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Vertrauen in Schweizer Banken nimmt weiter ab

Vertrauen in Schweizer Banken nimmt weiter ab

10.02.2026, 11:5910.02.2026, 11:59

Schweizer Banken geniessen weiterhin ein solides Grundvertrauen in der Bevölkerung. Gleichzeitig wächst die Kritik am Bankenplatz. Die Wahrnehmung von übermässigem Profitstreben und mangelnder Nachhaltigkeit trüben das Image.

Noch 53 Prozent der Bevölkerung beurteilen Banken positiv, wie eine am Dienstag veröffentlichte repräsentative Umfrage der Schweizerischen Bankiervereinigung zum Schweizer Bankenplatz zeigt. Damit sei das Vertrauen wieder auf das Niveau von vor der Finanzkrise 2008 gesunken, wie es in der Studie heisst.

Seit 2021, als die Zustimmungswerte im Zuge des Covid-19-Kreditprogramms auf 75 Prozent hochschnellten, nimmt das Vertrauen laut Studie schrittweise ab. «Diese Entwicklung kann darauf hindeuten, dass Banken vermehrt als unter Druck stehend wahrgenommen werden», heisst es dazu in der Studie.

Kritik an Profitdenken und Nachhaltigkeit

Laut Studie besteht jedoch ein stabiles Grundvertrauen in die Banken. Ihre Bedeutung für Wohlstand und Stabilität werde klar anerkannt. Dennoch kritisierten rund 75 Prozent der Befragten, dass die Finanzinstitute ihren Profit stärker gewichten als gesellschaftliche Verantwortung. Auch Assoziationen mit Geldwäscherei und Finanzskandalen blieben präsent (61 Prozent).

Zudem wird das Nachhaltigkeitsengagement der Banken zunehmend hinterfragt: Demnach glaubt nur noch eine knappe Mehrheit, 52 Prozent, dass Banken heute nachhaltiger agieren als vor fünf Jahren – ein Rückgang um 15 Prozentpunkte seit 2022/2023.

Auch mit Blick auf die Digitalisierung ist die Skepsis gestiegen. Vor allem die Nutzung von Künstlicher Intelligenz polarisiere, insbesondere bei älteren Menschen, heisst es in der Studie. Am meisten Sorge bereitet der mögliche Verlust des persönlichen Kundenkontakts sowie Sicherheitsrisiken und Arbeitsplatzverluste durch Automatisierung.

Vertrauen in eigene Bank

Im Vergleich zum Bankenwesen im Allgemeinen fällt die Bewertung der eigenen Bank deutlich positiver aus. 83 Prozent der Befragten zeigen sich zufrieden. Sicherheit, Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit werden hoch eingeschätzt, während Nachhaltigkeit auch im direkten Verhältnis zur Hausbank zunehmend an Bedeutung verliert.

Der «Bankenmonitor» der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg), durchgeführt vom Forschungsinstitut gfs.bern, wurde zum achtzehnten Mal durchgeführt. Befragt wurden 1005 stimmberechtigte Personen in der Schweiz zwischen dem 9. und 31. Oktober 2025. (hkl/sda/awp)

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