Schweiz
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epa07317510 Swedish climate activist Greta Thunberg, 16, speaks during a panel session at the 49th annual meeting of the World Economic Forum (WEF) in Davos, Switzerland, 25 January 2019. The meeting brings together entrepreneurs, scientists, corporate and political leaders in Davos under the topic 'Globalization 4.0' from 22 to 25 January 2019.  EPA/GIAN EHRENZELLER

Greta Thunberg war auch schon letztes Jahr am WEF in Davos. Bild: EPA/KEYSTONE

WEF legt Fokus dieses Jahr auf die Klimakrise – auch Greta wieder in Davos



Die politische Krise zwischen dem Iran und den USA dürfte am 50. Treffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) nach der Absage der Iraner nur eine untergeordnete Rolle spielen. Dafür möchte WEF-Gründer Klaus Schwab den Fokus auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz legen.

«Unser Fenster zum Handeln ist klein.»

Das 50. Treffen des WEF in Davos dürfte dieses Jahr wieder von der Präsenz einiger «Stars» dominiert werden. So haben etwa US-Präsident Donald Trump oder die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg ihre Teilnahme angekündigt.

Thematisch soll der Fokus des diesjährigen Treffens derweil auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit liegen, wie WEF-Gründer Klaus Schwab am Dienstag vor den Medien am Hauptsitz des WEF in Cologny GE sagte.

Die Menschen in fünfzig Jahren sollten sagen können: «Danke, wir konnten uns auf euch verlassen», sagte Schwab. Denn die Welt befinde sich in einem Alarmzustand. «Unser Fenster zum Handeln ist klein.»

Manifest angepasst

In diesem Jahr steht das Treffen, das am 20. Januar eröffnet wird und dann offiziell vom 21. bis 24. Januar in Davos stattfindet, denn auch unter dem Motto «Stakeholder für eine solidarische und nachhaltige Welt» (Englisch: «Stakeholders for a Cohesive and Sustainable World»).

Klaus Schwab, Founder and Executive Chairman of the World Economic Forum, WEF, delivers a speech during a press conference, in Cologny near Geneva, Switzerland, Tuesday, January 14, 2020. The World Economic Forum unveiled the program for its 50th Annual Meeting in Davos, Switzerland, including the key participants, themes and goals. The overarching theme of the Meeting, which will take place from 21 to 24 January, is

Klaus Schwab rückt die Klimakrise ins Zentrum des WEF 2020. Bild: KEYSTONE

Damit signalisiere die Organisation, wie wichtig ihr die Umwelt ist. Auch das Davoser Manifest, ursprünglich 1973 veröffentlicht und von Schwab zum Jubiläum der Moderne angepasst, fordert Unternehmen auf, Nachhaltigkeit und Umweltschutz eine zentrale Rolle einzuräumen, wie der WEF-Gründer vor den Medien ausführte.

Thunberg erneut am WEF

Diesbezüglich dürfte der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg die grösste Aufmerksamkeit zuteil werden. Sie reist bereits das zweite Mal an das Treffen in Davos. Bereits am Dienstag, dem ersten Tag des WEF, wird die junge Schwedin voraussichtlich an Veranstaltungen auftreten und eine Rede halten.

Wie WEF-Gründer Schwab nun betonte, hat das WEF nicht nur Thunberg eingeladen. Insgesamt nähmen dieses Jahr zehn wichtige Teenager als Vertreter der jungen Generation teil.

Allein gehört die Bühne am WEF allerdings auch dieses Jahr nicht den Klimaaktivisten. Im Gegensatz zu vergangenem Jahr ist 2020 auch US-Präsident Donald Trump wieder mit von der Partie.

Trump kommt mit Jared und Ivanka

Begleitet wird er unter anderem von seiner Tochter Ivanka sowie von seinem Schwiegersohn Jared Kushner. 2019 noch hatte Trump seine Teilnahme wegen eines mehrwöchigen Shutdowns der US-Bundesverwaltung abgesagt.

Donald Trump, President of the United States of America, left, shakes hands with German Klaus Schwab, Founder and Executive Chairman of the World Economic Forum, WEF the last day of the 48th Annual Meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, Friday, January 26, 2018. The meeting brings together entrepreneurs, scientists, corporate and political leaders in Davos, January 23 to 26. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Auch Donald Trump wird das WEF dieses Jahr wieder beehren. Bild: KEYSTONE

Zum erwarteten Showdown mit den Vertretern des Iran wird es am WEF allerdings nicht kommen. Der iranische Aussenminister Mohammad Javad Zarif hat seinen Besuch in Davos für dieses Jahr abgesagt, wie an der Pressekonferenz bestätigt wurde. Er hatte noch vor der Exekution von General Ghassem Soleimani durch die USA angekündigt, teilnehmen zu wollen.

