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sarah bösch

Sarah Bösch kassiert einen Rüffel von ihrer Partei.  Bild: facebook

Späte Reue: Sarah Bösch entschuldigt sich – nachdem sich ihre Partei von ihr distanzierte

Rund eine Woche nach Sarah Böschs Blaufahrt-Eskapade nimmt die Wiler Ortspartei in einer Medienmitteilung Stellung – und verurteilt das Verhalten der Lokalpolitikerin. Wenige Stunden später entschuldigt sie sich auf Facebook. 



Am Montagabend um 20 Uhr begann eine schwierige Sitzung für die Wiler Stadtparlamentarierin Sarah Bösch. Rund eine Woche nach ihrer sonntagabendlichen Blaufahrt, die sie auf Facebook teilte, stand an der SVP-Fraktionssitzung ihr Fall auf der Traktanden-Liste. 

In ihrem Communiqué vom Dienstagmorgen verurteilt die Ortsparteil Wil das Verhalten der Lokalpolitikerin: «Die Wiler SVP-Fraktion distanziert sich von den abwertenden Äusserungen in aller Deutlichkeit, welche Sarah Bösch gegenüber den Sicherheitskräften des Kantons St.Gallen gemacht hat», schreibt SVP-Ortsparteipräsident Klaus Rüdiger. Trunkenheit am Steuer sei kein Kavaliersdelikt. Die SVP-Fraktion lege grossen Wert auf Glaubwürdigkeit in einem öffentlichen Amt.

Wenige Stunden später entschuldigt sich die 33-Jährige – wiederum auf Facebook – für ihre «unbedachten Äusserungen gegen die St.Galler Polizei». Sie wolle gerne mit ihrem Fehlverhalten «unsere Jugend» daran erinnern, dass Alkohol am Steuer mit Null-Toleranz zu begegnen ist. Als wolle sie es sich selber raten fügt sie am Schluss noch an: «Autofahren bedeutet Freiheit, aber geht vorsichtig damit um!»

sarah bösch

Bild: facebook/sarah bösch

Zu den Vorwürfen gegen ihre Person – Parteikollege Andreas Glarner warf Bösch im Sonntagsblick indirekt vor, Geld für eine Kindertagesstätte in die eigene Tasche gesteckt zu haben – wolle sie zu einem späteren Zeitpunkt Stellung nehmen, fügt sie an. 

«Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen»

Die SVP-Fraktion Wil klärt derzeit ab, ob und, wenn ja, unter welchen Bedingungen eine weitere Zusammenarbeit mit Sarah Bösch möglich ist. Zudem würden interne Verhaltensregeln im Umgang mit Social-Media erarbeitet, schreibt Ortsparteipräsident Rüdiger.

Gegenüber watson sagte Bruno Dudli, Präsident der SVP-Kreispartei am Dienstagmorgen: «Die Abklärungen sind im Gange. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen.» 

Die SVP-Politikerin geriet am Sonntagabend vor einer Woche angetrunken in eine Polizeikontrolle. Noch während der Untersuchung regte sie sich auf Facebook über die «schockierende Bürokratie» und die Polizei auf, die sie wie ein Sträfling behandeln würde. Dies obwohl sie mit mehr als 0,8 Promille unterwegs war. 

sarah bösch

Bild: screenshot/facebook

In der Vergangenheit hatte die Politikerin auf Facebook wiederholt nach härterem Durchgreifen seitens der Polizei gefordert. (rar)

Die haarsträubendsten Fauxpas der SVPler auf Social Media

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • elivi 22.04.2015 00:30
    Highlight Highlight Die entschuldigung wäre eigentlich fällig gewesen sobald dieser 'stress' vorbei war. ich würd das aber eher 'betrunken sein' nennen als 'stress'
  • stadtzuercher 21.04.2015 23:13
    Highlight Highlight Dieses Wildwest-Gehabe ist doch gang und gäbe in St.Gallen.
    In jedem Städtchen liegen ein paar SVP-Leichen im Keller.
    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Rorschach-will-die-Sozialhilfebezuegerin-nicht/story/14530748
  • papparazzi 21.04.2015 22:53
    Highlight Highlight Eine klare Botschaft

    1 die SVP distanziert sich von abwertenden Äusserungen
    2 die SVP legt grossen Wert auf die Glaubwürdigkeit.
    3 die SVP erarbeitet interne Verhaltensregeln für Social Media.
    4 die SVP klärt zur Zeit ab ob und wenn ja...
    5 die SVP schätzt die Arbeit der Sicherheitskräfte.

