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Soll der Staat nachhelfen, damit sich Väter nach der Geburt verstärkt um ihre Kinder kümmern können? Bild: KEYSTONE

Mehrere Wochen Vaterschaftsurlaub für Schweizer Männer?

Obwohl der Bundesrat das Begehren ablehnt, könnten ihm welsche Freisinnige noch zum Durchbruch verhelfen.

02.06.18, 20:04 03.06.18, 08:26

Anna Wanner / schweiz am wochenende



Ein Artikel von

Künftige Väter müssen sich weiter gedulden. Der Bundesrat lehnt nicht nur die Initiative für einen vierwöchigen Vaterschaftsurlaub ab, er hält auch einen Gegenvorschlag für unnötig. Und das, obwohl die Regierung am Freitag verkündete, dass sie «nicht grundsätzlich» gegen einen Vaterschaftsurlaub sei.

Der Bundesrat schreibt in der Begründung, er stimme mit den Initianten überein, dass Väter, Mütter, Paare und Kinder davon profitieren könnten. Nur sei das der Wirtschaft nicht zuzumuten: «Die Kosten im Umfang von schätzungsweise 420 Millionen Franken jährlich würden die Unternehmen mit zusätzlichen Abgaben belasten.» Hinzu komme die organisatorische Herausforderung für kleinere und mittlere Unternehmen.

Und überhaupt will der Bundesrat priorisieren und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie vorantreiben. Dass er zuletzt Gelder für die Finanzierung von Betreuungsplätzen gestrichen hat, passt da nicht so recht ins Bild. Er begründet dies mit seinem langjährigen Engagement: In 15 Jahren habe der Bund rund 57'400 neue Betreuungsplätze mit insgesamt 370 Millionen Franken unterstützt. Jetzt sei es an den Kantonen, diese Arbeit weiterzuführen.

Candinas reloaded

Mit der Absage an einen Gegenvorschlag ist längst nicht das letzte Wort gesprochen. Jetzt nimmt das Parlament die Arbeit auf. Und der Bündner CVP-Nationalrat Martin Candinas steht mit jenem Gegenvorschlag in den Start löchern, der vor zwei Jahren äusserst knapp mit 97:90 Stimmen im Nationalrat abgelehnt wurde. Anstatt der vier Wochen, welche die Initiative fordert, sieht der Vorschlag von Candinas zwei Wochen Vaterschaftsurlaub vor: Das würde die Unternehmen nur halb so viel kosten.

«Es ist der Mittelweg zwischen vier Wochen und gar nichts», sagt der Vater von drei Kindern. Wie die Initiative schlägt auch Candinas vor, dass Arbeitgeber und -nehmer den Urlaub gemeinsam über höhere Abgaben in die Erwerbsersatzordnung (EO) finanzieren. Um den Firmen entgegenzukommen, könnten Väter die Tage flexibel beziehen.

Linke unschlüssig

Nebst der CVP, die den Vorschlag Candinas relativ geschlossen unterstützte, stimmten 2016 auch GLP, BDP, Grüne und SP seinem Antrag hauptsächlich zu. Allerdings stand damals noch kein Gegenvorschlag zur Diskussion. Da SP und Grüne die Initiative unterstützen, ist ein Gegenvorschlag nicht unbedingt zielführend, wie der Aargauer SP-Nationalrat Cédric Wermuth sagt. «Für mich ist die Initiative bereits ein Kompromiss. Unter die vorgeschlagenen vier Wochen sollten wir nicht zurückfallen.»

Ähnlich hält es die Zürcher BDP-Nationalrätin Rosmarie Quadranti. Sie misst der Initiative grosse Chancen bei. «Sie entspricht den Bedürfnissen moderner Familien.» Allerdings wird sie in der BDP dafür keine Mehrheit finden, eher zum Gegenvorschlag, wie BDP-Nationalrat Bernhard Guhl (AG) sagt. Beide unterstützen sie klar eine Verbesserung der heutigen Situation.

FDP in Findungsphase

Weit schwerer tut sich die FDP. Dabei wird sie wohl entscheiden, ob sich das Parlament zu einem Gegenvorschlag durchringt. Nur: Die Partei ist tief gespalten. Während ein Grossteil die Position der beiden Bundesräte teilt und keinen Handlungsbedarf sieht, beharren die Romands zunehmend auf einem Vaterschaftsurlaub.

Nationalrat Hugues Hiltpold (FDP/GE) hat 2009 einen eigenen Vorschlag eingereicht, der jenem von Candinas ähnelt. Der Waadtländer Laurent Wehrli sitzt sogar im Initiativkomitee. Und FDP-Vizepräsident Philippe Nantermod (VS) sagt: «Wir brauchen eine Lösung.» Wie diese aussehen soll, wird parteiintern erst noch diskutiert.

