Schweiz
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5 Mal Unsinn auf so wenig Zeilen: Was am viralen Leserbrief über Sozialhilfebeiträge für Asylbewerber alles falsch ist



Über 30'000 Mal geteilt, verbreitet sich der Leserbrief über Sozialhilfebeiträge für Asylbewerber noch immer auf Facebook. Und obwohl das, was drinsteht, diskussionslos falsch ist, wirft er Fragen auf: Was genau ist so falsch an den kolportierten Zahlen? Warum soll man nicht die AHV-Beiträge mit den Sozialhilfebeiträgen für Asylbewerber vergleichen können? Und schon sind die Zweifel da. Vielleicht, ja vielleicht, ist da doch was dran. 

Nein, ist es nicht.

Bild

Die Erklärungen zu den Fehler gibt's unten. bild: watson

Hier die Erklärungen:

1. Fehler: Alle Asylbewerber leben von Sozialhilfe

Kälin legt in ihrer Streitschrift gerade mal mit einer pauschalen Aussage los: «Die armen Asylanten der Schweiz bekommen Sozialhilfe in der Schweiz ...»

Das ist – in dieser Absolutheit – falsch. Das Bundesamt für Statistik zählt per 30. Juni 2014 19'815 Sozialhilfebeziehende im Asylbereich. Rund zwei Drittel davon sind Asylsuchende, ein Drittel vorläufig aufgenommene Personen mit weniger als 7 Jahren Aufenthalt in der Schweiz.  

Die Sozialhilfequote aller Sozialhilfeempfänger im Asylbereich belief sich dabei auf 83,5 Prozent. 16,5 Prozent der Asylsuchenden beziehen also keine Sozialhilfe, sondern Nothilfe.

Übrigens: Arbeiten dürfen Asylbewerber die ersten drei Monate nicht. Danach entscheiden die Kantone. Und selbst dann ist es ihnen fast unmöglich, einen Job zu bekommen: Der Inländervorrang legt fest, dass eine Person mit dem Schweizer Pass oder aus dem EU-Raum zuerst berücksichtigt werden muss. 

2. Fehler: 56 Franken Sackgeld!

Kälin schreibt weiter: «Die armen Asylanten der Schweiz bekommen Sozialhilfe in der Schweiz und dies sind gemäss aktuellen Medienberichten 56 Franken pro Person und Tag.»

Das ist falsch. Kälin bezieht sich auf den Pauschalbeitrag, den die Kantone pro Asylbewerber bekommen (damals etwas unglücklich in diesem Artikel als Unterstützungsbeitrag formuliert). 

Nochmals deutlicher formuliert: Für die Kantone gibt's 56 Franken, für den Asylbewerber einen Bruchteil davon. 

Dieser Bruchteil ist ein sehr viel kleinerer Betrag: Die zum Zeitpunkt von Kälins Leserbrief gültigen Unterstützungsgelder belaufen sich – je nach Kanton – auf circa 11 bis 15 Franken. 

3. Fehler: Asylsuchende bekommen alles geschenkt

«Zugegeben», schreibt Kälin, Rentner würden zwar zwei Franken mehr als die 56 Franken bekommen, jedoch mit dem Unterschied, dass die Schweizer davon Krankenkasse, Versicherungen, Mietzins, Zahnarzt und Kleider bezahlen würden. 

Das ist nicht richtig. Auch die Leistungen für Asylsuchende unterscheiden sich von Kanton zu Kanton. In Bern beispielsweise müssen die 15.40 Franken für sämtliche Lebenshaltungskosten reichen.

4. Fehler: Rentner werden nicht kriminell

«Und trotzdem», schreibt Kälin weiter, «werden auch die ärmsten Rentner, die lediglich 27'840 Franken in 12 Monaten bekommen (...) nicht kriminell».

Auch das ist eine leider kreuzfalsche Pauschalaussage. Die Kriminalitätsrate der über 50-Jährigen steigt seit Jahren. In diesem watson-Artikel gibt's anschauliche Grafiken dazu.

5. Fehler: Asylbewerber ohrfeigen Rentner

«Diese Sozialhilfekosten für Asylanten», kommt Kälin zum Finale,« ist eine Ohrfeige für alle Rentnerinnen und Rentner, die ein Leben lang gespart und gearbeitet haben.» Auch das ist Unsinn. 

