Schweiz
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Regula Rytz, Parteipraesidentin Gruene, rechts, bedankt sich bei Balthasar Glaettli, GP-ZH, Lisa Mazzone, GP-GE, links, und Natalie Imboden, Co-Praesidentin Gruene BE, hinten, bei der Delegiertenversammlung der Gruenen, am Samstag, 2. November 2019 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Regula Rytz, Parteipraesidentin Grüne (rechts) bedankt sich bei Balthasar Glättli. Bild: KEYSTONE

«Wir gehören in den Bundesrat»: Grüne fordern neue Zauberformel



Mit langanhaltendem Jubel und einer Standing Ovation für Parteipräsidentin Regula Rytz haben die Grünen am Samstag in Bern ihren Wahlsieg vom 20. Oktober gefeiert. Mit dem Erfolg sei aber auch Verantwortung verbunden, betonte Rytz in ihrer Ansprache.

«Jetzt sind wir gefragt», rief die Parteipräsidentin den Delegierten in Erinnerung. Die Grünen seien nun «eine Volkspartei», die sich für eine ökologische, soziale und weltoffene Schweiz einsetzen wolle. Die Erwartungen an die Grünen seien hoch.

«Die Ernte für über 30 Jahre politische Arbeit»

Regula Rytz

Mit den Sitzgewinnen werde die Grüne Fraktion künftig mindestens 30 Abgeordnete zählen. Neu werde auf Bundesebene eine Links-Mitte-Politik möglich sein. Dafür brauche es aber die Zusammenarbeit mit anderen Parteien, führte Rytz aus.

Mit dem Wahlsieg hätten die Grünen die Aufgabe erhalten, die Klimapolitik auf Netto-Null-Kurs zu bringen, die Gleichstellung zu fördern und die Landwirtschaft von giftigen Pestiziden zu befreien - mit den Bauern zusammen und nicht auf deren Kosten. Auch Konzernverantwortung und Menschenrechte müssten zu einem Leitstern der Schweizer Aussenpolitik werden.

Rytz zollte auch all den Jugendlichen Respekt, die ökologische Anliegen in den vergangenen Monaten in der Schweiz und anderswo auf die Strasse getragen hatten. Sie hätten ihren Eltern und Grosseltern die Augen geöffnet. Der grüne Wahlsieg sei aber auch die Ernte für über 30 Jahre politische Arbeit in der Schweiz, führte Rytz aus.

Regula Rytz, Parteipraesidentin Gruene, Mitte, erhaelt Applaus von Lisa Mazzone, GP-GE, bei der Delegiertenversammlung der Gruenen, am Samstag, 2. November 2019 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Fordert einen Bundesratssitz für ihre Partei: Grüne-Präsidentin Regula Rytz an der Delegiertenversammlung. Bild: KEYSTONE

«Mit unserem Wahlsieg politisieren wir nun in einer Liga mit Bundesratsparteien wie der FDP und der CVP»

Regula Rytz

Einmal mehr bekräftigte Rytz vor den Delegierten die bereits am Wahlsonntag gestellte Forderung nach einer grünen Vertretung im Bundesrat. «Mit unserem Wahlsieg politisieren wir nun in einer Liga mit Bundesratsparteien wie der FDP und der CVP», formulierte es Rytz. Doch die Wählerinnen und Wähler hätten bekanntlich keinen Einfluss auf die Zusammensetzung des Bundesrats.

Rytz forderte daher eine neue Zauberformel. Die Partei werde sich auch dafür einsetzen, dass es im Bundesrat nicht mehr zu taktischen Rücktritten während der Legislatur komme. Ohne die vorzeitigen Rücktritte von Johann Schneider Ammann und Doris Leuthard hätten die Grünen nun einen Bundesrat, folgerte Rytz.

Die Grünen befinden sich laut Rytz in «intensiven Diskussionen» wie die Chancen für die Grünen bei der Bundesratswahl am 11. Dezember stehen. Näheres dazu konnte sie den Delegierten noch nicht bekannt geben. Eines sei aber klar: «Grüne gehören in den Bundesrat», rief Rytz den Versammelten zu. (sda)

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85
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85Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • so war es doch nicht gemeint 03.11.2019 00:21
    Highlight Highlight Wir gehören, zu sagen, gehört sich eigentlich nicht.


