Schweiz
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Nestlé prüft Verkauf des Wassergeschäfts in Nordamerika



epa04344374 (FILE) A file picture dated 28 February 2002 of a Swiss flag flying over Nestle's headquarter in Vevey, Switzerland. Nestle, the world's biggest food company, said 07 August 2014 that its net profit sank 9.5 per cent to 4.63 billion Swiss francs (5.1 billion dollars) in the first half of the year, as the strong Swiss currency hurt earnings. Revenues dropped 4.8 per cent to 42.98 billion francs year-on-year, Nestle said. However, Nestle's organic revenue growth, which does not include negative currency effects, reached 4.7 per cent.
The strong franc lowers the value of foreign-currency earnings. Nestle also announced that it would buy back shares worth 8 billion francs through next year.  EPA/FABRICE COFFRINI *** Local Caption *** 99278856

Bild: EPA/KEYSTONE FILE

Nestlé prüft den Verkauf des Wassergeschäfts in Nordamerika. Der Lebensmittelkonzern will seine strategische Richtung im Geschäft mit Wasser insgesamt neu ausrichten. In Zukunft soll der Fokus auf den internationalen Marken, Premium-Mineralwasser sowie Wasser mit gesundheitsfördernden Zusätzen liegen.

Für das Wassergeschäft in Nordamerika sollen strategische Optionen geprüft werden. Das beinhalte auch einen möglichen Verkauf für die Mehrheit des Geschäfts in der Region, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstagabend hiess. Ohne die internationalen Marken habe dieser Bereich 2019 einen Umsatz von rund 3,4 Milliarden Franken erzielt. Das gesamte Wassergeschäft erwirtschaftete 7,8 Milliarden Franken.

Zu den auf dem Prüfstand stehenden Aktivitäten zählen regionale US-Quellwassermarken, der Getränkelieferservice ReadyRefresh und die Marke Nestlé Pure Life. Dieses Geschäft befinde sich ausserhalb der neuen Ausrichtung, hiess es weiter. Die Prüfung der Optionen soll bis Anfang nächsten Jahres abgeschlossen werden.

In den USA und weltweit setze man voll auf das weitere Wachstum der Marken Perrier, S.Pellegrino und Acqua Panna, schrieb der Konzern weiter. Auch Pure Life solle weltweit weiter ausgebaut werden, ebenso Produkte wie funktionelles Wasser mit gesundheitsfördernden Zusätzen.

Der Konzern will zudem bis 2025 das gesamte Wasserportfolio CO2-neutral ausrichten und die entsprechenden Wassereinzugsgebiete regenerieren. Das sei Teil der selbstauferlegten neuen Nachhaltigkeitsverpflichtungen. (awp/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Malt-Whisky 12.06.2020 13:49
    Highlight Highlight Oder in anderen Worten: Nestlé will die hohen Wasserzinse nicht mehr bezahlen, sie klauen lieber noch dasjenige Wasser das sie bisher noch nicht aus den vielen Quellen in Afrika und Mittelamerika oft für einen Appel und ein Stück Brot jahrzehtelang abgesogen haben. Ich vergesse nie den ernst gemeinten Satz vom Ex Nestlé Präsident vor etwa 20 Jahren «Wasser ist KEIN Menschenrecht, das muss frei Handelbar werden.
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 11.06.2020 23:43
    Highlight Highlight Man muss viel stärker die Verpackungen anschauen. Bei Glasflaschen gab es ein Kreislaufsystem. Wir müssen wieder dahin zurück und die Hersteller in die Pflicht nehmen, die Verpackung auch zurückzunehmen. Das ist ein globales Problem.
  • Thom Mulder 11.06.2020 21:25
    Highlight Highlight "Verkauf"? Geht's noch? Wasser ist im Besitz der lokalen Bevölkerung. Da gibt es gar nichts zu verkaufen. Zurückgeben. Bedingungslos. Alles Andere ist nicht akzeptierbar. Aber was will man von Nestle schon erwarten. Diese Firma hat null Unrechtsbewusstsein.
    • Tischbein 12.06.2020 06:44
      Highlight Highlight Schliesslich ist es aber die Politik, welche regeln könnte, ob Nestlé einen Wasserversorger kaufen kann oder nicht.
    • The Rogue 12.06.2020 09:00
      Highlight Highlight Das ist hier natürlich auch so mit eptinger, lostorfer, aproz, henniez, evian, etc? ah oder doch nicht? vielleicht fehlt Dir das unrechtsbewusstsein? 🤔
    • Malt-Whisky 12.06.2020 13:59
      Highlight Highlight Dann frag einmal am Paradeplatz und in den obersten Samtteppichetagen wie die das sehen. Nestlé hat vor 10 Jahren (mit einigen anderen gleichgesinnten Globalisten) versprochen, keine Kinderarbeit weltweit zu beschäftigen. Bisheriger Erfolg: die Tochter der Putzfrau des Néstlepräsidenten darf ihr nicht mehr mithelfen. (Spass beiseite) Es sind nach neuester Untersuchung in diesen 10 Jahren ungefähr 8% echt weniger Kinder beschäftigt. Was für eine tolle Leistung. Man kann doch immer wieder stolz wein auf die schweizer Globalen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Linus Luchs 11.06.2020 21:15
    Highlight Highlight Das Einzige, das Nestlé nachhaltig pflegt, ist die Dividende.
  • Toga 11.06.2020 19:53
    Highlight Highlight Vlt. hat es jetzt in Nordamerika kein Wasser, für 3,71 US-Dollar pro eine Million Liter (wie aus Ontario in Kanada ), mehr und zieht daher weiter um andere Länder aus zu trocknen.
  • Elephant Soup slow cooker recipes 11.06.2020 18:57
    Highlight Highlight "selbstauferlegte neue Nachhaltigkeitsverpflichtungen" 😆
    • redeye70 11.06.2020 19:02
      Highlight Highlight Wer's glaubt!
    • deepmind96 11.06.2020 19:18
      Highlight Highlight Da hat wohl jemand die Hosen voll 😂😂
    • michiOW 11.06.2020 22:04
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