Die Einzahlung in die Pensionskasse ist obligatorisch, neben der AHV stehen Rentnern also auch diese Gelder zu Verfügung. Der Vergleich zwischen den AHV-Beiträgen und Sozialhilfebeiträgen für Asylbewerber hinkt also schon aus dem Grund, dass die AHV-Rente «nur» die erste von drei Säulen der Altersrente ist.

Ausserdem können Pensionäre mit tiefen AHV-Renten Ergänzungsleistungen beantragen – zum Beispiel Leistungen für die Krankenkasse

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89
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    Alle Leser-Kommentare
  • Daniel Caduff 11.06.2015 07:57
    Highlight Highlight All die Leute, die sich daran stören, dass junge Männer überproportional oft unter den Asylsuchenden vertreten sind, wogegen Kinder, Alte und Kranke die Überfahrt "sowieso nicht schaffen und die Armen die Schlepper nicht bezahlen können" sollen sich bitte folgendes fragen: Wieso musste die SVP "ums verrecken" das Botschaftsasyl abschaffen... So schnell fällt die Maske der Heuchelei.
    • Nick Suter 11.06.2015 09:43
      Highlight Highlight Nein, das hat mit Heuchelei nichts zu tun. Das ist die Ausgeburt des eiskalten politischen Kalküls.
    • Whistle-Thistle 11.06.2015 10:53
      Highlight Highlight Ja oder sonst werden halt die Christen über Board geworfen, viel besser 👍👍
    • Nick Suter 11.06.2015 11:47
      Highlight Highlight Mit solchen Rückschlüssen bedienen Sie nur weiterhin das Problem, @Wistle-Thistle.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Whistle-Thistle 10.06.2015 21:11
    Highlight Highlight ...Wie kommt es, dass vorläufig aufgenommene Asylbewerber eine endlos lange Liste von milderen bis schwereren Straftaten begehen können und noch immer hier sein dürfen? Menschen in Not helfen in Ehren, aber vera**** und ausnutzen lassen müssen wir uns nicht!!!! Asylanten die berechtigt(!!!) Asyl zu bekommen haben ja, aber auch die Schweiz kann nicht die ganze Welt retten. Wenn unsere Gutmenschen jeden aufnehmen wollen, dann sollen sie es selbst bezahlen und für sie aufkommen!! Mal sehn wie lange das noch so weiter gehen würde...
    • Hierundjetzt 10.06.2015 22:13
      Highlight Highlight weil vorläufig aufgenommene nicht zurückgeschickt werden können, da Krieg im Heimatland herrscht. Darum auch der Status "vorläufig". Andersrum: Wenn Du Syrer oder Iraker zurückschicken möchtest, wie würde das den konkret funktionieren? Es fliegt kein Flugzeug nach Mosul oder Aleppo...
    • TJ Müller 11.06.2015 09:30
      Highlight Highlight Whistle-Thistle. Es ist nicht die Schweiz, welche die ganze Welt rettet. Alle Länder sind betroffen, das nennt sich ein globales Problem. Wir sind nicht der Nabel der Welt! Menschen flüchten überall hin, am meisten in benachbarte Länder, viele nach Europa und ebenso viele nach Asien. Wenn aber jedes Land den Standpunkt vertritt, nicht zu uns, ja wohin dann sonst? Wir leben (leider?) in einer globalisierten Welt (die Linken sind eher globalisierungskritisch, nicht?), in welchem Rohstoffe und Geld unbeschränkt zirkulieren kann. Da ist es nur logisch, dass die Menschen diesem hinterher reisen.
    • Whistle-Thistle 11.06.2015 10:48
      Highlight Highlight Gerechter aufteilen wäre ein guter Anfang...Die benachbarten Länder, mit ähnlicher Kultur, dazu bewegen, auch Flüchtlinge aufzunehmen oder am Besten, die Staatschefs der betroffenen Ländern entlich mal wachzurütteln, damit diese endlich etwas dagegen tun und für die eigenen Landsleute zu sorgen, anstatt sie übers Mittelmeer zu schicken...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Whistle-Thistle 10.06.2015 21:10
    Highlight Highlight Ist es nicht so, dass Asylsuchenden die Zahnarzttechnungen, die Krankenkassen, Unterkunft, Nahrung etc zur Verfügung gestellt werden? Wie kommt es, dass durch Asylsuchende permanent die ihnen zur Verfügung gestellten Unterkünfte demmolieren? Und wer wird zur Kasse gebeten? Die Gemeinden, ergo der Steuerzahler. Wie kommt es, dass Asylbewerber, welche FRISCH ins Auffangzentrum kommen, bereits Kontakt zu Asylsuchenden im Kanton Genf herstellen können, innert wenigen Stunden?...... http:// Menschen in Not helfen in Ehren, aber vera**** und ausnutzen lassen müssen wir uns nicht!!!! Asylanten die berechtigt(!!!) Asyl zu bekommen haben ja, aber auch die Schweiz kann nicht die ganze Welt retten. Wenn unsere Gutmenschen jeden aufnehmen wollen, dann sollen sie es selbst bezahlen und für sie aufkommen!! Mal sehn wie lange das noch so weiter gehen würde...
    • Hierundjetzt 10.06.2015 22:15
      Highlight Highlight Wie kommt es, dass Du nur von 40'000 Menschen nur das 5% aufzählst, die zwar echt nerven und auch mich extrem stören aber die restlichen 95% vollkommen korrekt hier lebenden nicht erwähnst? Kennst Du überhaupt einen Flüchtling -also abgesehen von den an der Langstrasse...?
    • Kyle C. 11.06.2015 10:14
      Highlight Highlight Weil Kosten verursachen und kriminelles Verhalten aus deren Sicht dankbare Pseudo-Argumente dafür sind, sich gegen humanitäre Hilfe zu stellen. Oder anders ausgedrückt: um einer rassistischen Grundhaltung eine Scheinlegitimation zu verleihen.
    • Whistle-Thistle 11.06.2015 10:43
      Highlight Highlight Hierundjetzt ja solche kenne ich und diese sind allesamt nicht aus Zürich. Zudem habe ich aus Gesprächen mit Direktbetroffenen vernehmen dürfen, dass die Schweiz das Paradies sei und sie ihren Verwandten schnellstmöglichst raten auch hierher zu kommen..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mr.Stepper 10.06.2015 17:59
    Highlight Highlight Die Fakten sind ja ga ganz lustig und ziemlich falsch. Neben den erschwerten Möglichkeiten (wer gibt dem "keine Landessprache sprechenden" Asylanten einen Job), dürfen viele aufgrund des Status nicht arbeiten.