Für politische Brisanz sorgen könnte nach der Absage der Iraner dafür ein anderer Namen auf der Gästeliste: derjenige des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj. Er steht im Mittelpunkt des laufenden Amtsenthebungsverfahrens gegen Donald Trump durch den US-Kongress.

Bundesrat ebenfalls vertreten

An der 50. Ausgabe des WEF werden vonseiten der Schweizer Regierung mindestens sechs der sieben Bundesräte erscheinen. Ausser Finanzminister Ueli Maurer stehen alle Mitglieder der Landesregierung auf der Teilnehmerliste. Ein Sprecher des WEF erklärte allerdings später, dass alle Bundesräte an das Treffen nach Davos kämen.

HANDOUT - Das offizielle Bundesratsfoto 2020 mit Bundeskanzler Walter Thurnherr und den Bundesraeten Viola Amherd, Guy Parmelin, Alain Berset, Simonetta Sommaruga, Ignazio Cassis, Ueli Maurer und Karin Keller Sutter, von links, zur Verfuegung gestellt am Dienstag, 31. Dezember 2019. Das Motiv des Bundesratsfotos 2020 steht fuer das Zusammenspiel in der Politik und fuer die Wichtigkeit der Kultur in einem vielfaeltigen Land wie der Schweiz. Es zeigt den Bundesrat mit dem Bundeskanzler als Ensemble. Ausgewählt hat das Sujet Bundespraesidentin Simonetta Sommaruga. (ANNETTE BOUTELLIER/YOSHIKO KUSANO/BUNDESKANZLEI/Bundesamt fuer Informatik und Telekommunikation) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN; BW ONLY ***

Fast der gesamte Bundesrat wird am WEF vertreten sein – nur Ueli Maurer (2. v. r.) wird fehlen. Bild: BUNDESKANZLEI

Interessant sein könnte für den Bundesrat aufgrund des laufenden Konflikts mit der Europäischen Union (EU) um das Rahmenabkommen, dass auch die neugewählte Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, nach Davos reisen wird.

Von der Leyen erscheint in Begleitung von Charles Michel, dem Präsidenten des Europäischen Rats, sowie von David Sassoli. Der italienische Sozialdemokrat ist seit 2019 Präsident des Europäischen Parlaments. Ausserdem werden dieses Jahr auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel oder der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez nach Davos reisen.

Frauenanteil nur bei 24 Prozent

Insgesamt werden ungefähr 2800 Teilnehmer aus 118 Ländern erwartet, davon mehr als 53 Staats-und Regierungschefs. Der Anteil an Frauen hält sich dabei allerdings auch dieses Jahr in Grenzen: Er beträgt nur gerade 24 Prozent. (mim/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • holzapfelin 15.01.2020 10:38
    Highlight Highlight tönt vielversprechend! haha... nicht.
  • Schneider Alex 15.01.2020 06:28
    Highlight Highlight "Die Energiestrategie der Schweiz läuft auf: Die Kompensation der wegfallenden Kernenergie ist ohne Importe oder Gaskraftwerke nicht zu haben, der Ausbau der erneuerbaren Energien stockt trotz anhaltend hohen Subventionen, der Stromverbrauch wird im Zuge der angestrebten Dekarbonisierung zunehmen und nicht sinken, und die Kosten werden alle Vorstellungen sprengen. All dies wird dem Bürger vorenthalten, mit dem Prinzip Hoffnung wird ihm Sand in die Augen gestreut.“ (Peter Morf in Finanz und Wirtschaft vom 14.1.20)
    • Switch_on 15.01.2020 08:54
      Highlight Highlight Ich habe den Artikel auch gelesen. Ich finde es etwas komisch, dass er es unterlässt zu erwähnen, dass die bevorstehende Knappheit in erster Linie kurzfristiger wirtschaftlicher Interessen der Energieunternehmen geschuldet ist.
      Er blendet komplett aus, dass das Hauptproblem die Weigerung ist den Strommarkt anders zu gestalten und nicht die technische Machbarkeit.
    • Schneider Alex 16.01.2020 06:57
      Highlight Highlight @Switch_on
      Und wie sieht Dein Vorschlag aus?
  • Ueli der Knecht 15.01.2020 06:25
    Highlight Highlight "WEF legt Fokus dieses Jahr auf die Klimakrise"

    Und trotzdem reisen sie alle mit ihren Privatjets an.

    Das ist letztlich nur heuchlerisches Gehabe. Und das schon seit Jahrzehnten. Klaus Schwab müsste schon längst einsehen, dass gut gemeint letztlich schlecht gemacht bedeutet.
    • Denk Mal 15.01.2020 13:05
      Highlight Highlight Sehe ich ähnlich. Herr Schwabe müsste nur endlich einsehen, dass das WEF keine Impulse auslösen kann und nie können wird und damit längst überflüssig ist. Denn real umgesetzt ist nie wirklich etwas wirklich geworden.... Also nur ein teres bla.... bla.... bla auf Kosten der Steuerzahler.

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