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German driver Sebastian Vettel (C) of Infiniti Red Bull Racing poses with the COTA Girls prior to the United States Formula One Grand Prix at the Circuit of the Americas track in Austin, Texas, November 2, 2014.              AFP PHOTO / Jim WATSON

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel verdient sein Geld im Ausland und versteuert einen Bruchteil davon im Thurgau. Bild: AFP

Abstimmung zur Pauschalbesteuerung

Tiefe Steuern für reiche Ausländer: Wirtschaftlich unvernünftig und moralisch pervers

Wie das Bankgeheimnis hat sich die Pauschalbesteuerung für superreiche Ausländer überholt. Deshalb ist es höchste Zeit, sie abzuschaffen.

Ein bekanntes Experiment der Sozialpsychologie spielt sich wie folgt ab: Autofahrer werden in einem simulierten Tunnel auf zwei Fahrbahnen verteilt. Sie können die Spur nicht wechseln. Plötzlich entsteht aus unbekannten Gründen ein Stau. 

Nach einer Weile können die Autos auf der einen Spur wieder fahren, die anderen nicht. Die Reaktion erfolgt auf dem Fuss: Weil sie keinen Grund für die ungleiche Behandlung erkennen können, steigert sich die anfängliche Irritation der blockierten Fahrer bald in einen offenen Aufstand. 

Es gibt keine Gründe mehr dafür

Menschen, die sich ungerecht behandelt fühlen, reagieren mit blinder Wut, speziell dann, wenn sie keinen Grund für die Ungleichbehandlung erkennen können. Die pauschale Besteuerung für reiche Ausländer ist eine Ungerechtigkeit, und Gründe dafür gibt es keine mehr. 

Dabei war sie ursprünglich harmlos. Weil der Kanton Waadt vor rund 150 Jahren die Einkommenssteuer einführte und den paar Ausländern an den Gestaden des Lac Leman bürokratischen Ärger ersparen wollte, besteuerte er sie kurzerhand nach ihrem Lebensaufwand. 

Rund 700 Millionen Franken jährlich

Umfrage

Soll die Pauschalbesteuerung reicher Ausländer abgeschafft werden?

408

  • Ja.69%
  • Nein.31%

Wie das Bankgeheimnis hat sich jedoch die Pauschalbesteuerung in den letzten 30 Jahren zu einem Instrument entwickelt, das alles andere als harmlos ist. Heute dient sie dazu, reiche Ausländer in die Schweiz zu locken. Punkt. Das zeigen die Zahlen: 1994 gab es in der Schweiz insgesamt 2'730 Pauschalbesteuerte, 2012 waren es 5'634. Sie liefern Gemeinden, Kantonen und dem Bund jährlich rund 700 Millionen Franken ab. 

GLAND, SWITZERLAND - JUNE 21:  The 'Villa La Reserve', house of Formula One Champion Michael Schumacher, pictured on June 21, 2014 in Gland, Switzerland.  (Photo by Harold Cunningham/Getty Images)

Michael Schumachers Villa am Genfersee Bild: Getty Images Europe

Die Pauschalbesteuerten sind auch nicht mehr bloss Rentner, die ihren Lebensabend in der Schweiz geniessen wollen. Die beiden Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher und Sebastian Vettel beispielsweise profitieren davon, dass sie ihr Einkommen nicht in der Schweiz erzielen, es aber zu einem Spottpreis versteuern können. 

Beide machten nie Geheimnis daraus, dass sie aus Steuergründen an den Genfersee, resp. in den Kanton Thurgau gezogen sind. Die Behörden sind gar bereit, die Gesetze zu beugen. Vettel wurde im Thurgau die Erlaubnis erteilt, in einer Landwirtschaftszone einen Helikopterlandeplatz bauen zu dürfen. Aus eigener Einsicht hat er schliesslich darauf verzichtet. 

Die Pseudo-Logik der Befürworter

Die Befürworter der Pauschalsteuer führen wirtschaftliche Vernunft ins Feld. Die Argumentation kann man daher mit einem Vergleich wie folgt zusammenfassen: Stellen Sie sich vor, zehn Personen gründen einen Club. Um die Kosten zu begleichen, muss jeder einen jährlichen Beitrag von 100 Franken entrichten. Jetzt gesellt sich eine elfte Person dazu, die ebenfalls gerne dem Club beitreten würde, aber bloss 50 Franken Jahresbeitrag zahlen will. 

