert worden.

Kontrollen in der Innenstadt

Die St. Galler Polizei hatte am Sonntagabend in der Innenstadt und am Bahnhof zahlreiche Personen kontrolliert und Wegweisungen ausgesprochen. Sie war erneut mit einem Grossaufgebot präsent - Polizisten in Vollmontur, mit Gittern geschützte Fahrzeuge und ein Helikopter, der über der Stadt kreiste.

Am Roten Platz zwischen Bahnhof und Altstadt verhinderte die Polizei Ansammlungen von Menschen. Laut Klaus-Dieter Mennel, Sprecher der Stadtpolizei St. Gallen, kam es zu keinen Zwischenfällen.

(oli/sda)

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121 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Haarspalter
04.04.2021 18:25registriert Oktober 2020
Ich frage mich warum um Himmels Willen ausgerechnet St. Gallen.

Und komme zum Schluss:

Es ist die Bratwurst. Die ohne Senf.

Zu irgend etwas müssen die Jugendlichen St. Galler ja ihren Senf dazugeben können.
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Chrisbe
04.04.2021 16:25registriert Oktober 2019
Wenn es gegen das Virus helfen würde, wäre ich ganz vorne dabei und würde Flaschen, Steine und sonst was werfen. So ist es einfach nur dumm, weil es die Falschen trifft.
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El Tucan
04.04.2021 16:07registriert Juli 2017
Die verwöhnten Gofen suchen ihre Freiheit! HA!
Hier hilft wirklich nur hartes durchgreifen, gopfertori, wir bezahlen alle und hätten auch bessere Ideen unsere Freizeit zu gestalten.
Es gibt wohl wirklich Dummies die nur auf eine Gelegenheit warten Radau zu machen
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