Schweiz
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Portrait of Roger Koeppel, editor in chief and publisher of the weekly Swiss magazine

Roger Köppel, Chefredaktor der «Weltwoche», im Jahr 2008.
Bild: KEYSTONE

Als Roger Köppel noch nicht SVP war: Die fünf lustigsten Zitate aus seiner Zeit davor

Roger Köppel überflügelt alle und zieht in den Nationalrat ein. Dies verdankt er nicht nur, aber auch, seinem verbreiteten SVP-Gedankengut in der «Weltwoche». Das war nicht immer so.



Roger Köppel, der neue SVP-Politstar, ist nicht mit dem SVP-Gen zur Welt gekommen. Während seiner Zeit als Chefredaktor des «Magazins» des «Tages-Anzeigers» (1997–2001) schrieb er ab und zu kritisch über seine jetzige Partei, wie diese kleine Sammlung zeigt: 

Kein Ruhmesblatt

«Zugegeben, die Zürcher SVP ist kein Ruhmesblatt in der Zivilisationsgeschichte dieses Landes.»

Roger Köppel im Editorial «Böse Buben» des «Magazins» am 12. Juni 1999.

 Blocher wie Haider

«Einem Blocher nicht unähnlich, ist Haider ein leidenschaftlicher Anti-Achtundsechziger, der mit Vorliebe gegen ‹Sozialschmarotzer›, ‹Intellektuelle› und ‹Ausländer› polemisiert. Auf solche Tabuverletzungen reagieren die Medien naturgemäss allergisch.»

Roger Köppel im Artikel «Krieg der Begriffe. Was heisst eigentlich rechtsextrem?» im «Magazin» am 12. Februar 2000.

 Historische Episode

«Die SVP ist drauf und dran, sich als historische Episode in die politische Zeitgeschichte zu verabschieden. Wir wagen die Behauptung: Die SVP wird uns als die dominierende Kraft der Schweizer Politik nicht mehr beschäftigen müssen.»

Roger Köppel im Artikel «Das Ende der SVP» im «Magazin» am 14. Oktober 2000.

Stagnation, Rückgang

«Auf die Stagnation folgt Rückgang, und andere Parteien werden die Lücke schliessen müssen. Es ist an der FDP, den verlorenen Boden gutzumachen.»

Roger Köppel im Artikel «Das Ende der SVP» im «Magazin» am 14. Oktober 2000.

 Blocher-Fade-out

«Und die SVP? Sie wird nach dem Fade-out Blochers wohl oder übel wieder zur kleinbürgerlichen Interessenpartei von einst gesundschrumpfen.»

Roger Köppel im Artikel «Das Ende der SVP» im «Magazin» am 14. Oktober 2000.

Mitte 2001 wechselte Köppel vom «Magazin» zur «Weltwoche», der Rest ist bekannt. (feb)