    Fakt ist: Es gibt einen ernstzunehmenden Unmut gegenüber asylsuchenden Menschen. Häufig rein emotional oder durch eine Pauschalisierung von Extremfällen begründet. Selten aber auch durchaus begründet durch eigene Erfahrungen. Diese betreffen jedoch immer Einzelfälle und nicht alle Menschen!

    Ich fordere: Transparente, sachliche Informationspolitik vom Staat (ohne "links/rechts" Scheiss)
  • domi44 10.06.2015 17:49
    Highlight Highlight Die überwiegende Mehrheit der Männer und Frauen werden erst mit 65 bzw. 62 pensioniert. Über 50-Jährige impliziert auch die Altersgruppen 50-65 oder 50-62 je nach Geschlecht, welche zur überwiegenden Mehrheit noch keine Rentner sind. Basierenden auf der Anzahl Beschuldigter im Artikel http://www.watson.ch/!493783752 ist die Vermutung naheliegend, dass die Zunahme der Delikte bei den über 50 Jährigen der Altersgruppe zwischen 50-59 geschuldet ist.
    Somit ist der Schluss, dass Rentner krimineller sind aufgrund einer steigenden Kriminalitätsrate bei den über 50-Jährigen, schlicht falsch.


  • Tom Scherrer 10.06.2015 17:36
    Highlight Highlight nur so mal zwischendurch: folgender artikel: Gesperrte Gelder können wieder in die Hände von gestürzten Diktatoren gelangen – Nationalrat sagt Ja zum Gesetz

