Schweiz
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ZUM AUSBAUSCHRITT BAHNINFRASTRUKTUR 2030/2035 DES BUNDESRATES, AM FREITAG, 29. SEPTEMBER 2017, ERHALTEN SIE FOLGENDE ARCHIVBILDER ---- Ein Zug faehrt auf den Geleisen vor dem Bahnhof Basel SBB, fotografiert in Basel am Montag, 28. August, 2017. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Nicht nur durch Fernbusse, auch durch ausländische Bahnunternehmen könnte der SBB Konkurrenz erwachsen. Bild: KEYSTONE

Aus fürs SBB-Monopol – diese 7 Dinge zum Fernbus-Markt musst du jetzt wissen

Der Bundesrat will nationale Fernbuslinien zulassen – allerdings nur für Anbieter aus der Schweiz. Auf der Schiene hingegen könnte die SBB bald Konkurrenz durch Deutsche Bahn & Co. bekommen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.



Worum geht es?

Das musst du wissen:

Rollt jetzt die grosse Fernbuswelle auf die Schweiz zu?

Menschen warten auf ihre Fernbuse auf dem Carparkplatz, aufgenommen am Samstag, 15. Juli 2017 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bald auch im Inland: Passagiere in Zürich steigen in einen Fernbus ein. Bild: KEYSTONE

Zunächst wohl eher nicht. Ausländischen Anbietern ist es aufgrund des Kabotageverbots weiterhin verboten, Passagiere innerhalb der Schweiz zu befördern. Bisher steht lediglich der Anbieter Domo Reisen aus Glattbrugg ZH in den Startlöchern. Er will sich zunächst auf den frequenzstarken Strecken der Nord-Süd-Achse (Basel-Brig und Basel-Chiasso) und Ost-West-Achse (St. Gallen-Genf) konzentrieren. Gemäss Blick prüft allerdings auch Flixbus, gemeinsam mit einem lokalen Partner, ein Schweizer Tochterunternehmen zu gründen, um so in den Markt einzusteigen.

Gemäss Verkehrsexperte Thomas Sauter-Servaes von der Fachhochschule ZHAW in Winterthur sind Prognosen darüber, was sich mit der Zulassung von nationalen Fernbuslinien für den Konsumenten konkret ändert, derzeit schwierig. In Deutschland habe es nach der quasi vollständigen Liberalisierung des Fernbusverkehrs sehr rasch Fernbus-Angebote sowohl auf frequenzstarken als auch auf von der Bahn unvollständig abgedeckten Strecken gegeben. Im Gegensatz zur Schweiz besteht dort allerdings keine Konzessionspflicht.

Kann ich jetzt zu Dumping-Preisen von Zürich nach Genf fahren?

Un train regional RegioExpress, RER, de la compagnie CFF-SBB, circule dans Lavaux, patrimoine mondial de l'humanite de l'UNESCO, avec le lac Leman et les montagnes en arriere plan depuis Bourg-en-Lavaux, jeudi, 5 octobre 2017. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Panoramastrecke am Lac Léman. Bild: KEYSTONE

Über die Tarifgestaltung von Anbietern wie Domo Reisen ist derzeit noch nichts bekannt. Schliesslich steht der Konzessionsentscheid des BAV noch aus. Der Bund wird Konzessionen nur dann erteilen, wenn die Anbieter GA und Halbtax anerkennen. Diese Bedingung sei für die privaten Anbieter sicherlich «ein Wermutstropfen», sagt Verkehrsexperte Sauter-Servaes. «Es ist aber gut vorstellbar, dass sie auf ihren Strecken den Halbtax-Tarif der SBB sowieso preislich unterbieten werden.»

«Auf frequenzstarken Strecken in Deutschland wird vor allem die Zielgruppe der sogenannten ‹Time rich, money poor› angesprochen», sagt Sauter-Servaes. Auf dieses Kundensegment werden sich auch die Schweizer Anbieter fokussieren. Damit gemeint sind Rentner oder Jugendliche, die wenig Geld zur Verfügung haben, denen dafür eine etwas längere Reisezeit nichts ausmacht. Dafür würde den Passagieren die Reisezeit etwa mithilfe schneller WLAN-Verbindungen nutzbar gemacht, meint Suter-Servaes.

Wie reagiert die SBB auf die Konkurrenz durch Fernbusse?

