Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Le conseiller federal Ueli Maurer, gauche, serre la main a une fillette, lors d’un aperitif en plein-air en compagnie du groupe parlementaire federal de l’UDC, organiser par l’UDC du canton de Vaud, ce vendredi 28 aout 2015 dans la cour du Chateau de Nyon. Les citoyens et les citoyennes suisses se rendront aux urnes pour les elections federales suisses de 2015, qui auront lieu en octobre. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Ueli Maurer wird 65, will aber nicht altershalber zurücktreten. Bild: KEYSTONE

Das sagt SVP-Bundesrat Ueli Maurer zur Asyl-Lage

Im Gegensatz zu seiner Partei sieht SVP-Bundesrat Ueli Maurer kein «Asylchaos» in der Schweiz. Und er spricht sich öffentlich für eine erneute Olympia-Kandidatur aus.



«Im Moment haben wir die Lage im Griff», sagte der Verteidigungsminister in einem Interview. «Aber wir sind in einer ausserordentlichen Situation», betonte Maurer gegenüber der Westschweizer Zeitung «Le Temps» vom Samstag. Er wisse nicht, wie sich diese in den nächsten Wochen entwickeln werde, wenn die «Wellen von Migranten», die in Osteuropa gelandet seien, in der Schweiz ankommen würden.

Europa werde derzeit «komplett überflutet» und das Schengen-Abkommen funktioniere nicht mehr, erst recht angesichts der jüngsten Krise. «Das ist eine echte Prüfung, an die Europa nicht im Traum gedacht hätte und auf die es nicht vorbereitet ist», sagte Maurer. 

Es gelte, in den Krisengebieten direkt zu intervenieren, insbesondere bei den Nachbarn von Syrien und dem Irak. «Europa kann nicht hunderttausende Flüchtlinge aufnehmen.» In den ersten sieben Monaten des Jahres haben rund 340'000 Flüchtlinge die EU-Grenzen passiert.

In einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» kündigte Maurer an, dass er seine Amtszeit verlängern will. «Ich habe meine AHV-Rente verschoben und trete bei der Bundesratswahl noch einmal an.» Der VBS-Vorsteher wird am 1. Dezember 65 Jahre alt.

Erneute Olympia-Kandidatur

Er strebe bei einer Wiederwahl keinen Departementswechsel an, wenngleich man als Bundesrat für alles offen sein müsse. «Das VBS ist mein Lieblingsdepartement.»

Für zukünftige Rüstungsprogramme sieht der Verteidigungsminister vier Prioritäten: die Neuausrüstung der Soldaten, Telekommunikation und Cyber-Abwehr, die Luftverteidigung und den Ersatz der Kampfflugzeuge. Für letztere plane er, dem Parlament 2017 einen Kredit für eine neue Evaluation für neue Kampfjets vorzulegen. 2020 soll der Entscheid fallen und 2022 ein Beschaffungskredit ins Parlament kommen.

Als Sportminister sprach sich Maurer zudem für eine erneute Kandidatur der Schweiz als Austragungsort für Olympische Winterspiele 2026 aus. «Die Schweiz braucht Innovation, braucht ein neues Gemeinschaftsgefühl!» Er werde im Ausland immer wieder auf die gescheiterte Kandidatur für «Graubünden 2020» angesprochen und motiviert, es noch einmal zu versuchen.

Ein solcher Grossanlass diene auch dem Selbstbewusstsein eines Landes und der Integration aller gesellschaftlichen Gruppen. «Mit unserem Nachhaltigkeitskonzept könnten wir einen Gegentrend zum Gigantismus von Spielen wie in Sotschi einleiten.» 

(dsc/sda)

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Roger Schawinski im grossen No-Billag-Interview: «Das ist völlig durchgeknallt»

Der Schweizer Medienpionier und Radio-Unternehmer Roger Schawinski meldet sich in der No-Billag-Debatte mit dem in Rekordzeit geschriebenen Buch «No Billag? Die Gründe und die Folgen» zu Wort. Ein Gespräch über die Vernebelungstaktiken der Initianten, die Chancen der Initiative und «Morning Joe».  

Ihr Buch ist flott geschrieben und es bietet eine verständliche Einordnung der Problematik. Aber kann ein Schnellschuss auch seriös sein?Roger Schawinski: Dies ist mein Fachgebiet, in dem ich mich seit Jahrzehnten auskenne. Und ich habe wohl mehr praktische Erfahrungen im In- und Ausland als andere.

Sie tragen aber ziemlich dick auf. Man hat den Eindruck, die Schweiz werde bei einem Ja zur No-Billag-Initiative untergehen. So ein Quatsch. Haben Sie das Buch überhaupt gelesen? Das schreibe …

Artikel lesen
Link to Article