    http://www.watson.ch/!379225795

    Eigentlich könnten diese Gelder auch anderst eingesetz und nicht diesen Räubern wieder zurückgezahlt werden.
  • Tscheggsch? 10.06.2015 14:49
    Highlight Highlight Der 6. Unsinn ist, dass offenbar 30'000 Individuen bereit waren, solchen Müll für bare Münze zu nehmen und zu teilen. My 2 cents
  • Ninon 10.06.2015 13:32
    Highlight Highlight Dieser Artikel ist ebenso verzerrt und teils den Fakten widersprechend wie der Leserbrief. 5 Mal Unsinn wird mit 5 Mal Unsinn gekontert.
    Sowohl Frau Kälin wie auch Frau Wild von Watson sind offensichtlich totale Laien, was das Sozialrecht, das Asylrecht sowie die Altersvorsorge angeht. Begriffe werden verwechselt, Äpfel mit Birnen verglichen. Beide betreiben politische Propaganda. Der Leser aber würde gerne informiert werden. Und zwar weder von einer Kindersoldatin, noch von einem SP-Politiker, noch von einer SVP-Wählerin.
    Nein, stimmt, nicht! Der gemeine Watson-Leser will SP-Propaganda.
    • Daria Wild 10.06.2015 14:07
      Highlight Highlight Lieber Ninon, formuliere doch deine Kritik ein bisschen konkreter, dann kann ich drauf eingehen. Welche Begriffe? Welche Vergleiche? Lieber Gruss, die Kindersoldatin.
    • Tscheggsch? 10.06.2015 14:42
      Highlight Highlight Falsch! Gemeine Leser wollen keine SP-Propaganda. Das sind die Gutmenschen... Da werden ja wohl auch Begriffe wild durcheinandergewirbelt. So.
  • Sascha Erni 10.06.2015 12:40
    Highlight Highlight An sich guter Artikel. Aber wie ich bereits bei Alan David Sangines im Blog sinngemäss geschrieben hatte:

    «Die Einzahlung in die Pensionskasse ist obligatorisch, neben der AHV stehen Rentnern also auch diese Gelder zu Verfügung.»

    Das ist zu pauschal, denn das Pensionskassenobligatorium gilt erst seit 1985. Es ist durchaus möglich, dass auch heute noch viele Rentner auf Pensionskassengelder verzichten müssen, einfach, weil sie nie einbezahlt hatten. Ähnliches gilt für Selbständige, ob «Freelancer» oder Unternehmerin (z.B. Handwerker) – hier ist auch heute noch die Pensionskasse freiwillig.
    • Sascha Erni 10.06.2015 12:48
      Highlight Highlight Statt «auf Pensionskassengelder verzichten müssen» eher «wenig bis nichts aus der Pensionskasse erhalten» natürlich. ;) Und selbstverständlich darf man auch nicht vergessen, dass sie «dafür» (also in Kälins Vergleich zu Asylsuchenden) bei Bedarf Anrecht auf Ergänzungsleistungen zur AHV und gegebenenfalls Hilflosenentschädigung haben.
    • Nick Suter 10.06.2015 12:56
      Highlight Highlight a) Die Freiwilligkeit der selbstständig Erwerbenden ist nicht Synonym ungenügendes Rentenkapital + Rückgriff auf Ergänzungsleistungen.
      b) Die Alterssegregation im Arbeitsmarkt generiert ab Alter 45 eine Arbeitslosigkeit, die nicht selten zum Beizug von Sozialhilfe führt. Dass sich immer mehr Menschen beruflich selbstständig machen ist einer der Gründe, nicht in die Abhängigkeit der Sozialgeld-Falle zu geraten. AHV/IV-Beiträge werden von den Selbstständigerwerbenden zu 100% geleistet. ALV steht ihnen nicht zur Verfügung.
      Ein Pensionskassen Obligatorium bedeutete für etliche den Privatkonkurs.
    • Sascha Erni 10.06.2015 14:34
      Highlight Highlight Das ist mir klar, ich bin selbst, nun ja, selbständig. ;) Mir ging es wie in Sangines Blogbeitrag um den Punkt «AHV-Rentner bekommen ja eh noch Geld aus der Pensionskasse». Das stimmt so nicht – viele bekommen es tatsächlich, viele aber wenig bis nichts, da das Obligatorium erst vor 30 Jahren kam.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Commodore 10.06.2015 11:53
    Highlight Highlight Zu 1:
    Dass 16.5% der Sozialhilfebeziehenden Asylanten Nothilfe und nicht Sozialhilfe bezieht ändert an der Situation überhaupt nichts. Das ist schieres Zerreden.
    Zu 2:
    Was mit den 56.- passiert weiss nur der Kanton, soweit richtig Die 56.- werden aber von Steuern bezahlt und belasten den Steuerzahler. Egal wer das Geld kriegt.
    Zu 3:
    Wollen Sie ernsthaft bestreiten dass Asylanten Unterkunft, Nahrung und Pflege gestellt wird?
    Zu 4:
    Durchaus richtig, allerdings begehen Rentner eher Diebstähle etc. denn mit dem Rollator prügelt es sich so schlecht.
    Zu 5:
    Sie scheinen keine arme Großmutter zu haben
    • Daniel Caduff 10.06.2015 12:20
      Highlight Highlight Zu 1: Wenn ich behaupte, sie beziehen Sozialhilfe (höherer Ansatz) und in Tat und Wahrheit beziehen 16.5% Nothilfe (tieferer Ansatz), dann habe ich in 16.5% gelogen.