ZUR BILANZMEDIENKONFERENZ DER SBB, AM DONNERSTAG, 26. MAERZ 2015, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Das Logo der SBB am neuen Hauptsitz (von Architekten Lussi und Halter) aufgenommen am 2. Oktober 2014 in Bern. (KEYSTONE/Christian Beutler) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Der SBB-Hauptsitz in Bern. Bild: KEYSTONE

Bei der SBB betrachtet man Fernbusse im nationalen Verkehr –wie es im internationalen Markt bereits der Fall sei – als Konkurrenz, sagt Sprecher Oliver Dischoe. Er verweist darauf, dass der Konzessionsentscheid des Bundes noch ausstehend sei. Wichtig für die SBB sei, dass «faire und gleiche Rahmenbedingungen» für alle Anbieter einen echten Wettbewerb ermöglichten. Dies gelte insbesondere bei den Arbeitsbedingungen, der Sicherheit und der Einhaltung des Behindertengleichstellungsgesetzes.

Für die SBB stellen parallele Fernbus-Angebote «im gut ausgebauten und eng abgestimmten ÖV-System keinen echten Mehrwert dar». Es werde an der Solidarität der Tarifsysteme im Schweizer ÖV gerüttelt, wenn ein Anbieter Rosinen herauspickt, indem «nur profitable Leistungen und für gewisse Linien Billigstpreise angeboten werden».

Kann ich bald überall in der Schweiz mit der Deutschen Bahn hinfahren?

Nein, der Bundesrat prüft lediglich, ob ausländische Bahnunternehmen im grenzüberschreitenden Verkehr zukünftig auch ohne Kooperation mit der SBB Passagiere auf Schweizer Schienen transportieren dürfen. So könnte man etwa in Interlaken einen Zug der Deutschen Bahn (DB) nehmen, der weiter nach Hamburg fährt, und in Basel wieder aussteigen. Anders als bisher müsste die DB diesen Zug nicht mehr in Kooperation mit der SBB betreiben. Umgekehrt könnten die SBB theoretisch etwa die Verbindung Zürich-Mailand ohne Kooperation mit den italienischen Staatsbahnen FS betreiben.

Was bringt mir die Marktöffnung im grenzüberschreitenden Schienenverkehr?

epa04715477 Deutsche Bahn trains are parked on railroad tracks at the main station in Munich, Germany, 22 April 2015. The German Train Drivers' Union (GDL) has called for strikes, which will affect freight and passengers traffic. The strike started on 21 April afternoon.  EPA/SVEN HOPPE

Züge der Deutschen Bahn in München. Bild: EPA/DPA

Noch hat der Bundesrat in dieser Frage nicht entschieden. Für die SBB braucht es dazu erst eine politische Diskussion. Auf jeden Fall brauche es gleich lange Spiesse für alle. Eine Öffnung dürfe die Errungenschaften des Bahnverkehrs nicht gefährden, sagt SBB-Sprecher Dischoe: «Vor weitergehenden Entscheiden sind deshalb die Chancen und Risiken und möglichen Auswirkungen auf den gesamten ÖV in der Schweiz ganz genau auszuleuchten.» Grundsätzlich nehme man jede Art von Wettbewerb ernst und sei bereit, sich diesem zu stellen. 

Verkehrsforscher Sauter-Servaes glaubt, dass die Öffnung dem Konsumenten helfen könnte: «Wettbewerb tut dem Markt grundsätzlich gut.» Es sei vorstellbar, dass etwa die Deutsche Bahn auf der Strecke zwischen Interlaken und Basel tiefere Preise anbieten wird als die SBB oder regelmässige Kunden mit Rabatten oder anderen Reduktionsmöglichkeiten lockt. «Auch bei Dienstleistungen wie etwa Gastronomie oder WLAN haben die Anbieter die Gelegenheit, sich gegenüber der Konkurrenz zu profilieren.» Auch für die SBB eröffneten sich Marktlücken in den Nachbarländern.

Kommt nun das Ende von Kooperationen zwischen SBB und ausländischen Bahnen wie dem TGV Lyria?

Der neue Zug TGV 2N2 Lyria Duplex wird vorgestellt an einer Medienkonferenz betreffend Fahrplanwechsel 2012 der SBB am Bahnhof in Basel am Donnerstag, 17. November 2011. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Die bestehenden Kooperationen funktionierten gut und werden weiter ausgebaut, heisst es bei der SBB. Es sei laufend in den internationalen Verkehr investiert und ein attraktives Angebot mit täglichen Verbindungen nach Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich geschaffen worden. Dieses Angebot wird gemeinsam mit den Partnerbahnen weiterentwickelt und ausgebaut. Thomas Sauter-Servaes kann sich dennoch vorstellen, dass die SBB künftig gewisse Kooperationen mit ausländischen Partnern aufgebe und die grenzüberschreitenden Verbindungen im Alleingang anbiete.

Was bedeutet die Marktöffnung für das gesamte Verkehrssystem?