    Der Ortsparteipräsident erwähnt ein wichtiges Schlüsselwort: Verantwortung.

    http://www.srf.ch/news/regional/ostschweiz/wiler-svp-diskutiert-fall-sarah-boesch
  • Zeit_Genosse 21.04.2015 21:44
    Highlight Highlight Auch Sarah Bösch sollte lernen wie man sich entschuldigt. Man bittet darum... Man kann sich nicht selbst entschulden, sondern es kann einem persönlich leid tun und dann bittet man um Entschuldigung. Böschs Statement ist nicht glaubwürdig und steht im krassen Gegensatz zu den schriftlich gemachten Äusserungen. Diese Aktion ist berechnend von der Bösch und der Partei. Beide wollen sie "Schaden" von sich selbst abwenden. Die Partei und die Bösch sollten jetzt rasch und konsequent handeln. Die Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel. Das heisst, dass Bösch die Konsequenzen ziehen muss, bevor das die Partei oder das Volk tut. In der Politik verzeiht man nie und hat eine Vorbildfunktion, die wenig Spielraum lässt.
    • papparazzi 21.04.2015 23:14
      Highlight Highlight Die Glaubwürdigkeit wird gewährleistet. Verantwortung wird wahrgenommen.
    • Zeit_Genosse 22.04.2015 08:43
      Highlight Highlight sagt ubd behauptet wer....?
  • Thomase 21.04.2015 16:33
    Highlight Highlight Dass Watson von linkem Gedankengut nur so trieft, ist nicht neu. Zeigt doch mal die Machenschaften dieser Oberholzer (BL) oder Kierner (BE) etc. etc. auf.

    Wie wäre es, das Bild zu veröffentlichen, welches die sogenannte Bundesrätin Widmer (BDP), welches sie mit einem verurteilten Straftäter (war es ein Mörder?) zeigt. Oder ruft doch mal die "braunen" Äusserungen des BDP-Deppen Landold in Erinnerung.

    Ach es gäbe soviel zu schreiben, aber was solls. Links bleibt links, Watson wird vielleicht bald zu watsoff

    Da gibt es wohl keine so hämischen Kommentar wie zu einer oder einem SVP-Mitglied.
    • reputationsprofi 21.04.2015 18:55
      Highlight Highlight Socialjustiz oder Selbstjustiz? Mit der Medienmitteilung hat ja die SVP genau eine Gleichbehandlung kommuniziert.
    • pun 21.04.2015 19:13
      Highlight Highlight Also Thomase, das klingt ganz erheblich so, als gäbe es mit dem Blick die ideale (Online-)Zeitung für dich schon, watson muss nicht auch noch so stumpf werden. Als Herzblutlinker kann ich dir auch bezeugen, dass watson kein antikapitalistisches Portal ist und vermutlich keinen linken Umsturz unterstützen würde.
    • papparazzi 21.04.2015 22:58
      Highlight Highlight Dann ist für Sie also öffentliche freie Meinungsäusserung gleichbedeutend mit Spam, sobald es nicht ihrer Meinung entspricht?!? Ich wünsche Ihnen trotzdem eine gute Nacht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • quark 21.04.2015 14:47
    Highlight Highlight Diese Frau passt doch punktgenau in die SVP. Was hat jetzt die Partei für ein Problem damit? Oder will man dem Volk vormachen man sei nicht so wie man ist?
    • reputationsprofi 21.04.2015 18:56
      Highlight Highlight Pauschalisierung zeugt von Propaganda.
  • Der Kritiker 21.04.2015 13:16
    Highlight Highlight ach, jetzt ist aber auch genug mit bösch-bashing. die frau hat einen riesen bock geschossen, hat dafür zu recht nun ihr lehrgeld bezahlt (hoffe ich wenigstens), aber irgendwann ist dann auch mal gut. schlimmer finde ich. dass ihr die partei nun in den rücken fällt, aber erst nachdem diese bemerkt hat, wie negativ das medienecho ist.
    • Der Kritiker 21.04.2015 18:25
      Highlight Highlight nungut, ich gebe zu, dass mein kommentar ketzerisch war, allerdings hat er dennoch viel wahres, nämlich die kritik an der 0-fehler-gesellschaft. wie schon ein äusserst weiser mann vor mir sagte: " Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein". ein bisschen mehr toleranz ist gefragt, aber von allen seiten. die svp outet sich immer wieder als eine partei, deren genossinnen und genossen nichts anderes als perfekte menschen sind und alle andern sind sünder. vielleicht sollte die partei mehr auf probleme hinweisen, als nur steine zu werfen (dafür haben wir leider gottes die autonomen), dann würden sie bei solchen vergehen nicht sofort in der luft zerrissen.
    • reputationsprofi 21.04.2015 18:59
      Highlight Highlight Lieber cassio77