      Zu 2: Wenn ich behaupte, die 56.- CHF gehen vollständig an die Asylbewerber, dann habe ich zu 100% gelogen.

      Zu 3: Unterkunft, Nahrung und medizinische Pflege wird allen Personen in der Schweiz bei Bedarf kostenlos gewährt. (Solzialhilfe). Der Rest ist mal wieder gelogen.

      Zu 4: Auch Diebstahl ist Kriminalität. Frau Kälin hat also auch hier wieder gelogen.

      Zu 5: Nein, meine Grosseltern sind tot. Ändert an der Lüge nichts.
  • SandroSommer 10.06.2015 11:50
    Highlight Highlight da kann man nur DANKE sagen.
    Klar, dass Leute wie Frau Källin nie mit rationalen Erklärungen und Fakten überzeugt werden können. Die sind in einer Hassspirale gefangen. Ich bezweifle sogar, dass die sich die Mühe machen das Elend zu verstehen. Keiner verlässt seine vertraute Umgebung einfach so und riskiert Leib und Leben, um in ein unbekanntes Land zu ziehen, in dem er niemanden kennt. Null Empathie, null Verständnis - dafür aber voller Ignoranz und Arroganz. Das sind genau die Eigenschaften von diesen Warlords, Diktatoren, Terroristen und dem restlichen Abschaum. *Schade eigentlich*
    • Jolanda Marquina 10.06.2015 14:55
      Highlight Highlight @Bibi Frau Kälin in den gleichen Topf mit Warlords+ Diktatoren zu werfen ist dann wohl keine Ignoranz etc. Bei uns werden Menschen auch aus vertrauten Umgebungen gerissen um Anderen Platz zu machen, + dass alle diese Benachteiligten aus ihrer Umgebung hier niemanden kennen stimmt so auch nur in wenigen Fällen. Ebenso dass nur arme Verfolgte hier ankommen ist eine reine Vermutung, nicht zu vergessen die so eingeschleusten Terroristen + den damit kommenden Konsequenzen die Sie Bibi sicher nicht sehen können oder wollen. Reine Vermutung Meinerseits
    • begia 10.06.2015 16:34
      Highlight Highlight @ Jolanda Marquina: eigeschleuste Terroristen? also bitte!! Wie lange nehmen wir schon Flüchtlinge in die Schweiz auf? Und die letzten Terroranschläge in der Schweiz sind wie lange her? Meines Wissens (Amokläufe nicht mitgezählt), als der Jura sich von Bern abspalten wollte und damals waren es Schweizer (zum Glück nur Sachschaden). Bitte korrigiere mich wenn ich falsch liege.
      Fakt ist auch, dass die Schweiz nur Flüchtlingen Asyl gewährt (Flüchtling ist klar definiert im Asylgesetzt: https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19995092/index.html)
    • SandroSommer 12.06.2015 16:12
      Highlight Highlight @jolanda ich habe schlechte Eigenschaften aufgezählt, die solche Menschen gemeinsam haben. Mit keinem Wort habe ich gesagt, dass die gleich sind.
  • Dubio 10.06.2015 11:39
    Highlight Highlight Gemäss Artikel müssen in Bern 15.40 CHF pro Tag für "sämtliche Lebenshaltungskosten" dh Wohnung, Essen, Kleider, Versicherungen etc. reichen. Stimmt das so????
    • Hierundjetzt 10.06.2015 12:02
      Highlight Highlight Ja. Aber unsere 23,5% voll krass richtigen Schweizer blenden das aus.
    • knappamgeldverbii 10.06.2015 12:42
      Highlight Highlight fraglich wie si sech met dem geld eri adidas schueh und handys usw leischte chönd und zug und bus fahre und so.... jaja politik chan no vell säge....
    • Nick Suter 10.06.2015 12:59
      Highlight Highlight Haben Sie nie Deutsch gelernt, @knappamgeldverbii? Oder wollen Sie nicht verstanden werden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kyle C. 10.06.2015 11:14
    Highlight Highlight Das wirklich Falsche an diesem Leserbrief ist die Haltung - und damit repräsentiert sie leider einen Grossteil der Asylgegner - dass angesichts von menschenrechtswidrigen Zuständen in den Herkunftsländer der Schweizer (absichtlich pauschalisiert!) sehr oft nichts besseres weiss als das Elend egoistisch auszublenden und solche Kalkulationen aufzustellen. Sie soll doch einem Flüchtling ins Gesicht sagen, dass er/sie dieses bisschen Geld nicht verdient. Dass wir zwar auf Milliarden sitzen und weitere Milliarden für unnötiges Zeug verpulvern, ihm/ihr die 56 Fränkli aber trotzdem nicht zustehen.
    • darim_uc 10.06.2015 11:48
      Highlight Highlight Danke!
  • Daniel Caduff 10.06.2015 10:57
    Highlight Highlight Wer hassen will, den interessieren Fakten halt nun mal nicht. Frau Kälin und ihren Mitstreitern vom rechten Rand ist das doch völlig egal, ob es jetzt 11 oder 56 CHF Sackgeld pro Asylbewerber sind. - Schliesslich wäre in den Augen dieser Leute einzig der Betrag "null" akzeptabel. - Und auch dann würden sie noch motzen, weil der Asylbewerber ja sowieso kein Recht hat, hier zu sein.

