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Uber Eats – «Kassensturz» deckt prekäre Arbeitsverhältnisse auf

Milan Marquard
Milan Marquard



Uber geriet bereits mit seinem Fahrt-Vermittler-Dienst in die Kritik: Fehlende Sozialleistungen und tiefe Löhne sorgten für rote Köpfe. Jetzt erobert Uber mit dem Essens-Lieferdienst Uber Eats auch den Kurierservice.

Eine Mitarbeiterin der SRF-Sendung «Kassensturz» wagte daher ein Selbstexperiment: Sie versuchte sich eine Woche lang als Velo-Kurierin im Auftrag von Uber Eats. Ihre Erfahrungen decken sich mit den Vorwürfen, mit denen Uber seit jeher zu kämpfen hat.

Wir haben die wichtigsten Erkenntnisse für Euch zusammengefasst.

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Uber Eats Kuriere leiden unter schlechten Arbeitsbedingungen. screenshot: srf

Locken mit Freiheitsgefühl

«Kein Vorgesetzter. Flexibler Zeitplan. Schnelle Auszahlungen.»

Uber Eats verfolgt eine ähnliche Strategie wie ihr Mutterhaus Uber: Schnelles Wachstum dank tiefen Preisen und einfacher Handhabung für die Kunden, um die Konkurrenz anschliessend aus dem Rennen zu drängen. Aus diesem Grund will Uber Eats in grossen Städten wie Zürich rasch wachsen und sucht nach Liefer-Kurieren.

Auf ihrer Homepage klingt der Job sehr verlockend: «Kein Vorgesetzter. Flexibler Zeitplan. Schnelle Auszahlungen.» Mit diesen Punkten sollen potentielle Arbeitnehmer angelockt werden. Die Anmeldung läuft gemäss «Kassensturz» sehr einfach via App ab – man kann sogar den Termin für die sogenannte «Infosession» selbst bestimmen. Mitnehmen ans Gespräch soll man – falls vorhanden – einen Strafregisterauszug. Macht auch Sinn, schliesslich möchte niemand von einem Kriminellen das Essen an die Haustür geliefert kriegen.

Strafregisterauszug: Kein Thema

Das Gespräch findet in einem Uber-Office an der Badenerstrasse in Zürich statt. Auffällig ist, dass neben der «Kassensturz»-Mitarbeiterin an diesem Tag nur Migranten für die Infosessions auftauchen.

Die Infosession macht ihrem Namen alle Ehre: Man wird während rund 30 Minuten über die Funktionsweise der App, die Einsatzgebiete und den Lohn informiert. Fragen zur Person, wie an einem Vorstellungsgespräch üblich, werden keine gestellt. Den Strafregisterauszug muss die SRF-Mitarbeiterin nicht zeigen.

Zuerst: Schulden abarbeiten

Die Infosession verlässt man als neuer Mitarbeiter zuerst mal mit Schulden: 120 Franken für den Uber Eats Kurier-Rucksack. Der Umsatz der ersten paar Fahrten kommt folglich noch dem Unternehmen zu Gute. Beim tiefen Lohn sind das einige Fahrten, aber dazu später mehr.

Trugschluss Selbständigkeit

In der Infosession wird der Frau vom SRF klar gemacht, dass sie selbständige Mitarbeiterin von Uber Eats sei – klar, das stand ja auch schon so auf deren Homepage. Doch genau hier liegt das Problem: Man kann als Uber Eats Angestellte nicht selbständig sein. «Weder die SUVA noch die AHV haben das bisher akzeptiert», wie es im Beitrag heisst.

«Die Gewerkschaften schlagen Alarm.»

Die Frage, ob man als Uber Eats Kurierfahrer selbständig oder angestellt ist, ist noch hängig vor Gericht – und somit noch nicht geklärt. Bei der Infosession wird über diesen rechtlichen Schwebezustand kein Wort verloren. Deshalb schlagen «die Gewerkschaften Alarm»: Die UNIA warnt beispielsweise, dass die Kuriere nicht unfallversichert sind. Ausserdem werden die AHV-Beiträge nicht korrekt abgerechnet und somit können Kuriere ihre Steuererklärung nicht korrekt ausfüllen.

Die Stadt Genf hat den Lieferservice aus diesem Grund verboten. Uber Eats wehrt sich gegen diesen Entscheid vor Gericht. Es stellt sich im Verfahren die Grundsatzfrage: Muss Uber die Kuriere anstellen und entsprechend Sozialleistungen bezahlen?

Dumping-Löhne

Das kalifornische Unternehmen Uber, zu dem auch der Lieferservice Uber Eats gehört, hat derzeit einen Börsenwert von 45 Milliarden und Wachstum wird rasant vorangetrieben. Dass die SRF-Mitarbeiterin nach drei Stunden rund 35 Franken verdient hat, zeigt, wie das Milliarden-Unternehmen vorzugehen scheint. Sie wälzen nicht nur das Unfallrisiko auf die Kuriere ab, sondern bezahlen ihnen tiefe Dumpinglöhne.

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35.62 Franken – der Lohn nach drei Arbeitsstunden. screenshot: srf

Im Gespräch mit anderen Uber Eats Kurieren wird schnell klar, was die Mehrheit dazu treibt, zu einem Stundenlohn von etwas mehr als 10 Franken zu arbeiten: Die fehlenden Möglichkeiten. Es sind viele Migranten, die diesen Job als einzige Aussicht auf ein Einkommen sehen.

Uber Eats rechtfertigt sich

Eine Kommunikationsverantwortliche von Uber und Uber Eats – Luisa Elster – war in der «Kassensturz»-Sendung im Studio und stellte sich dem Moderatoren Ueli Schmezer. Seinen Fragen über die fehlenden Sozialleistungen wich sie mit Hinweis auf die Selbständigkeit und Flexibilität der Kuriere geschickt aus: Uber sei kein Arbeitgeber – und will auch keiner sein.

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Schmezer nahm Luisa Elster in die Mangel. screenshot: srf

Was Elster jedoch in den Vordergrund rücken wollte, war die gratis Unfallversicherung, die Uber Eats den Kurieren offeriert. Diese Versicherung deckt gemäss «Kassensturz» jedoch nur das absolute Minimum und ist nicht vergleichbar mit der obligatorischen Arbeitgeber-Unfallversicherung.