  • Ritiker K. 02.11.2019 21:22
    Highlight Highlight Ist das orchestriert ? - ich lese hier ziemlich viele "die sollen sich erst mal beweisen" Kommentare. Offensichtlich, scheint es für viele ganz OK zu sein, dass die FDP ihre Zwei Bundesratssitze behalten kann. FDP und SVP hatten 4 Jahre die absolute Mehrheit im Parlament, haben kaum was auf die Reihe gebracht und bei den Wahlen verloren.

    Das muss man sich schon vor Augen führen. Es wird gefordert, dass die viertgrösste Partei im Parlament keinen Sitz in der Regierung zusteht, während die fünftgrösste einen hat und die drittgrösste mit 1.9% mehr Wähleranteil zwei Sitze zustehen soll.

    • Watson - die Weltwoche der SP 03.11.2019 09:52
      Highlight Highlight Nicht vergessen, die "viertgrösste" Partei wollte der grössten Partei den Sitz verweigern.

      "Zur Erinnerung: Als die SVP vor vier Jahren einen zweiten Sitz im Bundesrat anstrebte, gab es Widerstand von Linken und Grünen, obwohl der Anspruch arithmetisch mehr als berechtigt war. Die Grünen erklärten sogar explizit, sie würden keinen SVP-Vertreter wählen. Damals war der Wählerauftrag anscheinend zweitrangig."

      https://www.watson.ch/schweiz/kommentar/518378678-ein-bundesrat-fuer-die-gruenen-dafuer-muessen-sie-mehr-sein-als-modepartei
    • Ritiker K. 03.11.2019 10:52
      Highlight Highlight Wir erinnern uns:
      2015 stellt die SVP mit Amstutz Gobbi und Parmelin drei ziemlich laue Kandidaten und verkündet im Vorfeld, dass alle SVPler die nicht aus dem Trio stammen und gewählt werden, sofort aus der SVP ausgeschlossen werden. Zwei unmögliche und ein Ultimatum - sehr demokratisch. Die Grünen deklarieren zu dem Ticket, dass sie eine solche Zwängerei nicht akzeptieren.

      Schon im ersten Wahlgang der Wahl Parmelins (239 gültige stimmen), wird klar, dass die Grünen nicht wie angekündigt leer einwerfen, sonder höchstwahrscheinlich für Parmelin votieren, um das kleinste Übel zu wählen.

  • Spooky 02.11.2019 21:05
    Highlight Highlight Regula gehört sowieso in den Bundesrat.
    Das mit der EU werde ich ihr noch ausreden. 😄
  • Tom Scherrer (1) 02.11.2019 20:21
    Highlight Highlight Wir werden grün brauchen.

    Die Auswüchse des Freihandels, die Agrochemie, die Übervertretung einzelner Witschaftszweige in unserer Politik, das massive Lobbytum und die Raffgier der Unternehmen sind mitverantwortlich, dass grün längerfristig wenn nicht sogar langfristig in der Politik verankert bleiben muss.

    sie werden es eh schon schwer genug haben. Also besser gleich in den Bundesrat und endlich Gegensteuer geben.