Okay, sagen sich die anderen. Das ist zwar nicht gerecht. Weil der Neue jedoch keine neuen Kosten verursacht, helfen uns selbst seine 50 Franken, unseren Jahresbeitrag um fünf Franken zu senken. Daher stimmen wir zu.

Warum soll der reiche Banker mehr bezahlen?

Ökonomisch gesehen mag dies vernünftig sein, psychologisch nicht. Es entspricht grundsätzlich dem eingangs geschilderten sozialpsychologischen Experiment und erzeugt Zwist. Das ist mehr als blosse Theorie. 

Die Pauschalbesteuerung stösst nicht nur bei den Linken auf Widerstand, sondern auch in Kreisen der einheimischen Reichen. Warum etwa soll ein Banker an der Zürcher Goldküste mehr Steuern bezahlen als sein Nachbar, ein russischer Oligarch? 



Braucht St. Moritz unsere Unterstützung?

Der Kanton Zürich hat daher auch mit Hilfe vieler FDP-Wähler die Pauschalbesteuerung abgeschafft – und davon profitiert. Die Steuereinnahmen der weggewanderten Reichen wurden von Zuzügern, die wie normale Schweizer besteuert werden, mehr als kompensiert. 

A visitor with his little dog, pictured at the White Turf in St. Moritz, Switzerland, on February 23, 2014. At the White Turf, among other horse races, there is also a skijoring race. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Ein Besucher mit seinem Huendchen, aufgenommen am White Turf in St. Moritz am Sonntag 23. Februar 2014. Am White Turf findet unter anderem das Skijoering-Rennen statt. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Besucher am Pferderennen in St. Moritz Bild: KEYSTONE

Okay, entgegnen die Befürworter zum zweiten Mal, das mag für den reichen Kanton Zürich zutreffen, die armen Bergkantone hingegen sind auf die Pauschalsteuer angewiesen. «In St. Moritz etwa stammt ein Drittel der Steuereinnahmen der natürlichen Personen aus dieser Quelle», schreibt Felix E. Müller, Chefredaktor der «NZZ am Sonntag» mitfühlend. 

Steueroasen werden international geächtet

Darauf gibt es zwei Antworten: Es ist nichts dagegen einzuwenden, dass auch reiche Ausländer die Schönheit des Engadins geniessen, aber es ist geradezu pervers, wenn sich nicht den ortsüblichen Preis dafür bezahlen müssen. Und zudem: Sollte es wegen dem Wegzug von superreichen Steuerzahlern aus dem Ausland tatsächlich zu ernsten Schwierigkeiten in den Randkantonen kommen, dann müssen wir das unter uns und nicht auf dem Buckel anderer Staaten erledigen. 

Denn wie beim Bankgeheimnis geht es auch bei der Pauschalbesteuerung längst nicht mehr nur um Moral. Die Einkommensunterschiede haben sich in allen Industriestaaten massiv verschärft. Wegen der Finanzkrise sind auch die Staatsschulden explodiert. Steueroasen sind daher rund um den Globus sehr unpopulär geworden. Ob G20, Internationaler Währungsfond oder OECD: Alle machen Druck auf Länder, die Steuerflüchtlingen Unterschlupf bieten – und sie meinen es diesmal Ernst.

Eine Frage der Ehre – und der Vernunft

Machen wir uns nichts vor: Die Pauschalbesteuerung ist heute ein Mittel, Superreiche in unser Land zu locken. Alles andere sind billige Ausreden. Haben wir es wirklich nötig, unser Land an Superreiche zu verkaufen? Kann es sein, dass ausgerechnet St. Moritz, Gstaad und Zermatt darauf angewiesen sind, Steuergeschenke zu gewähren?