Die tiefen Löhne erklärt die Kommunikationsverantwortliche mit den Arbeitszeiten: Wenn nicht in der Rush-Hour gearbeitet wird, fallen die Löhne tiefer aus. Es komme auf die Anzahl Aufträge an.

Es scheint, als sei für Uber die gebotene Flexibilität der Kuriere Rechtfertigung für alle Schattenseiten. Vergleichbare Lieferdienste bieten gemäss «Kassensturz» jedoch dieselbe Flexibilität – inklusive Versicherungen und Sozialleistungen.

Fahrdienst Uber

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141Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Meier (1) 05.12.2019 12:40
    Highlight Highlight Würde niemand diesen Dienst nutzen, so könnte er nicht angeboten werden.
    Da es aber einen gewissen Anteil an Personen gibt, denen es klar ausgedrückt, scheissegal ist, und sie damit trotzdem gut oder gar besser durchs Leben kommen, wird sich nichts ändern.
    Es sind jene Personen die: auf den Preis drücken, immer verhandeln wollen, jeder angeschriebene Preis nur Verhandlungssache ist, im Internet das günstigste Angebot suchen, etc.
    Sich dabei erkannt?
    Nach Brecht: das Fressen kommt vor der Moral.
    Da wo es uns wichtig ist, sind wir "Gutmenschen", da wo es uns nicht interessiert ...
  • ravendark 04.12.2019 18:11
    Highlight Highlight Solche Firmen sollten nicht unterstützt werden. Die gehen dann von alleine wieder weg. Hier in der CH ist das ein regelrechtes Armutszeugnis, dass solche Menschenschinder-Firmen überhaupt rechtskonform existieren dürfen.
    Ich bestelle nie und fahre auch nie uber. uber haupt nicht.
  • Dominik Treier 04.12.2019 14:44
    Highlight Highlight Und wieder das einfachste Problem. Warum müssen wir solche Arbeitgeber überhaupt umständlich kontrollieren und regulieren?
    Weil unser Sozialsystem viel zu illiberal und schlecht ausgebaut ist und viele keine Alternative zu solch miserabler Dunpinglohnarbeit sehen!

    Und so lange unser Sozialstaat seinen Namen nicht verdient und vom Forderer zum Förderer wird und den Menschen eine Bedingungslose Existenz zusteht, werde solche perversen Geschäftsmodelle, die darauf aus sind die Schwächsten nich auszubeuten, eben funktionieren!
    • Hierundjetzt 05.12.2019 00:08
      Highlight Highlight über 400 Tage Versicherungsleistung ALK zu 80% des vorigen Lohnes ist weltweit einmalig

      (Damit will man die Binnennachfrage auch während der Rezession und hoher Arbeitslosigkeit weiterhin hochhalten, das ist der wahre Grund)

      Die 2550.- Sozialhilfe ist wirklich sehr wenig, die begleitende Unterstützung des Staates (vorallem in Zürich), wirklich sehr bemerkenswert gut ausgebaut.

      Insgesamt bin ich mir nun gar nicht sicher ob Du effektiv weist, worüber du sprichst
  • Tobias W. 04.12.2019 14:43
    Highlight Highlight Viele Leute in unserem Land profitieren gerne. Nur ja nicht nachdenken. Hauptsache man kann alles möglichst gratis haben.

    Ich bin sicher, es gibt demnächst eine Plattform, wo Handwerker-Aufträge zu Spottpreisen abgehandelt werden, und der Fachmann darf sie dann als Subunternehmer zum Tiefst-Tarif ausführen, wenn er überhaupt noch Arbeit haben will, da nämlich keiner mehr einen normalen Dienst mit normalen Tarifen anruft.

    Armer Handwerker. Aber heute ist er vielleicht derjenige, der Uber-Taxis und -Lieferdienste bestellt, ohne Nachzudenken; Hauptsache billig.

    Nobel geht die Welt zugrunde..!
  • Basswow 04.12.2019 13:50
    Highlight Highlight Selber aufs Fahrrad, Pizza o.ä. abholen 🤷🏽‍♂️ Dann hat man ein bisschen Bewegung und kann dann ohne schlechtes Gewissen etwas essen.
    Zum Glück gibt es den Uber Mist nicht überall, wie Amazon, Zalando und all den anderen blödsinn der uns bald an den Rand des Wahnsinns treiben wird...
  • Andre Buchheim 04.12.2019 13:43
    Highlight Highlight Also solchen Unternehmen sollte man doch kräftig auf die Finger klopfen. Hier wird auf der Not von Menschen Geld verdient. Das ist ungehörig. Ein Unternehmen, das keine ordentlichen Löhne zahlt bzw. wirtschaftlich nur funktioniert, wenn an den Löhnen und Kosten für die Mitarbeiter gespart wird, ist nicht wirtschaftlich. Spart doch lieber bei den Löhnen der Führung? So was egoistisches...
  • Neruda 04.12.2019 13:10
    Highlight Highlight In Schweden verdienen Foodora-Kuriere ungefähr 12 Fr. /h brutto und das bei viel tieferem Lohnniveau. Und wer macht dort diesen Job? Nur Ausländer. Typischer Ausbeuterbetrieb. Und jetzt an alle die meinen, besser so einen Job, als gar keinen. In Norwegen können sie die Kuriere auch festanstellen und trotzdem noch überleben.
  • so war es doch nicht gemeint 04.12.2019 11:47
    Highlight Highlight Hat Luisa Elster die gleichen Arbeitsbedingungen wie die Kuriere?