    Geht man den Versuch ein, sich inhaltlich mit solchen Leuten auseinanderzusetzen, tappt man bereits in deren Falle. Sie werden die Gelegenheit zum Hassen gerne aufnehmen. Einsicht oder Faktentreue nicht vorgesehen.
    • knappamgeldverbii 10.06.2015 12:48
      Highlight Highlight dertige hass wird aber au ned abgschwächt solang de schwiizer wo in not send weniger ghulfe wird als allne andere.... solang d schwiizer ned getraue sache zmache und zsäge und eri gsetz dure setze (chliises biispil:verwaltige wo d albananer familie ned trauet use rüere wels soscht usländerfeindlich wärid)

      und solang mer als frau voreme bahnhof oder eme asylanteheim ned chan dure laufe ohni zemlich müesam aagrabet zwerde (als dank für das dasmer si ufgno hend?!)
    • Daniel Caduff 10.06.2015 13:13
      Highlight Highlight Ich möchte gerne ein konkretes Beispiel dafür, wo Schweizern weniger geholfen wurde, "als allen anderen". Ich erinnere daran: Jeder Schweizer hat Anspruch auf Sozialhilfe. Dazu gehört auch eine Wohnung und medizinische Versorgung. Haben "alle anderen" wirklich mehr?

      Ich möchte zudem gerne wissen, welche Verwaltung aufgrund des Kriteriums "wel mer soscht usländerfeinlich wärid" irgendwelche Entscheide fällt. Ganz Konkret bitte. Welche Verwaltung?

      Einverstanden bin ich mit ihnen bezüglich dem angegraben werden. Darum gehts aber in den Lügen des Leserbriefs nun wirklich nicht.