    Meine Meinung.
  • Jean de Bolle 02.11.2019 20:12
    Highlight Highlight
    Jetzt bitte arbeiten und Wahlversprechen einhalten. Anstatt sich im momentanen Erfolg sonnen und schon Forderungen stellen. Zuerst beweisen!
  • Hans Hofmann 02.11.2019 19:11
    Highlight Highlight Nein gehören Sie nicht Frau Ritz, betreibt erst mal jetzt 4 Jahre Sachpolitik und keinen Wahlkampf. Wenn Ihr nach diesen 4 Jahren die Resultat bestätigt haben und auch Sachpolitisch etwas erreicht haben dann hättet Ihr allenfalls Anrecht auf einen Sitz im BR und nicht vorher. Zuerst beweisen dann fordern. Nicht umgekehrt. Aber typisch links
  • Ursus51 02.11.2019 17:58
    Highlight Highlight Nein, die Grünen gehören (noch) nicht in den Bundesrat. Bis jetzt sind die Grünen wie auch die GLP JoJo-Parteien. Bei der einen Wahl rauf, bei der nächsten wieder runter, usw.. Zuerst müssen sie einmal ein gutes Ergebnis bei der nächsten Wahl bestätigen, bevor sie in den Bundesrat gehören. Die SVP musste auch lange auf den zweiten Sitz warten.
  • LLewelyn 02.11.2019 17:57
    Highlight Highlight Die Grünen gehören (noch) nicht in den BR. Wenn sie in vier Jahren ihre Wähleranteile halten oder ausbauen, dann kann man nochmals drüber reden. Insbesondere wenn sie weiter zu Lasten der SP zulegen und die GLP ggü. der FDP, müsste man wirklich über die 2-1-1-1-1-1 Formel nachdenken.
  • Eugen1999 02.11.2019 17:42
    Highlight Highlight Die ungenügende Leistung der Räte hat zum Umschwung bei den Wahlen geführt. Die gegenseitigen Blockierungen und die bürgerliche Mehrheit waren unbefriedigend. Es gilt Abschied zu nehmen von der veralteten Zauberformel sonst kann der Wille der Wähler nicht umgesetzt werden. Also FDP -1 BR Grüne + 1 BR. Allenfalls muss in vier Jahren die SVP aus dem BR entfernt werden, wenn sie nicht endlich Führungsverantwortung mitübernimmt und tragfähige Lösungen unterstützt. Auf den Baustellen, Gesundheit, Renten, Verhältnis zur EU, Bildung, Armee und Umwelt usw. muss nun endlich gehandelt werden.
  • mänu49 02.11.2019 17:04
    Highlight Highlight Die Grünen sollen eine gute Person zur Wahl vorschlagen und dann wird einfach gewählt. Ich sehe zudem nicht ein, warum die FDP 2 Sitze behalten muss.
  • Patho 02.11.2019 16:51
    Highlight Highlight Man kann die Grüne und die SP im Prinzip als eine Partei betrachten, die sind (wie u.a. auch Watson aufgezeigt hat) politisch praktisch identisch. Also wäre eine faire Verteilung der Sitze: 2 für die SVP, 2 für SP und Grüne zusammen, 1 FDP, 1 CVP, 1 GLP...
    Für einen Bundesratssitz benötigt man ca. 14% Wähleranteil, das kommt dann ziemlich gut hin...
    • Mutzli 02.11.2019 18:28
      Highlight Highlight @Patho
      " 2 für die SVP, 2 für SP und Grüne zusammen, 1 FDP, 1 CVP, 1 GLP...
      Für einen Bundesratssitz benötigt man ca. 14% Wähleranteil, das kommt dann ziemlich gut hin"

      -Wie passt denn da der GLP-Sitz in das Schema? 7.8% der Stimmen reicht da plötzlich? Oder schieben Sie denen grosszügig Prozente von anderen Parteien zu, weil "praktisch identisch"? Oder ist das modular? BDP 2.4%, GLP hat bei Law&Order 70% Deckung, also kriegen sie von denen 0.8%. Bei der EVP zwacken sie von dem Smartspiderarm...

    • FaktenCheck - ohne Bla Bla 02.11.2019 22:18
      Highlight Highlight @Mutzli: Rein nach Wähleranteil haben die Parteien folgende "Ansprüche" auf einen BR:

      SVP 1.8; SP 1.2; FDP 1.1; Grüne 0.9; CVP: 0.8; GLP: 0.6.

      Nach Verteilung von je 1 BR auf SVP, SP, FDP, Grüne und CVP, verbleiben folgende "Ansprüche": SVP 0.8; SP 0.2; FDP 0.1; GLP: 0.6.

      Sprich die GLP hat von allen Parteien nach der SVP den höchsten "Anspruch" auf einen BR.
    • FaktenCheck - ohne Bla Bla 03.11.2019 18:15
      Highlight Highlight Disclaimer: Wir erklären lediglich die Position, welche von einigen Kommentierenden eingenommen wird.