Nicht nur der Stolz sollte uns gebieten, mit diesem obszönen Unsinn aufzuhören. Auch die Vernunft legt uns diesen Schritt nahe. Oder sollen sich – wie beim Bankgeheimnis – die endlosen Streitereien mit an sich befreundeten Nationen auch bei der Pauschalbesteuerung wiederholen? 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Menoo 04.11.2014 23:00
    Highlight Highlight Ein unglaublich unlogischer Artikel. Die Rede ist von Stolz zu sein und unser Land nicht an Reiche zu verkaufen? Einen Absatz weiter oben aber steht, wir sollten uns OECD oder dem G20 beugen und endlich nachgeben? Und wo ist hier der Stolz?
    Machen wir uns nichts vor: Die Schweiz lebt von Superreichen und ihrem Status und unser Land ist sehr attraktiv. Dies nicht zuletzt wegen reichen Ausländern. Und wieso sollte bitte beispielsweise der Kanton Aargau oder Zürich bestimmen, was der Thurgau für Steuern verlangt?
    • LisaM 17.11.2014 13:59
      Highlight Highlight Und wieso sollten wir diese Superreichen auf ihrer Jagd nach den für sie günstigsten Bedingungen kreuz und quer durch die Schweiz jagen, den Steuerwettbewerb so noch mehr anheizen (mit einem verfassungswidrigen Instrument!) anstatt im ganzen Land gleiche und gerechtere Bedingungen zu schaffen?
  • Marianne Binder 04.11.2014 19:31
    Highlight Highlight Moralisch pervers? Fragen wir einmal die Bewohner der Westschweiz, der Berggebiete, vieler ländlicher Kantone. Fragen wir einmal karitative, kulturelle und soziale Institutionen, welche von den Investitionen und den Steuerabgaben von Pauschalbesteuerten profitieren. Im gesamten sind das vier Milliarden Franken. Meines Erachtens ist es Sache der Kantone zu entscheiden, ob die Pauschalbesteuerung für ihre Situation volkswirtschaftlich Sinn macht, aber auf nationaler Ebene einmal mehr gegen den Willen der Minderheiten zu entscheiden widerspricht meinem Verständnis für Gerechtigkeit eben auch.
    • LisaM 17.11.2014 14:03
      Highlight Highlight Weder die Steuerabgaben noch die Investitionen werden einfach wegfallen - das Klima wird hingegen besser.
      Auch reiche Schweizerinnen und Schweizer unterstützen mit ihrem vielen Geld die "karitativen, kulturellen und sozialen Institutionen" - und sie bezahlen heute schon die "normalen" Steuern. Wieso sollten das also die anderen nicht mehr tun?
  • tom99 04.11.2014 12:36
    Highlight Highlight Bescheuerte Idiologie, Teil 354: Da kommen reiche Leute zu uns, geben ihr geld bei uns aus, zahle unglaublich viel steuern (im vergleich zum durchschnittlichen schweizer), belasten weder unsere Infrastruktur noch unser iustiz- noch sozialsystem..... und wir wollen das nicht!!! Aber jeden kriminellen asylbewerber und sozialschmarotzer nehmen wir mit handkuss... Die Geschichte heisst : "Tina Turner versus Carlos"... Sorry guys: einfach nur bescheuert!!
    • Kastigator 04.11.2014 13:17
      Highlight Highlight Unglaublich viele Steuern? Du vergleichst mit einem Durchschnittsschweizer - und nicht mit einem vergleichbar reichen Schweizer, der massiv mehr Steuern zu bezahlen hat. Hats dir vor lauter neoliberaler Ideologieverblendung den Logikchip gelüpft?
    • Shlomo 04.11.2014 13:41
      Highlight Highlight Was heisst hier belasten unsere Infrastruktur nicht? Was machen den die ganzen pauschalbesteuerten mit ihrem Abfall, Abwasser? Wie kommen die den zu ihrem Haus, benutzen die nicht Strassen oder den ÖV?
    • The Truth 04.11.2014 17:13
      Highlight Highlight Tina Turner wohnt im Kanton Zürich und ist somit nicht pauschalbesteuert ;-). Im Kanton Zürich haben die Neuzuzüger mehr Steuern generiert, als die weggezogenen pauschalbesteuerten. Es sind auch nicht alle weggezogen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pano 03.11.2014 20:33
    Highlight Highlight Eigengoal der Sozies! Mit der Abschaffung der Pauschalsteuer zahlt kein einziger "normaler Steuerzahler" weniger.
    Pauschalbesteuerte sind im Gegensatz zu den anderen 80'000 jährlichen Zuzügern höchst mobil und deshalb volatil. Bei Annahme behalten sie ihre Ferienhäuser und zahlen dann halt nur noch Liegenschaftssteuern, was haben wir dabei gewonnen? Haben sich Loepfe und die Befürworter übrigens schon mal überlegt, wie sie ausländisches Vermögen und Einkommen nachweisen wollen? Lol!