Für die Fraktionssitzung am Dienstag hat FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen ein Papier ausgearbeitet, das einen «gesamtheitlichen Ansatz» anpeile, wie er sagt. Was das heisst, will er indes nicht vorwegnehmen. Doch tönt es dem Vernehmen nach ähnlich wie die Position des Bundesrats: Keine weitere Finanzierung von Betreuungsplätzen, dafür höhere Steuerabzüge ermöglichen. Gleichzeitig ist von einer «flexiblen Elternzeit» die Rede.

Möglicherweise wird die Idee von Ständerat Andrea Caroni (AR) aufgewärmt. Er schlug vor, dass Mütter ihren Urlaub mit den Vätern teilen sollen. Allerdings ist eine Aufweichung des Mutterschutzes nicht zulässig.

Ob die Romands die Parteikollegen überzeugen können, ist nicht einmal entscheidend. Denn sie spielen im Parlament das Zünglein an der Waage: Nachdem sie sich 2016 enthalten hatten, könnten sie dem zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub nun zum Durchbruch verhelfen.

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Vaterschaftsurlaub: So sieht es in den Nachbarländern aus

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32
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32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Paddiesli 03.06.2018 12:06
    Highlight Die Diskussion von Mutter- und Vaterschaftsurlaub ist eigentlich falsch. Es sollte geschlechsunspezifisch Elternurlaub heissen. Wie in Island: 3 Monate je Elternteil, plus 3 Monate, die sich die Eltern selber zuteilen können. Entweder Mami oder Papi. Das würde auch verhindern, dass Frauen wegen möglicher Schwangerschaft nicht eingestellt werden, da jeder Elternteil gleich viel Zeit fehlt. Das würde die Bindungen der Familie als Ganzes stärken.
    8 2 Melden
  • Wambolium 03.06.2018 09:42
    Highlight Nur sei das der Wirtschaft nicht zuzumuten: «Die Kosten im Umfang von schätzungsweise 420 Millionen Franken jährlich würden die Unternehmen mit zusätzlichen Abgaben belasten.»

    Logisch kostet uns der Vaterschaftsurlaub etwas. Aber es ist eine Investition in die Zukunft. Denn mit einem Vaterschaftsurlaub erreichen wir, dass sowohl die Mutter als auch der Vater von Anfang an an der Erziehung des Kindes dabei sein kann- und so später hoffentlich beide Elternteile wieder teilzeit arbeiten gehen.
    Mit dem heutigen System (Mutter 14 Wochen/Vater 1 Tag) unterstützen wir die Einzelernährerfamilie.
    13 2 Melden
  • banda69 03.06.2018 09:14
    Highlight "Wirtschaft vor Menschlichkeit."

    Welcome to the World of SVP und Co.
    Ja, die SVP, die tut was fürs Volk.
    15 4 Melden
  • Chnebeler 03.06.2018 09:07
    Highlight Ich bin nicht grundsätzlich gegen Vaterschaftsurlab jedoch klar gegen eine Finanzierung durch eine zusätzliche Abgabe für die Allgemeinheit.
    Ich bin nicht bereit nochmehr Geld für Familien auszugeben. Falls man jedoch die Kinderzulagen etwas reduziert und damit einen Familienfonds gründet, aus welchem der Vaterschaftsurlaub bezahlt wir dürfen es auch gerne 6 oder 8 Wochen sein. Bei 30.- reduktion kommen so in 20 Jahren über 7000.- zusammen dies reicht für min 4 Wochen. Ich finde es als Kinderloser einfach daneben, dass erwartet wird, dass sich alle an der privaten Familie beteiligen sollen.
    5 18 Melden
    • philosophund 03.06.2018 11:36
      Highlight Mal überlegt wer in einigen Jahren deine AHV etc zahlt?
      11 6 Melden
    • Chnebeler 03.06.2018 14:53
      Highlight @philosophund
      Bis ich in über 30 Jahren zum bezüger werde, wird es wohl längst ein BGE und keine AHV mehr geben.

      Und wenn wir mal dabei sind schon mal überlegt, woher der grösste Teil unserer aktuellen und zukünftigen Probleme kommt? Kleiner Gedankenanstoss von der explosionsartigen Bevölkerungszunahme rund um den Globus in den letzten 60 Jahren. Dies tut aber eigentlich nichts zur Sache.