Verkehrsexperte Thomas Sauter-Servaes zieht ein insgesamt positives Fazit zu den Ankündigungen des Bundesrats. Mehr Wettbewerb könne zu einem besseren Angeboten für die Konsumenten führen. Wichtig sei, dass der Wettbewerb fair bleibe und alle Anbieter gleich lange Spiesse hätten – indem etwa Dumpinglöhne durch ausländische Anbieter verhindert würden. Auch die Frage der Infrastruktur-Kosten der verschiedenen Anbieter auf Schiene und Strasse müsse miteinbezogen werden.

Auch für die Umwelt sieht Sauter-Servaes positive Effekte: «Je attraktiver der öffentliche Verkehr insgesamt ist, desto mehr Leute nutzen ihn und desto nachhaltiger und umweltfreundlicher wird das Verkehrssystem als Ganzes.» (cbe)

Egal in welchem Verkehrsmittel: Pascal nerven egoistische Pendler

Video: watson/Pascal Scherrer, Emily Engkent

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ferienpraktiker 20.10.2017 08:19
    Highlight Highlight Letztendlich geht's auch hier nur um ein Geschäft bzw. Kohle. Die Kunden wollen für eine Fahrt von ZH-GE retour am liebsten max. 10 Franken bezahlen (Kafi/Gipfeli inkl.). Ob diese Rechnung aufgehen kann ist ja nicht ihre Sorge, Hauptsache Geiz ist geil.
  • Gustav.s 20.10.2017 05:11
    Highlight Highlight In ein paar Jahren wird die Privatwirtschaft rentable Strecken aussaugen und der Steuerzahler zahlt noch mehr für den Rest.
    Oder es gibt keinen Rest mehr.
    • Wehrli 20.10.2017 15:44
      Highlight Highlight Vielleicht brauchts keine Bahnverbindung nach Hinterkrachenhofen im 15 Minutentakt.

      Die SBB hat ihre Züge nur zu 25% ausgelastet, ein Luxus.
  • malu 64 20.10.2017 03:13
    Highlight Highlight Die Verbindungen mit der Bahn sind top! Für was noch Busse, welche die Umwelt mehr belasten, die Strassen noch mehr verstopfen.
    Ein ähnlicher Überfluss wie Uber!
    • 7immi 20.10.2017 20:34
      Highlight Highlight @midnight
      theoretisch ja, ich kenne aber keine autofahrer, die wegen dem geld auto fahren, da das auto deutlich teurer ist. komfort ist das argument. oder der fehlende öv anschluss. daher dürften wohl nicht viele autofahrer umsteigen, da das auto noch immer am komfortabelsten ist und die busunternehmen hinterpfupfikon wohl nicht erschliessen werden.
  • Freddie Quecksilber 19.10.2017 23:18
    Highlight Highlight Am Ende fahren alle Grenzüberschreitenden Linien ausländische Bahnunternehmen und die SBB nur im Inland. Weil wir ja die anderen Bahnunternehmen der EU nicht wütend machen dürfen.
  • Mäf 19.10.2017 22:58
    Highlight Highlight Das wichtigste an den 7 Punkten: Es ist ein Bericht über mögliche Szenarien und einer Prüfung solcher Szenarien. In der Schweiz ist nichts sofort entscheiden und geschweige denn auch umgesetzt. Da können wir noch Jahre diskutieren bis das mal in irgendeiner, hundermal veränderten Form durchgesetzt wird.
  • Lappituedaugeuf 19.10.2017 22:11
    Highlight Highlight Juhee, mehr Liberalisierung, mehr Dumpingpreise und dann noch au die Umwelt scheissen. Wieso soll man verantwortlich handeln, wenn man die Folgen nie zu spüren bekommt? Wir hinterlassen den kommenden Generationen ein tolles Erbe.
    • Amboss 19.10.2017 22:43
      Highlight Highlight Dann sind also 40 Autos ökologischer als 1 Bus?