    Luisa, verkaufe nicht deine Seele!
  • Spargel 04.12.2019 11:46
    Highlight Highlight Einfach bei denen bestellen die fair mit ihren Mitarbeitern sind, Mosis. Ch und Co.
  • Schönbächler 04.12.2019 11:26
    Highlight Highlight Uber & Co sollten eben nicht verbietet werden. Nur reguliert werden. Diese Dienste sind nicht für nichts so Populär. Ich als Kunde sehe haufenweise vorteile gegenüber einem klassischen Kurier oder einem klassichen Taxidienst und ziehe diese auch vor. Für viele die nebenbei etwas mehr Geld verdienen wollen ist es auch eine gute sache. Es wird niemand gezwungen und trozdem steigt die Nachfrage weiter. Ein verbot wird nur ähnliche alternativen schaffen.
    • SeboZh 04.12.2019 11:50
      Highlight Highlight Welche vorteile haben sie denn als kunde? Abgesehen vom tieferen preis und mehr geld in der eigenen tasche? Das gute gewissen kann es ja nicht sein
    • SeboZh 04.12.2019 11:59
      Highlight Highlight Was für vorteile haben sie denn als kunde? Das gute gewissen kann es ja nicht sein
    • Frausowieso 04.12.2019 12:25
      Highlight Highlight Klar, ist es für dich als Kunde bequem und supter toll, da es günstig ist. Für deine (indirekten) Kunden wäre es im Fall auch super lässig, wenn deine Dienstleistungen/Produkte günstiger wären, weil dein Arbeitgeber keine Sozialabgaben für dich bezahlen müsste. Ich weiss ja nicht, was du arbeitest, aber wahrscheinlich werden deine Sozialabgaben bezahlt. Wenn dir etwas passiert, bist du abgesichert. Der Uberfahrer ist es nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gawayn 04.12.2019 11:15
    Highlight Highlight Ich finde es schon eine bodenlose Schande, das man solchen Firmen überhaupt erlaubt, hier ihre Zelte auf zu schlagen.

    Noch schlimmer, nach Uber Taxi, konnte auch Uber Eat, hier anfangen.

    Damit werden die aber nicht aufhören.

    Es darf einfach nicht sein, das in der Schweiz, solche Firmen Fuß faßen.

    Schändlich benehmen sich nicht nur die Gesetgeber, welche so von rechts, dubiose Firmen erlauben.
    Es sind auch die Kunden, die, aus selbstsüchtigem Grund ein paar Franken sparen, sowas noch unterstützen!
    • paco95 04.12.2019 12:35
      Highlight Highlight Aus selbstsüchtigen Gründen? Für mich als Student wars ein Riesenunterschied ob ich um 04:00 Morgens 35 Franken für den Uber-Pop Fahrer und seinen Prius bezahle oder eben 80.- mit dem regulären Taxifahrer, welcher unnötigerweise mit einem neuen Mercedes vorfährt. Wenn er mich denn auch findet und nicht nach einer Minute suchen einfach den Nächstbesten aufladet.

      Hätte es Uber nicht gegeben hätte ich eher eine Stunde in der Kälte auf den nächsten Nachtzug gewartet anstatt ein reguläres Taxi für 80.- zu nehmen. Das Geld wäre also zur SBB geflossen und nicht in ein Taxiunternehmen.
    • Gawayn 04.12.2019 13:00
      Highlight Highlight Paco
      So ziemlich jede(r) war in finanziellen Nöten.
      Ja ich auch.

      Aber niemals hätte ich mich dazu erniedrigt, Unternehmen zu gefährden, weil ich aus egoistischen Gründen, egal ob kalt, Geldmangel etc, eine zerstörerische Dumping Firma finanziere.

      Genau wie ich zum Coiffeur gehe und nicht zur Bekannten nach Hause, die es für 10.- und ein Lächeln es auch gut machen würde.

      Ethik, ist dann von Wert, wenn es eben nicht gratis ist!

      Nicht wenn es halt so passt!
    • hesorry 04.12.2019 13:01
      Highlight Highlight Das ist die definition von selbstsüchtig
  • Goldjunge Krater 04.12.2019 11:04
    Highlight Highlight Wird denn jemand gezwungen für diese Firma zu arbeiten?

    Und warum bestellt ihr alle euer Essen dort wenn die Firma so böse zu sein scheint?
    • gecko25 04.12.2019 12:19
      Highlight Highlight Wer sagt denn, dass wir dort unser Essen bestellen ? Aber schön zu wissen, dass es dich nicht stört, wenn in einigen Jahren die Sozialhilfekosten steigen weil einige Leute nicht über genügend Altersvorsorge verfügen. Bist du etwa ein Sozi, dass du bereit bist mit deinen Steuern diese Ausfälle zu kompensieren ?
    • Frausowieso 04.12.2019 12:27
      Highlight Highlight Jemand der Alternativen hat, wird diesen Job wahrscheinlich nicht annehmen. Es gibt aber genug Menschen, die verzweifelt einen Job suchen und keine andere Wahl haben. Um das geht es aber nicht. Es geht darum, dass hier geltende Gesetze missachtet werden.
    • Gawayn 04.12.2019 12:32
      Highlight Highlight Womöglich schliesst du, von dir auf alle.

      Wenn es der Fall ist, solltest du dich schämen, solche Firmen zu untrrstützen!

      Zum Glück ist es nicht so.
      Das alle dahin ihr Essen bestellen
    Weitere Antworten anzeigen
  • redneon 04.12.2019 10:17
    Highlight Highlight Ich kann es nicht mer hören... Uber Uber Uber... Hauptsache in den Medien. Und der Wert steigt an der Börse. Was ich noch weniger verstehe, das Zürich rot grüne Regierung das zulässt! Genf macht es vor. Die Stadt Zürich tut sich gut daran Standards einzuführen. Für solche Firmen...
    • insert_brain_here 04.12.2019 13:49
      Highlight Highlight Dafür ist nunmal der bürgerlich regierte Kanton Zürich zuständig und nicht die Stadt und die finden Ausbeutung der Ärmsten durch die Reichsten ganz super.
  • Swen Goldpreis 04.12.2019 10:13
    Highlight Highlight Dass ein Strafregisterauszug verlangt und anschliessend nicht angeschaut wird, finde ich zwar etwas doof - da hätte man sich als Bewerber die Mühe und die damit verbundenen Kosten sparen können.