      Der "weise Mann" sagte auch folgendes:
      "Mit dem gleichen Mass mit dem ihr messt, werdet ihr gemessen werden".
  • elivi 21.04.2015 11:26
    Highlight Highlight Die frage ist ... hat sie oder hat sie keinen schein mehr! (ノ゚ο゚)ノ オオォォォ-
    • reputationsprofi 21.04.2015 12:23
      Highlight Highlight Gemäss Medienmitteilung wird ja nun offiziell und seriös abgeklärt. Ich finde es grundsätzlich gut, dass man nicht einfach eine mediengemachte "Hetzkampagne" (trotz offensichtlich begangener Fehler) übernimmt.
    • Hoopsie 21.04.2015 19:41
      Highlight Highlight @reputationsprofi
      So so Hetzkampagne... Wie immer wenn die Medien mal etwas gegen die SVP zu bemängeln haben... Sagen sie mir einen Punkt, der falsch an der Berichterstattung war. Nur einen! Und ist es nicht die Aufgabe der Medien über Volksvertreter zu berichten, die sich falsch verhalten?


    • papparazzi 21.04.2015 23:07
      Highlight Highlight "mal" ist glaube ich in diesem Zusammenhang deplatziert gewählt sportlicher Sportfan... mir kommen da eher folgende Wörter in den Sinn: grundsätzlich, vorschnell, diffamierend, einseitig, storygeil, hetzend, einseitig, schadenfreudig, anprangernd, pauschalisierend, schubladisierend, Bilder vom Oktoberfest (Blick), etc. etc. etc
  • Lowend 21.04.2015 10:41
    Highlight Highlight Warum denn rauswerfen? Egoistisch, liebt kleine Mauscheleien, trinkt viel und motzt gerne auf FB, wickelt gerne Parteigenossen um den Finger, startet gerne Projekte, ohne sie zu beenden und kann so hübsch in die Kameras lächeln, so lange sie nichts sagen muss. Die passt doch hervorragend zu den Blocheristen!
    • reputationsprofi 21.04.2015 12:24
      Highlight Highlight Pauschalisieren geht immer und überall.
    • Lowend 21.04.2015 12:32
      Highlight Highlight Ihre Reputation hat diese Frau selber, durch genau die von mir beschriebenen Handlungen, zerstört und was daran pauschalisierend sein soll, dass weiss alleine der selbsternannte Profi.
    • Lowend 22.04.2015 10:28
      Highlight Highlight Wenn die hervorragend passt, heisst dass noch lange nicht, dass es nicht auch andere, wie zum Beispiel einen Ogi , oder auch den ehemaligen Präsident der Berner SVP, Herr Bernasconi gibt. Leider sind die anständigen SVPler, seit die Partei von einem Herrliberger Oligarchen gekauft wurde, in der Minderheit. Wie sie sehen pauschalisiere ich keinesfalls, sondern differenziere stark zwischen dem Berner Flügel und dem Herrliberger, nur dass leider der vernünftige Berner Flügel parteiintern rein gar nichts mehr zu sagen hat, seit die Herrliberger Populisten die Macht übernommen haben. Zufrieden?

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