      Verstehe ich ehrlich gesagt nicht ganz, diese Rechnung...
    • p4trick 19.10.2017 22:51
      Highlight Highlight Ein Bus hat sogar die Hälfte des CO2 Ausstosses eines Zuges pro Person gerechnet.
    • lynx 19.10.2017 23:08
      Highlight Highlight Fake News?
      Selbst bei 100% Auslastung eines Reisecars und durchschnittlicher Auslastung eines Schweizer Fernveekehrszuges (30%) ist der CO2-Austoss des Busses pro Personenkilometer rund 3 mal höher.
      Vergleiche selbst mit dem Mobitool-Vergleichsrechner:
      https://www.mobitool.ch/de/tools/vergleichsrechner-15.html
    Weitere Antworten anzeigen
  • loplop717 19.10.2017 21:59
    Highlight Highlight Hat es auf der Strasse Stau? Ja. Hat es auf der Schine Stau? Nein.
    • MandraxMali 19.10.2017 23:45
      Highlight Highlight Schreibt man ‚Schiene‘ wie du? Nein ;)
    • Tobias K. 20.10.2017 00:49
      Highlight Highlight Dafür immer je öfter Störungen, liegen gebliebene Züge etc. Meist ja zu Stosszeiten. Daher: Ja auch auf der Schiene hats Stau
    • loplop717 20.10.2017 07:50
      Highlight Highlight Ja ich habe Schiene falsch geschrieben. Ich habe mir auch überlegt jein zu schreiben, aber das hätte man erklären müssen und ich hatte nicht viel Zeit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schaaggi 19.10.2017 21:47
    Highlight Highlight Interessante Zusammenfassung der Änderungen und möglichen Auswirkungen.

    Aber etwas irritierend zu lesen, da etwa jeder zweite Satz aus verschiedenen Entwürfen zusammengeklatscht wurde und vom Autor auch sicher nur geschrieben, nicht aber gelesen wurde.
  • zombie woof 19.10.2017 21:32
    Highlight Highlight Zum Glück haben die Fernbusse eigene Strassen, so sind sie dann immer pünktlich.....und noch was, in Deutschland hat ja das ganze sehr gut funktioniert, oder etwa doch nicht?
  • Wasmeinschdenndu? 19.10.2017 20:57
    Highlight Highlight Funktioniert nicht! Weder in England noch in Schweden, wo man ebenfalls den ÖV liberalisiert hat, bringt das System Vorteile. Ganz im Gegenteil, die SBB wird geschwächt durch dumpingpreis-Konkurrenz und unrentable Linien werden gar nicht mehr berücksichtigt, für den Kunden also denkbar schlecht...
    • Amboss 19.10.2017 22:20
      Highlight Highlight Einigermassen intelligent organisiert, kontrolliert und bewilligt könnten fernbusse den bestehenden ÖV gut ergänzen und vorhandene Schwächen des ÖV reduzieren.
      Und vor allem: Autofahrer auf den ÖV bringen, Belastungen des Autoverkehr reduzieren.

      Wenn man dies denn möchte...
    • Donald 19.10.2017 22:36
      Highlight Highlight Ich glaube Mittelstreckenbusse könnten für viele Menschen das Pendeln erleichtern in der Umsteighölle Schweiz...
    • Charlie Brown 19.10.2017 22:47
      Highlight Highlight @Amboss: Die Zielgruppe ist „time rich, money poor“. Also nicht gerade der klassische Autofahrer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mein Lieber 19.10.2017 20:55
    Highlight Highlight Briefkastenfirmen ahoi...
  • Donald 19.10.2017 20:30
    Highlight Highlight Die SBB wollen gleiche Bedingungen? Also sollen die Fernbusse auch zu 50% vom Staat finanziert werden? 🤔
    • Charlie Brown 19.10.2017 22:49
      Highlight Highlight Bringen denn die Fernbusse ihre eigene Infrastruktur mit? Oder nutzen sie am Ende das vom Staat finanzierte Strassennetz? 🤔
    • sir_kusi 19.10.2017 23:51
      Highlight Highlight Ähm charlie, das Strassennetz wird nicht vom Staat sondern von den Strassenverkehrsteilnehmern finanziert. Ebenso der grösste Teil des ÖV (FABI, FINÖV, LSVA)...
    • Charlie Brown 20.10.2017 09:50
      Highlight Highlight Kollegen... wer wenn nicht das Volk ist der Staat?

      Oder anders umme: Wer finanziert die Bahninfrastruktur; „der Staat“ oder „das Volk“?

Offen gesagt

«Liebe Frau Amherd, wir müssen reden ...»

Sollte die Schweizer Stimmbevölkerung die Beschaffung neuer Kampfjets Ende September auch im zweiten Anlauf ablehnen, wäre das gut für die Schweiz. Sie könnte dann die längst überfällige sicherheitspolitische General-Debatte führen.

Liebe Frau Amherd

Herzliche Gratulation zu den jüngsten «Polls», wie man in Amerika sagen würde. 58 Prozent der Stimmberechtigten gedenken laut einer Tamedia-Umfrage, den Kredit für die Kampfflugzeuge mit «Ja» oder «Eher Ja» anzunehmen.

Aber wie sagt man so schön? «It's not over, until it's over», und solche Abstimmungsbarometer wirken ja eher mobilisierend auf das Lager, das gerade im Rückstand ist.

Für Sie hoffe ich natürlich, dass Sie Ihr erstes grosses Geschäft als Verteidigungsministerin …

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