Schweiz
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Die Betreiberin des Flughafens Lugano-Agno wirft das Handtuch



ARCHIVBILD ZUR HEUTIGEN MK DER GEMEINDE LUGANO ZUM VERKAUF DES FLUGHAFENS AGNO, AM DONNERSTAG, 23. MAI 2019 - Flugzeuge auf dem Flughafen Lugano-Agno am Mittwoch, 22. August 2018, in Agno bei Lugano. Der Flughafen Lugano-Agno feiert in diesem Jahr sein 80-jaehriges Bestehen. Der Flughafen verfuegt ueber eine Start- und Landebahn von 1420 Metern. (KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)

Der Flughafen Lugano-Agno. Bild: KEYSTONE

Die Betreiberfirma des Flughafens Lugano-Agno (Lasa) geht in die ordentliche Liquidation. Der Flughafen selber soll jedoch nicht geschlossen werden, sondern wenn möglich in die private Hände übergehen. Die Lasa hat am Donnerstagnachmittag entsprechend informiert.

Eigentlich hätte das Volk über die Zukunft des Flughafens entscheiden sollen, sagte Lasa-Vizepräsident Filippo Lombardi. Doch Ende März sei der «Zusammenbruch» gekommen. Die Coronakrise hätte alle Aktivitäten auf dem Flughafen unmöglich gemacht, hielt der ehemalige CVP-Ständerat fest.

In dieser unsicheren Situation hätte man nicht noch länger nach finanzieller Unterstützung bitten wollen, fuhr Lombardi fort. «Stattdessen bevorzugen wir einen ordentlichen Übergang in eine neue Form.»

Volle Löhne bis Ende Mai

Luganos Stadtpräsident Marco Borradori sagte, es sei bitter, «zu verlieren, ohne gespielt zu haben». Borradori meinte damit die beiden Referenden, über die die Tessiner hätten abstimmen sollen. Sowohl auf kommunaler als auch auf kantonaler Ebene hatte die Linke das Referendum gegen die weitere Finanzierung des Flughafens ergriffen. Über die beiden Vorlagen hätte am 26. April abgestimmt werden sollen.

Die Stadt Lugano sei traurig, hielt Borradori fest, «aber wir haben noch nicht abgedankt!». Dies sei ein Paradigmenwechsel und man wolle den Flughafenbetrieb in private Hände übergeben.

Bis Ende Mai solle die «ordentliche Liquidation» der Beitreiberfirma Lasa vollzogen werden. Bis dann sollen auch die vollen Löhne ausbezahlt werden, versprach Borradori. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • mrgoku 24.04.2020 08:23
    Highlight Highlight Geil gibts nun endlich eine Rennstrecke in der CH?
    • Gaskaidjabeaivváš 24.04.2020 19:24
      Highlight Highlight Rundstreckenrennen sind in der Schweiz verboten (Ausnahme für Rennen mit Elektroautos). Von dem her lautet die Antwort ziemlich sicher: Nein.
  • dergraf 24.04.2020 07:10
    Highlight Highlight Zeit, dass diese überflüssige Infrastruktur geschlossen wird.
    Wenn wieder geflogen werden kann: Mailand vor der Haustür und Kloten einfach mit der Bahn erreichbar.
    Gleiches gilt für Bern-Belp, wo vor wenigen Monaten der Fetttöpfchentreter Cassis sich nach Kloten fliegen liess. Mit der Bahn (10 Min. zu Fuss vom Bundeshaus) nach Kloten-Flughafen wär's um einiges schneller gewesen, für die Bundeskasse viel günstiger und auch der Umwelt hätt' es gut getan.
    • Ton 24.04.2020 08:54
      Highlight Highlight Dieser Flugplatz ist auch für die allgemeine Luftfahrt ein wichtiges Stück Infrastruktur. Es ist der einzige Flugplatz im Tessin mit Instrumentenflugverfahren. Ich hoffe sehr, dass der Flugplatz erhalten bleibt. Es dregt sich eben nicht alles um Airliner via Mailand und Zürich: Für kleine Businessflugzeuge (oft Besitzer/Piloten lokaler Firmen und Niederlassungen) und die Kleinaviatik sind solche Flugplätze unverzichtbar.
    • Coffey 24.04.2020 12:18
      Highlight Highlight Klar graf, Repatriierungsflüge mit dem Rega Jet machen wir dann auch nach Malpensa oder Zürich, gell?
  • tolgito 24.04.2020 06:14
    Highlight Highlight Die Chinesen könnten ja den Flughafen kaufen und gleich selber mit eigenen Flugzeugen und billig Arbeitskräften die Masken in die Schweiz transportieren... tolle Zukunft

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