Im Jahr 2011 lag die gemittelte Durchschnittstemperatur in der Schweiz bei 8,4 Grad. Mit diesem Wert wurde damals ein neuer Rekord aufgestellt, denn es handelte sich um das wärmste Jahr seit Messbeginn. Diesem Wert könnte es nun an den Kragen gehen.
Denn obwohl das Jahr – vor allem, was den Sommer betrifft – nicht gerade der Brüller war, ist 2014 ein Anwärter für einen neuen Wärmerekord: «Wenn der November bis zum Monatsende den aktuell berechneten Temperaturüberschuss von 3,3 Grad beibehält und der Dezember 1 Grad über der Norm liegt, ist der Rekord von 2011 egalisiert», erklärt Klimatologe Stephan Bader von MeteoSchweiz.
Sollte der Dezember mehr als ein Grad über der Norm liegen, ist der Rekord sogar eingestellt. «Es ist tatsächlich ziemlich wahrscheinlich, dass 2014 das wärmste Jahr seit Messbeginn wird. Dieses Jahr lagen die Temperaturen fast jeden Monat über der Norm», so Bader.
Sicher könne man dennoch erst ganz am Ende sein, erklärt Bader: «Es war schon häufig so, dass man kurz vor einem neuen Rekord stand und die letzten Tage eines Monats das Blatt doch nochmals gewendet haben.»
Aus Experten-Sicht ist allerdings bereits jetzt ein neuer Rekord erreicht: Das meteorologische Jahr beginnt im Dezember und endet im November. Die Bilanz des Klimatologen: «Das meteorologische Jahr 2014 lag 1,1 Grad über der Norm und stellt damit das wärmste Jahr seit Messbeginn dar. Damit wurde der bisherige Rekord aus dem Jahr 1994 eingestellt.»