    Dass aber Uber Eats ehemaligen Straftätern die Möglichkeit zum Arbeiten bietet, finde ich ehrlich gesagt das einzige wirklich Positive am ganzen Artikel.
  • paule 04.12.2019 09:41
    Highlight Highlight Irgendwelche sehr Reiche Schweizer werden mitverdienen, sonst hätte man die Sauerei längst verboten und Recht und Ordnung durchgesetzt.
  • Hamudi Dudi 04.12.2019 09:39
    Highlight Highlight Als Ubers Siegeszug begann, erstarrten (zu)viele in Ehrfurcht und sagten, das wäre die Zukunft, man könne diese Modelle nicht aufhalten und das es doch eine tolle Sache wäre. Schön, dass der Wind gedreht hat und Uber unter Druck gerät.
    • Kyle C. 04.12.2019 12:44
      Highlight Highlight Nur ist dies tatsächlich nicht aufzuhalten. Man sollte halt nicht CH/ZH als Beispiel nehmen. Ich war an Orten, wo nahezu jeder Fahrdienst über Uber läuft, klassische Taxis findet man kaum noch. Die Rahmenbedingungen mögen (noch) nicht gut sein, aber dem System von Uber & Co. gehört die Zukunft. Nicht zwingend wegen dem Preis, viel eher wegen der unkomplizierten Abwicklung. Kein Anrufen, keine Preisverhandlungen oder -überraschungen, schneller Dienst. Man muss auch einfach sehen, dass die Taxi-Unternehmen diesen Wandel etwas verschlafen haben.
    • Hamudi Dudi 04.12.2019 15:41
      Highlight Highlight Es gibt auch Apps, mit denen sich Taxis unkompliziert rufen lassen. Preis kann man meistens beim Einsteigen klären.
      Ich habe einfach meine Mühe damit, wenn Dinge als unumkehrbar und endgültig angepriesen werden. Problematisch finde ich auch, dass mittlerweile alles in Kauf genommen wird, nur damit es für einen selbst bequemer und unkomplizierter wird.
    • Kyle C. 04.12.2019 17:30
      Highlight Highlight Hamudi, ich bin mit deiner Einstellung absolut einverstanden, insbesondere mit dem letzten Satz. Ich habe mich ja auch nicht explizit pro-Uber geäussert, sondern das Modell im allgemeinen als guten Fortschritt beschrieben. Die Konditionen sind dann ein anderes Thema. Und diese sind ja nicht unumkehrbar, bedingt aber, dass die Konsumenten entsprechend reagieren.
  • bebby 04.12.2019 09:32
    Highlight Highlight In viel zu vielen Ländern gibt es eine wachsende Unterschicht, die für fast gar nichts die Kinder- und Altersbetreuung übernimmt, den Haushalt macht, Kurierdienste übernimmt, etc. Das sind Menschen fast ohne Rechte, so dass man sie ausnutzen kann wie man will.
    Die Schweiz sollte mit dem gar nicht erst anfangen und ich denke, die Behörden wissen schon, was sie zu tun haben in diesem Fall.
    • Frausowieso 04.12.2019 12:30
      Highlight Highlight Diese Unterschicht gibt es hier auch. Man bemerkt sie einfach nicht so sehr, wie in anderen Ländern. Richtig deutlich wird es dann, wenn diese Menschen alter sind und nicht mehr von der Hand in den Mund leben können.
    • bebby 05.12.2019 10:54
      Highlight Highlight Legal gesehen sollte es sie aber nicht geben. Es gibt Arbeitsvorschriften wie maximale Arbeitszeiten und Minimallöhne pro Branche.
      Legal kann man keine Nanny 6 Tage/Woche von Morgens bis Abends für chf 1000/Monat beschäftigen.
      Was hingegen stimmt, ist, dass etliche Menschen zuwenig Lohn bekommen um zu sparen.
      Hingegen erlauben die Ergänzungsleistungen einem Menschen ein Leben in Würde. Hungern oder auf der Strasse leben muss hier niemand.
  • insert_brain_here 04.12.2019 09:26
    Highlight Highlight So funktioniert das im Raubtierkapitalismus: Das Unternehmen minimiert sämtliche geschäftlichen Risiken auf Kosten von unterbezahlten Angestellten, drängt ehrlich wirtschaftende Konkurrenten aus dem Geschäft und schreibt dabei trotzdem ausschliesslich rote Zahlen. Hauptsache die Aktie steigt und die Inverstoren können absahnen.
  • reactor 04.12.2019 09:18
    Highlight Highlight Also das mit den ehemaligen Straftätern finde ich im Artikel schwierig. Reintegration und Rehabilitierung scheint bei Watson kleingeschrieben. Das Andere ist, ich kritisierte in meinem Umfeld aktiv Leute welche solche Dienste nutzen. Einerseits auf sozial machen und andererseits Ausbeutung zu fördern. Ein Minenfeld, das Bestellungen bei Amazon und Alibaba umfasst... Es liegt auch an jedem von uns selbst...
  • Ricardo Tubbs 04.12.2019 09:01
    Highlight Highlight Habe uber eats einmal benutzt (30 chf gutschein) und fand es genial, bitte in noch mehr städten anbieten!
    • w'ever 04.12.2019 09:36
      Highlight Highlight genau hier liegt das problem. ein ganzer artikel darüber wie schlecht die kuriere bezahlt werden und dass nicht richtig abgerechnet wird und die fahrer bei einem unfall nicht versichert sind, aber hauptsache für mister @ricardo tubbs und andere konsumenten ist es billig plus einen 30.- gutschein bekommen.
      beschämend!
    • Sappho 04.12.2019 10:40
      Highlight Highlight Ich hoffe du hast wenigstens fettes Trinkgeld gegeben. (Schräg, das Leute nicht kapieren, wenn etwas günstig ist, hat einfach ein anderer bezahlen müssen, siehe Billigmode )
  • Hexentanz 04.12.2019 08:57
    Highlight Highlight Man hat auch gestern wieder am NATO-Gipfel Trumps Aussage gehört, was passiert, wenn sich ein Staat gegen die Influence und unfaire Geschäftspraxis einiger US-Grossfirmen wehrt (Mit Steuern).

    Eigentlich müsste man Uber einfach verbieten, da nicht kompatibel zur Schweizer Gesetzgebung.

    Ich bin eigentlich recht pro USA, aber was die Techfirmen unversteuert alles abziehen an Wirtschaftsleistung, ist einfach nicht sauber und schädlich für uns, Frankreich und die anderen EU-Staaten.

