Schweiz
Bern

Täter von Kerzers soll sich 2019 in SRF-Gebäude verschanzt haben

Das SRF Radiostudio an der Schwarztorstrasse , Produktionsort der Sendung Echo der Zeit, fotografiert am 3. September 2020 im Radiostudio in Bern. Die Informations- und Hintergrundsendung feiert am 17 ...
Das SRF-Radiostudio an der Schwarztorstrasse in Bern.Bild: KEYSTONE

Mutmasslicher Kerzers-Täter soll sich 2019 in SRF-Gebäude verschanzt haben

13.03.2026, 17:3713.03.2026, 18:24

An einem Montag im August 2019 drang ein Mann in das SRF-Gebäude in Bern ein und verschanzte sich dort. Die Polizei rückte aus. Der Mann drohte, sich etwas antun zu wollen. Die Polizei führte ihn ab und brachte ihn in ärztliche Behandlung. Es habe keine Gefahr für Drittpersonen bestanden, gab die Berner Polizei damals bekannt.

Wie der Blick nun berichtet, soll es sich bei diesem Mann um den mutmasslichen Täter von Kerzers gehandelt haben, der sich am Dienstag in einem Postauto angezündet und so fünf unbeteiligte Menschen mit sich in den Tod gerissen hat.

Der Mann habe sich etwas später in einer E-Mail an die Blick-Redaktion gewendet und sich als Eindringling im SRF-Gebäude zu erkennen gegeben. «Ich bin schwer an einer Muskelerkrankung erkrankt und habe mein Leben lang gearbeitet», habe er in seiner Nachricht geschrieben. Und weiter: «Jetzt möchte ich meinen letzten Willen noch ausleben, bevor ich in Frieden gehen kann.»

Die Berner Kantonspolizei konnte die Informationen am Freitagabend auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren. Der Mann sei bei der Berner Kantonspolizei nur wegen Betäubungsmittelmissbrauchs und keiner anderen Straftaten verzeichnet.

Wohl keine Straftat – Eintrag womöglich gelöscht

«Beim erwähnten Fall handelte es sich gemäss ersten Einschätzungen nicht um eine Straftat», schreibt die Polizei. So verfüge sie über keine Datengrundlage mehr, womit die Angaben bestätigt oder dementiert werden könnten. «Wir sind gesetzlich dazu verpflichtet, Einträge in unseren Systemen ohne Straftat nach spätestens 5 Jahren zu löschen», so die Polizei.

Die Berner Tamedia-Blätter hatten am Donnerstag berichtet, dass der mutmassliche Täter, ein 65-jähriger Schweizer, allein in einem Camper bei einem Bauernhof im Seeland gelebt habe. Er hätte den Platz Ende März verlassen müssen.

Die Freiburger Behörden hatten den mutmasslichen Täter am Mittwoch als sozial isoliert und psychisch instabil beschrieben. Am Dienstag war er aus einem Spital im Kanton Bern verschwunden. Dort war er auf eigenen Wunsch aufgrund körperlicher Beschwerden.

Am Dienstagabend übergoss sich der Mann in einem Postauto in Kerzers mit Benzin und zündete sich an. Der Bus fing rasch Feuer. Fünf weitere Personen kamen ums Leben und fünf wurden zum Teil schwer verletzt.

(hah/SDA)

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Die beliebtesten Kommentare
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Mme P
13.03.2026 19:09registriert Juni 2020
Wo sind eigentlich all die Kommentierenden hin, welche kurz nach der ersten Meldung über die Tragödie schon die Remigrationsfackeln gezündet haben?
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