      Wir sind der Meinung, dass in einer Diskussion über die Aufgabe der "Zauberformel" alle Alternativen fair diskutiert werden sollten. In einer Auseinandersetzung mit der Frage ob die FDP (15.1%) noch Anspruch auf zwei Sitze hat, sollte es demnach auch Platz haben für die Frage ob die SP (16.8%) noch dieselben Ansprüche stellen kann. Oder anders ausgedrückt: wollen wir die alte Zauberformel durch eine neue ersetzen oder wollen wir, dass der Bundesrat die parteipolitischen Lager abbildet?
  • Gubbe 02.11.2019 16:19
    Highlight Highlight Regula Rytz, nein, die Grünen gehören noch nicht in den BR. Auch wenn die Freude ob den Wahlen überschwänglich ist. Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling. Aber für später, nach dem Etablieren, wieso nicht?
  • Streuner 02.11.2019 16:05
    Highlight Highlight "«Die Ernte für über 30 Jahre politische Arbeit»
    Regula Rytz" ..... ja genau.. Der Klimahype war nicht der Grund..
    • R. J. 02.11.2019 17:36
      Highlight Highlight Wer den Klimawandel Klimahype nennt hat grundsätzlich ein Problem.
  • TheDoctor 02.11.2019 15:59
    Highlight Highlight Ja, es sind nicht alle Grünen wirklich super und natürlich ist es der erste grosse Wahlerfolg der Grünen und auch der Klimathematik.
    Dennoch sind die Grünen eine Partei, eine Bewegung mit vielen auch hochkompetenten Leuten, eine wilde Mischung aus beinahe bürgerlichen Realpolitikern, Brückenbauern aber auch, und das will ich gar nicht leugnen, Linksaussen-Ideologen. Dennoch werden die Grünen aber zweifelsohne in der Lage sein, konsensfähige, sachkompetente und regierungserfahrene KandidatInnen für den Bundesrat zu stellen, die grandiose Arbeit leisten können.

    Und das Klima hat es nötig.
  • Lowland 02.11.2019 14:36
    Highlight Highlight Wenn die Grünen in 4 Jahren ihre Sitze halten können, dann kann man über einen Sitz im Bundesrat diskutieren.
    Im Moment grenzt diese Forderung schon etwas an Überheblichkeit, denn geliefert muss erst noch werden, darauf warte ich als Wähler der Grünen.
    • Pafeld 02.11.2019 16:51
      Highlight Highlight Die Grünen wären schon seit Jahren auf ihren ersten Sitz eher anspruchsberechtigt, als die FDP auf ihren zweiten. Das jetzt nach den Wahlen so darzustellen, als ob die grünen als Modeerscheinung plötzlich aus dem nichts heraus anspruchsberechtigt wären, aber nun sich noch ein wenig gedulden müssten, grenzt schon derb an Vergangenheitsverblendung.
      Die Ausreden, eine bürgerliche Mehrheit im Bundesrat weit über ihre legitimierte Haltbarkeitsdauer hinaus zu erhalten, sind wirklich einer Demokratie nicht würdig.
  • rodolofo 02.11.2019 14:35
    Highlight Highlight Die Diskussion um einen grünen Bundesratssitz könnte nicht nur für die (heute eindeutig über-repräsentierte) FDP ungemütlich werden, sondern auch für die SP, die mit zwei Bundesrats-Sitzen heute sehr gut bedient ist!
    Für einmal muss ich Blocher ein Kränzchen winden.
    Seine Idee für eine neue "Zauber-Formel" ist ziemlich gut:
    2 SVP, 1FDP, 1CVP, 1GLP, 1SP, 1Grüne
    • JoeyOnewood 02.11.2019 17:41
      Highlight Highlight Find ich längerfristig keine schlechte Idee. Ich bin aber der Meinung mit 13% hat man jetzt einen Sitz verdient und zwar auf Kosten von FDP, während die knappe 8% Partei auch noch etwas warten kann.