  • keplan 03.11.2014 19:41
    Highlight Highlight Im Gegensatz zur Pauschalbesteuerung würden wir das Bankgeheimniss in ein paar Jahren vermissen, dank Apple, Google usw.
  • kurier 03.11.2014 19:26
    Highlight Highlight Das ist eine typische, regelmässig wiederkehrende moralisierende Argumentation von linker Seite, die von Neid getrieben ist. Wem geht es besser, wenn die Pauschalbesteuerung abgeschafft wird? Niemandem. Stattdessen steigen unter Umständen die Steuern für uns alle oder wir setzen Arbeitsplätze aufs Spiel. Es ist eine völlig triviale Rechnung.
    • phreko 03.11.2014 23:02
      Highlight Highlight Unseren Nachbarn könnte es besser gehen, dann gäbe es ein wenig weniger Migratiinsdruck in Richtung Schweiz.
    • TJ Müller 04.11.2014 16:08
      Highlight Highlight Kleiner Egoist... Natürlich geht es jemandem besser! Nämlich den Mensch in dem Land in welchem nun das Steuersubstrat entzogen wird. Oder was denken Sie, weshalb diese Leute zu uns kommen? Um Steuern in ihrer Heimat zu SPAREN, sonst nichts.
    • kurier 04.11.2014 17:23
      Highlight Highlight Das nennt sich Wettbewerb. Wenn diese Leute ihre Steuern nicht mehr bei uns zahlen, dann einfach in einem anderen Land. Da hat die Schweiz nichts davon.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gibaue 03.11.2014 19:17
    Highlight Highlight Meines Erachtens müsste ein Artikel in einem Newsportal einiges objektiver sein, unabhängig davon wer nun was wählen möchte. Ein Autor darf sich mit seiner persönlichen Meinung gerne mal etwas aus dem Fenster lehnen, die Vergleiche oder zumindest die ökonomischen Fakten sollten dann aber bitte hieb- und stichfest sein.
  • Gibaue 03.11.2014 19:17
    Highlight Highlight Meines Erachtens müsste ein Artikel in einem Newsportal einiges objektiver sein, unabhängig davon wer nun was wählen möchte. Ein Autor darf sich mit seiner persönlichen Meinung gerne mal etwas aus dem Fenster lehnen, die Vergleiche oder zumindest die ökonomischen Fakten sollten dann aber bitte hieb- und stichfest sein.
  • Hugo Wottaupott 03.11.2014 18:01
    Highlight Highlight Steuergerechtigkeit gibt es nicht. Sonst würde mehr Wert darauf gelegt wieviel im Portemonnaie des zu Besteuernden bleibt und weniger wieviel er abdrückt. Gerechte Steuern würden prozentual zum Einkommen zunehmen Punkt aus.
  • Thom Mulder 03.11.2014 17:02
    Highlight Highlight Es kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu: Wenn ein Reicher von seinem hohen Einkommen von sagen wir mal 20 Millionen die Hälfte ans Steueramt abgibt bleiben ihm immer noch 10 Millionen, also 100 mal mehr als der Normalbürger verdient. Während die 10'000 Fr. Steuern für den Normalbürger ein bereits schmerzhafter Betrag ist, sind 10 Millionen für den Reichen ein Klacks, denn er hat immer noch soviel Geld dass er gar nicht weiss was er Gescheites damit anstellen soll.
    • stiberium 03.11.2014 19:39
      Highlight Highlight Neee Gardi, die bezahlen andere Reiche, einfach solche die bereit sind für den Wohlstand, welchen wir hier bei uns haben auch einen angemessenen, fairen Preis zu bezahlen. Einen Preis, welcher einen finanziell bevorteilten nicht noch mehr bevorteilt. Vertraut doch mal ein wenig auf die Attraktivität der Schweiz ausserhalb der Steuergeschenke, welche wir verteilen. Was ist eigentlich mit den Steuereinnahmen, welche durch das Ausbleiben der Zuwanderer flöten gehen würde? Das bezahlen dann definitiv wir!!
    • stiberium 03.11.2014 19:39
      Highlight Highlight Neee Gardi, die bezahlen andere Reiche, einfach solche die bereit sind für den Wohlstand, welchen wir hier bei uns haben auch einen angemessenen, fairen Preis zu bezahlen. Einen Preis, welcher einen finanziell bevorteilten nicht noch mehr bevorteilt. Vertraut doch mal ein wenig auf die Attraktivität der Schweiz ausserhalb der Steuergeschenke, welche wir verteilen. Was ist eigentlich mit den Steuereinnahmen, welche durch das Ausbleiben der Zuwanderer flöten gehen würde? Das bezahlen dann definitiv wir!!
    • tom99 04.11.2014 12:42
      Highlight Highlight nicht mitgekriegt: der sozialismus wurde abgeschafft, weil er sich nicht bewährt hat. Kann man nachlesen....
    Weitere Antworten anzeigen
  • swissda 03.11.2014 16:59
    Highlight Highlight Ich sehe das Problem nicht, reiche Ausländer mit lukrativen Steuern in die Schweiz zu holen. Wir profitieren ja nur davon! Ohne die tiefen Steuern würden sie gar nicht hierher ziehen, ergo sind tiefe Steuern immer noch besser als gar keine. Dazu kommen Investitionen der "Superreichen" in Immobilien etc. was wiederum der Wirtschaft zugute kommt. Auch der oben erwähnte Vergleich hinkt: Es wäre längst nicht so, dass diese Leute weniger Steuer zahlen als die "Normalos". Die Beträge sind immer noch um ein Vielfaches höher als jener eines Durchschnittshaushaltes.
  • Albi Gabriel 03.11.2014 16:44
    Highlight Highlight Aus ihren Ausführungen ziehe ich genau einen Schluss: Sie wollen lieber höhere Steuern für alle, die in den Bergen wohnen als tiefe Steuern für reiche Ausländer, die bei uns wohnen...