    Kann doch nicht sein, dass wieder Wenige reich werden auf Kosten von vielen Kleinen.

    Tax the 1% !
    • GraveDigger 04.12.2019 10:03
      Highlight Highlight Lassen sich ja alle mitreissen von den "Techfirmen". Man bejubelt ja Tesla, Apple, Google und alle anderen und nutzt deren "Dienstleistungen" zu gern aus Bequemlichkeit.
      Es sind nicht die Firmen die alleinig abzocken und Steuerschlupflöcher nutzen. Denn die, die es zulassen und fördern, organisieren und davon persönlich profitieren, wählt man ja in unserer Pseudo-Demokratie. Genau so geht es auch in der Schweiz. Der Wohlstand einiger kommt auch hier nicht vom Kartoffelanbau.
      Das grosse Übel unserer Zeit ist das Schuldgeldsystem das die schier unendliche Umlagerung von unten nach oben befeuert
  • Mutbürgerin 04.12.2019 08:48
    Highlight Highlight Wieviel soll man verdienen für einen Job, der 30 Minuten Ausbildung benötigt
    ? BYOD ist heute ja auch bei gut bezahlten Jobs schon fast Standard.
    • stef1885 04.12.2019 09:41
      Highlight Highlight Bei jedem Job, egal mit oder ohne Ausbildung, soll man - bei einem 100% Pensum - soviel verdienen, dass es zur Finanzierung des Lebensunterhalts reicht. Diejenigen Unternehmen, die das offenbar nicht fertigbringen, stehen zu recht am Pranger und sollten entsprechend gemieden werden.
    • FrauMirach 04.12.2019 10:26
      Highlight Highlight Ich wollte dir eigentlich kein Herz für diesen Kommentar geben - aber ich verstehe deinen Gedanken.
      Aber: Von einer privaten Putzfrau, einem Putzmann, wird keine Ausbildung verlangt. Der Stundenlohn liegt je nach Gegend aber beträchtlich höher. Ehrliche Arbeit verdient doch auch entsprechendes Entgelt. Tami!
      Wir wollen immer nur bequem leben aber bezahlen wollen wir nicht, oder dann sehr wenig. Find ich unschön.
    • Oigen 04.12.2019 10:43
      Highlight Highlight echt?
      scheiss drauf ob man vom job (vollzeit) leben kann?
      als nächstes beschwert sich die liebe mutbürgerin über sozialfälle (so ala, die sollen arbeiten gehen)


      geht irgendwie nicht auf oder?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nino F. 04.12.2019 08:38
    Highlight Highlight Man kann darüber diskutieren, ob Uber und Uber Eat boykottiert werden sollten. Wer den Dienst nutzt, soll den Fahrerinnen und Fahrern zumindestens ein saftiges Trinkgeld geben. Das löst das Problem nicht, das am Ende ein gesamtgesellschaftliches ist. Aber man zeigt zumindest Respekt vor der Arbeit dieser Leute.
    • little.saurus 04.12.2019 09:50
      Highlight Highlight Also das amerikanische System übernehmen? Der Arbeitsgeber zahlt nicht also soll der Kunde mit Trinkgeld?
    • Nino F. 04.12.2019 12:50
      Highlight Highlight @little.saurus Du verstehst mich falsch. Ich bin absolut gegen schlechte Arbeitsbedingungen und halte das für ein gesamtgesellschaftliches Problem. Hoffentlich kommen bald wieder Zeiten, in denen Arbeiterinnen und Arbeiter (unabhängig ihrer Herkunft) zusammenstehen und gute Arbeits- und Lebensbedingungen erkämpfen. Uber ist hierbei natürlich ein politischer Gegner.
      Wer die Finger trotzdem nicht von diesem billigen Anbieter lassen kann, soll wenigstens respektvoll mit den Fahrerinnen und Fahrern umgehen und ein richtig gutes Trinkgeld bezahlen. Uber-Bestellung? Zehnernötli für den Fahrer!
  • Sarkasmusdetektor 04.12.2019 08:32
    Highlight Highlight Ich wundere mich ja, warum da überhaupt jemand mitmacht. Bei einem so niedrigen Lohn kommt man doch mit Sozialhilfe noch besser weg. Eigentlich lohnt das doch nur, wenn man schwarz arbeitet und nebenher weiter Sozialhilfe bezieht.
    • Nino F. 04.12.2019 09:28
      Highlight Highlight Es gibt auch Leute, die keine Sozialhilfe beziehen können, weil sie dann ihre Aufenthaltsbewilligung verlieren
    • Roman h 04.12.2019 09:30
      Highlight Highlight Eventuell haben die Leute die Hoffnung in Zukunft einen besser bezahlten job zu finden.
      Auch wenn man im Moment weniger verdient, so macht man trotzdem keine schulden.
      Ich hätte jetzt auch keine Lust die Sozialhilfe zurück zu zahlen.
    • Chanichang 04.12.2019 10:42
      Highlight Highlight Das ist ja genau die Praxis heute. Du bist nicht als AN gemeldet und du bist nicht als selbständig gemeldet. Kannst also Steuern nicht legal abrechnen und schaust in die Röhre wenns um Versicherungen geht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sophon 04.12.2019 08:17
    Highlight Highlight Gig-Economy widerspricht allem, was in Jahrzehnten für die Arbeitnehmer erkämpft und erreicht wurde. Für mich ein absolutes No-Go, bitte verbieten!
  • dave wright 04.12.2019 08:05
    Highlight Highlight Hoffe, es wird verboten.
  • Mutbürgerin 04.12.2019 08:03
    Highlight Highlight Es könnten auch verurteilte Straftäter neben mir im Restaurant essen. Dürfen Menschen mit Strafregistereintrag keiner Arbeit mehr nachgehen?
  • Frausowieso 04.12.2019 07:45
    Highlight Highlight Nennt man das nicht "Scheinselbstständigkeit"? Wenn sich die Fahrer nicht als selbstständige bei der SUVA/AHV anmelden kann, dann besteht keine Selbstständigkeit. Mich würde jedoch interessieren, mit welcher Begründung die kantonalen Behörden eine Anmeldung ablehnen. Auf jeden Fall muss dem hier ein Riegel vorgeschoben werden. Sonst sind wir bald alle "selbstständig", damit sich die Arbeitgeber vor den Sozialabgaben drücken können. Das ist wie bei den temporär Verträgen und die externen Anstellungen- die haben sich auch wie die Pest ausgebreitet.
  • Kiro Striked 04.12.2019 07:35
    Highlight Highlight 3 Stunden für 35 Franken... das sind nichtmal 12.- in der Stunde.