      Wenn die Richtung dann bestätigt wird (SP runter, GLP rauf), fänd ich es in vier Jahren dann auch korrekt, die Formel so zu etablieren.
  • Capslock 02.11.2019 14:32
    Highlight Highlight Der Wahlerfolg der Grünen ist nicht zu verkennen, doch Euphorie ist nicht am Platz. Zuerst muss diese Partei mal zeigen, dass sie ausser den Ökofragen auch noch wirkliche Sachpolitik betreiben können und da sind sie bis heute doch einiges schuldig geblieben. Bevor sie sich nicht auch in Sachfragen klar äussern, haben sie im BR vorerst nichts zu suchen.
  • Fairness 02.11.2019 14:14
    Highlight Highlight Etwas Geduld und sich zuerst beweisen wäre angebracht. Ohne den aktuellen allgegenwärtigen Klima-Hype hätten sie kaum den jetzigen Erfolg gehabt. Sicher aber ist, dass alle einen Beitrag zurVerbesserung der Klimasituation zu leisten haben.
    • rodolofo 02.11.2019 14:52
      Highlight Highlight Das mit dem Klimawandel ist kein "Hype" sondern eine tatsächlich stattfindende, dramatische Veränderung weltweit, die uns EXPONENTIELL zunehmend beschäftigen und herausfordern wird!
      Aber ich kann Dich halbwegs beruhigen:
      Auch das Thema "Migration und Flüchtlinge" wird uns (übrigens eng zusammenhängend mit dem Klimawandel) exponentiell zunehmend beschäftigen, was der SVP zuverlässig Stimmen bringen wird.
      Wir müssen uns jetzt einfach entscheiden, ob wir die Symptome bekämpfen und uns dabei immer nationalsozialistischer verhalten wollen, oder ob wir auch an den URSACHEN etwas ändern wollen...
    • K1aerer 02.11.2019 18:13
      Highlight Highlight @rodolfo, aber natürlich die Klimademos haben ja gar keine Auswirkungen gehabt?!
  • Locutus70 02.11.2019 13:58
    Highlight Highlight Ich bin enttäuscht von den Grünen. Vor der Wahl große Sprüche gedroschen (ohne konkret zu werden) und nach der Wahl geht es doch nur um Posten.
    • Locutus70 02.11.2019 14:21
      Highlight Highlight An der realpolitischen Umsetzung ihrer im Wahlkampf propagieren Ziele zu arbeiten. Aber darum geht es ihnen nach der Wahl anscheinend nicht mehr
    • Alpaka 8 02.11.2019 14:45
      Highlight Highlight Ähm Locotus70, du weisst schon dass das neu gewählte Parlament erst im Dezember 2019 das erste mal tagt? Da kann man real im Moment tatsächlich noch nicht viel umsetzen.
    • bokl 02.11.2019 15:23
      Highlight Highlight @Locutus
      Das Parlament tagte noch in alter Zusammensetzung...
    Weitere Antworten anzeigen
  • drüber Nachgedacht 02.11.2019 13:57
    Highlight Highlight Alles wiederholt sich...

    Vor 20 Jahren war die SVP in der gleichen Situation. Sie hatte deutlich mehr Sitze im Parlament als die CVP. Aber erst 4 Jahre später erhielten sie den zweiten Bundesratssitz, nachdem sie auch dann wieder die am stärksten vertretene Partei im Parlament war.
    Da ist es nichts als Richtig, wenn dies auch für die Grünen gilt.

    P.S ich habe übrigens grün gewählt...
  • Mat_BL 02.11.2019 13:54
    Highlight Highlight In den Bundesrat gehören Vertreter von Parteien, die eine Kontinuität in der Realpolitik aufweisen können, die durch de CH Bevölkerung langfristig getragen wird. Nicht Parteien, die einen momentanen Wahlsieg ausweisen können. Mal sehen wie es in 4 oder 8 Jahren aussieht. Wenn dann bei den Grünen immer noch diese Unterstützung durch die CH-Wähler auszuweisen ist, dann ist der Anspruch dann wohl berechtigt.

    Das ist übr. auch eine der Stärken der CH, dass Kontinuität vorhanden ist und nicht wie in anderen Ländern, nach Wahlen das gesamte System auf den Kopf gestellt wird.
    • _kokolorix 02.11.2019 16:05
      Highlight Highlight Als ob eine grüne Bundesrätin die ganze Politik der Schweiz auf den Kopf stellen würde...
      Die Parteien sollten nach ihrer Möglichkeit geeignete Kandidaten aufzustellen beurteilt werden. Für die FDP und SVP sieht das eher düster aus. Seit Ogi konnte die SVP nie mehr einen fähigen Bundesrat stellen und die FDP hat sich mit Cassis selbst disqualifiziert.
    • El Vals del Obrero 02.11.2019 16:09
      Highlight Highlight Ja und nein.

      Die Kontinuität kommt ja im wesentlichen dadurch zustande, dass es vielleicht einmal pro Jahrzehnt zu einer graduellen Verschiebung um einen Sitz von sieben kommt, statt dass es oft alle 4 Jahre einen totalen Wechsel gibt, je nach dem welche Koalition 51 % erhält.

