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Kursaal Bern rutscht in rote Zahlen – Börsengang geplant

14.05.2021, 09:4714.05.2021, 13:39
Kursaal Bern.
Kursaal Bern.Bild: KEYSTONE

Die Kursaal-Bern-Gruppe ist 2020 von der Corona-Krise stark getroffen worden. Die in den Geschäftsfeldern Anlässe, Beherbergungen und Unterhaltung tätige Gruppe erlitt einen massiven Umsatzeinbruch und rutschte in die roten Zahlen.

Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, halbierte sich der Nettoumsatz auf 42,5 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA rutschte mit -2,4 Millionen nach +17,1 Millionen im Vorjahr in den negativen Bereich ab. Unter dem Strich betrug der Verlust 8,4 Millionen nach einem Gewinn von 4,3 Millionen 2019.

Zudem wurde der Personalbestand aufgrund der Corona-bedingten Schliessungen gekürzt – von 473 Vollzeitstellen per Ende Dezember 2019 auf 364 Vollzeitstellen.

Der Verwaltungsrat wird an der Generalversammlung vom 7. Juni beantragen, erneut auf eine Dividende zu verzichten. Dennoch blickt das Unternehmen positiv in die Zukunft und wagt zudem den Börsengang an die BX Swiss.

Auch Casinos leiden unter Corona

Sowohl das Stammhaus, der Kongress+Kursaal Bern, als auch das Casino-Geschäft litten deutlich unter den Schliessungen während der Pandemie. So sackte der Umsatz des Stammhauses um 62 Prozent auf 14,1 Millionen Franken ab.

Unter dem Strich stand ein Verlust von 2,6 Millionen nach 4,4 Millionen im Vorjahr. In den insgesamt fünf Monaten, während denen das Hotel und die Gastronomie geschlossen bleiben mussten, wurde derweil die Renovierung abgeschlossen.

Auch das Grand Casino Bern und das Casino Neuenburg verzeichneten einen deutlichen Besucherrückgang. Der Bruttospielertrag lag mit 43,9 Millionen Franken um 39 Prozent unter dem Vorjahreswert. Derweil wurden Online-Angebote lanciert.

Die kleinste Geschäftseinheit schliesslich, die Wälchli Feste AG, wurde per 1. Oktober im Zuge der Fokussierung auf das Kerngeschäft verkauft.

Positive Signale

Ab Ende dieses Jahres erwartet die Kursaal-Bern-Gruppe eine deutliche Erholung der Nachfrage. Bereits heute verfüge der Kongressbereich für das vierte Quartal 2021 über mehr Buchungen als im Vergleichszeitraum 2019 vor der Pandemie.

Der geplante Börsengang an die BX Swiss soll den Ausbau der Marktposition stützen. Neben der geplanten Kapitalerhöhung im Zuge des Börsengangs sollen die Aktionäre an der Generalversammlung vom 7. Juni auch über eine Namensänderung in Kursaal Bern AG zustimmen. (sda/awp)

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