      PS: Deutsch...
    • Jolanda Marquina 10.06.2015 15:21
      Highlight Highlight @Daniel Die Antwort lese ich im Beitrag auch noch, nämlich mit den Worten " ned getraue". Wir können gerne mal bei einem Kafi darüber diskutieren was ich in meiner Umgebung so alles miterleben muss. Hier nicht..... da ich mich sonst von euch Welt+ Menschenkenner in eine falsche Ecke gedrängt fühle.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tom Scherrer 10.06.2015 10:21
    Highlight Highlight ein kleines bild: du lebst im Kongo, bist ein mädchen von 15 Jahre und wirst gerade von einem Milizsoldaten vergewaltigt. du lässt es über dich ergehen, da du weist, dass wenn du es nicht machst, du in den Knast wanderst ( und somit noch mehr Misshandlungen ausgesetzt bist) oder du oder deine Familienmitglieder einfach mal so ermordet werden - sowas passiert dort - täglich. Die Dame verpasst es, einfach mal danke zu sagen, dass sie in der schweiz beschützt älter werden durfte. ich wünsche mir, dass ich im Alter nicht so werde und mich entspannt zurücklehnen und mich sozial engagieren kann.
    • Habicht 10.06.2015 12:47
      Highlight Highlight Ein schreckliches Beispiel, dass du hier nennst!!
      Der Punkt ist aber, dass sehr viele Asylbewerber junge Männer sind (sieht man fast auf jedem Pressebild). Junge Männer unter sich neigen nun mal dazu Probleme zu verursachen. Weiter kostet eine Überfahrt von Eritrea (über Libyen usw.) nach Europa ca. 5000 Dollar. Der BIP pro Kopf liegt in Eritrea bei 500 Dollar, kommen da jetzt wirklich die ganz armen zu uns?
      Asylbewerber ja aber primär Familien und gerne auch die wirklich armen, die sich die Überfahrt in die Schweiz nie leisten könnten!
    • Nick Suter 10.06.2015 13:09
      Highlight Highlight Das BIP der EU liegt aktuell bei MINUS 283%. Schnell, ganz Europa nach Eritrea!!!
    • Kyle C. 10.06.2015 13:36
      Highlight Highlight Habicht, glaube mir, die Situation ist weit komplexer und vielschichtiger als deine Milchbuchrechnung. Und was die Probleme anbelangt, klar gibt es die. Klar sind auch Asylbewerber drunter. Und klar ist dies zu verurteilen. Fakt ist aber auch, dass die in den Medien dargestellten Einzelfälle nicht die Realität wiedergeben. Und gemäss deiner Logik darf z.B. ein gefolterter Soldat, ein systemkritischer Aktivist oder ein regierungskritischer Journalist kein Flüchtling sein? Und dass die meisten eritreischen Flüchtlinge Männer sind hat seine Logik. Konsultiere mal deine vorhandenen Quellen. ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nothingtodisplay 10.06.2015 10:17
    Highlight Highlight Danke für solche "Hintergrund-Wissen"-Artikel! Kurz, das wichtigste zusammengefasst, so muss das sein!
  • Anded 10.06.2015 10:13
    Highlight Highlight Als ü50 gilt man bei Watson also als Rentner? Hoffentlich liest das der Hansi nicht. :-)
    • Hansi Voigt 10.06.2015 10:33
      Highlight Highlight Doch, habs gelesen. Das wird ein Nachspiel haben!
    • Daria Wild 10.06.2015 14:18
      Highlight Highlight Asche auf mein Haupt! Ich bezahl' den Rollator.
  • Louie König 10.06.2015 10:09
    Highlight Highlight Super Artikel mit schlüssigen Antworten auf die Fragen, die beim Originalartikel in den Kommentaren aufgekommen sind. Ich finde das genial von euch, dass ihr so auf die Inputs eurer Kommentarschreiber eingeht.
    Weiter so! :-)
  • saukaibli 10.06.2015 10:00
    Highlight Highlight "...Ohrfeige für alle Rentnerinnen und Rentner, die ein Leben lang gespart und gearbeitet haben." Man könnte es in Bezug auf die Flüchtlinge auch anders ausdrücken. "Rentner, die ein Leben lang arbeiten konnten und genug verdienten um sich etwas anzusparen." Ich denke für die meisten Flüchtlinge klingt das nach dem Paradies auf Erden.
  • blablahochzehn 10.06.2015 09:54
    Highlight Highlight Das mit dem Pensionskassenobligatorium ist aber auch nur bedingt richtig. So gibt es z.B. einen Mindestlohn, den man erreichen muss und Ausnahmen wie z.B. Selbständigerwerbende...
    • Yelina 10.06.2015 10:32
      Highlight Highlight Und das BVG-Obligatorium wurde erst ab 1985 eingeführt.
    • Charlie Brown 10.06.2015 12:45
      Highlight Highlight Da muss ich leider auch noch was hinzufügen. Die PK-Gelder haben in der Betrachtung m.E. nichts zu suchen. Auf meinem Sparsäuli bei der PK steht mein Name, es kommt mein Geld (Abzug von meinem Lohn und der Anteil meines Arbeitgebers) rein. Am Ende bekomme ich so viel davon, wie ich angespart habe. Entweder als Rente oder als Kapitalbezug. Die Allgemeinheit hat da keinen Anteil dran. Ansonsten kann ich Daria Wild fast uneingeschränkt zustimmen.
    • blablahochzehn 10.06.2015 12:59
      Highlight Highlight Ich habe ja auch nur Beispiele genannt und wollte gar nicht einen Monolog über die 2. Säule halten.

      Daria Wild hat aber auch nicht behauptet, dass die Allgemeinheit etwas davon hat, oder? Oder verstehe ich jetzt den Tell falsch?
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