      Ich sehe einfach nicht ein, weshalb es selbstverständlich sein soll, dass alle nebst den aktuellen Beiträgen welche schon geleistet werden, die Familien noch mehr subventioniert werden sollen.
      2 1 Melden
  • EnteEnteEnte 03.06.2018 09:03
    Highlight Göpfertelli nonemale! Also so schwierig kann das ja wohl nicht sein! Die durchschnittliche Familie hat 1-2 Kinder. Also 2 WK in der Millitärkariere der Männer streichen und Taadaa! Vaterschaftsurlaub wird möglich.
    So lange die Schweiz Geld hat, um sonen Seich wie den WK zu finanzieren, können sie mir nicht erzählen, man müsse irgendwo sparen.
    19 5 Melden
  • Hoppla! 03.06.2018 00:19
    Highlight Ist eigentlich noch toll. Da gibt es KEINEN Grund mehr mir (unbezahlten) Urlaub für eine Weltreise zu verweigern wenn x Wochen Vaterschaftsurlaub möglich sind.
    17 64 Melden
  • Pachyderm 02.06.2018 22:22
    Highlight Solange es Dienstpflicht mit unsinnigen WK gibt kann doch niemand ernsthaft behaupten ein paar Wochen Vaterschaftsurlaub lägen nicht drin.
    147 20 Melden
  • arriving somewhere but not here 02.06.2018 22:10
    Highlight Ich lesen überall immer nur „Wirtschaft“, „Geld“, „Abgaben“ und „Steuern“. Wenn es das ist, was das Leben letztendlich ausmacht, dann „guät Nach am sächsi, Schwiiz“. 😕
    71 9 Melden
  • Firefly 02.06.2018 21:50
    Highlight Die Wirtschaft hat ihre Produktivität in den letzten Zwanzig Jahren durch den technologischen Fortschritt um ein Vielfaches steigern können. Die Gewinne, die durch diese Produktionssteigerungen erwirtschaftet werden gehen an einige wenige, und der normale Lohnempfanger hat nichts davon. Also hört mir doch auf, mit die Wirtschaft kann es sich nicht leisten. Nein, die Boniempfanger wollen nichts vom Kuchen abgeben, so sieht es aus. Wird Zeit, dass die Wirtschaft wieder für die Allgemeinheit wirtschaftet für Familien und Lohnempfanger und bessere Bedingungen für alle nicht Boni für wenige.
    125 15 Melden
    • KING FELIX 03.06.2018 07:57
      Highlight Genau!!!!
      10 5 Melden
  • Maracuja 02.06.2018 21:39
    Highlight Es sei der Wirtschaft nicht zuzumuten - ich kann dieses Gejammer nicht mehr hören, trotz Steigerung der Produktivität gab es seit langem keine Arbeitsverkürzung (Reduktion wöchentliche Arbeitszeit oder mehr Ferien) mehr, bei vielen Arbeitnehmern stagniert auch der Lohn. Ich bin klar für einen vierwöchigen Vaterschaftsurlaub, um das zu finanzieren, kann die Wirtschaft ja bei Boni und jährlich kräftig steigenden Löhnen der „Teppichetage“ ansetzen. Eine Kürzung des Mutterschaftsurlaub zugunsten der Väter kommt für mich hingegen nicht in Frage.
    76 11 Melden
  • Magnum44 02.06.2018 21:35
    Highlight Ich befürchte, dass man - wie so oft bei Initiativen - zu viel wollte und es genau darum wegen dem Geld-Argument und einem mangelnden Gegenvorschlag über 2 Wochen scheitern wird...
    13 5 Melden
  • shthfckup 02.06.2018 20:59
    Highlight Gopferdammi. Es geht doch nicht immer ums geld! Es geht darum, dass die schweiz familientauglicher wird. Es wird immer wieder über einwanderer geschumpfen, während einheimische immer weniger gebären. Es ist einfach unattraktiv kinder zu bekommen, es sei denn man verdient 10k aufwärts.
    150 29 Melden
    • Ökonometriker 03.06.2018 03:41
      Highlight @stfu: auch mit über 10k ist das mit Kinderkriegen in diesem Land nicht wirklich attraktiv. Die Probleme verlagern sich einfach auf andere Bereiche.
      10 1 Melden
    • Bronko 03.06.2018 09:11
      Highlight Die Schweizers Moral und Religion ist der Liberalismus (zu deutsch: das Geld). Dies führt zu solchen asozialen Denkmustern und Setzung falscher Prioritäten. Die eigentlich zu verteidigende Freiheit wird unterhöhlt und gefährdet durch diese einseitige Bewirtschaftung unsere Gesellschaft.
      7 2 Melden
    • Graustufe Rot 03.06.2018 09:52
      Highlight Keine Sorge, die Menschheit stirbt nicht aus. Siehe Geburtenüberschüsse 2016/17.
      3 4 Melden
    • Firefly 03.06.2018 10:55
      Highlight Branko, nein, es liegt am Schweizer selber, dass er Liberalismus primär mit Geld geichsetzt und vor allem den Wirtschaftsliberalismus kennt, in gesellschaftlichen Angelegenheiten jedoch einen tiefen, moralischen Protestantismus pflegt = wer nicht richtiges schafft ist nichts wert.
      5 2 Melden
    • Bronko 03.06.2018 12:38
      Highlight Absolut auf den Punkt gebracht, Firefly.
      1 2 Melden
    • Ökonometriker 03.06.2018 13:17
      Highlight Liberalismus wäre eben genau, die Freiheit der Individuen zu maximieren. Das geschieht in der Schweiz aber nicht - es gibt stets neue strikte Vorschriften um den Leuten das Geld aus der Tasche zubziehen und zu verhindern, dass KMUs den Markt aufmischen können.
      1 0 Melden
  • Matti_St 02.06.2018 20:36
    Highlight Für kleine Unternehmen könnten 4 Wochen tatsächlich ein Problem sein. Aber es wäre vielleicht eine Möglichkeit 2+2 Wochen zu nehmen. So als Gegenvorschlag. Allerdings habe ich die Initiative nie gelesen.
    32 8 Melden
    • Magnum44 02.06.2018 21:36
      Highlight Ich denke es wird keinen Gegenvorschlag geben, denn bei 4 Wochen besteht durchaus die Chance, dass das Anliegen abgelehnt wird, was im Sinne von BR und Parlament ist.
      12 3 Melden
    • TheManoure 02.06.2018 21:57
      Highlight Na ja, aber auch kleine Unternehmen sollten ja in der Lage sein, einen Krankheits-/Unfallausfall zu verkraften. Zudem passieren Vaterschaftsurlaube ja nicht spontan, sondern sind Monate im voraus planbar. Ich halte 4-6 Wochen für absolut verkraftbar.
      53 11 Melden
    • Matti_St 02.06.2018 22:24
      Highlight @TheManour. Bei Unfall Krankheit zahlt die Versicherung. Kleiner aber feiner Unterschied.
      12 21 Melden
    • Scaros_2 02.06.2018 23:07
      Highlight Auch wenn die versicherung zahlt, ein Ausfall eine experten über 4 wochen miss entlastet werden was auch kostet.
      6 4 Melden
    • who cares? 03.06.2018 08:27
      Highlight @Matti und beim Vaterschaftsurlaub zahlt die EO. Ausserdem: mit dem 3-wöchigen WK jährlich (und man hat ja nicht jährlich ein Kind) kommen kleine Firmen anscheinend auch easy klar.
      22 2 Melden
    • Matti_St 03.06.2018 11:22
      Highlight Who sieht vielleicht immer easy aus. Nehmen wir mal an, du hast drei Servicetechniker die den Notfalldienst unter sich aufteilen (als Beispiel in meiner Branche).
      Alle drei Wochen hast du eine Woche Dienst.
      Jetzt ist einer 4 Wochen weg. Die anderen haben sofort jedes zweite Wochenende Dienst. Fällt einer noch schnell wegen Krankheit aus, muss das der einzelne Auffangen (ich hatte auch schon einen Monat am Stück gemacht).
      Kannst auch kurzfristige Aufträge nehmen. Dasselbe.
      Immer alles so easy stimmt eben gerade bei kleinen Betrieben wirklich nicht.
      1 5 Melden
    • Scaros_2 03.06.2018 12:00
      Highlight Dann kann man immer noch miteinander reden und der 2. kommt aus dem Vaterschaftsurlaub