      Wie schnell Verschiebungen nachvollzogen werden sollen, darüber lässt sich streiten. Von dem her haben die Grünen das Recht, einen Sitz zu fordern, genau so wie die Bundesversammlung das Recht hat, erst mal die nächsten Wahlen abzuwarten.
    • ingmarbergman 02.11.2019 16:15
      Highlight Highlight Also müsste die SVP sofort raus aus dem Bundesrat. Die SVP als Partei kann seit ihrem Schwung nach Blocheristan keine Realpolitik mehr betreiben.
      Die SVP hat Glück, dass Ueli Maurer einen gesunden Menschenverstand hat und von der Parteilinie weg politisiert. Alle anderen SVP Bundesräte nach Ogi waren alle komplett für die Füchse.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Watson - die Weltwoche der SP 02.11.2019 13:50
    Highlight Highlight Die Grünen müssen erstmal beweisen, dass sie nicht SPler im grünen Mäntelchen sind. Bis jetzt war es nämlich Hans wie Heiri ob SP oder Grüne. Sollten die Grünen weiterhin streng auf Linie der SP politisieren, kann man schon über einen Bundesratsitz sprechen - aber dann zu Lasten der SP.
    • Zauggovia 02.11.2019 15:57
      Highlight Highlight Wie sollten sie das auch beweisen, die Positionen sind deckungsgleich, die Grünen haben momentan einfach marketingtechnisch einen sexyer Namen als die SP.
    • weissauchnicht 02.11.2019 16:30
      Highlight Highlight Warum sollten den FDP und SVP zusammen weiterhin die Mehrheit im Bundesrat haben, nachdem sie diese im Parlament deutlich verloren haben?
    • Watson - die Weltwoche der SP 02.11.2019 16:50
      Highlight Highlight @weissauchnicht weil sie zusammen immer noch mehr Wähleranteil haben als SP und Grüne?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baron Swagham IV 02.11.2019 13:28
    Highlight Highlight Nein, gehören sie nicht. Mich freuts für die Grünen und ich bin froh haben ihre Anliegen endlich mehr Wähler mobilisiert.
    Gleichzeitig finde ich unser Regierungsystem toll welches nicht gleich jeden Wahltrend mitmachen muss. Was ist wenn die Grünen in 4 Jahren 10 Sitze verlieren? Gehen sie dann freiwillig aus der Regierung?
    • Zanzibar 02.11.2019 15:34
      Highlight Highlight Nein, dann darf man den grünen Bundesrat nicht mehr wählen.
    • _kokolorix 02.11.2019 16:18
      Highlight Highlight Wir sollten die Legislaturperiode auf 6 oder 8 Jahre verlängern. Gegenwärtig haben wir das Problem, dass die schlechte Politik von den Politikern der nächsten Wahl verantwortet werden müssen.
      Es ist ein Unding, dass FDP und SVP bei gerade mal 45% Wähleranteil 60% des Bundesrates stellen. Das hat mit Konkordanz oder Beständigkeit nichts zu tun, das ist reine Machtpolitik. Ich hoffe die CVP denkt an die unzähligen Heckenschüsse welche die Rechtsparteien auf sie abfeuert haben und ebnet den Weg für eine grüne Bundesrätin
    • sveed 02.11.2019 16:27
      Highlight Highlight eher nicht...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Philipp L 02.11.2019 13:21
    Highlight Highlight Wieso? Vor ein paar Jahren war dieser Partei noch klar, dass die SVP kein Anspruch auf einen zweiten Sitz hat. Die sollen sich zuerst beweisen, dass sie auch echt mit anderen Zusammenarbeiten können und in allen Themen mitarbeiten, dann dürfen sie in 4 Jahren nach einem erneut guten Ergebnis ein Bundesrat fordern.
  • landre 02.11.2019 13:16
    Highlight Highlight Dass wir (dominierend Mensch) zu viel Stuss mit der Umwelt veranstalten, was sich u.a. auch auf das Klima reflektiert, ist mittlerweile offensichtlich und mehrheitsfähig.
    Und da eine "Zauberformel" in einer demokratischen Gewaltentrennung nicht mathematisch, sondern politisch zu interpretieren ist, gerechtfertigt sich die Initiative seitens dieser beauftragten Politiker-innen.
    • Locutus70 02.11.2019 15:26
      Highlight Highlight Was die Grünen nach der Wahl so alles von sich geben, lässt mich immer mehr daran zweifeln, das es ihnen auch wirklich um die CO2-Reduktion geht.
    • landre 02.11.2019 16:05
      Highlight Highlight @Locutus70