    Dafür würde ich nicht mal Aufstehen am Morgen in der Schweiz.

    Aber auch hier die Frage. Warum tut man das? Wenn die Verhältnisse doch so prekär schlecht sind. Ich glaube nicht, dass RAV und Co. verlangen, dass man sich bei UBER bewirbt. Und bei so einem Hungerlohn + Versicherungen selber Zahlen, bin ich lieber arbeitslos.

    Ich hoffe, dass kein Ex-Häftling sich so ausbeuten lässt. Es gibt auch für euch (Watson war hier schon sehr abwertend) eine bessere Anstellung.
    • Seth 04.12.2019 07:59
      Highlight Highlight Es gibt offensichtlich genug Leute, die durch das RAV und Co-System durchfallen und froh sind um wenigstens 12.- pro Stunde. Rechtens ist es trotzdem nicht. Uber soll sich an die Gesetze halten.
    • Asmodeus 04.12.2019 07:59
      Highlight Highlight Ich war bis vor sehr kurzem (letzte Woche) noch arbeitslos. Zuerst arbeitsunfähig (Krankentaggeld und IV-Eingliederung) und danach RAV.

      Vom RAV erhielt ich nur noch 70% von den 80% die ich via IV von meinem ursprünglichen Lohn erhielt. Also 56% meines ursprünglichen Lohns.

      Im erste Monat RAV erhielt ich davon sogar nur 50%, weil man ja jemandem, der arbeitslos wurde, noch Sperrtage aufdrücken muss....

      Ich musste von Verwandten Kredite aufnehmen, um die Miete bezahlen zu können.

      Ich habe also SEHR mit dem Gedanken gespielt für Uber zu "arbeiten".
    • Hierundjetzt 04.12.2019 08:30
      Highlight Highlight Mit Ausweis F oder N oder als Sozialhilfeempfänger eine der letzten Möglichkeiten etwas Schwarz (!) für die Weihnachtsgeschenke zu verdienen.

      Nicht verwerflich. Nur Tatsache

      Ja das ist der Grund 😌
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  • marisol 04.12.2019 07:26
    Highlight Highlight Im Fall von Uber - deren Dumping-Geschäftsmodell offenbar auf Ausbeutung basiert - erscheint mir ein altbekannter Spruch hilfreich:
    "Stellt Dir vor es wäre Krieg, und niemand geht hin"
  • samsam88 04.12.2019 07:25
    Highlight Highlight Warum zum Teufel sollten Uber (Kurier) Fahrer bitte nicht selbstständig sein.

    Man kann dann arbeiten wann man will, so viel wie man will und so oft wie man will. Nebenher kann man auch andere arbeiten machen.

    Uber stellt niemanden an sondern vermittelt sie Aufträge.

    Der dumme Staat will den Menschen wohl jede Möglichkeit wegnehmen ein bisschen Geld zu verdienen - zum Kotzen!
    • Asmodeus 04.12.2019 08:02
      Highlight Highlight Hier muss man zweierlei sehen.

      Was Du beschreibst ist die Möglichkeit, Uber als Möglichkeit zu nutzen nebenbei noch etwas Geld zu verdienen.

      8 Stunden Arbeit am Tag und am Wochenende für einen Zustupf noch Pizza ausliefern. Dein Arbeitgeber wird sich darüber wohl nicht freuen, aber Du hast recht.

      Da bist Du als Selbstständiger locker und frei.

      Das Problem beginnt in Fällen wie hier, wo grösstenteils Migranten und Asylanten dort arbeiten "müssen" weil sie sonst nirgendwo genommen werden.

      Die haben nicht die Freiheit, sondern sind zwingend darauf angewiesen. Ohne AHV. Ohne Versicherung.
    • marisol 04.12.2019 08:10
      Highlight Highlight Nun, das erklärte ich Dir gerne:
      1. Du investierst praktisch nichts. Velo, Handy und Kleidung hast Du schon. Der Rucksack ist zu wenig. Ein paar Tausender sollten es schon sein.
      2. Du fährst da hin wo Uber sagt, und zwar dann wann Uber sagt. Du bist Weisungsempfänger.
      3. Du hast weder eine Idee noch einen Plan, wie Du die Auftragslücke zu Geld machen könntest, die Dir Uber beschert. Du sitzt einfach nur da, in der Hoffnung dass Uber sich meldet.
      Und genau so macht es jeder: Arbeitnehmer.
    • RobinBurn 04.12.2019 08:25
      Highlight Highlight Selbständigerwerbende können beim Lohn mitdiskutieren...
    Weitere Antworten anzeigen
  • sunshineZH 04.12.2019 07:25
    Highlight Highlight Ganz einfach, niemand wird gezwungen für UBER zu arbeiten...
    • velolove 04.12.2019 08:21
      Highlight Highlight Ich sehe die Verantwortung bei den Kunden : Niemand sollte bei UBER bestellen!
    • Sappho 04.12.2019 10:49
      Highlight Highlight tja.. der Name ist Programm. Da scheint jemand ganz besonders privilegiert zu sein, unmöglich sich in andere Lebensumstände einzudenken.
  • Leider Geil 04.12.2019 07:20
    Highlight Highlight Was ich noch schlimmer finde als Uber, sind Leute, die Uber benutzen.
  • THEOne 04.12.2019 07:14
    Highlight Highlight uber zahlt dumpinglöhne und keine sva?
    ganz was neues.
    wieso wohl denkt ihr, ist uber so gross und reich geworden?
    nächstes mal 2x studieren bevor ihr uber eat bestellt.
    btw. die anderen kuriere verdienen nicht viel mehr, bekommen aber wenigstens sva zuschläge.
  • swisskiss 04.12.2019 07:11
    Highlight Highlight Komisch. Da empört man sich über ein börsenkotiertes Unternehmen, das seine Arbeitnehmer ausbeutet und letzten Freitag strömten Heerscharen von Schnäppchenjäger in Läden von börsenkotierten Unternehmen, die ihre Arbeitnehmer ausbeuten (halt schön weit weg, wo es nicht weh tut)
    Aber Hauptsache an der Börse gehts rund.

