Schweiz
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Wallis feiert Beitritt zur Eidgenossenschaft vor 200 Jahren. Zu Recht! ;)



Le Conseiller federal Johann N. Schneider-Ammann parle lors des festivites du bicentenaire ce vendredi 7 juillet 2015 a Sion. La Ville de Sion et le Canton du Valais invitent la population a une multitude de manifestations a l'occasion de l'entree du Canton du Valais dans la Confederation suisse il y a 200 ans. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Da geht was – in Sitten! Bild: KEYSTONE

Tausende Menschen haben am Freitag in Sitten den Beitritt des Kantons Wallis zur Eidgenossenschaft gefeiert. «Ohne das Wallis wäre die Schweiz heute nicht das, was sie ist», sagte Bundesrat Johann Schneider-Ammann.

KORRIGIERT DATUM ZU 7. AUGUST (GILT FUER GANZE SERIE) 
Le Conseiller federal Johann N. Schneider-Ammann parle lors des festivites du bicentenaire ce vendredi 7 aout 2015 a Sion. La Ville de Sion et le Canton du Valais invitent la population a une multitude de manifestations a l'occasion de l'entree du Canton du Valais dans la Confederation suisse il y a 200 ans. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bundesrat Johann Schneider-Ammann (rechts). Bild: KEYSTONE

Der Beitritt des Kantons Wallis sei für beide Seiten von Vorteil gewesen, sagte der Bundesrat bei seiner offiziellen Festrede am Freitagmorgen. Die Schweiz schöpfe ihre Kraft aus den Gegensätzen und das Wallis sei ein Beweis dafür. «Die bernische Geduld wurde vielleicht nur erfunden, um dem ungestümen Temperament der Walliser Paroli zu bieten», sagte der Bundesrat und versicherte, dass die Schweiz dem Wallis immer beistehen werde.

Vor genau 200 Jahren am 7. August unterzeichnete der Kanton Wallis den Bundesbrief und besiegelte damit den Beitritt. Zum Jubiläum erneuerte die Kantonsregierung das Bekenntnis zur Schweiz bereits am Donnerstag in einer neuen Erklärung. Während das Wallis schon das ganze Jahr verschiedene Jubiläumsaktionen bot, konzentrierten sich die offiziellen Feierlichkeiten auf zwei Tage. Den Auftakt machte am Freitagmorgen ein Umzug, der von mehreren hundert Personen gesäumt wurde.

Des personnes en costume tradionnel ecoutent des discours, lors des festivites du bicentenaire ce vendredi 7 juillet 2015 a Sion. La Ville de Sion et le Canton du Valais invitent la population a une multitude de manifestations a l'occasion de l'entree du Canton du Valais dans la Confederation suisse il y a 200 ans. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Herausgeputzte Jubiläumsgäste. Bild: KEYSTONE

Vernunftsehe nicht immer ruhig verlaufen

Nachdem die Würdenträger die Bahnhofstrasse die hoch defiliert waren, kam es auf der Place de la Planta zum Reigen der Redner. «Die heute gefeierte Vergangenheit ist nichts anderes als die Zukunft des Kantons, welche unsere Vorfahren mit dem Beitritt zur Eidgenossenschaft ermöglichten», sagte Jacques Melly (CVP), Präsident des Walliser Staatsrates.

Des personnes en costume tradionnel ecoutent des discours, lors des festivites du bicentenaire ce vendredi 7 juillet 2015 a Sion. La Ville de Sion et le Canton du Valais invitent la population a une multitude de manifestations a l'occasion de l'entree du Canton du Valais dans la Confederation suisse il y a 200 ans. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bild: KEYSTONE

Diese Vernunftsehe sei aber nicht immer ruhig verlaufen, sondern auch von zahlreichen Problemen begleitet gewesen. Trotz seines widerspenstigen Geistes bleibe das Wallis fest in der Schweiz verwurzelt, sagte Melly. Davon zeugte am Freitag auch die grosse Präsenz von Vertretern aus anderen Kantonen, die dem 20. Stand der Eidgenossenschaft in Sitten ihre Ehre erwiesen. Noch mehr als die 1500 Ehrengäste stürmte jedoch die Bevölkerung die Attraktionen in der Altstadt von Sitten.

Party in Sitten

Ein Markt von 1815, der übliche Wochenmarkt vom Freitag und die vielen Bars, Cafés und Restaurants waren zum Bersten voll. Als weitere Highlights standen Filmvorführungen, Museumsführungen und über 25 Konzerte auf dem Programm.

Die Bars und Restaurants der Walliser Hauptstadt durften die ganze Nacht über offen haben. Weil sich aber die Anwohner von diesem reichhaltigen Programm weniger begeistert zeigten, mussten die Terrassen ab 2 Uhr morgens geschlossen werden.

La population deambulent entre les stands du marche sur la rue du Grand-Pont lors des festivites du bicentenaire ce vendredi 7 juillet 2015 a Sion. La Ville de Sion et le Canton du Valais invitent la population a une multitude de manifestations a l'occasion de l'entree du Canton du Valais dans la Confederation suisse il y a 200 ans. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bild: KEYSTONE

Die Feierlichkeiten gehen bis Samstagabend weiter und beginnen mit einem grossen Brunch auf der Place de la Planta. Die Organisatoren rechneten mit über 100'000 Besuchern für die beiden Tage.