      Genau! Reduzierung auf ein primitives Molekül namentlich "CO2" ist politischer (nicht mathematischer) Stuss...
  • Füdlifingerfritz 02.11.2019 13:14
    Highlight Highlight Und in 4 Jahren ist der Klima-Hype wieder durch, die Grünen haben die Wähler mit Bevormundungen, Verboten und zusätzlichen Abgaben verscheucht (Waaas, diese teils unrealistischen Forderungen umzusetzen kostet mich Geld?! Ich dachte einmal im Jahr Schilder basteln und demonstrieren, viel über Klimawandel reden/posten und etwas weniger Fleisch essen würde reichen?!).
    Und schon brauchts wieder eine neue Formel. Ich finde, erst müssen sich die Grünen in 4 Jahren nochmals beweisen... bleiben sie stabil oder gewinnen dazu, kann man über einen Grünen Bundesrat gerne diskutieren. Vorher eher nicht.
    • ingmarbergman 02.11.2019 16:18
      Highlight Highlight Es gibt keinen Klima-Hype. Die Klimakatastrophe ist die grösste Herausforderung des 21. Jh.
      Entweder setzen wir jetzt sofort alles in Bewegung, oder dann können wir unseren Wohlstand in 20 Jahren rauchen.
      Als Patriot will ich nicht dass die Schweiz zum 3. Weltland degeneriert. Im Gegensatz zu den Bürgerlichen, die die Schweiz an den Meistbietendsten verkaufen.
  • Bio Zitronensaft 02.11.2019 13:11
    Highlight Highlight 30 Jahre politische Arbeit mag ja stimmen, aber „ernten“ können sie dank anderen... 🤷🏼‍♂️
    • Locutus70 02.11.2019 15:28
      Highlight Highlight Das "ernten" bezieht dich bei den Grünen anscheinen nur auf Posten, nicht in der Umsetzung ihrer propagierten Ziele!!
  • Calvin Whatison 02.11.2019 13:08
    Highlight Highlight Wie wäre es zuerst mit „liefere statt laffere“ ?🤔
  • 3klang 02.11.2019 13:02
    Highlight Highlight Wenn sich das Wahlresultat in 4 Jahren wiederholt sollte man wirklich über eine Regierungsbeteiligung der Grünen diskutieren. Aber jetzt übereilt irgendwelche Machtgelüste stillen zu wollen halte ich für verfehlt.
  • Fairness 02.11.2019 12:54
    Highlight Highlight Nur nicht übermütig werden. In gewissen Diskussionen fehlt es so einigen Grünen schon etwas an Sachlichkeit und wirklicher Übersicht und Durchblick. Nur Theorien predigen ohne echte Lösungen hilft dem Klima gar nichts.
    • Ass 02.11.2019 13:05
      Highlight Highlight Die anderrn Parteien hatten ja 50 Jahre Zeit und sind kläglich gescheitert! Viel falsch können die Grünen also nicht machen.
    • Fairness 02.11.2019 13:08
      Highlight Highlight Die Grünen sollen sich jetzt einfach erst mal beweisen. Gelingt dies, schaffen sie es verdient in den Bundesrat.
    • Walterf 02.11.2019 13:11
      Highlight Highlight Die SVP ist ja auch im Bundesrat. Bei denen fehlt alles ausser ,Nein‘
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ordo Malleus 02.11.2019 12:53
    Highlight Highlight Keine Frage, die Grünen haben einen BR verdient, darüber muss man erst gar nicht diskutieren. Die FDP ist in der Regierung klar übervertreten.
    • Rabbi Jussuf 02.11.2019 15:29
      Highlight Highlight Ordo
      Stimmt nicht so ganz. die GLP hat fast ein deckungsgleiches Programm wie die FDP.
      So einfach geht das dann schon nicht mit dem Bundesratssitz.
    • Locutus70 02.11.2019 15:29
      Highlight Highlight Mit was haben sie es denn verdient? Das sie hohle Phrasen im Wahlkampf gedroschen haben und nach der Wahl geht es ihnen nur um Posten? ^^

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