    Und wenn dann wieder mal eine Pizza bestellt wird, ein T-Shirt für 2 Franken gekauft wird oder das neuste iPhone erworben wird. Immer dran denken. Beruht immer auf der Ausbeutung von Schwachen. Uberall!
  • huiuiui 04.12.2019 07:04
    Highlight Highlight Kleines Detail: einen Isolierrucksack bekommt man bspw. bei G****s für gerade mal 32.- und das von der Marke C*******z. Uber hingegen verkuft seinen Werbeträger an die eigenen Mitarbeiter für einen Betrag von 150.- und muss diese Rucksäcke nicht mal bewerben.
    Also beinahe fünf mal so viel Ertrag bei kleinerem Aufwand und kleinerem Einkaufspreis (kein namhafter Brand).
    • huiuiui 04.12.2019 10:41
      Highlight Highlight Es sind ja "nur" 120.- für den Rucksack. Also nur das 4-fache eines vergleichbaren Produktes.
      Hatte eine falsche Zahl im Kopf.
    • Mandarinchen 04.12.2019 17:04
      Highlight Highlight In "normalen" Firmen muss die Ausrüstung von Gesetzes wegen vom Arbeitgeber gestellt werden. So darf z.B. eine Skischule nicht von den Skilehrern verlangen, die Skilehrerjacke und Hose kaufen zu müssen. Gleiches gilt bei den Velokurierfirmen, die müssen den Funk, Kleidung, Rucksack usw. den Fahrern gratis zur Verfügung stellen...
  • Gzuz187ers 04.12.2019 07:04
    Highlight Highlight Was soll denn das mit dem Strafregisterauszug und dass Kriminelle nichts liefern dürfen, hat man in der Schweiz keine zweite Chance mehr?
    • Pbel 04.12.2019 08:02
      Highlight Highlight Ich vermute das war ironisch gemeint?
      Aber zum Teil ist es schon so: in gewissen Branchen darf man dann nicht mehr arbeiten (dieser Teil ist nur eine Tatsachenbeschreibung und keine Wertung).
    • Marko 32 04.12.2019 08:34
      Highlight Highlight Ich denke der Punkt ist, dass Uber keine Ahnung hat wer für sie arbeitet.
  • Hugobert 04.12.2019 06:59
    Highlight Highlight Es ist schon bedenklich, was sich viele dieser Firmen ( Uber, Airbnb, Facebook uvm... ) leisten dürfen, bevor die Politik / Gesellschaft reagiert. Mit keinem Verantwortungsbewusstsein und null Respekt vor den lokalen Begebenheiten wird dann irgendwo weit weg gut abkassiert.
  • Selbst-Verantwortin 04.12.2019 06:48
    Highlight Highlight ...und als Nächstes darüber klagen, es fehlen einfache Einstiegsjobs. Das Modell beruht nun mal darauf, dass die Menschen selbstverantwortlich sind. Wird es verboten, verschwinden diese Jobs. Ist das, was ihr wollt?
    • regen 04.12.2019 08:03
      Highlight Highlight ausbeutung unter dem deckmantel "selbstverantwortung" nein.....
      capito?
    • Hamudi Dudi 04.12.2019 08:18
      Highlight Highlight Warum sollten diese Jobs verschwinden? Wenn es Uber Eats nicht mehr gibt, übernehmen einfach die etablierten Kurierdienste wieder.
    • Albert Stpeck 04.12.2019 08:22
      Highlight Highlight @Selbst-Verantwortin
      Diese libertäre Ode an den Kapitalismus sollte auch „Selbstverantworterinnen“ verdächtig vorkommen.
      Ohne den Schutz der Schwächsten hätten wir noch heute Kinderarbeit. Diese Jobs sind nun verschwunden. Ist es das, was du wolltest?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Paprika_1988 04.12.2019 06:30
    Highlight Highlight Genf mit seinen harten und vorausschauenden Entscheidungen beginnt mir langsam zu gefallen 😁
  • Linus Luchs 04.12.2019 06:11
    Highlight Highlight Wo Uber draufsteht, steckt Ausbeutung drin. Solche Systeme unterlaufen unsere arbeitsrechtlichen Standards. Nicht zu unterstützen!
  • Domimar 04.12.2019 06:08
    Highlight Highlight So ein Gaunerladen. In der Schweiz sind die Regelungen bezüglich der Selbständigkeit klar. In diesem Fall sind die Uber-Fahrer entsprechend auch klar NICHT selbständigerwerbend. Jeder, der schon einmal mit diesen Regeln zu tun hatte, weiss das. Dass es dazu Gerichtsverfahren braucht, zeigt, dass der Uber-Konzern es bewusst darauf anlegt und Zeit schinden möchte. Leute, bestellt nicht von Uber, unterstützt diese Illegalität und Ausbeuterei nicht, ich bitte Euch!
    • helmutx 04.12.2019 06:40
      Highlight Highlight Nur vorweg, ich bin auch gegen die Dumping-Löhne, aber so klar ist es nicht. Wie sieht es bspw. mit dem Subordinationsverhältnis aus, das es für eine Arbeitsvertrag braucht? M.E. überwiegt bspw. in diesem Punkt die Selbständigkeit, da Uber-Fahrer selber entscheiden können, wann, wo und wie viel sie arbeiten. Hier wird m.E. eine politische Diskussion mit einer rechtlichen vermischt.
    • Domimar 04.12.2019 14:36
      Highlight Highlight @helmutx mir ist selbstverständlich klar, was Uber hier versucht, respektive auf welchen Standpunkt sie sich stellen und damit eine unklare Formulierung in den Wegleitungen und Gesetzestexten ausnutzen. Hätten sie aber ehrbare Absichten, hätte eine Klärung des Sachverhaltes vorher statt gefunden.
  • thoroz 04.12.2019 06:06
    Highlight Highlight Es ist ein Skandal dass sich Uber nicht an geltende Gesetze hält und so den Arbeitsmarkt kaputt macht. Jeder der sich schon mal als Selbständiger anmelden wollte weiss dass man nicht nur einen Auftraggeber haben kann. Auch die Kunden müssten wissen das man nicht jemanden ohne Sozialversicherung anstellen darf, denn das ist Schwarzarbeit. Dass man diese Ausbeuterfirma dennoch gewähren lässt ist aber fast noch der grössere Skandal. Uber ist eine typische Konsequenz des Neoliberalismus.
  • walsi 04.12.2019 05:53
    Highlight Highlight Kuriere verdienen so schon schlecht, mit dem Modell Uber verdienen sie noch schlechter und die Kosten für die Sozialversicherungen werden auf die Arbeitnehmer überwelzt. Mit dem gleichen System Arbeitet Uber bei den Taxifahrten. Sobald Uber die Fahrer anstellen muss und auch sonst die gleichen Vorschriften wie ein Taxiunternehmen einhalten muss, können die nicht mehr günstiger sein als reguläre Taxiunternehmen.