Une fanfare joue sur la place de la Planta, lors des festivites du bicentenaire ce vendredi 7 juillet 2015 a Sion. La Ville de Sion et le Canton du Valais invitent la population a une multitude de manifestations a l'occasion de l'entree du Canton du Valais dans la Confederation suisse il y a 200 ans. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bild: KEYSTONE

Quiz
1.Du bist im Wallis unterwegs. Dein eingebo einheimischer Kollege meint, er müsse noch «ermöüslu». Was meint er damit?
Jemanden die Meinung sagen
Auf Mäusejagd gehen
Sich erholen (wörtl. sich ins Moos legen)
2.Später triffst du ihn wieder. Er murmelt etwas von «la ggaraatu». Wie meinen?
Er imitiert den Ruf des Hahns am frühen Morgen
Er habe etwas anbraten lassen
Er will etwas sein lassen
3.Weil du eine einfühlsame Person bist, reagierst du sofort und fragst: «Welis Miiseer hescht dü?». Das heisst?
Welchen Mischer brauchst du?
Welches Geschirr hast du?
Welch grosse Probleme hast du?
4.Dein Kollege erwidert, das sei nun wirklich kein «Zinggizenggi». Und meint damit …
… einen Streit
… ein Hindernis
… einen Weichkäse
5.Um abzulenken, fragt er dich, was denn «Ds Aröüchji va der Schwiigertechter soll mu niit gseh üüfgaa» bedeutet?
Das Marihuana der Schwiegertochter soll niemand sehen.
Das Kleid der Schwiegertochter geht die Schwiegermutter nichts an.
Es ist gut, wenn Schwiegermutter und Schwiegertochter nicht zu nahe beieinader wohnen.
6.Und was ist eigentlich mit «as Müülvolls ischscheybu»?
Eine mühsame Arbeit
Eine schöne alte Glas-Scheibe
etwas Kleines essen
7.Und als drittes Rätsel schiebt dein Kollege hinterher: «Dr Güegu a ner Welbi mottut schi.»
Der Käfer an der Decke bewegt sich.
Der Hahn kräht aus dem Stall.
Der Knabe der Frau fährt Ski.
8.Während ihr gerade eine Cholera esst, spricht er andauernd von «anustagsch». Was meint er damit?
Hämorrhoiden
Vor einigen Tagen …
eine Baumnuss
9.Vielleicht will er ja nur «etlis ner Gaaschi hä». Das heisst …
Besoffen sein
Etwas in der Hinterhand haben
Schlecht über jemanden reden
10.Aber letztlich läge dann der Verdacht nahe, dass «är fer z' schaffu key Flättro wäärt ischt». Was bedeutet:
Er ist kein guter Arbeiter.
Er hat es nicht einmal geschafft, mir eine Ohrfeige zu geben.
Sein Vetter gab ihm nichts auf den Weg.
11.Plötzlich springt er auf und schreit: «Äs guxot!» Was ist passiert?
Jemand hat einen Schluckauf.
Draussen schneit es.
Jemand weint.
12.Damit nicht genug. Jetzt schreit er noch lauter «Herdibullja»! Er will damit andeuten:
Du sollst dich beeilen!
Eine Herde Stiere folgt dir!
Das Essen ist fertig!
13.Du fragst ihn in astreinem Tärbiner-Dialekt zurück: «Giz-där-schi?»
Hast du Skier?
Geht es dir gut?
Hast du Hunger?
14.Obacht, meint dein Kollege und wirft dir nach: «Nit jedä, wo hoornot, ischt än Eschil». Was meint er damit?
Nicht jeder Hornochse ist auch ein Esel.
Nicht jeder der hupt, hat es auch eilig.
Nicht jeder Kritiker ist ein Idiot.
15.Mittlerweile seid ihr beim dritten Ballon Fendant angelangt. Deinem Kollegen ist wieder nach Rätseln zu Mute. Was bedeutet denn «In andrero Schatthüot schtaa»?
Auf andere angewiesen sein.
In jemanden Schatten stehen.
Ein anderer Schafhirte kommt.
16.Oder «nix ze voodre Fjessu hä»?
Keine Schuhe haben
Sehr arm sein
Nichts mehr wagen
17.Und «Fläkkundli leygu»?
Ohne Scham lügen
Flecken entfernen
Sich müde ins Bett legen
18.«Leydwennigs»?
Ein Holzstück, das zum Benutzen der Suonen benötigt wurde.
Wehleidig
Wenig Kleider tragen
19.«La angaa»?
Etwas beginnen lassen
Etwas aufschieben
Etwas anheben
20.Ihr beschliesst, aufzubrechen. Ein letztes Rätsel hat dein Kollege noch. Quasi der Endboss unter den Fragen: Was meint eigentlich «Än Tschiffretta Päglette di Tschugglette ambri treellu»?
Eine grosse Schlägerei mit der Polizei ging zu Ende.
Mit einem Päckli Zigaretten fuhr er heim.
Oben in den Bergen eine Traghutte voller Holzstückchen wegschmeissen.

(sda)

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