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Thomas Binder 21.10.2015 09:52
    Highlight Highlight Charisma, die Ausstrahlung des authentischen Seins, oder Narzissmus, die Ausstrahlung des verblendenden Scheins, ist immer die alles entscheidende Frage.
  • christianlaurin 20.10.2015 15:07
    Highlight Highlight Und des wegen sind Leute wie Koeppel Brand gefährlich. Sie sind Hetzer die ihrer Meinung ändern wie sie es möchten. Koeppel geht nicht zu der SVP, die SVP kommt zu Koeppel. Und wenn die SVP nicht mehr zu Koeppel passt geht er irgendwo andres. Wenigstens war Blocher immer seine Linie Treu, auch wenn sie mir nicht passte.
  • saukaibli 20.10.2015 14:50
    Highlight Highlight Sorry, aber das ist doch normal. Jemand wie Köppel, der schon immer an nichts ausser seinem eigenen Ruhm interessiert war, ändert nun mal seine Meinung wenn er denkt damit mehr Erfolg zu haben. Und naja, traurig aber wahr, er scheint auch dabei Erfolg gehabt zu haben. Und wenn ich ihn als Wendehals, Fähnchen-in-den-Wind-halter und ähnliches bezeichne bin ich überzeugt, dass er mir insgeheim sogar zustimmen würde. Früher oder später wird ihm seine arrogante, überhebliche und besserwisserische Art aber schaden, spätestens wenn die Leute merken dass er nicht mehr erreichen kann als andere.
  • Linus Luchs 20.10.2015 13:16
    Highlight Highlight Was von Köppel heute zu erwarten ist, zeigen zum Beispiel folgende Zitate.
    Wirtschaft: "Die Wirtschaftsethik ist das traurige Produkt einer geistigen Verarmung der Wirtschaftswissenschaften."
    Geschlechter: "Der Mann macht nicht Karriere, weil er will, sondern weil er muss, um eine Frau zu finden. Die Frau macht Karriere, weil sie will. Wer muss, strengt sich mehr an."
    Armee: "Die Wehrpflicht ist die existenzielle Grundlage, ja der Lebensnerv der direkten Demokratie, die vom Waffen tragenden Bürger ausgeht."
    Deutsche: "Die deutsche Gründlichkeit läuft logisch auf politische Intoleranz hinaus."
    • qumquatsch 20.10.2015 14:19
      Highlight Highlight Ich mag den Herrn K. ja nicht gerade, leider hat er mit der Geschlechter Aussage nicht nur unrecht. Er bemängelt hier im Grunde die nach wie vor dominierende Auffassung von Geschlechterrollen. Zumindest im ersten Teil...
    • saukaibli 20.10.2015 14:53
      Highlight Highlight Ich denke diese Zitate sagen genug über den Typen aus. Überheblich, sexistisch, empathielos, xenophob, realitätsfern. Darum hat er ja auch ein Rekordergebnis gemacht, schliesslich sind das die Eigenschaften sehr vieler Schweizer.
    • Linus Luchs 20.10.2015 15:39
      Highlight Highlight @qumquatsch: Einmal abgesehen davon, dass in der Regel jemand, der etwas will, besser ist, als jemand, der etwas muss (Stichwort Motivation), spricht aus Köppels Beschreibung ein Geschlechterbild, das in den 50er-Jahren stecken geblieben ist. Es ist eine Ohrfeige für alle Frauen, die einen qualifizierten Beruf ausüben. Ein ganz übles Macho-Statement.
  • stadtzuercher 20.10.2015 10:25
    Highlight Highlight was kümmert mich das geschwätz von gestern (politikerweisheit)
    • Tusco 11.03.2016 16:50
      Highlight Highlight es heisst: was kümmert mich MEIN geschwätz von gestern - was noch einige grade schnoddriger ist und von wenig selbstachtung zeugt
  • Habejita 20.10.2015 09:36
    Highlight Highlight Scheinbar gefällt dieser Wendehals und Nar(r)zist vielen ZürcherInnen. Er wurde mit einem Glanzresultat gewählt. Die Kammern verkommen zu einem Puppentheater... und nun sind sie um einen Hampelmann reicher.
  • Rampart 20.10.2015 09:33
    Highlight Highlight Ich bin weder ein Fan der SVP noch von Köppel; während 15 Jahren kann sich jedoch viel ändern. Wenn ich mit Sätzen konfrontiert werden würde, die ich vor 15 Jahren ausgesprochen habe, würde ich mich heute wohl auch wundern.
    • dä dingsbums 20.10.2015 10:09
      Highlight Highlight Da hast Du recht.
      Wobei, zum Thema Blocher + SVP habe ich mir meine Meinung ziemlich früh gebildet und die hat sich in 20 Jahren nicht geändert.
      Aber ich hab auch keinen Verlag "geschenkt" bekommen. Vielleicht würde ich in so einem Fall meine Meinung auch ändern. :-)
    • saukaibli 20.10.2015 14:56
      Highlight Highlight Schade ist nur, dass die Aussagen von damals von extrem viel mehr Intelligenz und Weitsicht zeugen als der Stuss den er heutzutage absondert.
    • dä dingsbums 20.10.2015 22:39
      Highlight Highlight Wir neigen immer dazu, den Leuten die unsere Ansichten teilen, mehr Intelligenz und Weitsicht zuzusprechen als den Andersdenkenden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tomlate 20.10.2015 09:18
    Highlight Highlight Die Sorte Mensch, die um jeden Preis erfolgreich sein will. Egal mit wem und wie.
    • 123und456 21.10.2015 16:22
      Highlight Highlight Triffts auf den Punkt. Hätte die SP 30 Prozent abgeräumt, wäre Köppel ein Sozi par excellence. Er sonnt sich derart gerne im Lampenlicht des Ruhmes.

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