    Nachdem sie und ihresgleichen uns in Unkenntnis der effektiven Zustände in den Alpen jegliche weitere wirtschaftliche Entwicklung mit der Zweitwohnungsinitiative, dem Raumplanungsgesetz, dem Moorschutzartikel etc. verunmöglicht haben, dürfen wir aufgrund einer weiteren Neidinitiative auch nicht mehr finanziell davon profitieren, dass es Personen gibt, die bei zivilisierter Besteuerung zu uns ziehen wollen.
    • Thom Mulder 03.11.2014 17:08
      Highlight Highlight Ihre "zivilisierte Besteuerung" ist in Wahrheit genau das Gegenteil. Wenn aus Profitgier beide Augen zugedrückt werden – aus Sicht der Verfassung wie auch aus der von Moral, Anstand und Ethik, dann handelt es sich um weit mehr als ein Kavaliersdelikt. Lassen Sie sich das mal durch den Kopf gehen.
    • Pano 03.11.2014 20:49
      Highlight Highlight @Thom Mulder: "Moral, Anstand, Ethik, Kavaliersdelikt", geht es Ihnen jetzt besser? Diese rund 5'000 Personen zahlen rund 700 Mio. Steuern, die meisten von ihnen freiwillig, weil sie ihre Abgaben mit Leichtigkeit "optimieren" könnten, wenn sie nur wollten. Die Grenze zwischen Naivität und Dummheit ist oftmals kaum sichtbar.
    • Albi Gabriel 04.11.2014 08:17
      Highlight Highlight @Thom Mulder: "Moral, Anstand & Ethik" ist nicht unbedingt ein Argument, denn eine allgemein gültige Version davon gibt es nicht. Für mich z.B. ist die fortschreitende Zentralisierung und Gleichschaltung der Schweiz unmoralisch, unanständig und höchst unethisch. Ich gehe davon aus, dass Sie das ziemlich anders sehen...

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