    Kurz gesagt die Angestellten sind immer die Deppen.
    • SeboZh 04.12.2019 11:48
      Highlight Highlight Ja, aber bis dann sind die meisten taxiunternehmer pleite und die fahrer welche den job verloren haben, arbeiten dann für uber. Und wenn keine alternativen mehr da sind, kann uber auch die preise wieder erhöhen es wird gezahlt da ja kein anderes angebot mehr vorhanden.
  • Frances Ryder 04.12.2019 05:49
    Highlight Highlight Was soll das mit dem "macht Sinn, dass man keine Straftäter anstellt/verurteilte Straftäter können für den Lieferservice arbeiten". Na und? Sind wir jetzt Amerika oder was und brandmarken Verbrecher ein Leben lang. Wie soll sich ein Ex-Knacki bitteschön in die Gesellschaft zurück integrieren, wenn er nicht mal Kurier sein darf.
    • Hugobert 04.12.2019 06:53
      Highlight Highlight Watson schreibt ja nicht, dass somit jeder Vorbestrafte kein Kurier sein dürfe. Sondern findet eine Konsultierung durch den Arbeitgeber sinnvoll, um danach abzuwägen. So versteh ich das hier zumindest.
    • DäPublizischt 04.12.2019 07:13
      Highlight Highlight Kommt halt drauf an. Ich würde zum Beispiel sicher nicht wollen, dass meine feine Pizza von einem verurteilten Olivendieb ausgeliefert würde!
    • Pbel 04.12.2019 08:04
      Highlight Highlight War das nicht ironisch gemeint? Aber vielleicht bin ich so naiv, dass ich glaube das kann niemand ernst meinen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • luegeLose 04.12.2019 05:40
    Highlight Highlight Uber muss die ausstehenden Sozialversicherungsbeiträge zahlen.
  • WID 04.12.2019 05:39
    Highlight Highlight Das Grundproblem ist, dass es Arbeitsuchende gibt welche für 10.- / h arbeiten müssen.
    • bytheway 04.12.2019 07:28
      Highlight Highlight Das Grundproblem sind diejenigen, die solche Services nutzen. Wo keine Nachfrage, da auch kein Angebot!
    • ingmarbergman 04.12.2019 08:36
      Highlight Highlight @bytheway: Sagst du das auch bei anderen Produkten, wie iPhones, Kleidern, Billigfleisch, etc?
    • bytheway 04.12.2019 09:52
      Highlight Highlight @ingmarbergman: Ich bin keineswegs perfekt, aber ich versuche, möglichst nachhaltig zu konsumieren. Verwende ein Fairphone, kaufe Kleider z. B. bei Armed Angels und esse kaum mehr Fleisch (und ganz bestimmt kein Billigfleisch).
  • Locutus70 04.12.2019 05:34
    Highlight Highlight Ein Geschäftsmodell ähnlich, nein eigentlich schlimmer wie Amazon.
  • Tobias W. 04.12.2019 05:31
    Highlight Highlight Ich habe den Beitrag gesehen. Leider hat die Frau absolut recht. Stand heute darf ich Aufträge zu Tiefstpreisen vergeben - wenn ich einen Dienstleister finde, der sie zu diesen Konditionen ausführen will. Andersum darf ich als Selbständiger auch Aufträge zu Tiefstpreisen ausführen, selbst wenn ich dabei „drauflege“ = unternehmerische Freiheit.

    Es ist ein Auftrags-Verhältnis, und nicht ein Angestellten-Verhältnis. - Bis jetzt ist das leider so.

    Gewinnen tut dabei nicht (nur) Uber, sondern vorallem auch (einmal mehr!) der geizige Schweizer Konsument, der alles möglichst gratis haben will.
    • Tavares 04.12.2019 06:46
      Highlight Highlight Das stimmt alles, sofern die Kuriere wirklich selbstständig sind... Aber das wird nun ein Gericht klären...
  • Töfflifahrer 04.12.2019 05:27
    Highlight Highlight Ganz einfach, Uber Fahrer ob Kurier oder Taxi, sind keine Selbständigen sondern Angestellte. Dass Zürich auf Nichtstun setzt und alles einfach mal weiterlaufen lässt zeugt auch nicht gerade von Verantwortungsbewusstsein gegenüber potentiell ausgebeuteten 'Mitarbeitern'.
    Obwohl es bequem ist, gehört das Geschäftsmodell abgeschafft.
    • Hierundjetzt 04.12.2019 08:28
      Highlight Highlight Zu den Fakten: „Zürich“ ist auch nicht klageberechtigt sondern die SVA. Und die hat mit der SUVA Klage eingereicht
    • Spargel 04.12.2019 12:31
      Highlight Highlight Doch, ZH ist klageberechtigt. Wettbewerbsgeset, Unlauterer Wettbewerb.
    • Spargel 04.12.2019 12:34
      Highlight Highlight Art 7 und 9 Unlauterer wettbewerb
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