Wirtschaft
Schweiz

Flughafen Zürich trotz Iran-Krieg mit mehr Passagieren im April

Flugzeug startet am Flughafen Zürich durch. Heftige Bise am 1. April 2025 sorgte für erschwerte Bedingungen bei der Landung diverser Flugzeuge.
Flugzeug startet am Flughafen Zürich.Bild: BRK News

Flughafen Zürich trotz Iran-Krieg mit mehr Passagieren im April

13.05.2026, 18:4213.05.2026, 18:42

Der Flughafen Zürich startet trotz des Iran-Kriegs durch. Im April schossen die Passagierzahlen weiter nach oben. Zudem machten auch die Läden mehr Umsatz.

Im April reisten 2,95 Millionen Passagiere über den Flughafen Zürich, wie es in einer Mitteilung vom Mittwochabend hiess. Das ist ein sattes Plus von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Damit hat die Wachstumsrate nach der leichten Abschwächung durch den Ausbruch der Kriegshandlungen im Mittleren Osten wieder angezogen. Im Vormonat März hatte das Plus noch 4,9 Prozent betragen, was weniger war als im Januar (+6,8 Prozent) und Februar (+7,9 Prozent).

Das Wachstum ist den Europaflügen zu verdanken. Auf dem «Alten Kontinent» flogen 2,31 Millionen Menschen über den Flughafen Zürich. Das waren 11,6 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Weniger Passagiere aus dem Mittleren Osten

Dagegen sank die Zahl der Interkontinentalreisenden um 10,1 Prozent auf 627'166. Nachdem der Iran die grossen Flughäfen in den Arabischen Emiraten unter Beschuss genommen hatte, reduzierten diese Drehkreuze den Betrieb massiv. Passagiere aus dem Mittleren Osten machten am Flughafen Zürich nur noch 1,6 Prozent der Reisenden aus, nachdem sie im Vorjahresmonat noch 5,5 Prozent betragen hatten.

Einen leichten Rückgang gab es auch bei den Reisenden nach Nordamerika, Afrika und Lateinamerika. Dagegen gab es deutlich mehr Passagiere auf den Strecken nach Fernost.

Die Zahl der Lokalpassagiere stieg im Februar um 7,2 Prozent und jene der Umsteigepassagiere um 3,3 Prozent. Die Anzahl der Flugbewegungen nahm derweil um 5,0 Prozent auf 23'488 zu. Die Sitzplatzauslastung stieg um 1,7 Prozentpunkte auf 82,3 Prozent. (sda/awp)

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«Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bevölkerung das möchte»
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