      Mein Gott. KOMMUNIKATION ist das Stichwort. Wenn ihr dabei schon versagt dann könnt ihr euer KMU auch gleich zumachen - ist besser so.
      7 1 Melden
    • who cares? 04.06.2018 08:24
      Highlight @Matti gleiche Frage, wie funktionierts, wenn einer in den WK muss? Da bekommt man es ja auch hin, was soll beim Vaterschaftsurlaub so viel anders sein? Ist ja beides planbar.
      0 0 Melden
    • Matti_St 04.06.2018 09:35
      Highlight @who, ist für uns ebenfalls ein Problem. Noch schlimmer der Zivildienst der 2-3 Monate geht. Das bedeutet einfach größere Belastung für die anderen. Wobei wir dort den Wunsch anmelden, diesen Dienst nicht in der Hochsaison durchzuführen. Geht bei einer Schwangerschaft nicht.
      Provokativ gesagt, wir haben Arbeit und keine Jobs.
      Unsere Arbeit ist nicht 7.15 - 17 Uhr. Unsere Arbeit ist erledigt, wenn der Kunde ein warmes Haus hat.
      Wie gesagt, ich bin nicht gegen 4 Wochen. Aber wenn man diese Wochen aufteilen kann, spricht nichts dagegen.
      0 0 Melden
    • who cares? 04.06.2018 10:58
      Highlight @Matti dann muss man sich eben organisieren. Jedes Unternehmen, dass nicht mit längeren Ausfällen vom einen oder anderen Mitarbeiter klarkommt, ist schlecht aufgestellt, das sehe ich so wie Scaros_2
      0 0 Melden

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